Dienstag, 17. Mai 2022

Krieg und Frieden

Während wir im "Paradies" leben und in den Biergärten sitzen und Weissbier trinken tobt, nicht mal so weit weg, ein mörderischer Krieg. 

Bill Gates, rule number 1: "life is not fair". 

Stimmt leider. 

So ein Wochenende am Reisighof fühlt sich, vor allem bei so einem sommerlichen Wetter im Mai, an wie "permanent vacation". Warum soll ich in die Toskana fahren, wenn es in Franken eigentlich noch viel schöner ist. 

Wie war das nochmal in "Irgendwie&Sowieso": 

beste Gegend? Unsere!!

beste Zeit? Unsere!!

beste Mucke? Jambolaya, oaber a scho werklich, auf gehts!!

Eine der besten Definitionen von "Heimat" für mich. 


Wie lange es die gute, alte Buche in meinem Wald noch "machen" wird ist fraglich. Der Zahn der Zeit nagt.


Ois bio! Selbst der Naturteich.

 

Die PV "brummt", sprichwörtlich. 81000 kw/h seit Inbetriebnahme und kein Ende in Sicht.


 

Dazu nachwachsende Rohstoffe "ohne Ende". Sabine und ich haben ca. 20 Bäume gepflanzt und wir sind gespannt wie viele davon überleben werden. Wildbiss, Trockenheit, etc.!



 

In der "fränkischen Toskana" mit Hund. 




Und dazu sitzen wir dann alle gemütlich bei einander, trinken Bier und können die schönsten Sonnenuntergänge betrachten. 

Zwengs Bill Gates und "rule number one": 

wenigstens hatten und haben "wir" die "richtige Seite des Lebens" erwischt. Schwein gehabt sage ich nur. 

Hoffentlich gibt es bald Frieden.

 

 

Montag, 9. Mai 2022

Böhmen

Gestern haben wir unsere erste "Erkundungsfahrt" rüber nach Tschechien gemacht. Erstmal durch die Oberpfälzer "Pampa" nach Furth im Wald und dann kurz Besuch in Tomaszliçe. 

Schöne Innenstadt - d.h. der innerstädtische Platz ist wirklich sehenswert aber ansonsten, auch knapp 30 Jahre nach dem Mauerfall, wirkt alles noch irgendwie "östlich". 

Das merkt man sofort nach (ehemaligen) Grenzübertritt und sobald man nach Böhmen kommt. Erstmal kommt dieser Abschnitt welcher mich an die Mohawk Gebiete in Québec erinnern. Anstelle von Cannabis und Tabak gibt es Prostitution, Casinos und Sprit. 

Am wunderschönen Rathaus nagt der Zahn der Zeit und einige der Fenster im Obergeschoss sind lediglich mit Plastikfolie geschützt. Der Rest "blättert" so langsam ab - kriegen die denn keine EU Fördermittel?


 Euro wird genommen, auch "Deutschmark" - laut Auskunft des Kellners - was ich allerdings bezweifle - obwohl die Währung ja nach wie vor gültig ist und eingetauscht werden könnte. 

Da ich da jetzt öfter mal herum düsen werde muss ich mir mal ein paar tschechische Wörter und Begriffe aneignen - aus Respekt. Es wird wohl auch Deutsch gesprochen oder zumindest verstanden, die Stadt ist ja kaum 20 km von der Bayerischen Grenze entfernt - jedenfalls war viel Werbung auf Deutsch zu sehen und die Supermärkte sind Deutsche Ketten - wie scheinbar überall im östlichen Raum. Das ist mir schon in Istrien und in Slowenien aufgefallen.

Sohnemann wäre sicherlich Begeistert: man fährt kaum 45 Minuten und ist in einem anderen Sprachraum und es gibt eine andere Währung. Andererseits braucht er ja auch nur 45 Minuten bis er in Ontario ist. Aber das ist was anderes. Émile will nächstes Jahr Europa mit Interrail bereisen. 

Das ist dieses "europäische" Flair was die Kanadier immer begeistert. Wenn ich denen erkläre, dass ich in zwei Stunden in Salzburg bin oder in Prag, oder sonst wo, dann kommt immer das Erstaunen über "das kleine Europa". 

Wenn meine Kollegen (in vor-Covid) Zeiten von z.B. der Gaspesie nach Montreal zum Treffen kamen, dann sind das 10 bis 12 Stunden mit dem Auto. 

Wenn man durch ganz Ontario durchfahren möchte können das leicht 20 Stunden werden.  Emile ist mal 8 Stunden einfach zum Auswärtsspiel gefahren - nach Royn-Nuranda. 

Ich mache weiterhin home office in den nächsten Tagen und wenn ich Zeit habe erkunde ich den Naturpark Bayerischer-Böhmer Wald. Vielleicht organisiere ich irgendwann eine Tour für die Biker. Es muss ja nicht immer Guatemala sein. Bayern und Europa haben viel zu bieten! 

 

 

 

 




 

 

 

 

 

Mittwoch, 27. April 2022

Homeoffice

 Vor ein paar Tagen sah meine Umgebung noch so aus:

 


Auf den Bäumen sind übrigens Nester - ich denke das sind die Reiher (Heron). 

Dann war noch Fussball mit Sohnemann (FC Montreal) im halb leeren Stadion ohne jegliche Atmosphäre - da die "wahren Fans", d.h. die Ultras wegen eines internen Konfliktes ausgeschlossen sind. Jämmerlich. 


Und da es in der Stadt keinen Schnee mehr gibt musste ich auf die Rollerski umsteigen. Nach dem Schnee ist vor dem Schnee - zumindest in Quebec.

Ach ja, Emile und ich haben uns noch ein Hammer Konzert angesehen am Ostersamstag: Jack White von den White Stripes. Eine Hammer Show - brutal laut, mir haben die Ohren geklingelt aber ansonsten top. Interessanterweise ein Konzert mit "Handy Verbot". Handyverbot?

Wie sollte das funktionieren? 5000 Leute müssen ihre Handys abgeben? Um Gottes Willen nein, das könnte ja ewig dauern.

