Dienstag, 4. August 2020

Das war eine entspannte Rückreise - und jetzt ab in den Hurricane.




So sah es im hinteren Teil des Airbusses aus. Wie sagte Markus: "hier spricht ihr Kapitän, ich mache heute mal Homeoffice".

Insgesamt vielleicht 30 Leute in der Economy und ca. 10 in der Business.


Auch die Abflugshalle in Minga war menschenleer, wie eigentlich ingesamt der komplette Flughafen. Keinerlei Wartezeiten, keinerlei Anstellzeiten - nada. Das Bild habe ich 5 Minuten vor dem Einchecken gemacht - ich konnte es fast nicht glauben.


Bei der Ankunft in Montreal musste ich einen Zettel ausfüllen mit Kontaktdaten für die 14 tägige Quarantäne und das wars dann auch schon. In 2 Minuten war ich durch die Passkontrolle und auf dem Weg nach Hause.

Auf Lili`s initiative hin habe ich mich mal so prophylaktisch testen lassen. Ich bin gestern am späten Nachmittag mal zur Klinik gedüst.

Super Service, gut organisiert, keine Wartezeit, einfach Walk-In, kein Termin nötig und der Test war in zwei Minuten erledigt und das Ergebnis lag bereits heute morgen in meinem e-mail Fach. 12 Stunden. Saugut.

Wieso schaffen das die Amis nicht? Da dauert es angeblich bis zu 12 Tage bevor das Ergebnis da ist - was das ganze Prozedere ja Ad Absurdum führt.

Ach ja, negativ natürlich. 👍

Ich arbeite also von Zuhause aus im Moment und da das Wetter eh Mist ist weil gerade die ersten Vorboten bzw. Ausläufer des Hurricanes durchziehen und jede Menge Dauerregen mitbringen. Mehr aber auch nicht - im Gegensatz zu den USA. Da hats ordentlich "gerumpelt" und die Saison geht ja erst los. Da kommt noch einiges auf sie zu .....


Vor Allem Québec Stadt wird morgen eine Volldusche abbekommen so wie es aussieht.





Freitag, 31. Juli 2020

Wahnsinn wie schnell die Zeit vergeht


So, jetzt "sammer" auch in Regensburg mobil. Die "Frida" hat alles gehalten was mir versprochen wurde. Tüv neu, guter Reifensatz, niedrige Laufleistung, geiler Sound und super Durchzug. Ein klasse Bike. Jede Menge Touratech teile und eine Sebring Anlage. Mit 69 k somit kaum "eingefahren". Da können wir jetzt locker 100tausend draufspulen. 


And here is the "next Generation" am Reisighof. Schier unglaublich wie ähnlich sie sind mit Emile und Lili, damals, so im fast gleichen Alter. Marie hat genau die selben Löckchen wie Lili im selben Alter. Genial.




Der Reisighof hat nichts von seiner natürlichen 
Schönheit eingebüßt.  


Die alten Kumpels  sind noch genau so durchgeknallt wie damals aber mit mehr "Style". Was der Dammerl da so aus der guten alten Triumph Bonneville gemacht hat ist schon der Hammer. Das kann man zwar nicht fahren, lässt sich aber gut anschauen. Stylish.





Freitag, 24. Juli 2020

Es geht uns gut



Im Ernst. Lili und Sophie sind im Chalet - die nächste Hitzewelle ist im Anmarsch in Quebec, Emile arbeitet brav im Drogeriemarkt und ich sitze bei Sabine in Regensburg und mache ein bißchen "homeoffice". Paßt. 

Eigentlich ist hier alles fast wie immer - man kann sogar wieder ins Open Air Kino gehen. Die Biergärten sind super, das Wetter ist geil - so kann der Sommer weiter gehen. 

Wenn ich da an die anderen Länder denke wie z.B. die USA, Brasilien oder Indien usw. dann kann ich nur sagen: paradiesisch.  

Mei, gehts uns gut. 

p.s. das ist nicht etwa noch eines meiner Bikes sondern gehört dem Nachbarn in Ratisbonne.



