Montag, 21. Januar 2019

Wir sind wieder dran





40 cm Neuschnee. Gut. Das ist jetzt für die Bajuwaren unter uns nicht so beeindruckend, aber die - 20 Grad setzen einen Drauf. 

Das hattet ihr nicht. Ihr hattet Schnee in Murnau und in Bergen und wohl auch in Dachau und am Reisighof. Aber Schnee mit heftigem Wind und gepaart mit - 20 Grad ist nochmal eine andere Kategorie. 

Oder wie Opa Willi (Vater) sagen würde: "da jagt man keinen Hund vor die Tür".  

Das war jetzt aber nur die "Ouverture". Das geht jetzt immer so weiter bis März, bzw. April. 

Der Begriff "klirrende Kälte" ist mir heute durch den Kopf gegangen. Scheiß drauf, ich fahre trotzdem Fahrrad. Geht echt. Da schreibe ich morgen mal einen Bericht drüber.

 

Mittwoch, 16. Januar 2019

Unterlassene Hilfeleistung


Auf der einen Seite lädt einen das Wetter und Klima natürlich zu Wintersportaktivitäten ein. Andererseits gibt es in Montreal massive Probleme wenn es richtig schweinekalt wird - so wie die nächsten Tage vorausgesagt. D.h. so - 25 aufwärts mit Schneesturm - voraussichtlich am Sonntag. 

Lebensgefährlich für die sogenannten "Homeless people". Davon gibt es jede Menge. Es gibt natürlich auch Notunterkünfte, aber die sind dann meist total überlaufen. Und manche Menschen schaffend das nicht mehr oder sind so abgedriftet, daß sie die selbst da nicht mehr hingehen können. 

Wenn ich dann so, wie heute, an einem scheinbar leblosen Körper vorbeigehe frage ich mich immer ob der eigentlich wirklich noch leben würde. Schrecklich. Der Typ lag da mitten in der Gegend rum, in einer U-Bahnstation in Downtown so gegen Mittag Aber wir, "die Mitmenschen", mich eingeschlossen, laufen da einfach so vorbei - wenn der wirklich ein gesundheitliches Problem hätte, würde ich wegen unterlassener Hilfeleistung dransein. 

Der Typ hat noch geatmet, glaube ich, vor der Nase stand Plastik rum mit Fastfood. Oben waren noch zwei Typen in ähnlicher Situation - also bin ich mal davon ausgegangen, daß sie sich da in der Metro nur "ausruhen" und vor der Kälte schützen wollen. Wie gesagt, ein Scheißzustand. 


Samstag, 12. Januar 2019

Schnee und Kälte

https://www.theweathernetwork.com/ca/videos/gallery/coldest-air-since-last-january-happening-saturday-in-montreal/sharevideo/5988370536001

Well, die Bayern haben den Schnee (wir schon auch, aber nicht ganz soooooo viel ..........), wir haben die Kälte. 

Es ist kalt in Montreal und wird weiterhin sakrisch kalt bleiben - polare Luft aus Sibirien. 


Nix desto trotz herrschen hier wunderbare Wintersportbedingungen. Es gibt ausreichend Schnee, Sonne pur welche die Kälte etwas mildert und die Loipen sind ausgezeichnet gespurt. Solange man sich also bewegt ist alle im grünen Bereich. Auf nach Draußen also - scheiß auf die Kälte - es gibt ja Klamotten.

Mittwoch, 9. Januar 2019

2385 km bis zum Schwarzen Meer





Mir war gar niemals bewußt, wie groß eigentlich die Europäschen Flüsse sein können. Selbst die Naab ist nicht zu "vernachlässigen". Ich bin da mal ein wenig "rumgedappert" letzte Woche - ansonsten schneits in Bayern und Österreich ja hamermäßig!

Da sind die 30 cm heute, bei meiner Ankunft in in Montreal, eher entspannt. Aber am Wochenende gibts wieder "Deep Freeze". Das heißt es wird wohl verdammt kalt - aber sonnig. Paßt.  Langlauf und Sauna. Nix anderes!

