Freitag, 16. November 2018

Morgen geht wahrscheinlich Langlauf




Der riesige Schneepflug fuhr heute morgen genau vor mir auf dem Radweg. Geile Sache - die Radwege werden jetzt mehr und mehr gepflegt. Auch im Winter. Soweit ich mich erinnern kann, ist das der der früheste ernsthafte Wintereinbruch seit 20 Jahren.  Normalerweise fällt der erste Schnee (in der Stadt) erst Anfang Dezember. Da sind wir dieses Jahr mal zwei Wochen voraus. Langlauf sollte gehen morgen ....
Andererseits ist aber die polare Kaltluft erst mal weg. Schnee mag ich ja im Prinzip sehr aber die brutale Kälte eher nicht so. 

Dienstag, 13. November 2018

Wind chill values will reach -20 to -30 - leck, holt mich hier raus

Special Weather Statement

Issued at 15:46 Tuesday 13 November 2018
Significant cooling late in the day.

A wintery air mass and brisk winds will bring unseasonably cold weather.

Roads could rapidly become very icy late late in the afternoon or in the evening. A cold front will move across these regions, causing temperatures to swiftly drop several degrees. Roads, still wet in many areas, may suddenly become very icy and very slippery. As a result, driving conditions could suddenly become hazardous on untreated roads.

Also, these conditions will generate unseasonably cold windchill values over much of the province on Wednesday. Wind chill values will reach -20 to -30 depending on the region.

This evening, surfaces such as highways, streets, sidewalks and parking lots could become icy, slippery and treacherous.

Tonight and Wednesday, anyone who is not dressed warmly enough could suffer frostbite. Please dress appropriately.


Please continue to monitor alerts and forecasts issued by Environment Canada. To report severe weather, send an email to QCstorm@canada.ca or tweet reports using #QCStorm.

 
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ok, das war der Teaser. Wie sieht die Realität aus? Gut, es ist kalt. Vor allem für die Jahreszeit, aber, im Moment sind wir bei mir am Aussenthermometer, bei ca. - 7 Grad. Es ist 20 Uhr Abends. Am Chalet hat es womöglich - 15. Gut. Das ist schon relativ kalt für die Jahreszeit, selbst für hiesige Verhältnisse. Vor allem hat es aber einen entscheidenden Nachteil: ich kann das Bier nicht mehr draussen kühl stellen da zu kalt und ausserdem ist mir heute morgen das Schloß vom Fahrrad eingefroren.

Aber ansonsten? Nix außergergewöhnliches. Ich war heute morgen viel zu warm angezogen und habe in der Metro geschwitzt wie Schwein.

Der entscheidende Aspekt ist aber der sogenannte "Windchill". Das hat mir der kanadische Winter gelehrt.

Also, - 20 Grad Celsius trockene Kälte, bei Sonnenschein und Windstille, ist eine, relativ, angenehme Sache, kein Problem. Aber: - 20 Grad Celsius feuchte Kälte bei starken Wind, ist eine Andere - dann wird es tatsächlich gefährlich denn dann können schnell Erfrierungen auftreten.

Und deshalb führe ich auch - WOIMMER ich auch bin - Kopf- und Gesichtsschutz mit mir. IMMER. 


Sonntag, 11. November 2018

November





Ich musste heute nachmittag mal ins Büro.  Wir haben da gerade totale Baumassnahmen und ich musste mal die Lage peilen.  Also, Sonntag hin oder her, wat mut, dat mut.

Danach bin ich aber, bei schönsten Herbstwetter, über den Berg nach Hause gelaufen. Das sind meine Gelegenheiten mal so zwei Stunden im Wald zu laufen. Stille. Fast wie am Chalet. 

Dabei ist mir klar geworden, dass es definitiv Winter wird. Im Chalet liegen bestimmt schon 20 cm. Es gibt seit Tagen Nachtfrost und nächste Woche soll es bis zu - 10 Grad geben - in Montreal.  D.h. am Chalet - 15 oder so.  Im November. Das bedeutet auch, dass der erste Schnee, sofern er denn fällt, auch liegen bleibt. Möglich, dass wir nächste Woche Langlauf machen können. 

