Freitag, 31. Januar 2020

Noch zweieinhalb Stunden ....

und dann sind Johnson und die restlichen Bekloppten DRAUSSEN!!

HALLELUJA

ENDLICH 

Das wird bestimmt lustig wenn sie dann das erste mal am Flughafen am Schalter für Nichteuropäer warten müssen. 


Tschüss, war ne gute Zeit




Résultats de recherche d'images pour « british flag »
 

apropos:

die Schotten können von mir aus bleiben - die sind eh COOLER



 
nochmal apropos:

Corona Virus:

mir ist gestern aufgefallen, daß die ersten Menschen in Montreal mit Atemschutzmasken rumlaufen. 

Im Übrigen sind die Dinger AUSVERKAUFT! Es gibt keine mehr ..... die Panik greift scheinbar um sich. Habe ich natürlich wie immer voll "Verschwitzt" - jetzt muß ich ohne rumlaufen. Na ja, mein Schal tut es vielleicht auch, ha, ha!

Meine (echt tolle) chinesische Kollegin Jing sagte mir, daß sie sogar die geplante Feier zum Chinesischen neuen Jahr absagen mußte da die gesamte Community extrem besorgt ist. 

Gestern habe ich zwei Briefe von der Schule bekommen - zwengs Schutzmaßnahmen. Ich schätze mal, am Montag wird mir das Ministerium ebenfalls "Vorsichtsmaßnahmen" mitteilen. Immerhin stehen wir ständig im Kontakt mit Kunden - und jede Menge davon sind aus China. 

Beim SARS Virus haben sie hier total gepanikt - da sind sie (das Gesundheitsministerium und öffentliche Sicherheit) total ausgetickt.  Was ist passiert? Nichts!

 








 

Donnerstag, 30. Januar 2020

Dieser Winter ist Geil




Schon fast "südtirolerisch", d.h. man kann spazieren gehen ohne gleich zu erfrieren. Es gab bislang keine mörderischen Blizzards, keinen tagelangen Eisregen, keine extrem brutale Kälteperiode (deep freeze), usw.. 

Es ist natürlich schon kalt - 10 teilweise, aber das ist halt relativ.

Es kommen aber noch ca. drei Monate Winter. Da ist noch alles drin - insgesamt allerdings gilt es: so far, so good. 



Dienstag, 28. Januar 2020

Der Bericht des Wehrbeauftragten


Aus der SZ:

Seit die Bundeswehr im Dezember 2018 ihre Kriterien für die Musterung gelockert hat, ist die Bewerberlage stabiler geworden. Allerdings bemängelten Vorgesetzte nun bei Truppenbesuchen, die Soldaten seien "dicker, schwächer und dümmer" als früher, berichtet der Wehrbeauftragte.


45 Milliarden Budget und 40 % der BW ist nicht einsatzfähig? 12 Milliarden mehr Ausgaben in 5 Jahren? Somit wird scheinbar ein Großteil des Bundeshaushaltes "zum Fenster rausgeschmissen". Geil. Eine gigantische Selbstbeschäftigungsmaschine.

Da hat sich ja - im Prinzip - seit 1980 nichts geändert.  Immerhin sind ein paar "Dicke, Schwache und Dumme" weg von der Straße. Auch was wert. 

Aber ein "staatliches Beschäftigungsprogramm" muß keine 45 Milliarden kosten. Da sollten wir vielleicht lieber jedem Einzelnen Mindestsicherung garantieren und ansonsten eine kleine, aber einsatzbereite, professionell ausgebildete und gut ausgerüstete Mini Armee zur Verfügung haben.

Die Franzosen haben (glaube ich) eine brauchbare Luftwaffe (und Atomwaffen), die Holländer eine Marine, die Deutschen haben ordentliche Panzer und eine gute Luftaufklärung, etc. etc. - d.h. man sollte vielleicht mal über eine europäische Armee nachdenken wo sich Alle auf ihre Stärken konzentrieren können.  Oder noch  besser, eine UNO Weltarmee - aber von den "Guten" kontrolliert. Um bei Krisensituationen adäquat eingreifen zu können und um Eskalation und Konflikte zu entschärfen. 

Aber es ist mir schon klar, daß das in absehbarer Zeit nicht passieren wird. Jeder für sich.

Die zukünftigen Konflikte spielen sich eh in anderen Sphären ab - siehe "Cyberwar", Drohnen, Satellitentechniken usw.

Alter Schwede. Tolle Truppe.


Samstag, 25. Januar 2020

Draußen schneit es gerade .....


Ob abendlicher Langlauf am Berg



oder Schneeschuhtour


oder halt "Alpin", wie man das hier nennt. In diesem Fall mit Lili (Emile ist immer noch "knock out" zwengs Schlüsselbeinbruch) 

Wintersport at its best. 