Dann haben wir hier, hoffentlich, die Möglichkeit noch ein paar Mal ins winterliche Chalet zu gehen und dann kommt irgendwann unweigerlich schon Sexten. Hoffentlich kriegen die Südtiroler auch ein wenig was von dem Schnee ab.

Samstag, 29. Dezember 2018

Wo die Bayern leben (werden) (SZ)

https://www.sueddeutsche.de/bayern/einwohnerzahl-bayern-bevoelkerungswachstum-1.4268014

Fichtelgebirge, Frankenwald, Teile der Opf. und Niederbayerns verlören also angeblich stark, Teile Unterfrankens schwach, die Metropolregionen gewönnen stark. Die Frage ist, wo sollen denn die ganzen Menschen da leben bzw. die steigenden Mieten bezahlen? Also noch mehr pendeln und totalen Stress haben?

Mittwoch, 26. Dezember 2018

Die Eiswüste von Cap Rouge








So mit Wind ca. -25. Der St. Lorenz wird langsam aber sicher zur Eiswüste. Meterhohe Eiswürfel und Skulpturen formen sich, warum weiß ich auch nicht geanu. Wahrscheinlich durch die Gezeiten. Das habe ich ja schon mal geschrieben, aber an genau dieser Stelle (https://de.wikipedia.org/wiki/Stadacona) haben Cartier und seine Leute, bei ihrer Expedition 1541-1542 versucht den Winter zu überleben. Ein Teil der ersten Besatzung hat nicht überlebt. Skorbut und extreme winterliche Bedingunen sowie "unfreundliche" indigene Menschen.

Samstag, 22. Dezember 2018

Kurztrip zum Chalet



Überall herrscht der nordamerikanischen Weihnachtskitsch. Und dazu gigantische Betonarchitektur. Dann lieber ab in die Pampa.


Am Freitag hat es ca. 24 Stunden non stop geregnet. Der See sah aus wie von Milchglas bedeckt. Forest Lake ist von einer absolut tragenden "fetten" Eisschicht bedeckt, aber der Dauerregen hat eine Wasseroberfläche gebildet. D.h. Wasser auf und über dem Eis.





Ich habe die Hütte seit  fast zwei Monaten nicht mehr betreten und wollte absolut mal nach dem Rechten sehen. Vor allem da wir ja im November eine extreme Kältewelle hatten und das Cottage nicht beheizt wird bzw. es keinen Frostschutz gibt. Aber gott sei Dank war alles in Ordnung. Selbst die paar Bierchen im Kühlschrank, welcher bei herrschender -15 Innentemperatur eher als Frostschutz dient, waren noch nicht geplatz. Letzten Winter hat es mir die Flasche mit Olivenöl gesprengt. Der Regen ging irgendwann in Schnee über, die Temperatur fiel über Nacht von plus 7 auf minus 5 und man konnte heute morgen die Schlafplätze der Rehe im Felsengarten oberhalb des Chalets erkennen.
 

Ansonsten absolute Stille. Es war kein Mensch da. Einmal fuhr der Streuwagen irgendwo vorbei - das wars.

Montag, 17. Dezember 2018

Der Reisighof beherbergt den Schatz von "Attila dem Hunnenkönig"? Alter Schwede!



Kennt, außer Reini und der Bande vom Reisighof natürlich, jemand das Sühnekreuz oben in meinem/unseren Wald? Oben nicht weit unterhalb des Pinsenhofes? 

Well, ich schau mir das natürlich immer mal wieder an und vor ein paar Jahren haben mal ein paar Idioten tatsächlich direkt davor in der Erde gebuddelt. Deswegen steht es jetzt auch ein wenig schräg, siehe Bild weiter unten (Bild 154) - aus den 50er Jahren. 

Es wurde auch schon als Geolocation genutzt - jedenfalls fand ich vor ein paar Jahren mal eine Geolocation Kapsel auf dem Kreuz. 