Im Endeffekt war es dann so: beim rein gehen in das Amphi Theater (Kapazität 12000 Leute) werden die Handy`s einfach in einen kleinen Beutel gesteckt welcher dann durch einen Magneten hermetisch verschlossen wird. Handy rein, "klick", verschlossen, viel Spaß. Beim raus gehen dann wieder "klick" und es ist wieder raus aus dem Säckchen. Genial. 5000 Leute, drei Stunden Top Show und kein EINZIGES Handy am Start - nur Feuerzeuge. Geil. Tolles System. Coole Show. Emile war spürbar beeindruckt - das war sein erstes "großes" Konzert.

 Wie romantisch! - Jack White: Verlobung und Blitzhochzeit auf Bühne |  krone.at

Und deshalb gibt es natürlich auch keine Bilder oder Videos.  Höchstens danach im Netz.

Im Moment mache ich Homeoffice in Regensburg, bei und mit Sabine. Da sieht die Lage schon freundlicher aus:


Ich leite den Laden über email, Slack und ZOOM. Das funktioniert recht gut, einzig der Zeitunterschied ist ab und an etwas bizarr. Heute Abend beginnt z.B. meine Vorstandschafts Sitzung um 23 Uhr. Uff. Das wird ein langer Tag. 

Morgen nochmal das Gleiche, aber meistens lege ich die Meetings auf den Montrealer Morgen und dann ist das hier bei uns so 15 Uhr, das geht. 

D.h. jetzt erst mal zusammen Biken, Biergarten und Wandern - wenn wir nicht arbeiten müssen. Top.

p.s. cool, ich musste mich erst mal an das "nicht tragen von Masken" gewöhnen.  In Quebec war das noch Pflicht in Supermärkten und Läden. Das wird aber dann Anfang Mai auch aufgehoben. Endlich.

p.p.s. ein paar Leute haben mich gefragt, ob ich denn "keine Angst" hätte jetzt in ein"Kriegsgebiet" zu fliegen?





 

 

Donnerstag, 14. April 2022

Mein letztes Bild mit Schnee - oder auch nicht ....

Obwohl, in Québec sollte man "niemals nie" sage oder "nach dem Winter ist vor dem Winter". 

In Montreal kann es noch bis Anfang Mai Nachtfrost geben, am Chalet noch deutlich länger. 

Das Eis bricht jedenfalls nie vor Ende April. 



Letzte Woche war im Norden tatsächlich noch "Frühlings Langlauf" möglich. Es hatte sogar nochmal "extra" geschneit. Ich habe geschwitzt "wie Schwein".

Wenn man in Kanada über etwas anderes als das Wetter, den Winter, den Frost und den Schnee redet, (oder dann im Sommer über die Hitzewellen) dann muss es wirklich wichtig sein. Das extreme Klima bestimmt hier viele Tagesabläufe. 

Die Themen hier sind im Moment, wie auch in Bayern, Europa und vielen Teilen der Welt, natürlich zum Einen der Wahnsinn in der Ukraine und ansonsten geht es um die Inflation. 

Covid spielt eigentlich, zumindest im Moment, keine wirkliche Rolle mehr. Es herrscht noch Maskenpflicht in öffentlichen Räumen - angeblich sogar bis Ende April und gestern hat das Gesundheitsamt ein Statement rausgegeben "die Bevölkerung möge doch bitte über Ostern den gesunden Menschenverstand walten lassen". Aber es gibt keinerlei einschränkenden Maßnahmen mehr und noch nicht mal "freiwillige Empfehlungen" trotz deutlich steigender Infektionszahlen. Jeder müsse "sein eigenes Risiko" managen.

Letzte Woche waren wir am Mittwoch komplett beieinander im Büro, kein Mensch trägt mehr Maske, alles ist vollkommen normal und wie vor Covid. Am Donnerstag hat sich dann einer meiner jungen Kollegen krank gemeldet. Logisch: Covid. 

Meine und die Reaktion unseres Teams war: "na und"? War da was? 

Noch vor ein paar Wochen oder Monaten wären wir in panischer Eile in die Quarantäne gegangen mit Selbstisolation, Kontaktverfolgung, PCR Tests und "dem ganzen Programm". 

Am Donnerstag war alles wie immer, jeder war im Büro, keine Masken, die Reaktion war: "so what". Ist halt so. Weiter gehts. 

Das ist schon sehr wohltuend muß ich sagen.

Meine russophonen Mitarbeiter sind etwas "betrübt" und leicht deprimiert und haben Angst vor Diskriminierung. 

Von ukrainischen Flüchtlingen habe ich noch absolut nichts mit bekommen. Alles wie immer: erst große Sprüche und dann nehmen die Kanadier ein paar handverlesene Flüchtlinge auf. 

Nächste Woche sehe ich mir dann die Lage in Bayern und Deutschland an denn ich arbeite erstmal von Regensburg aus.  

In diesem Sinne, fröhliche Ostern. 


 

 

 

 

 

 

Sonntag, 3. April 2022

Trotz Covid und Krieg: es wird Frühling und "a bisserl woas geht immer" - Langlauf meine ich .....

Allerdings  scheint in Deutschland der Winter noch nicht ganz aufzugeben. Hier ist das, für die Jahreszeit, völlig normal. 

Langlauf geht nach wie vor - allerdings nur "oben" in den Laurentinischen Bergen.  

Südtiroler Bedingungen: strahlender Sonnenschein, plus 5 Grad am Nachmittag. Perfekte Loipen und man konnte sogar noch die zugefrorenen Seen gefahrlos überqueren. Hier ist "Johnny" beim "technischen Dienst". Wir brauchten Klister als Wachs wegen der Temperatur. Einige Abfahrten waren brutal schnell und ziemlich "ansprechend". 

30 von insgesamt 50 km im Regionalpark waren "machbar" und auf - schwarze Langlaufpisten waren allerdings geschlossen da zu gefährlich. Das Gebiet ist ziemlich bergig mit ständigen Auf- und Ab und ich hatte schon bei einigen normalerweise einfachen Abfahrten kaum mehr Kontrolle.