Gut, dass ich eine Sauna im Haus habe. Gott ist das Geil. Die Sauna meine ich ...

 

Donnerstag, 8. November 2018

Der Bayrische Wald










Verlassene Hütten gibt es nicht nur in Quebec sondern auch in Bayern. Da gibt es noch viel zu explorieren - vor allem im Bayrischen Wald. Jetzt gehts aber erstmal wieder in Montréal und am Chalet weiter.

Freitag, 2. November 2018

Walhalla







Spektakulärer Sonnenuntergang an der Walhalla - in Welcher immerhin 12 Frauen zu den "teutschen Helden" zählen. Da gibts ein wenig Aufholbedarf - im Sinne von Gleichstellung.

Ausserdem: 160 Büsten und dergleichen aber keinerlei "digitale Begleitung". Alter, echt oldschool - nicht mal Bluetooth oder irgendwas digital-interaktives um die Helden ins rechte Licht zu rücken? So gehts nicht. Da besteht definitiv Nachholbedarf. 

Mittwoch, 24. Oktober 2018

Herbst



Ich war bei einem Meeting gestern und habe da einfach mal so ein herbstliches Bild gemacht. Was mich jetzt erstaunt ist, wie "grün" der Blick auf den Mont Royal ist. Da ist die Uni McGill und dann der Berg aber die Stadt hat insgesamt sehr viel Grünflächen und Bäume. Das ist mir letzes Jahr in Nürnberg aufgefallen - da gabs nur Häuser, keinerlei Grün. Keine Bäume.

Freitag, 19. Oktober 2018

Nochmal kurz wg. Cannabis

https://www.sqdc.ca/en-CA/

Da muss ich noch einiges dazu lernen.

Wegen diverser Anfragen:

mitbringen kann ich nix. Da müßt ihr schon selber her kommen.

Mfg

Montag, 15. Oktober 2018

Oktober in Montreal


Die Rue Cartier ist herbstlich bunt. 

 

Unten am Saint Lorenz schein alles noch grün zu sein. 


Vom Berg aus kann man die Farben "erahnen". 


Bei der sonntäglichen Kurzwanderung "aufm Berch" konnte ich auf dem Nachhauseweg einfach nicht widerstehen: Eine "Pinte" im Freien? In der Sonne? Geil. Carpe Diem.
 

Mittwoch, 10. Oktober 2018

Montreal, das neue Kifferparadies

What will be legal once the Cannabis Act comes into force?

Implementation of the new law will be a shared responsibility between the federal, provincial and territorial governments. Subject to provincial or territorial restrictions, adults who are 18 or 19 years of age or older (depending on the province or territory), will be able to legally:
  • purchase limited amounts of fresh cannabis, dried cannabis, cannabis oil, cannabis seeds, or cannabis plants from retailers authorized by the provinces and territories;
  • possess up to 30 grams of dried legal cannabis or equivalent in non-dried form in public;
  • consume cannabis in locations authorized by local jurisdictions;
  • grow up to four cannabis plants per household (not per person) for personal use, from licensed seeds or seedlings from licensed suppliers;
  • share up to 30 grams of dried cannabis or equivalent with other adults;
  • make legal cannabis-containing products at home, such as food and drinks, provided that dangerous organic solvents are not used in making them.
Initially, adults will be able to legally purchase fresh or dried cannabis, cannabis oil, and seeds and plants for cultivation. Other products, such as edibles, will be permitted for legal sale within one year following the coming into force of the Cannabis Act, at which time federal regulations for their production and sale will have been developed and brought into force.
The current framework for access to cannabis for medical purposes will continue under the Cannabis Act, and will be reviewed by the Government of Canada within the next five years.


