Freitag, 8. Mai 2020

Und wie "schauts" jetzt so in der Realität aus

Wo soll ich da jetzt anfangen? Wie sieht die Lage aus hier?

Ganz normal sage ich mal. Von meiner, von "unserer" Warte aus gesehen. "Unsere Warte" ist in diesem Fall eine, ich sage mal, privilegierte. Klaro, wir, d.h. der ganze "deutsche Klan" wie auch die Quebecer Familie, sind jetzt nicht in der Liga der Superreichen und wir sitzen nicht auf unseren privaten Inseln in der Südsee oder auf den Malediven (welche dann wohl teilweise demnächst mal untergehen werden - Stichwort: Klimawandel. Stichwort: ist noch nicht vorbei) oder auf unseren Superjachten in Monaco und auch nicht im Wochenendhaus in Acapulco oder in Südfrankreich. 

Aber, 
"WIR" sind auch nicht eingepfercht in eine 30²m Wohnung in einer "Banlieue" in Paris, Moskau, Sao Paulo oder New York mit einer fünfköpfigen Familie inklusive Ausgangsverbot.

Liese sagt immer: "schreib, wir wollen wissen wie es bei Euch ist". Ok, mache ich, 

ich lese immer gerne diesen Blog von Herbert Bopp, schreibt super, eloquenter, erfahrener Kolumnist, cooler journalismus. 

Hier sein aktueller Eindruck:

https://canada365.wordpress.com/2020/05/07/im-epizentrum-des-elends/#comments

Im Epizentrum des Elends. Seine Meinung.

Nu ja, 

die Zahlen sprechen schon für sich. D.h. der "Hotspot" Montreal ist Realität, aber relativ gesprochen, was soll das schon heißen?

Warum haben wir die relativ hohen Infektionszahlen und die relativ hohe Mortalitätsrate in Montreal? Schwer zu sagen. 

Eines ist sicher, wenn ich am Reisighof am Tag nur der Familie und den Viechern begegne, in Brasilien auf einer Hazienda lebe oder am Forest Lake alleine durch den Wald sappe, bin ich höchstwahrscheinlich sicherer als wenn ich in Montreal mit 500 Leuten im selben Wagon in der Metro fahre. 

Das ist nun mal so. 

Persönlich habe ich von der Katastrophe und dem Weltuntergang hier noch sehr wenig mitbekommen.  Aber wie gesagt, "wir" sind ja privilegiert, haben unsere Gärten, Parks, Chalets usw. 

Zugegeben: das Gesundheitswesen (insofern man davon überhaupt sprechen kann) im Großraum Montreal war schon immer eine einzige Katastrophe. Das ist mir seit 20 Jahren bewusst. Das ist leider systemisch, aber die Ärzte und Pfleger und Krankenschwestern (und alles andere außen rum, von der Reinigungskraft bis zum Sicherheitspersonal) machen weiterhin ihren (unterbezahlten) Job. 


Das sich da was ändern muss im "System" scheint klar zu sein. Hoffentlich passiert auch was nachhaltiges. 

Es ist allerdings interessant zu sehen, dass die Pandemie im Moment, was Quebec an begeht, ein urbanes Problem zu sein scheint. 

Ansonsten - so scheint es mir jedenfalls - geht die Welt (noch) nicht unter. Auch hier nicht. 


Der Typ übt Gleitschirmfliegen, mitten in der Stadt. 
 









 

 

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