 

Sonntag, 27. März 2022

Schnee und Eis

Kanada hat sich für die Fußball WM qualifiziert - unglaublich. Die drehen hier alle durch - ich war im Büro und habe mir das Spiel heute gemeinsam mit etlichen unserer Kids und Kollegen angesehen. Pizza und Fußball.

Es ging gegen Jamaika (Durchschnittstemperatur im Jahr 28 Grad mit einem Grad Abweichung nach oben oder unten). Das Spiel fand in Toronto statt, bei minus 10 Grad, leichten Schneefall und "Windchill" von bis zu minus 20 Grad. Gefühlt. Kanadisch halt. Sehr kanadisch. Selbstverständlich hatte der Ausgang des Spiels nicht wirklich etwas mit dem Klima zu tun aber irgendwie glauben die Kanadier, dass ein Spiel welches unter kanadischen Bedingungen ausgetragen wird, d.h. bei Schnee und Eis, einen klaren Vorteil darstellt.

Apropos Schnee und Eis: genießt euren Frühling in Bayern.  

Ich bin am WE zum Chalet hochgefahren - in den krassen Winter. Die Kids hatten andere Pläne und somit habe ich zwei Freunde unserer Langlauf Crew eingeladen.

Heute morgen gab es minus 10 Grad und leichten Schneefall. 

Somit alles wie immer um diese Jahreszeit. Aber immerhin kann man noch mit Schneeschuhen und Backcountry Skiern die Wildnis erkunden. 



 

Selbst der See wäre, meiner Meinung nach, noch "begehbar" gewesen aber wir waren dann doch lieber mal vorsichtig und sind nur im Wald herum gewandert. 

Tja, so sieht hier der "Frühling" aus. 

 

Samstag, 19. März 2022

Oldschool versus new school



 

Update

Ich gebe zu, die Lage und die Welt in welcher wir leben kann schon manchmal ein wenig verwirrend sein und uns zum zum zweifeln am Zustand ebendieser bringen. 

Wie ist die Lage hier?

Ich hatte gestern, anstelle unseres sonst normalen, ca. zweistündigen Team meetings, eine "Wanderung" anberaumt. Oben am Berg.


 

D.h. wir haben uns oben am Berg im Restaurant am Lac de Castor getroffen, haben eine "informelle" Kaffee Besprechung abgehalten, sind dann einfach mal zwei Stunden spazieren gegangen und habe uns dann "ausgesprochen". 

Der Krieg lag ja seit ca. zwei Wochen "bleiern" in der Luft und alle im Team haben es in den letzten vierzehn Tagen strengstens vermieden das Thema "offiziell" anzusprechen. Aber seit gestern sind wir alle erleichtert denn unsere russophonen Kollegen sind alle auf unserer Linie. 

Sie sind erschüttert, sind betroffen, sind zutiefst traurig und verstehen Putin und seine Welt nicht mehr und das gibt auch mir ein wenig den Glauben "an die Welt" zurück.

Wir haben gestern extrem offen, extrem betroffen und extrem emotional miteinander gesprochen. Ich habe meine eigene "deutsche" Geschichte dargelegt. Jeder im Team kennt sie. Ich habe mehrere jüdische Kollegen und wir sprechen oft über die Nazis und den Holocaust und die schreckliche Verantwortung der deutschen Vergangenheit. Ich erzähle vom Reisighof, von den Erzählungen der Tante, von meinen Eltern. Der Hitlerjugend. Der junge Vater als Kanonenfutter an der Front in Jugoslawien.

Meine Kollegen erzählen von Großeltern welche in Buchenwald oder Auschwitz gestorben sind. Vom jüdischen Großvater welcher im ersten Weltkrieg das eiserne Kreuz bekam. Solche Sachen.  

Meine Kindheit, unsere "Befreiung und Umerziehung" durch die USA, die schreckliche Vergangenheit von zwei Weltkriegen und dem daraus entstandenen tiefen Nachkriegs Pazifismus. Ich erkläre oft, das wir Deutsche einen unerschütterlichen Glauben an Rechtsstaatlichkeit, Freiheit, Demokratie und tiefe ethisch-moralische humanistische Wertvorstellungen erworben haben.

Meine russophonen Kolleginnen haben uns dann ihre Situation dargelegt. Meine - sehr geschätzte - Kollegin Irina hat mir gestern erzählt, dass sie z.B. ihre Tante in der Ukraine angerufen habe und diese hätte um Hilfe gefleht weil "die Russen sie töten wollen und angreifen". 

Ihr Onkel hingegen, im Donbas, hätte gesagt: "die Ukrainer wollen uns umbringen". 

So komplex und kompliziert ist die Situation. Für mein, sehr vereinfachtes Verständnis, ist das ein bisschen wie Südtirol, aber mit Krieg und einem extrem ideologischen Gegensatz. Was ich damit sagen will ist folgendes: die Ukraine tendiert seit dem Zerfall der Sowjetunion gegen Westen, will in die EU, will Demokratie und Freiheit. Gleichzeitig gibt es eine russische Minderheit, u.a. im Donbas Gebiet (Donezk und Luhanskt) welche ihre russische Kultur, ihre Sprache und ihre Gesellschaft nicht aufgeben will. Wenn ich das richtig verstanden habe. 

Meine russophonen Kollegen verstehen Ukrainisch können es aber nicht sehr gut sprechen - viele Ukrainer hingegen sind sogar muttersprachlich russisch.

Die einzige Lösung die ich sehe, wäre demnach ein Kompromiss der Ukrainer in dem sie diese Gebiete "zweisprachig" lassen und die russische "Kultur" und Gesellschaft nicht unterdrücken sondern anerkennen - d.h. ein Autonomie Status - wie Südtirol z.B.. Ihr gehört zur Ukraine seit aber Russen. Fair enough. Ihr könnt eure Schulen weiter betreiben, habt alle kulturellen Freiheiten, russisch bleibt die Muttersprache - aber, ihr seit Bestandteil der Ukraine und irgendwann der EU. Eine autonome Provinz - wie Südtirol. In etwa. Das könnte klappen. 