 

Montag, 20. Juli 2020

La famiglia


Elfi und Birte (und die Kinder) singen ein Ständchen für das Geburtstagskind Michi. 40 Jahre Jung, kaum zu glauben. 

Pitstop in Schönberg auf dem Weg nach Ratisbonne.  





Die "Frida" ist prima gelaufen - ein klasse Bike.










Ansonsten Biken mit Liese, Olaf und Sabine. Die Gegend um Regensburg ist einfach geil. Selbst der "Söder" war am Samstag in Kallmünz. Wir dann am Sonntag.

Donnerstag, 16. Juli 2020

Ois fast wie immer gell?





Ich habe es gewagt und bin nach Minga geflogen. Ich wußte ja nicht so genau wie die Lage dann in der Realität so ist. Im Flughafen, Flieger, bei der Ankunft, etc.!

Es war alles sehr entspannt - kaum Leute unterwegs. Keinerlei Anstellzeiten logischerweise und da ich wie immer ohne Gepäck fliege, auch keinerlei Wartezeiten. Der Service bei der LH wie immer. Alles vollkommen normal - mehr oder weniger. Maskenpflicht halt. Aber das ist ja nun das geringste aller Übel. 

Gähnende Leere in Dorval und bei der Ankunft in Minga war es genauso. 


Und wenn ich schon mal bei Mobilität bin, die hat sich dank der "Frida" - geile 99er 1100er GS - seit gestern erheblich verbessert. Bayrischer Wald "wir kommen". 

Sonntag, 12. Juli 2020

Wenig Leute


Komischerweise ist die U-Bahn immer noch leer. Scheinbar muss es all die Jahre einen Haufen von nicht 'systemrelevanten Leuten' gegeben haben welche jeden Tag so getan haben als ob sie auf die Arbeit gehen müßten. 

Meine Hypothese ist, dass die meisten Menschen all die Jahre nur mit der Metro gefahren sind um einen Existenzbeweis zu haben. In Wahrheit aber hatten sie keine wirkliche Funktion oder waren niemals in irgendeiner Form relevant. 

Ich hocke gerade in einer Flughafen Bar ab - worauf ich wirklich nicht stolz bin. Ganz im Gegenteil. Die Atmosphäre ist wie in der U-Bahn. Ganz wenig Reisende. 

Ich bin mal gespannt wieviele Pappnasen in der Maschine sitzen. 

Auf nach Minga. 

Freitag, 10. Juli 2020

Ein Tropensturm in Montreal? Ernsthaft?

Die Hitzewell ist ok - Aussendusche und so. 

Ich sitze gerade bei relativ angenehmen 35 Grad im Garten. 

Aber ein Tropensturm morgen? Ähem. 

Special Weather Statement

Issued at 15:49 Friday 10 July 2020
Summary
Rain throughout the weekend

The remnants of tropical storm Fay will move into Quebec Saturday morning. Rain associated with this system is expected to produce rainfall amounts of 20 to 40 millimetres over parts of Southern and Central Quebec. Some areas could however receive a total of more than 50 millimetres locally with the additional rainfall amounts produced by thunderstorms that could accompany this system.

Mal was Neues. Angeblich soll der Ausläufer des Hurricanes, welcher morgen in den USA aufschlagen wird danach hochziehen und morgen als "tropischer Sturm" über Quebec hinwegfegen mit - ebendiesem - tropischen Regenfall. 

Schaun mer mal. Mal was Neues. 

Die Landwirte unter uns werden sich freuen. 




Donnerstag, 9. Juli 2020

Mei is des heiss


Heat Warning

Issued at 15:42 Thursday 09 July 2020
Summary
The extreme heat event continues.

A warm and humid air mass over Southern Quebec will continue over the next few days. Temperatures will reach 35 degrees during the day and will not fall below 20 degrees at night. The combined temperature and humidity values will produce humidex values between 40 and 43.

These conditions are expected to persist through Saturday.