Laut Tante wurde an dieser Stelle ein wandernder Handwerksbursche auf dem Weg nach Bayreuth von Räubern überfallen und erschlagen und deswegen wurde das Sühnekreuz aufgestellt. Übereinstimmung liegt in der Tatsache, daß auf diesen Kreuzen häufig die "Tatwaffe" eingemeißelt wird was hier tatsächlich der Fall ist. Eine Art Steinaxt oder wie unten beschrieben "Spitzhaue". 

Aber jetzt kommt es:

ich war im Sommer mal bei meinem Paten, dem "Blaacher Hans", welcher übrigens in herausragender gesundheitlicher Verfassung ist, körperlich wie geistig. Dabei hat er mir ein Buch und diverse Zeitungsartikel über "Sühnekreuze" präsentiert und wir haben einiges über seine jahrelange ehrenamtliche Arbeit erfahren. Und siehe da: 

der Sage nach, liegt vor oder unter unserem Kreuz oben im Heinersreuther Wald der goldene Sarg von Attila dem Hunnenkönig vergraben. Das erklärt jetzt auch, warum da irgendwelche Deppen rumgebuddelt haben. 

(Text Seite 109 und 110 betrifft unser Kreuz, das Bild auf Seite 109 ist ein Kreuz beim Pinsenhof - auch interessant - angeblich wurde ein schwedischer Reiter von einem Bauern ermordet ..... gibt aber auch die "These" von der weißen Frau auf dem Weg nach Himmelkron)



A scheena Gschicht, gell?

Ein Grenzkreuz ist es definitiv nicht da es eindeutig auf Heisinger Grund steht. Die Grenze zum Pinsenhof verläuft ca. 30 Meter weiter im Osten und ca. 100 Meter weiter oben. 

Impressionen



Geile Deko. 


So sieht unsere Hütte - im Prinzip - auch aus. Holzstruktur, Bohlen, dann mit Ziegel vorgemauert. Isolierung? Gabs 1911 noch nicht ......



Auch nicht schlecht, fnde ich. Bißchen gewöhnungsbedürftig.  Neue Aussenfassade einer Totalsanierung hier um die Ecke. 

Mittwoch, 12. Dezember 2018

Das wird ein langer Winter


Aber das muß man halt auch ausnutzen, nicht wahr? So wie am Montag im Botanischen Garten. Die "Rasselbande" beim wachsen ...


Mitten in Montreal befindet sich auch ein alter Steinbruch und auch da gehen ca. 10 km Langlauf - einmal außenrum.


 Und dann halt der Klassiker, der Berg. Am Abend.




Warum die da oben am Berg allerdings Kunstschnee machen und mit den Kanonen rumblasen ist mir/uns schleierhaft geblieben - bei ca. 300 cm durchschnittlicher Schnee Niederschlagsmenge?? Komisch. Kriegen "Die" wirklich nie genug davon??? Ein Wahnsinn.

Freitag, 7. Dezember 2018

"Ich geb` mein Bestes" - Zitat Elfi Live Sexten

Zwei kleine Videos in Vorbereitung auf Sexten 2019






6. Dezember 1989 in Montreal


"Alpenglühen" an der UdM - der Universität von Montreal. Eine der vier Unis in Town. An der Uni (Polytechnique) hat am 6. Dezember 1989 ein Geisteskranker 14 Studentinnen erschossen. Bin ich am Dienstag zufällig dran vorbeigekommen da ich nebenan eine Fortbildung hatte. Zum Gedächtnis wurden gestern 14 Laser in den montrealer Himmel gestrahlt . 





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Dienstag, 27. November 2018

Na ja, kein großer Unterschied - zunächst

Kulmbach, Germany Weather

Updated on Wed Nov 28 4:55 AM

Mostly Cloudy-1°C
Feels like-4

 

 

Montréal, QC Weather

Updated on Tue Nov 27 10:55 PM


1°C
Feels like-3
Light snow
Light snow
...............................................
Allerdings habe ich das dumpfe Gefühl, dieser Winter könnte "die Mutter aller Winter" werden - in Québec zumindest. 

p.s. unser Team Meeting heute morgen war eines der wortarmsten aller Zeiten - Stille - was soll man auch sagen. Wir fühlen alle mit. 