Leider wird das mit dem Psychopathen im Kreml nicht funktionieren. 

Leider. 

Ab nächster Woche werden hier die Flieger mit den Flüchtlingen ankommen. 

Unser Team wird gemeinschaftlich alles tun um den ukrainischen Menschen zu helfen und wir können jetzt - guten Gewissens - Beratungsgespräche und Hilfe auf russisch anbieten.

Leider nicht auf Ukrainisch - aber besser als gar nichts. 

 

Ich bin nach dem Meeting vom Berg aus nach Hause gelaufen, frische Luft und Bewegung tut immer gut. Ich kann ja mittlerweile wieder laufen. Die Grabsteine auf dem protestantischen Friedhof kommen so langsam wieder zu Vorschein. Da gibt es auch hunderte von Kriegsgräbern. Aus diversen kriegerischen Auseinandersetzungen - unter anderem auf der Krim.

Diesmal haben wir entweder ein existenzielles Problem oder aber eine historische Chance: 

a) die Welt geht unter und der Psychopath drückt auf den Knopf

oder 

b) die freie Welt macht dem Spektakel ein Ende - ein für Alle mal.


Dann müssen aber auch, wo wir schon mal dabei sind,  u.a. Bachir al- Assad und Kim Jong Un nach Den Haag übersenden.

 

p.s. Wo wir schon mal dabei sind die Oligarchen zu entmachten schlage ich zudem vor alle "Aktiva" unseres Ex-Kanzlers und mini Oligarchen - Gerhard "Vladimir" Schröder - einzufrieren. Insofern rechtlich zulässig. Sollte er "unschuldig" sein, kriegt er die Kohle natürlich zurück. Mit Zinsen.  

p.p.s. Die Ukrainer führen im Moment "unseren Krieg". D.h. sie sterben für uns und wir sehen zu - deshalb sind wir moralisch verpflichtet zu tun "was wir können". Helft soviel ihr könnt. Bitte.






 

 

 





Donnerstag, 17. März 2022

The Governator

  

 


 

https://youtu.be/-t4-AoXSl1A

 

Vielleicht sind Schauspieler ja sogar die besseren Politiker. 

Well spoken Schwarznold!!!!

Samstag, 12. März 2022

Wie der Wahnsinn wohl enden wird?

Ganz Kanada steht hinter der Ukraine. Man darf hier auch nicht vergessen, dass Kanada auch eine Grenze mit Russland hat - nämlich in der Arktis.

https://twitter.com/i/status/1501730977101533196

Ovechkin, der russische Superstar der NHL wurde angeblich gnadenlos ausgebuht und die Nationalhymne wurde vom Ukrainischen Chor auf Englisch und Ukrainisch gesungen.

Im Büro können wir uns schon mal langsam auf die Ukrainischen Flüchtlinge vorbereiten. Leider wird bei uns im Laden eher russisch gesprochen. 

Apropos Flüchtlinge: das wird ein Wahnsinn werden. 5 Millionen? Eine wahre Völkerwanderung. 

Ansonsten muss ich meine russophonen Kollegen mal ausdrücklich von jeglicher Kritik "freisprechen". Sie können echt nichts dafür und es soll wohl auch schon Hassmails und andere aggressive Aktionen gegenüber der hiesigen russischen Bevölkerung gegeben haben (angeblich ein Farbanschlag auf eine russische Kirche). 

Ich möchte im Moment auf jeden Fall kein Russe sein.   

 

p.s. dieses "Ding" hier scheint wohl gerade den "kleinen aber feinen" Unterschied zu machen. 

https://www.saab.com/newsroom/stories/2018/june/5-facts-about-saabs-nlaw-anti-tank-system 

Sonntag, 6. März 2022

Eine Schande für Russland und das russische Volk

Anstelle uns auf die wichtigste Herausforderung der Menschheitsgeschichte, den Klimawandel, konzentrieren zu können, müssen wir uns stattdessen leider mit dem russischen "Ersatzhitler" herumschlagen.  

Ein größenwahnsinniger und anscheinend paranoider Diktator und Mörder läuft Amok. Ein verrückter "Kleptokrat" mit Atomwaffen. 

Es ist schon erstaunlich wie schnell sich die Welt ändern kann, bzw. der Blick auf das Geschehen auf dieser Welt. Vor drei Wochen war es noch Covid, Covid und Covid, dann war plötzlich - zumindest hier in Kanada - nur noch von der "Besetzung" und friedlichen Räumung Ottawas die Rede. Urplötzlich geht es jetzt um Krieg, eventuell den 3. Weltkrieg bzw. eine atomare Katastrophe. Ich verfluche Putin und ich verurteile die Russen. Denn sie, ihre Gesellschaft, ihre Bevölkerung, ihre Intellektuellen, haben ALLE eine Mitschuld weil sie u.a. zugelassen haben, dass Putin die Verfassung ändert und sich auf Lebzeiten als Diktator etablieren durfte - so wie "die Deutschen" eine Mitschuld am Aufstieg Hitlers hatten. 

Und auch wir "Deutsche" und der "Westen" haben leider Mitschuld weil wir seit langen und des öfteren unsere wirtschaftliche Interessen über ethische und moralische Grundsätze gestellt haben.  

Und ich verfluche auch mich selbst und meine freundschaftliche naive Position gegenüber Russland, basierend u.a. auf meinem Anti-Trumpismus. Der Feind meines "Feindes" ist mein "Freund". Amen.

Selbstverständlich muss man unterscheiden zwischen einem geisteskranken Diktator (welcher uns, den Westen und den Rest der Welt, einigermaßen geschickt über Jahrzehnte hinweg "ausgetrickst" hat) und der russischen Bevölkerung. Trotz allem wird das russische Volk, werden seine Menschen jetzt mit diesem Makel und dieser Schande leben müssen. Die Russen sind jetzt die neuen Nazis. Unglaublich. 

