Montag, 15. Oktober 2018

Oktober in Montreal


Die Rue Cartier ist herbstlich bunt. 

 

Unten am Saint Lorenz schein alles noch grün zu sein. 


Vom Berg aus kann man die Farben "erahnen". 


Bei der sonntäglichen Kurzwanderung "aufm Berch" konnte ich auf dem Nachhauseweg einfach nicht widerstehen: Eine "Pinte" im Freien? In der Sonne? Geil. Carpe Diem.
 

Mittwoch, 10. Oktober 2018

Montreal, das neue Kifferparadies

What will be legal once the Cannabis Act comes into force?

Implementation of the new law will be a shared responsibility between the federal, provincial and territorial governments. Subject to provincial or territorial restrictions, adults who are 18 or 19 years of age or older (depending on the province or territory), will be able to legally:
  • purchase limited amounts of fresh cannabis, dried cannabis, cannabis oil, cannabis seeds, or cannabis plants from retailers authorized by the provinces and territories;
  • possess up to 30 grams of dried legal cannabis or equivalent in non-dried form in public;
  • consume cannabis in locations authorized by local jurisdictions;
  • grow up to four cannabis plants per household (not per person) for personal use, from licensed seeds or seedlings from licensed suppliers;
  • share up to 30 grams of dried cannabis or equivalent with other adults;
  • make legal cannabis-containing products at home, such as food and drinks, provided that dangerous organic solvents are not used in making them.
Initially, adults will be able to legally purchase fresh or dried cannabis, cannabis oil, and seeds and plants for cultivation. Other products, such as edibles, will be permitted for legal sale within one year following the coming into force of the Cannabis Act, at which time federal regulations for their production and sale will have been developed and brought into force.
The current framework for access to cannabis for medical purposes will continue under the Cannabis Act, and will be reviewed by the Government of Canada within the next five years.


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Soweit also der Gesetzestext und die Infos auf staatlicher Seite. Ich bin ja mal gespannt. Ich war schon immer - aus verschiedensten Gründen - für eine Entkriminalisierung von Cannabis. Allerdings nicht unbedingt für eine totale Legalisierung. Und das gibs jetzt bald im Supermarkt zu kaufen - im Falle Quebecs in den staatlich kontrollierten Alkoholläden - der SAQ (Societé d`alcohol du Québec). Die Verkäufer werden gerade engagiert und dann geschult. Arbeitsplätze werden geschaffen .....

 https://infocannabis.saq.com/en/careers/

Obwohl ich als Sozialarbeiter, an vorderster Front, alles aus nächster Nähe miterleben muss was da so an schizophrenen Menschen in der Gegend rumsappt und, obwohl der Zusammenhang von Schizophrenie und Cannabis Konsum unbestritten ist, scheint mir die kanadische Lösung nach wie vor die Beste zu sein. 

Kontrollierter Verkauf, beschränkung für Minderjährige (welche letztlich nicht kontrollierbar ist), Qualitätskontrolle, gigantische Steuereinnahmen für den Staat und, u.a. Ende der illegalen Vertriebswege, etc.. 

Also in der Summe wohl einfach angebracht und zeitgemäß. Die Vorteile überwiegen.

Dienstag, 9. Oktober 2018

Die Hütten im Wald


Irreperabel denke ich (LOL) - selbst der Zimmerer kriegt das nicht mehr hin .....

Langes WE und deshalb nix wie ab und hoch an den See. Die Kinder lesen oder bauen Hütten im Wald. Emile hat eigentlich nur geschlafen - den kompletten Samstag. Unglaublich. Aber es ist derartig ruhig und vor allem: kein Bildschirm (fast jedenfalls) und kein Netz. Funkloch.  


Unsere Hütte ist übrigens nicht eingestürzt, keine Panik. Aber bei meinen Spaziergängen am und um den See "inspiziere" ich immer gerne anderer Leute Grund oder schau mal bei verlassenen Hütten vorbei. Die obige stand vor zwei, drei Jahren noch - ist aber schon seit über 15 Jahren verlassen gewesen. 


Die Natur holt sich halt alles zurück und das dann relativ schnell. Bei dem Chalet hier hat auch schon seit ca. drei Jahren kein Mensch mehr vorbeigesehen. Alles wuchert zu und verfällt - wenn dann mal irgendwo Wasser eindringt gehts ziemlich schnell. 

Eigentlich eine klassa Location mit direkten Zugang zum See und schönen Blick. Aber seit geraumer Zeit verlassen. Keine Ahnung warum.


Momentan gibt es so ca.  vier bis fünf von diesen Objekten.

Dienstag, 2. Oktober 2018

Et voila, die erste Wahl ist vorbei

http://www.lapresse.ca/actualites/elections-quebec-2018/201809/26/01-5198083-resultats-des-elections-quebec-2018.php

Québec hat gewählt. Ich habe meine Stimme schon vor einer Woche abgegeben und war sehr erstaunt wie gut alles organisiert war. 