Mittwoch, 22. Januar 2020

In den Alpen sind es die Lawinen, hier ist es das Eis ... oder die Natur schlechthin

https://www.theweathernetwork.com/ca/news/article/snowmobilers-fall-through-ice-on-lac-saint-jean-quebec

 https://montreal.ctvnews.ca/police-find-two-submerged-snowmobiles-5-still-missing-1-dead-after-group-plunges-through-ice-near-lac-saint-jean-1.4778130

 https://www.cbc.ca/news/canada/montreal/snowmobile-ice-fall-1.5435756

 "They must not have known the area well, because it's an area known for having critically thin ice because of the current,"

Zwengs Skitouren auf Seen und auf Eis (siehe auch meinen Blogeintrag von vor ca. zwei Wochen):
Ich mache das definitiv Temperaturabhängig, gehe (fast) niemals auf fließendes Wasser. Teste vorher sehr genau die Verhältnisse, sehe mir die "Tracks" und Spuren an. Bildet sich z.b. ein Wasserfilm, gibt es potentielle Strömungen usw.

Der blödeste Einbruch welchen ich selbst erlebt habe, war mit meinem Kumpel Hugo. Genau wie oben beschrieben: es gab einen "current", also fließendes Wasser bzw. Strömung unter dem Eis zwischen zwei Inseln. Dadurch war das Eis total dünn an genau dieser einen Stelle und Hugo  ist eingebrochen. Er war damals auch noch neu an "seinem" See, hatte sich sein Chalet im Sommer vorher gebaut und kannte die Eigenheiten des Sees noch nicht so genau. 

Außerdem waren wir bei Dunkelheit mit Stirnlampen unterwegs und haben somit nicht viel gesehen. Die Temperaturen und Wetterbedingungen waren eigentlich garantiert sicher, d.h. es war tiefster Winter, es hatte hammer Minustemperaturen über Wochen und das Eis war brutal dick - bis auf die eine Stelle. 

Ich habe mir das am Tag danach, zusammen mit Emile welcher an dem Abend auch dabei war, nochmal aus der Nähe angesehen weil ich unbedingt wissen wollte warum man da einbrechen konnte. Erfahrung sammeln. Und wie gesagt, es gab genau an dieser einen Stelle eine Strömung zwischen zwei Inseln welche dazu führte, daß sich da keine größere Eisschicht bilden konnte.

Wenn da jetzt noch 5 Personen fehlen, sind sie definitiv weg. Alles die Schuld des "Guides" welcher tot ist. Blöd gelaufen. Leichtsinn und Unachtsamkeit. 

Anstelle die offiziellen 35 km um den Abfluss des Saguenays herum zu fahren, sind die Jungs in der Dunkelheit, spät am Abend und bei Schneetreiben eine "Abkürzung" gefahren.  Möglicherweise per GPS. Wären wohl so ca. 5 km gewesen sein anstelle ......

 Une carte de sentiers de motoneige.


Aber die Story wird von Tag zu Tag komplizierter. Scheinbar doch nicht die Schuld des "Guides" sondern Undiszipliniertheit. 


Und hier noch eine Möglichkeit zu sterben in Québec:


https://www.cbc.ca/news/canada/montreal/provincial-police-quebec-chic-chocs-mountains-1.5425798

Vorhin habe ich noch von Hugo gesprochen, bin aber zufällig auch auf die Story mit den vier Amis in den Chic-Choc gestoßen. Hugo hat zweimal die  Tour durch die Gaspesie gemacht, bei einem Trip sind drei Leute, nicht Teil der organisierten Tour, im Sturm verloren gegangen und erfroren.

 http://tdlg.qc.ca/



D.h. 200km mit Backcountry Ski durch die Chic-Choc. Ich warte ja noch auf Markus und Bernhard um den Trip zu machen - allerdings nicht organisiert.

Da kann es halt 100 cm oder mehr in wenigen Stunden raushauen und dann geht nichts mehr. Dann helfen dir auch keine Schneeschuhe mehr, oder Backcountry Ski oder sonstwas. Ein Kilometer, bei diesem Terrain und diesen Bedingungen, wird unendlich. Dann hilft nur noch Biwakieren, gute Ausrüstung, ein bißchen Erfahrung und Glück. Oder ein funktionierendes Satellitentelephon.

Montag, 20. Januar 2020

Nice! Ein top Winter bis dato!




Das "Haus" lebt, zumindest im Sommer. Die montägliche Tour im botanischen Garten hat endlich mal wieder geklappt. 