Ich weiß sehr wohl, dass man sehr vorsichtig sein muss bei solchen Vergleichen und das die Situation extrem komplex ist. Aber, gewisse historische wie auch psychologische Parallelen zwischen Putin und Hitler sind doch verblüffend. 

Hätten "wir" ihm die Krim überlassen? Ja hätten wir. Northstream 1 und 2 mit Milliarden Einnahmen über Jahrzehnte hinweg? Ja. Hätten wir. Die "abtrünnigen Gebiete der Ukraine? Ja, hätten wir. Eine "neutrale" Ukraine - was immer da auch bedeuten mag? Ja, hätten wir, usw., usw. - aber das war die Ausgangslage vor dem 24. Februar 2022. 

Diese ist Geschichte. Jetzt gibt es eine völlig neue Ausgangslage.

Das gefährliche an der Situation ist, dass der Vollidiot (wie auch Hitler irgendwann), mittlerweile erkannt hat (oder auch nicht, was dann umso schlimmer ist), dass er bereits verloren hat. 

Er hat genau vier Möglichkeiten:

a) er verliert einen kurzen Krieg

b) er verliert einen langen Krieg

c) er verliert einen "kleinen" Krieg oder

d) er verliert einen "großen" Krieg

über die ultimative fünfte Möglichkeit möchte ich gar nicht erst nachdenken.

Sollten die Berichte von Donnerstag Nacht, vom Angriff auf das größte Atomkraftwerk Europas, der Wahrheit entsprechen und nicht "ukrainischer Propaganda" und geschickter "social media" Kompetenz der Ukrainer zuzuschreiben sein, sollte also dieser Angriff wirklich stattgefunden haben, dann hat uns Putin eh schon den Krieg erklärt.

Nachdem ich das letzte Wochenende komplett Zuhause verbringen musste da ich, zum Einen, mich kaum bewegen konnte wegen meines Mega Sturzes am Berg und zum Anderen ich eigentlich das Haus sowieso nicht verlassen durfte wegen der positiven Covid Erkrankung der Kinder habe ich deshalb nichts anderes gemacht habe als permanent den internationalen Medienberichten zu folgen. Das macht einen aber irgendwann "kirre" und deshalb wollte ich mal 72 Stunden ohne Medien verbringen und bin mit Lili hoch in die Hütte am See gefahren. 

Peace on earth. Absolute Stille. Ein paradiesischer Frieden.






So schön und friedlich könnte diese Welt sein - wenn man sie nur ließe. Der einzige "Feind" ist das Wetter und manchmal die eigene Dummheit.



 

Freitag, 25. Februar 2022

Solidarität mit dem Volk der Ukraine

Quebec zeigt Flagge: anstelle der kanadischen Flagge weht am Parlament in Québec die der Ukraine. Die staatlichen Alkoholläden (SAQ) verkaufen keinen Wodka mehr (so wirkungslos und lediglich symbolisch das auch sein mag) und ich werde jeden meiner russophonen Kollegen im  Büro, sollten sie die sinnlose Aggression gegenüber einem neutralen demokratischen Staat für "gut heißen",  eine Abmahnung schicken. Insofern das rechtlich machbar ist - Arbeitsrecht usw. 


Image 

Aber alleine die Tatsache, dass zumindest eine meiner Kolleginnen, Gorbatschow für den "Totengräber" des russischen Imperiums hält und Putin für denjenigen welcher das ehemalige sowjetische Imperium wieder aufbauen wird, spricht Bände. Außerdem war es Jelzin der die Sowjetunion aufgelöst hat. 

Sie, meine ansonsten sehr kompetente und äußerst sympathische Kollegin, kommt im übrigen aus Moldawien und die sind wohl als nächstes dran. Ihr Vater wurde vor ein paar Jahren von der Mafia (wie ich meine) erschossen und ihre Mutter hat gerade noch so überlebt. Ihr Bruder wohnt in Straßburg. D.h. im Umkehrschluss, dass der Vater die Kinder gerade noch so aus dem Land gebracht und ihnen eine Existenz im Westen "verschafft" hat. Das "die Russen" noch den Sieg von Stalingrad und den Sieg über Nazideutschland feiern kann ich verstehen aber das es viele Russen gibt welche dem alten kalten Krieg Imperium nachtrauern kann ich rational nicht nachvollziehen. 

Aber da kann man mal sehen, selbst wenn das letztlich total "anekdotisch" ist, welche Auswirkungen eine jahrzehntelange Indoktrination, Staatsfernsehen und eine totale Kontrolle der Medien, haben kann. 

Stoppt Putin!!! Der Mann ist irre, wie Trump ein Psychopath und muss "eingehegt" werden. Koste es was es wolle. Da werden wir deutsche Pazifisten und "Gutmenschen" ein paar Kröten schlucken müssen.

In der SZ ist ein ausgezeichneter Artikel zu lesen. 

https://www.sueddeutsche.de/kultur/wladimir-sorokin-gastbeitrag-putin-1.5536912

Schaut zu, dass ihr in Deutschland genügend Brennholz habt falls demnächst kein Gas mehr fließt.😎 

Schon geil, dass wir (Deutschen) die Russen nicht aus SWIFT werfen können weil wir sie sonst nicht mehr für die Gaslieferungen bezahlen können und wenn wir nicht mehr bezahlen dann dreht uns unser Altbundeskanzler den Hahn zu. 

Müsste man unseren ex-Juso Vorsitzenden eigentlich nicht auch mit auf "die" Liste setzen?

Auszug aus der SZ:

"Präsident Putin gehört damit zu einer sehr kleinen Gruppe, die Despoten wie Kim Jong-un, Alexander Lukaschenko und Baschar al-Assad umfasst." Auf der Liste stehen neben den Diktatoren von Nordkorea, Belarus und Syrien auch Nicolas Maduro (Venezuela) und Ebrahim Raisi (Iran). Beide werden von den USA nicht als Staatsoberhäupter anerkannt.