Es hat keine 30 Sekunden gedauert und die Stimmabgabe war über die Bühne. 

Das quebecer Wahlsystem (nicht proportionell) kann zu erdrutschartigen Bewegungen führen. D.h nur die Kandidaten welche im jeweiligen Wahlkreis auch tatsächlich die (einfache) Mehrheit erringen ziehen ins Parlament ein.

So auch diesmal - die mitte-rechts orientierte CAQ hat mit ca. 38 % eine satte Mehrheit im Parlament und stellt die neue Regierung. 

Von der ursprünglichen seperatistischen Partei, der Parti Quebecois, ist nicht mehr viel übriggeblieben - 9 kümmerliche Leutchen noch.


Was haben "die Neuen" jetzt also vor?

U.a. den öffentlichen Dienst verkleinern (5000 Staatsbedienstete werden sich wohl einen neuen Job suchen müssen), ein pflicht Vorschuljahr einführen, Bürokratie abbauen, Immigration reduzieren trotz Fachkräftemangel, d.h. es werden nur noch 40000 statt 52000 Einwanderer akzeptiert. Ich schicke die 12000 übriggebliebenen dann halt zu Euch - es gibt ja jetzt ein Einwanderungsgesetz. Ich glaube ich mach da jetzt gleich mal ein Beratungsbüro auf .....

Allerdings hat die CAQ auch versprochen unseren Einrichtungen mehr Eigenverantwortung zu erlaubenn sowie Bürokratie abzubauen. 

Schaun mer mal.     

Als nächstes kommt dann Bayern - das wird spannend. 

Donnerstag, 27. September 2018

Wandersmann


Heute habe ich Abenddienst im Büro und da bin ich vormittags (teilweise) auf die Arbeit gelaufen. Über den Berg, am Oratoire Saint-Joseph vorbei Richtung Büro. 



Der Bau ist schlicht und ergreifend "stalinistisch". Anders kann man das nicht ausdrücken - pure Betongewalt. 


Früher gabs noch andere Möglichkeiten hoch auf den Berg zu gelangen. 



Aber Skigefahren ist man wohl auch schon in den 50ern. 

 Echtes Kulmbacher Nummernschild - ca. 1984 - Landkreis Kulmbach - mit Stempel.

Um 1800 hatte die Stadt 9000 Einwohner. Alles Wald und Wiesen. Hochelaga  unten am Hafen war das Zentrum, danach hat sich die Stadt mehr und mehr ausgebreitet - die Rue Cartier bei uns wurde so um 1900 erschlossen.


Es gab auch mal eine Tramway hoch auf den Mont Royal, keine Ahnung warum sie die platt gemacht haben. Das Tramway Netz Montreals in den 30ern war übrigens besser als das heutige U-Bahn Angebot. Aber irgendwann wurde (wie auch in LA) alles dem Autowahnsinn geopfert.  


Mittwoch, 26. September 2018

Hockey - was für ein aggresiver Sport


Emile spielt jetzt sogenanntes "Bantam" Niveau und da geht es zum Einen gnadenlos zur Sache - d.h. mit Checken und Kontakt und Boxen und allen Schikanen, 

Zum Anderen spielen da 15 bis 17 jährige und er ist momentan der "Kleine". Letzte Woche hatte er seinen ersten "Totalknockout" weil er von einem "Giganten" gecheckt wurde. Der war einen Kopf grösser und eine wahre "Maschine". Das hat ihn (Emile) ganz schön beeindruckt - das habe ich gespürt - Volltreffer. Aber immerhin keine Gehirnerschütterung - das ist schon mal die gute Nachricht.
 

Gestern Abend, beim "Freundschaftsspiel", dann drei Matchstrafen (d.h. die Spieler müssen vom Eis), eine Massenschlägerei und mehr Jungs auf der Strafbank als auf dem Eis. Unglaublich aggressiv das Ganze. Emile hält sich da gott sei Dank raus und bleibt cool.  Alter Schwede ist das "aggro". Ich habe kaum meinen Augen getraut und ich bin ja hartgesotten und war ein sehr aggresiver Fussballspieler - aber Hockey hätte ich nicht überlebt. 


An der Bande wird volle Pulle gecheckt. Hammer.


Themawechsel: beim Spaziergang am Montag musste ich mal wieder feststellen wie unterschiedlich so eine Gesellschaft sein kann. Vom Millionärsmausoleum bis zum Armengrab. 



Ich teste auch neue Steige im Park Mont Royal. 