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Soweit also der Gesetzestext und die Infos auf staatlicher Seite. Ich bin ja mal gespannt. Ich war schon immer - aus verschiedensten Gründen - für eine Entkriminalisierung von Cannabis. Allerdings nicht unbedingt für eine totale Legalisierung. Und das gibs jetzt bald im Supermarkt zu kaufen - im Falle Quebecs in den staatlich kontrollierten Alkoholläden - der SAQ (Societé d`alcohol du Québec). Die Verkäufer werden gerade engagiert und dann geschult. Arbeitsplätze werden geschaffen .....

 https://infocannabis.saq.com/en/careers/

Obwohl ich als Sozialarbeiter, an vorderster Front, alles aus nächster Nähe miterleben muss was da so an schizophrenen Menschen in der Gegend rumsappt und, obwohl der Zusammenhang von Schizophrenie und Cannabis Konsum unbestritten ist, scheint mir die kanadische Lösung nach wie vor die Beste zu sein. 

Kontrollierter Verkauf, beschränkung für Minderjährige (welche letztlich nicht kontrollierbar ist), Qualitätskontrolle, gigantische Steuereinnahmen für den Staat und, u.a. Ende der illegalen Vertriebswege, etc.. 

Also in der Summe wohl einfach angebracht und zeitgemäß. Die Vorteile überwiegen.

Dienstag, 9. Oktober 2018

Die Hütten im Wald


Irreperabel denke ich (LOL) - selbst der Zimmerer kriegt das nicht mehr hin .....

Langes WE und deshalb nix wie ab und hoch an den See. Die Kinder lesen oder bauen Hütten im Wald. Emile hat eigentlich nur geschlafen - den kompletten Samstag. Unglaublich. Aber es ist derartig ruhig und vor allem: kein Bildschirm (fast jedenfalls) und kein Netz. Funkloch.  


Unsere Hütte ist übrigens nicht eingestürzt, keine Panik. Aber bei meinen Spaziergängen am und um den See "inspiziere" ich immer gerne anderer Leute Grund oder schau mal bei verlassenen Hütten vorbei. Die obige stand vor zwei, drei Jahren noch - ist aber schon seit über 15 Jahren verlassen gewesen. 


Die Natur holt sich halt alles zurück und das dann relativ schnell. Bei dem Chalet hier hat auch schon seit ca. drei Jahren kein Mensch mehr vorbeigesehen. Alles wuchert zu und verfällt - wenn dann mal irgendwo Wasser eindringt gehts ziemlich schnell. 

Eigentlich eine klassa Location mit direkten Zugang zum See und schönen Blick. Aber seit geraumer Zeit verlassen. Keine Ahnung warum.


Momentan gibt es so ca.  vier bis fünf von diesen Objekten.

Dienstag, 2. Oktober 2018

Et voila, die erste Wahl ist vorbei

http://www.lapresse.ca/actualites/elections-quebec-2018/201809/26/01-5198083-resultats-des-elections-quebec-2018.php

Québec hat gewählt. Ich habe meine Stimme schon vor einer Woche abgegeben und war sehr erstaunt wie gut alles organisiert war. 

Es hat keine 30 Sekunden gedauert und die Stimmabgabe war über die Bühne. 

Das quebecer Wahlsystem (nicht proportionell) kann zu erdrutschartigen Bewegungen führen. D.h nur die Kandidaten welche im jeweiligen Wahlkreis auch tatsächlich die (einfache) Mehrheit erringen ziehen ins Parlament ein.

So auch diesmal - die mitte-rechts orientierte CAQ hat mit ca. 38 % eine satte Mehrheit im Parlament und stellt die neue Regierung. 

Von der ursprünglichen seperatistischen Partei, der Parti Quebecois, ist nicht mehr viel übriggeblieben - 9 kümmerliche Leutchen noch.


Was haben "die Neuen" jetzt also vor?