Montag, 26. November 2018

Sind wir mal schön froh, daß wir in Deutschland bzw. Kanada leben

Was für eine Welt würde die Oma sagen. Ich war heute mal relativ depressiv drauf und das kommt bei mir nicht so oft vor - sagen wir mal so alle 20 Jahre mal. 

Aber:

Ich weiß nicht ob ich das schon mal geschrieben habe, jdenfalls wurde letztes Jahr die Tante und Nichte von einem meiner Kollegen bei einem Anschlag ermordet. Das war in Burundi. Sein jüngerer Bruder hält sich seitdem im Untergrund versteckt und der Rest der Familie ist nach Ruanda ins Exil geflüchtet und wartet seitdem auf einen positiven Asylbescheid aus Québec. 

Heute morgen hat das Handy sehr früh geklingelt. Wenn das sehr früh, oder sehr spät klingelt, verheißt es meist nichts Gutes. 

Man hat mir heute morgen mitgeteilt, daß der Vater einer meiner Kolleginnen, in seinem Haus in Moldawien, in der Nacht von Samstag auf Sonntag, bei einem bewaffneten Raubüberfall, per Kopfschuß ermordet wurde. Die Mutter meiner Mitarbeiterin liegt schwerverletzt im Krankenhaus. 

Alter Schwede. Bin ich froh, daß wir in - einigermaßen -  zivilisierten Ländern leben dürfen.  

Aber alleine der Gedanke, daß da draußen auch eine rauhe und sehr brutale Welt existiert, hat mich heute ziemlich destabilisiert und zwar wie seit langem nicht mehr.

Solange die schlimmste "Bedrohung" des Lebens hier das Wetter, d.h. der Winter ist, solange ist die Welt noch in Ordnung. Siehe Bild von heute: von meiner ehemaligen Direktionskollegin aus der Gaspesie. Die ist vor ca. vier Wochen in den "Ruhestand" gegangen.  Das macht man scheinbar in Québec wenn man "Rentner" ist.




Sonntag, 25. November 2018

Langlauf



Die extreme Kälte ist weg - gott sei Dank. Letzte Woche wurde der ultimative Kälterekord für November gebrochen. Wer jetzt glaubt, das würde gegen die These des Klimawandels sprechen, der täuscht sich. 

Am Samstag war dann das perfekte Wetter für einen "harten" Langlauf. D.h. keine "Wanderung", sondern ich warte, perfekt gewachst, auf einen guten Läufer. Und dann gehts ab - wer klettert besser, wer hat mehr Kraft, wer hat die bessere Technik. Ich suche mir also immer so ein "Opfer". Die kommen auf der Geraden meistens super schnell daher - aber an den Steigungen kotzen die meisten dann ab. Da bin ich mit meinen super gewachsten Skis unschlagbar - ausser es sind wirklich die totalen "Maschinen". Dann muss man halt auch mal "abreissen" lassen können - aber meistens packe ich das - noch.

Mittwoch, 21. November 2018

Ist schon Januar?

Tiefster Winter. Es herrscht echt tiefster Winter. 


Montréal, QC Weather

Updated on Wed Nov 21 10:05 PM
-13
°C
Feels like-23
Und dazu noch richtig Schnee. 
Der Hammer. 

A few cloudsDie Sauna läuft logischerweise. Bei -15 immer ein geiles Erlebnis. Raus in den Schnee, die kalte Luft einsaugen, sich mit Schnee einreiben - es ist genial. 

Wenn das jetzt so weiter geht - und es sieht danach aus - dann stünde uns ein Rekordwinter vor der Tür. Zumindest was den Schneefall und die Niederschlagsmenge anbelangt. 

Die Langlaufski sind bereit, auf gehts. Vamonos.