Kleiner Scherz. Aber "ausbürgern" könnte man ihn schon - zumindest aus der SPD. LOL.💪

Es gilt jetzt also sich vom russischen Gas zu befreien, sich komplett von den fossilen Brennstoffen zu verabschieden und alles was irgendwie geht in die erneuerbaren Energien zu stecken. Ökologisch wie ökonomisch ein sogenannter "no brainer" - also absolut sinnvoll ohne das man da jetzt endlos darüber nachdenken müsste.

Zudem stehen - soweit ich mich erinnere - noch ein paar Atom Meiler in der Gegend rum welche man als Brückentechnologie kurzfristig nutzen könnte. Auch eine Kröte zum schlucken. Allerdings kannst du damit nicht heizen und eine radikale Umstellung auf z.B. Thermopumpen und Solaranlagen geht schon mal gar nicht "über Nacht" ist aber technisch jederzeit machbar und technologisch absolut ausgereift. In Verbindung mit Photovoltaik nahezu perfekt - hier spricht der Klima- und Heizungstechniker in mir.  

Aber jetzt muss erst mal der Verrückte gestoppt werden. First things first. 

Haltet aus ihr tapferen Ukrainer - ihr verteidigt gerade den Rest der freien Welt.

 

 

 

 

Gestern hätte es mich fast derbrezelt - das war - sprichwörtlich - knapp!

Alter, das war eine enge Kiste! Gestern hat mich mein Schutzengel nochmal gerettet. Am Mittwoch hatten wir Regen und danach einen Temperatursturz auf Minus 18 oder so - über Nacht. Also war Langlauf keine Option. Ich habe mich somit entschieden auf den Berg zu Laufen. 

Eigentlich wollte ich die Schneeschuhe nehmen aber dann ist mir eingefallen, dass ich doch einfach mal diese Gummi Überzieher für die Schuhe nehmen könnte. Mit den Spikes unten dran. Damit kann man normalerweise prima auf Eis oder auf überfrorenen Schnee laufen. Gesagt getan. Ging auch prima, selbst kleine Steigungen mit Eis waren anfänglich gut zu bewältigen und somit bin ich dann irgendwann eine "Scharte" hochgegangen welche ich schon 100 mal gegangen bin. Aber noch nie bei solchen Bedingungen wie gestern. 

Die Scharte ist so ca. 150 lang, bzw. hoch und ganz oben ist es fast wie ein bisschen Klettersteig. Das geht eigentlich immer relativ einfach und sicher und vor allem wenn Schnee liegt. Gestern war aber blank Eis. Als ich fast oben war habe ich realisiert, dass mein Material totale Scheiße ist. D.h. die kleinen "Spikes" meiner Überzieher waren im Steilstück nicht mehr ausreichend. Da hätte ich solide Steigeisen gebraucht und Pickel. Hatte ich aber nicht. Absteigen ging auch nicht mehr. Also habe ich versucht die Scharte seitlich zu verlassen ..... und dann den Halt verloren und bin ohne jegliche Kontrolle mit einer Hammergeschwindigkeit die Scharte runter. 

Das Problem ist, das unten am Ausgang ein großer Felsblock ist. Mittendrin! Wenn ich denn mit dem Tempo treffe  bin ich entweder Tot (zu 99,9%), querschnittsgelähmt oder zumindest würde ich mir alles brechen und reißen was in meinem Körper brechen und reißen kann. Aber höchstwahrscheinlich wäre es das Ende.

Ich hatte keinerlei Kontrolle über den Abgang - es ist im Bruchteil einer Sekunde passiert. Mein Schutzengel hat mich dann ca. 30cm links an dem Felsblock vorbei geleitet. Mit vollem Karacho. Ich habe dann noch einen "Baumtreffer" mit dem linken Fuß gehabt (Innenbanddehnung im linken Knie) mich dadurch mehrmals überschlagen (diverse Prellungen und Abschürfungen) und kam dann irgendwo im Schnee zum liegen. 

Alter!!! Nichts gebrochen, nichts gerissen, wie durch ein Wunder. Das war der krasseste Outdoor Unfall welchen ich in den letzten 30 Jahren hatte. Mitten in der Stadt. Dummheit. Pure Dummheit. Komplett untaugliche Ausrüstung in Kombination mit komplett extremen Bedingungen.

Ich kann heute, am Tag danach, kaum laufen, mein ganzer Körper ist blau und schmerzt aber es ist nichts kaputt. Soweit ich das jetzt beurteilen kann. Das soll mir eine Lehre sein.

Ich bin gestern sogar noch auf dem regulären Weg hoch gelaufen, aber dann musste ich doch den Bus nehmen.  


Solche "Scherze" werde ich in Zukunft unterlassen und die Schnee- bzw. Eislage etwas besser untersuchen und Eisklettern lasse ich ab jetzt ganz bleiben.

 

 



 

 

 

Reakionen nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine

Nachfolgend eine email welche ich von Anthony Housefather bekommen habe. Er ist federaler Abgeordneter und schreibt einmal pro Woche einen 'newsletter'. Kanada hat eine grosse Ukranischstämmige Gemeinde und hier ist alles im Aufruhr. Colleen, meine direkte Nachbarin hat ukrainische Wurzeln. 

Sein zweiter Punkt ist das sogenannte "Notfallgesetz" welches letztes Wochenende eingesetzt wurde um die Besetzung Ottawas zu beenden.

 

Dear Friends,

This week has been about two things in particular I wanted to discuss, the Emergencies Act and Ukraine. Given the attack by Russia on the Ukraine last night, I will start with that issue.

It is with dismay and disgust that I watched Russia invade the Ukraine last night.  The attempts by the Russian ambassador to the UN to claim that the attack was provoked by Ukraine is equivalent to Nazi Germany’s claim that Poland started the war in September 1939. Vladimir Putin has proven himself to be a despot and in the words of our UN Ambassador Bob Rae he is a war criminal.  His claim that he was trying to de-Nazify Ukraine, a country with a Jewish President is equally absurd.  My heart is with Ukraine and the Ukrainian Canadian community.