Auto freischaufeln war der sonntägliche Frühsport und danach ab und rauf auf den Berg zum Langlauf. Mit dem öffentlichen Nahverkehr, versteht sich. Allerdings waren wegen der Top Bedingungen unglaublich viele Pappnasen unterwegs. 

Ein Mädel mußte sogar mit dem Sanka abgeholt werden da sie auf leichten Eis mit den Langläufern weggerutscht und auf den Hinterkopf gefallen ist. Das habe ich auch noch nicht erlebt ....


https://www.tvanouvelles.ca/2019/12/04/transports-collectifs-skis-et-planche-a-neige-permis-aux-heures-de-pointe-1

À partir du 6 janvier prochain, les passagers du métro et des bus de Montréal pourront en tout temps transporter des skis, une planche à neige, un traîneau ou autres objets similaires: incluant aux heures de pointe.

D.h.: seit dem 6. Januar 2020 dürfen jegliche Wintersportgeräte (auch Snowboards usw.) in Bus und Metro bzw. U-Bahn transportiert werden, zu jeglicher Zeit, d.h. auch während der "Rushhour". 

Na ja, bei aller Liebe, aber während der Rushhour würde ich das eher nicht empfehlen weil man da eh schon kaum mehr rein kommt .....

Mittwoch, 15. Januar 2020

Der übliche Mittwochabendklub




So soll es die nächsten Wochen weitergehen. Ziemlich optimale Bedingungen. Nicht zu kalt, nicht zu warm, nicht zuviel Schnee, nicht zuwenig und vor allem: keine arktischen Brachialtemperaturen oder Blizzards mit -40 Windchillfaktor in Sicht. Toi, toi, toi!! Kann alles noch kommen, aber bis jetzt gilt erstmal: so far, so good. Taucht.
 

Sonntag, 12. Januar 2020

Alleine auf dem Berg - fast jedenfalls




Wir hatten grottenschlechtes Wetter gestern. Dauerregen. Kaum zu glauben für die Jahreszeit. Plus 8 Grad gestern, vor zwei Jahren um die Zeit - 25.

Nu ja, so ist halt das Klima hier. Die Januar Woche oben am Chalet war ja auch ungewöhnlich mild. Temperaturen nur im plus Bereich. Ich definier das dann so für mich selbst immer als "ein deutsches Winterwetter". Also Wetter und Temperaturen wie sie häufig in Franken herrschen. Mild. 

Über Nacht war dann ein kleiner Temperatursturz angekündigt. Kam auch, d.h. leichte Minustemperatur, leichter Schneefall und nahezu perfekte Langlaufbedingungen, wenn auch nichts gespurt war. Also ab zum Bus und mit dem  ÖPNV ab zum Langlauf. 

Ich glaube ich war fast alleine unterwegs heute vormittag. Kein Mensch auf dem Berg. 

Die Bedingungen waren so gut, daß ich am Nachmittag gleich noch eine Tour mit der "Gang" unternommen habe. Allerdings unten im Olympiapark.


Dabei ist Johny "Jackass" eingebrochen. Kleiner Scherz. 



Aber auf Grund des gestrigen Dauerregens waren überall Eisflächen und das Eis war brüchig. Jean-Benoit fand das sehr lustig!

Freitag, 10. Januar 2020

Draisaitl - der deutsche Superstar der NHL



Die Edmonton Oilers waren in Town, mit ihren zwei Superstars und absoluten Topscorern McDavid und Draisaitl und Emile war "nicht happy" da die Canadiens leider verloren haben. 

Beide Spieler der Oilers hatten nicht ihren "besten Abend" aber es hat gereicht um Montreal mit 4:2 zu schlagen. 

Ansonsten jede Menge Oilers fan im Stadion mit Draisaitl Trikots. Coole Sache. 

Emile hat meine "Loyalität" den Canadiens gegenüber angezweifelt - zwengs dem Burschen aus Köln. Aber ich war eher "neutral", LOL

Mittwoch, 8. Januar 2020

Meine Nachfolgerin in Bayreuth - zwei Jahre auf Bewährung

https://www.kurier.de/inhalt.zentrum-betrug-ex-chefin-vor-gericht.5127ca7a-20b2-4992-b3f2-49aca126ed60.html

https://www.tvo.de/mediathek/video/amtsgericht-bayreuth-bewaehrungsstrafe-wegen-untreue-gegen-ex-zentrum-geschaeftsfuehrerin/

Zentrum-Betrug Bewährungsstrafe für Jana S.