U.a. den öffentlichen Dienst verkleinern (5000 Staatsbedienstete werden sich wohl einen neuen Job suchen müssen), ein pflicht Vorschuljahr einführen, Bürokratie abbauen, Immigration reduzieren trotz Fachkräftemangel, d.h. es werden nur noch 40000 statt 52000 Einwanderer akzeptiert. Ich schicke die 12000 übriggebliebenen dann halt zu Euch - es gibt ja jetzt ein Einwanderungsgesetz. Ich glaube ich mach da jetzt gleich mal ein Beratungsbüro auf .....

Allerdings hat die CAQ auch versprochen unseren Einrichtungen mehr Eigenverantwortung zu erlaubenn sowie Bürokratie abzubauen. 

Schaun mer mal.     

Als nächstes kommt dann Bayern - das wird spannend. 

Donnerstag, 27. September 2018

Wandersmann


Heute habe ich Abenddienst im Büro und da bin ich vormittags (teilweise) auf die Arbeit gelaufen. Über den Berg, am Oratoire Saint-Joseph vorbei Richtung Büro. 



Der Bau ist schlicht und ergreifend "stalinistisch". Anders kann man das nicht ausdrücken - pure Betongewalt. 


Früher gabs noch andere Möglichkeiten hoch auf den Berg zu gelangen. 



Aber Skigefahren ist man wohl auch schon in den 50ern. 

 Echtes Kulmbacher Nummernschild - ca. 1984 - Landkreis Kulmbach - mit Stempel.

Um 1800 hatte die Stadt 9000 Einwohner. Alles Wald und Wiesen. Hochelaga  unten am Hafen war das Zentrum, danach hat sich die Stadt mehr und mehr ausgebreitet - die Rue Cartier bei uns wurde so um 1900 erschlossen.


Es gab auch mal eine Tramway hoch auf den Mont Royal, keine Ahnung warum sie die platt gemacht haben. Das Tramway Netz Montreals in den 30ern war übrigens besser als das heutige U-Bahn Angebot. Aber irgendwann wurde (wie auch in LA) alles dem Autowahnsinn geopfert.  


Mittwoch, 26. September 2018

Hockey - was für ein aggresiver Sport


Emile spielt jetzt sogenanntes "Bantam" Niveau und da geht es zum Einen gnadenlos zur Sache - d.h. mit Checken und Kontakt und Boxen und allen Schikanen, 

Zum Anderen spielen da 15 bis 17 jährige und er ist momentan der "Kleine". Letzte Woche hatte er seinen ersten "Totalknockout" weil er von einem "Giganten" gecheckt wurde. Der war einen Kopf grösser und eine wahre "Maschine". Das hat ihn (Emile) ganz schön beeindruckt - das habe ich gespürt - Volltreffer. Aber immerhin keine Gehirnerschütterung - das ist schon mal die gute Nachricht.
 

Gestern Abend, beim "Freundschaftsspiel", dann drei Matchstrafen (d.h. die Spieler müssen vom Eis), eine Massenschlägerei und mehr Jungs auf der Strafbank als auf dem Eis. Unglaublich aggressiv das Ganze. Emile hält sich da gott sei Dank raus und bleibt cool.  Alter Schwede ist das "aggro". Ich habe kaum meinen Augen getraut und ich bin ja hartgesotten und war ein sehr aggresiver Fussballspieler - aber Hockey hätte ich nicht überlebt. 


An der Bande wird volle Pulle gecheckt. Hammer.


Themawechsel: beim Spaziergang am Montag musste ich mal wieder feststellen wie unterschiedlich so eine Gesellschaft sein kann. Vom Millionärsmausoleum bis zum Armengrab. 



Ich teste auch neue Steige im Park Mont Royal. 


Ach ja, eigentlich kann ich ja sowas gar nicht öffentlich kund tun (wegen der Verkleidung und so..... - Liese wird sich kaputt lachen....), aber ich habe mich dazu hinreissen lassen am Oktoberfest der Deutschen Gesellschaft teilzunehmen. Über 500 Leute, von der Schuhplattlergruppe inklusive Blasmusik bis hin zum wirklich sehr coolen DJ war alles dabei. Aber ich war in guter Gesellschaft. Gott sei Dank.