Canada has already imposed economic sanctions on Russian banks and the break away regions of Ukraine and on Russian politicians and has provided military equipment to Ukraine. We will send an additional 460 troops to Latvia as part of Operation Reassurance to reinforce Canada’s commitment to NATO.  We are sending the HMCS Halifax to Europe and a CP140 aircraft used for anti-submarine maritime patrols.  This was before what occurred last night.  The Prime Minister’s statement published late last night was as follows:

 “Canada condemns in the strongest possible terms Russia’s egregious attack on Ukraine. These unprovoked actions are a clear further violation of Ukraine’s sovereignty and territorial integrity. They are also in violation of Russia’s obligations under international law and the Charter of the United Nations.

 

Canada calls on Russia to immediately cease all hostile and provocative actions against Ukraine and withdraw all military and proxy forces from the country. Ukraine’s sovereignty and territorial integrity must be respected, and the Ukrainian people must be free to determine their own future.

 

Russia’s actions will be met with severe consequences. Tomorrow morning, I will be meeting with G7 partners, and we will continue working closely and quickly with NATO and our allies to collectively respond to these reckless and dangerous acts, including by imposing significant sanctions in addition to those already announced.

 

In the face of these attacks on Ukraine, Canada will take additional action to stop Russia’s unwarranted aggression. We continue to stand with Ukraine, its people, and the Ukrainian Canadian community here in Canada. Russia’s brazen acts will not go unpunished.”

 

Emergencies Act

I want to start by quoting a tweet from columnist Andrew Coyne. He wrote:

“Jan 28-Feb 14-Ottawa paralyzed. Police do nothing.

Feb 14- Federal Emergencies Act declaration

Feb 18-20: Police Move in. Blockades cleared.

Feb 23: Emergency Declaration lifted.

In sum. Emergency Declaration restores order, is lifted soon after.

Outrage!”

This was an excellent synopsis of what has occurred.  

With the Emergencies Act in effect, police forces in Ottawa and throughout the country were able to restore peace and order. Blockades have come down at border crossings and in Ottawa.  Residents have been able to get on with their lives, businesses have been able to reopen, and trade has resumed.

The Emergencies Act is not the War Measures Act. It is subject to the Charter of Rights and judicial review. It also makes the actions of the Government subject to Parliamentary scrutiny and accountability. An inquiry now will happen related to all the circumstances leading to the Act based on the terms of the law itself.

As we promised this would be time limited. It could have remained in effect for 30 days, but the Government lifted the declaration as soon as its intelligence from law enforcement and others allowed it to do so.

The Emergencies Act ensured that law enforcement partners could restore peace and civility. The Emergencies Act gave precision, clarity, and new authorities to law enforcement -- including stopping people from coming into the city to participate in the illegal blockade. The Act also allowed for RCMP to enforce municipal laws, allowing them to take quick action in ensuring seamless and expedited cross-jurisdiction cooperation quickly and simply. It also helped law enforcement and governments mobilize essential services quickly – like tow trucks, barriers, and other necessary equipment.

Sonntag, 20. Februar 2022

Ausnahmezustand in Ottawa

Die Bilder aus Ottawa waren schier unglaublich. Polizisten über Polizisten, (angeblich) Scharfschützen auf den Dächern, gepanzerte Fahrzeuge, berittene Polizei. 

Das war Ausnahmezustand und die Demokratie hat das "volle Programm" aufgefahren. Die Vorgehensweise "der Staatsgewalt" und die Art und Weise wie kommuniziert wurde waren hervorragend. Es wurden keine Wasserwerfer (was bei den herrschenden Minusgraden eh nicht machbar ist), keine Schlagstöcke, kein Tränengas oder ähnliches eingesetzt. Ein paar mal kam wohl Pfefferspray zur Anwendung - allerdings nur "in extremis". Insgesamt gab es ca. 150 Verhaftungen - welche aber nur durch extrem provokatives Verhalten ausgelöst wurden. Ein Typ hat z.B. ein Fahrrad auf ein Polizeipferd geworfen. Das habe ich live im TV gesehen und die rechten Medien haben darauf hin sofort getweeted, dass "die Polizei friedliche Demonstranten mit Pferden angreift und schwer verletzt". 

Ottawa ist jetzt wieder "the boring City". Die Stadt ist "befreit" und geräumt, die letzten Zugmaschinen werden noch abgeschleppt und der Bürgermeister hat eine witzige Idee: um die Kosten dieses Großeinesatzes abzufedern sollten die Trucks und Fahrzeuge beschlagnahmt werden und anschließend meistbietend verkauft werden. Die Einnahmen sollten der Stadt Ottawa zufließen. Außerdem wurden die Organisatoren verhaftet und es werden wohl erhebliche Konsequenzen auf sie zu kommen. 

Der Protest in Quebec City und die angekündigte "Besetzung" der Stadt scheint hingegen nicht nennenswert gewesen zu sein. In Montreal standen hier und da ein paar Leutchen rum. Ansonsten war alles ruhig. 

Aber die Bilder aus Ottawa waren, für kanadische Verhältnisse, schon beeindruckend. Andererseits war es insgesamt eher wie "American Football", aber ohne Football.  Zudem lief die Räumungsaktion viel friedlicher ab als z.B. die Aktionen in Montreal bei den Studentenprotesten von vor 10 Jahren. Da war deutlich mehr Gewalt im Spiel - auf beiden Seiten.

Das eigentliche Problem ist, glaube ich, mittlerweile ein anderes: 

die Finanzierung von illegalen Aktivisten, meist tendenziell rechtsradikal, von zweifelhaften Quellen im Netz angestachelt und radikalisiert. China, Russland und die "Rechte" in den USA versuchen unsere freiheitliche und demokratische Grundordnung zu destabilisieren. Die permanente Falschinformation und die Cyberangriffe auf unsere Infrastruktur, die Bots und Wahlbeeinflussungen, die Finanzierung von Nazis und Querdenkern sowie allen Gruppierungen welche irgendwie "Antistaat" sind.

Dem müssen wir kraftvoll und entschlossen entgegentreten und wir müssen die Glaubwürdigkeit unseres demokratischen Staatswesens und unserer Demokratie sowie deren Einrichtungen mit allen Mitteln aufrechterhalten und wir dürfen den Populisten keinen Millimeter Raum überlassen. 