Ach ja, eigentlich kann ich ja sowas gar nicht öffentlich kund tun (wegen der Verkleidung und so..... - Liese wird sich kaputt lachen....), aber ich habe mich dazu hinreissen lassen am Oktoberfest der Deutschen Gesellschaft teilzunehmen. Über 500 Leute, von der Schuhplattlergruppe inklusive Blasmusik bis hin zum wirklich sehr coolen DJ war alles dabei. Aber ich war in guter Gesellschaft. Gott sei Dank. 


Montag, 17. September 2018

Was für ein Sommer


Habe ich schon mal so einen Sommer erlebt? Glaube ich nicht ...
Gut, die Erinnerungen der Kindheit verbleichen, da müßte man mal die Statistiken der Wetteraufzeichnung heranziehen. 

Fakt ist: heute ist der 17. September, es hat ca. 30 Grad und das um 20 Uhr Abends - Montrealer Zeit. Das WE war der Hammer: Hochsommer. 

Ich muss das nochmal in vollen Zügen geniessen denn, um es mit Game of Thrones zu sagen: "Wintr is cumin"


Am Rouge gibt es Sandstrände ohne Ende, wie eigentlich immer um diese Zeit des Jahres. Oder Nachtfrost. Das wäre auch möglich ..... 

Dieses Wochenende war es selbst nachts relativ warm, 15 Grad Tiefsttemperatur. Fänomenaler Sternenhimmel.



Ein kleines aber untrügliches Zeichen, dass es keinen "Endless Summer à la Beach Boys" geben wird sind die Zugvögel auf dem Weg nach Süden. Die Schwärme ziehen gen Süden und machen mal kurz halt auf den Stränden am Rouge. Ich höre das "Geschnatter" schon immer von ganz Weit und dann zieht die Gang gen Süden. 


Die Abendstimmung am See ist unbeschreiblich - fast spirituell.



Justin, "the Bieber"







Wie gesagt, Schwärme von Wildgänsen ziehen über das Chalet und auch über Montreal. Und deshalb muss man sich vorbereiten: am Chalet brauche ich Wasser, Nahrung (Bier) und ..... jede Menge Holz. Sieht jetzt nicht so grossartig aus aber ich habe mal meine Holzvorräte durchgerechnet und bin auf ca. 12 lange Wochenenden gekommen (bei angenommener Aussentemperatur von - 20 Grad Celsius). In den nächsten Wochen bis Ende Oktober/November kommt auch noch Nachschub dazu. Ich habe also immer so ca. 2 Jahre "Chalet Nutzung" auf Lager.





p.s. Florence scheint sich - sprichwörtlich - in Luft aufgelöste zu haben. Tatsächlich wurden die Ausläufer schlicht und ergreifend von einem Jetstream Hochausläufer raus in den Atlantik "gepustet" und kamen somit nicht hoch bis an die kanadische Grenze.

Mittwoch, 12. September 2018

Hurricane - alle Jahre wieder

Gestern und vorgestern hats ein wenig geregnet in Montreal da (angeblich) der kleine Rest von einem Hurricane durchgezogen ist. Nicht sehr stark aber das geht dann halt so über Stunden und die ganze Nacht durch. Regen, Regen, Regen.

Am Wochenende soll allerdings der Sommer zurückkehren, d.h. ich werde nochmal ans Chalet gehen und hoffentlich schwimmen können. 

Danach könnte es kurz "hässlich" werden da der nächste Hurricane bald bei den Amis aufschlägt. Am Freitag wahrscheinlich. Florence.

Das betrifft uns 'hier oben' zwar meistens nicht wirklich aber so ein "Rattenschwanz" kann noch ganz ordentliche Winde und unheimlichen Starkregen bringen falls der "Schwanz" bis hier hoch kommt. Häufig gehen die Ausläufer eher in die maritimen Provinzen hoch aber manchmal ist die "Streckenführung" anders.   


Da Florence angeblich bis nach Pennsylvania durchrollt und dann Richtung Québec abdreht, könnte es Anfang nächster Woche hier oben in Montreal sehr ungemütlich werden. Fragt mal den Zimmerer, der ist 'hurricane-erfahrener-Motorradfahrer'. Das war übrigens genau von "Penns Wald - also Pennsylvania" bis hoch nach Kanada. Und das sind dann ja nur die letzten "Zuckungen" - man kann sich also vorstellen was da unten abgehen wird. Die armen Schweine. 

Grün ist Starkregen - und Montreal liegt leicht nördlich von Burlington.



Oben am Mont Royal tut sich auch mal was - neue Plattformen wurden aufgestellt mit Hängematten, Schaukeln, etc.. Ganz nett. 

Und ganz schlecht: die ersten Schwärme Wildgänse machen sich auf den Weg nach Süden. Das ist kein gutes Zeichen - Winter is coming. Ich hol schon mal die Langlaufski raus - nöööö, kleiner Scherz. Vor Anfang Dezember schneit es eigentlich nie - also nicht richtig - so mit liegenbleiben usw.