40 Grad im Schatten. Ich komme mit dem Gießen nicht mehr hinterher. 

Quebec erlebt gerade die zweite extreme Hitzewelle in diesem Jahr. Die Erste hat nur zwei oder drei Tage gedauert - diese jetzt dauert wohl zwei Wochen. Hammer. 

Die Kinder und  ich sind ans Chalet "geflüchtet" (nächtliche Tiefsttemperatur Chalet: 19 Grad, Montreal: 24 Grad Celsius). 

Entweder man läßt sich im Rouge treiben oder springt in den See, wie auch immer. Wir hatten zwei Kilometer feinsten privaten Sandstrand und haben "Fußball Golf" gespielt. Machen wir gerne. Man muss den Ball ca. 200 Meter weit spielen und der Spieler mit den wenigsten "Kicks" gewinnt am Ende. Es war ein Par 3 Course diesmal. 

Morgen verkürze ich unser im Freien stattfindendes Teammeeting da es gegen Mittag zu heiß sein wird - auch im Schatten. Der Wahnsinn. 

Im Chalet ist mir in den letzten Jahren aufgefallen, daß viele Materialien durch den extremen Temperaturunterschied von ca. 75 Grad Celsius (im Extremfall) sehr hart belasted werden. 

Die Reifen meiner Fahrräder am Chalet z.B. - im Moment 40 Grad plus, im Winter bis zu -35! Das muß man erstmal aushalten, als Mensch, wie als Material. Einige meiner Fahrradreifen sind derartig pöros geworden diesen Winter, daß ich sie habe tauschen müssen. 

Das passiert mir bei den Fahrrädern in Montreal nicht. 

Meine super Pavoni Espresso Maschine im Chalet hat es auch "zerrrissen" diesen Winter. Es war wohl noch ein kleines bißchen Wasser drin und das war zuviel. Unvergeßlich auch: ich war im Chalet bei - 20 Grad Außentemperatur (ist dann auch Innentemperatur) und habe das Teil "hochgefahren" auf ca. 28 Grad. Mitten in der Nacht gab es dann plötzlich eine richtige "Explosion". Was ist passiert? 

Ich hatte eine Flasche Olivenöl. Die war natürlich steinhart gefroren bei der Ankunft und ist dann aufgetaut, expandiert und anschließend tatsächlich explodiert. Ich hatte Olivenöl in der gesamten Küche, an der Decke, an den Wänden usw. - der Wahnsinn. 

Aber ich will hier niemanden mit dem Klima oder dem Wetterbericht langweilen. Was mir halt seit fast 20 Jahren aufgefallen ist, daß sich so eine Hitzewelle auf dem Land besser aushalten läßt. 

Die Menschen in der Stadt begeben sich in ihre "Klimaanlagen Gefängnisse" während ich auf dem Land zum nächsten Wasser gehe und es da eh nicht so heiß ist da sich die Stadt viel mehr aufheizt. Der ganze Asphalt, der Verkehr, die riesige Speichermasse an Gebäuden und Beton. Im Grünen ist das deutlich reduziert. Von dem wahnsinns Energieaufwand für die ganzen gekühlten urbanen Gebäuden mal ganz zu schweigen. 

In Montreal wird mächtig gegen die sogenannten "Inseln der Hitze" gekämpft. Wir brauchen mehr grün, reflektierende Dächer statt der absorbierenden Teer Dächer. 

Andererseits ist das für mich nach wie vor faszinierend, auch nach fast 25 Jahren. Dieses "italienische Feeling" (oder Spanien oder Griechenland, halt der Süden) - heiße Winde, lauwarme Seen in welchen man noch um Mitternacht angenehm schwimmen kann. 

Eine Kalte Außendusche mit T-Shirt nehmen um die Körpertemperatur herunter zu fahren ohne das es in irgendeiner Form unangenehm wäre. Im Schatten. 

Es lebe der Sommer. Trotz Allem. 








Dienstag, 30. Juni 2020

Neues aus Trumpanistan

https://www.cnn.com/

"White hous insists Trump read intelligence"

Das war eine der "Headlines" auf CNN heute. Ein interessantes Beispiel für ein sogenanntes Oxymoron. 