99 % aller Kanadier dürften die illegale "Besetzung" der Hauptstadt einschließlich der Bedrohung der Parlaments durch eine verschwindend geringe Minderheit, definitiv nicht billigen. Auch die permanenten Angriffe auf die freie Presse muss endlich massiv angegangen werden sonst werden wir "finnlandisiert" bzw. kriegen russische Verhältnisse.  Wer will eigentlich in Russland leben bzw. dahin einwandern? Hebt bitte die Hand!!!

Nachdem die Situation in Ottawa "bereinigt" ist, kann man wieder über das Wetter und den Winter reden. 

Beim täglichen Langlauf hatte ich am Samstag einen "whiteout", d.h. es hat kurzfristig gepfiffen wie die Seuche. Null Sicht.


 

Da war es am Freitag und auch heute, am Sonntag, schon deutlich freundlicher. 


Und die Nachbarn sollten wohl bald mal anfangen ihr Fahrzeug aus zu graben. 







Sonntag, 13. Februar 2022

Temperatursturz und Aufruhr in Kanada

Das mit den ungeimpften Truckern habt ihr ja auch in Deutschland mitbekommen - das kam ja selbst auf B5 in den Nachrichten. D.h. einige Hundert Lastwagen blockieren seit ca. 14 Tagen die Hauptstadt Ottawa. Rien ne va plus. Trudeau "versteckt" sich irgendwo - wahrscheinlich zusammen mit Olaf. Die Einwohner von Ottawa haben einen witzigen Slogan entwickelt: "make Ottawa boring again".

Diesen Trucks haben sich jetzt alle welche in irgendeiner Form unzufrieden sind, und das sind VIELE, in irgendeiner Form angeschlossen. Selbst in Frankreich gab es einen "Freedom Convoy" Richtung Paris. Das Gleiche in den USA. Zudem besetzten die Antivacciner eine wichtige Transit Brücke zwischen Kanada und den USA welches zu riesigen Lieferengpässen führte. 

Es wurde sogar ein Szenario von einem Eingreifen des kanadischen Militärs "im Inneren" diskutiert und ein solches Eingreifen der Armee im Zivilen Bereich hat es in der kanadischen Geschichte bisher nur drei mal gegeben meines Wissens und davon war eines eine Naturkatastrophe (Der Eissturm) und somit humanitär und die anderen zwei Situationen waren Terrorismusbekämpfung und eine bewaffnete Auseinandersetzung mit den Mohawk Warrior.

Letzte Woche war dann noch totales Chaos in Quebec (City) und gestern war eine Demo und Blockade in Montreal angekündigt. 

Hier werden zwar - mehr oder minder - nahezu alle Covid Einschränkungen schrittweise aufgehoben aber halt nicht für die Nicht geimpften und die radikalisieren sich gerade ein wenig. 

Jedenfalls sind viele Kanadier (und Quebecer  welche sich oft nicht wirklich für Kanadier halten) überrascht davon, dass die, für gewöhnlich, extrem pazifistischen "Softies aus dem Norden", welche sich normalerweise nur über Kälte und Schnee aufregen, plötzlich eine womöglich weltweite Protestbewegung angekurbelt haben. 

Wo ich gerade beim Wetter bin: 

ich wollte am Samstag (gestern) in die Hütte fahren und da gab es zwei Probleme. Zum Einen wurde ein Temperatursturz angekündigt und zwar von plus 6 Grad inklusive leichten Regens in Montreal auf minus 27 inklusive Schnee und Eis am Chalet. Über Nacht. Also 33 Grad Celsius Unterschied. Welcome to Canada - ca. 100 km Entfernung.

Dann war noch das Problem mit den Truckern: werde ich überhaupt aus Montreal raus kommen oder wird alles blockiert? Und komme ich überhaupt bis zum Chalet bei den Wetterbedingungen? Mal schaun. 

Aus Montreal kam ich gut raus, es standen zwar viele Bullenschüsseln rum aber es gab keine Probleme auf der Autobahn. 

Kurz vor der Ausfahrt in die Pampa, Richtung Hütte (noch ca. 30 km von da aus - Brownsburg- Chatham) kam ich plötzlich in einen "Convoy". Hunderte von Pickups, normalen PKWs, Zugmaschinen, fuhren als Convoy Richtung Ottawa. 

Die wurden dann aber angeblich vorher "abgefangen".



Ich musste ca. zwei km mit dem Convoy mit "eiern" dann war ich raus. Gott sei Dank. 

Temperatur mittlerweile: 0 Grad. 

Danach ab und hoch zum See. Yo. Zum Ersten und Einzigen mal in 18 Jahren habe ich es nicht geschafft mit dem Auto bis zur Hütte zu fahren. Ca. einen km vor unserer "Privat Association" musste ich das Auto stehen lassen und den Rest zu Fuß gehen. Es war unmöglich die eine Steigung zu bewältigen - trotz super Winterreifen und Frontantrieb. Ohne Ketten keine Chance. 


Es herrschte diese "November Stimmung" - totale Ruhe. Ich liebe das. 

Außentemperatur mittlerweile: minus 11 Grad. 

Dann halt alles wie immer: erst mal muss man sich durch den Schnee zur Tür vor kämpfen, dann Heizen was das Zeug hält, die Hütte auf Temperatur bringen, die Sauna an werfen, usw.!


Ich habe während der letzten drei Wochenenden bestimmt zwei Steer Holz verbraucht. Der Hammer. Aber wir haben Reserven für zwei Winter. 








Der Rest ist ein Winter Paradies. Zwar hatte es minus 22 am Morgen aber es gab keinerlei Wind und ich habe geschwitzt wie sau. Die Innentemperatur ist dann bei ca. plus 28 Grad. 

Insgesamt waren es somit nur 28 Grad Temperaturunterschied - alles nicht so wild.

Ansonsten fantastische Back Country Ski Bedingungen und Sonne pur.

Viel "kanadischer" geht es, glaube ich, nicht.