Montag, 27. August 2018

Boah ey

https://www.sueddeutsche.de/politik/demos-in-chemnitz-das-hier-ist-unsere-stadt-1.4107365

ich dachte vorhin (nur ganz kurz, ehrlich), ich "Wünsch mir die Mauer zurück". Haben wir den Zaun schon verkauft, oder steht der noch aufgerollt oben im Frankenwald?

Früher wurde mir empfohlen: "geh doch rüber", heute empfehlen wir: "bleib doch drüben". 

Zugegeben: als Argument natürlich ganauso Scheisse.

Oder könnten wir die (eventuell) gegen, sagen wir mal,  Südtürol, eintauschen? Geht sowas?? Ginge sowas? Oder Ostpreussen. Ostpreussen müsste doch gehen, oder?

Die Russen haben damals Alaska verkauft. Immerhin. 

Aber ich sehe schon ein, das ist natürlich keine Lösung. 

Bleibt also nur der Dialog - boah ey




Freitag, 24. August 2018

Ein Kunde weniger

Kaum zurück im Büro, gehts schon wieder richtig rund. Die Cops haben einen unserer ex-Klienten erschossen, gleich um die Ecke von meinem Büro. 

Wir habe leider öfter mal Leute mit psychischen Problemen in unseren Büros (Depression, Schizophrenie, Bi-polar, etc.). 

Allerdings haben ihm die Cops (angeblich) 5 mal ins Gesicht geschossen - was ich momentan noch nicht glauben kann. Schaun mer mal .....

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NDG residents heard several gunshots before man, 23, killed in police shooting

Police were called to the intersection of Montclair Ave. and De Maisonneuve Blvd. for a fight that broke out

Sûreté du Québec officers, working with the province's independent investigation unit (BEI), were on the scene of the police shooting Wednesday morning. (Charles Contant/CBC)
A 23-year-old man has died following a police shooting in the borough of Côte-des-Neiges–Notre-Dame-de-Grâce.
Quebec's bureau of independent investigations (BEI), which is investigating the incident, has identified the victim as Nicholas Gibbs.
According to the BEI, Montreal police were called to the intersection of Montclair Avenue and De Maisonneuve Boulevard for a fight that broke out between two men Tuesday night.
One of the men involved in the fight went toward an officer, wielding what appeared to be a knife.
Police blocked traffic on de Maisonneuve Boulevard between Cavendish Boulevard and Park Row Street East. (Lauren McCallum/CBC)
Officers first tried to subdue the man with a stun gun, but were unsuccessful.
Then one officer opened fire, and shot the man at least once. He was rushed to hospital, where his death was confirmed.
As per protocol, Montreal police have handed the case over to the BEI, which handles investigations into incidents where someone is injured or killed during a police operation.
The BEI first stated the man was 39, but has since corrected that information.

Resident hears: 'Shoot me! Shoot Me!' 

Gabriel Cyr moved into the area just over a month ago. He was relaxing at home at about 9 p.m. when he was startled out of bed by voices right outside his window.
"I heard people screaming and then at some point someone said, 'Shoot me! Shoot me!'"
Cyr said he didn't see anything. He closed his window and was hiding in his kitchen when he heard four or five gunshots.
"It's weird," he said. "I thought it was a safe neighbourhood."
Freddy Moya says otherwise.
Moya has lived in the neighbourhood for 29 years. He told CBC News that the area is becoming increasingly dangerous.
Montreal police say a man went towards an officer wielding a knife. (Alain Beland/Radio-Canada)
"This building is getting worse and worse," he said of the apartment complex next door to his.
"Nothing good to say about it. Plenty of drug dealers, prostitutes and unfortunately nothing we can do."
Moya said he was taking a shower Tuesday night and, when he came out, he heard a boom.
"I didn't realize it was a gunshot," he said. "Sometimes you hear that noise when the train pass by."
Neighbours later told him that police ran through his yard, trying to apprehend the suspect. When he stepped outside, he saw there were five or six police cars on the scene.
"It was so fast," he said. "It was so quick that we didn't see nothing."
With files from Lauren McCallum


https://www.cbc.ca/news/canada/montreal/man-23-killed-in-police-shooting-in-ndg-1.4794138

Donnerstag, 23. August 2018

Cooler Trip


An den Flughäfen ist die Hölle los. München war Wahnsinn. 


Lili hat sogar mal Poutine gemacht. 


Eishockey in Regensburg - zweite Liga  - ganz witzig. 


The next generation is on its way. 







Das mit der Bremse hätte der Fahrschullehrer vielleicht mal erwähnen sollen ....... bevor man den Burschen losschickt .....

Das Gras sieht aus wie in der Kalmückensteppe.


Canyoning geht auch.






Und es gibt sogar IPA ... wowwhh!! Carpe Diem.