Oxymoron. Ein Oxymoron (Plural Oxymora; altgriechisch τὸ ὀξύμωρον, aus oxys ‚scharf(sinnig)' und moros ‚dumm') ist eine rhetorische Figur, bei der eine Formulierung aus zwei gegensätzlichen, einander widersprechenden oder sich gegenseitig ausschließenden Begriffen gebildet wird, z. B. „alter Knabe“. (wiki)

Oder aber die Kombination von Trump und "Intelligence" im übertragenen Sinn. Auch wenn das im englischen lediglich Geheimdienstinformation bedeutet und nicht wirklich "Intelligenz".

Oder Trump und Lesen. 

Morgen ist übrigens der kanadische Nationalfeiertag. Hat jetzt nix mit dem Thema zu tun. Ist aber so. 


Abendlicher Himmel über Montreal. 
  

Montag, 29. Juni 2020

Ozapft is



Tja, scheinbar kann Montréal doch "Fussgängerzone" und "Radweg". Geht doch!! Die Leutchen auf dem Plateau nehmen das auch an und man kann herrlich entspannt mit Riesenplatz einfach wieder draussen sitzen. Nice. 


Gestern habe ich meine erste "Pinte" seit meinem letzten Weissbier in Mattinger Biergarten (Anfang März an der Donau getrunken. "Pinte" wie man das hier nennt, halt wie in Grossbritannien und auf dem britischen System beruhend - 568 cl. D.h. das war mein erste Bier ausserhalb des Hauses seit über 4 Monaten. Ah, das fühlt sich gut an ...... ein frischgezapftes und kühles Bier auf einer Terrasse am Sonntag nachmittag. Einfach Geil. 

Samstag, 27. Juni 2020

Mein Garten accessoir wird immer exotischer



Und das geht dann jetzt immer so weiter - wir sind noch lange nicht durch. 

Das Ding ist ein "classy" - R69S, BJ 1960. Mal sehen ob wir den Beemer wieder zum Leben erwecken können. Da muss wirklich einiges dran geschraubt werden - bei den anderen Kisten, d.h. der SR 500, der R80 ST und dem Toaster musste eigentlich nur Benzin und Öl getauscht werden, neue Batterie beim Toaster, aber ansonsten waren die Mühlen gut "in Schuss" und laufen astrein. Aber an dem "Objekt" R69S wird Micha wohl ein wenig mehr Zeit investieren müssen. Aber das lohnt sich da es eben ein Klassiker ist. 

Ansonsten ist die Lage relativ entspannt hier. Alles hat auf in Montreal, die Strassen werden zu Fussgängerzonen und Partymeilen umgebaut. Summer in the City - mit ein wenig "social distancing" und Maske von mir aus - es könnte schlimmer sein. 

Für die Altenheime werden 10000 neue Pflegekräfte (gut bezahlt) ausgebildet und in drei Monaten wird das "durchgepeitscht". Ich hätte nie geglaubt, dass wir dafür in den Berufsschulen die notwendigen Kapazitäten haben aber ich wurde eines Besseren belehrt. 9800 Leute sind seit letzter Woche zusätzlich in Ausbildung. Eine organisatorische Meisterleistung. 

Die USA bereiten uns natürlich Sorgen und das leider auch auf absehbare Zeit.  Das Einreiseverbot wird leider bleiben müssen denn wie wir alle gerade objektiv beobachten und nachvollziehen können ist das Land  im Süden sprichwörtlich krank und wird es auf absehbare Zeit auch bleiben. 

Für die kanadische, traditionell exportorientierte Wirtschaft bedeutet das langfristig leider nichts Gutes. 

Ich denke mal so 80 % der kanadischen Ausfuhren (und Einfuhren) laufen mit den USA. Und es gab schon immer diesen Spruch: wenn die USA hustet, hat Kanada Schnupfen. In diesem Fall leider Schlimmer: Corona. 

Aber schaun wir mal was der Sommer noch so bringt.