Links Verteidigerin Tanja Brettschneider, rechts Jana S. (50). Foto: red
BAYREUTH. Prozessbeginn gegen die ehemalige Zentrums-Chefin: Wegen Betruges in mehr als 700 Fällen steht seit heute morgen Jana S. (50) vor dem Amtsgericht Bayreuth. Ihre Schuld hatte sie bereits eingeräumt.
Ganz in Schwarz gekleidet, die Haare streng zu einem kleinen Zopf zurückgebunden, weint S., als sie vor Prozessbeginn fotografiert wird. Immer wieder schluckt sie, während sie der Anklage zuhört, ihr Blick geht ins Leere. Seit 2008 war sie Geschäftsführerin des Zentrums, seit 2015 bediente sie sich von den Konten und der Kreditkarte der Einrichtung. Mehr als 210.000 Euro waren es 2017, als sie im August erwischt wurde, weil die Gehälter der Angestellten nicht pünktlich gezahlt werden konnten. Sie unterschrieb ein Schuldanerkenntnis beim Notar und versprach den Zentrums-Verantwortlichen, sowohl bei der Aufklärung als auch bei der Wiedergutmachung zu helfen. Laut ihrer Verteidigerin habe sie fast das gesamte Geld wieder zurückbezahlt. Dafür hat sie auch eine Wohnung im tschechischen Brünn verkauft. S. ist inzwischen geschieden, lebt wieder in Tschechien und arbeitet als Assistentin einer Baufirma.
Unter den Zuschauern sind auch Mitarbeiter des Zentrums. Der Schatzmeister der Einrichtung ist später als Zeuge geladen.
Der Vorsitzende Richter und der Staatsanwalt stellten Jana S. in Aussicht die Haftstrafe ersparen zu können: Es sei "ein Wahnsinnsbetrag, noch dazu wenn eine öffentliche Einrichtung derart beschädigt wird". Allerdings sei das Verhalten nach der Tat eines, "was viel besser nicht sein kann". Noch am gleichen Abend, als S. erwischt wurde, habe sie  15.000 Euro Geld zurückzahlt und damit weitergemacht bis zur Verhandlung. "Zwar nicht 100-prozentig, aber zum großen Teil." Außerdem deute vieles auf die Kaufsucht hin.

Urteil

S. bekommt zwei Jahre auf Bewährung, die drei Jahre dauert. In ihren letzten Worten sagte S.: "Es hat mich ziemlich bedrückt, ich werde 50. Es ist in einer Zeit passiert, wo auch die Ehe kaputt war. Ich habe jetzt einen Job, wo ich denke, ich kann stabil arbeiten." Das gebe ihr Hoffnung, "dass ich in meinen Produktivzeiten noch arbeiten kann." Sie ist wieder "in der Heimat mit meiner Familie, das gibt mir sehr Kraft". Zu den Taten selbst sagte sie: "Es tut mir sehr leid, ich hab das nicht gewollt. Ich habe die Arbeit im Zentrum sehr geliebt. Ich kann wirklich nur sagen, dass ich dazu beigetragen habe, dass das Zentrum so  …" Die letzten Worte gingen in Tränen unter.


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Und noch eine kurze Berichterstattung aus den Kurier:

 BAYREUTH. Am Ende waren es 210.293,12 Euro, die dem Zentrum fehlten. Wohl alles hat die inzwischen gekündigte Geschäftsführerin Jana S. (50) für sich verwendet. Keiner der Verantwortlichen hat etwas gemerkt. Am Mittwoch, 8. Januar, beginnt der Prozess am Amtsgericht Bayreuth.

Wie passen 700 Straftaten zu Jana S., die seit 2008 Geschäftsführerin im Zentrum war und mehr als 71.000 Euro Jahresgehalt hatte? 31 Seiten lang ist die Liste, auf der die Staatsanwaltschaft die Bestellungen, Rechnungen und Belege der Geschäftsführerin auflistet. 31 Seiten voller Betrügereien, die drei Jahre lang keiner gemerkt hat. Obwohl es Hinweise genug gegeben hat, und das schon bei einem flüchtigen Blick in die Abrechnungen. Ein Mittagessen in Berlin mit der Philharmonie für 1495 Euro. Mit wem war S. essen? Mit einem ganzen Orchester?

Fantasie-Unterschriften
Es war ein Ersatzbeleg, also selbst geschrieben, nicht die Originalrechnung des Restaurants. Mehrere Dutzend solcher Ersatzbelege finden sich auf den 31 Seiten. Mehrere Dutzend, die keiner überprüft hat. Sonst hätte man gemerkt, dass es teilweise Fantasie-Unterschriften waren.

Eine Nachbesprechung mit zwei Leuten des Orchesters für 500 Euro. Speicherkarten, Decken, Kissen und Matratzen für einen Theater-Workshop: 800 Euro – alles ohne Belege. Und natürlich ohne anzugeben, wofür sie dies brauchte. Rechnungen für Reifen wuchten und Autoreparaturen, auf denen Kennzeichen und Fahrgestellnummer waren; von Videokameras bis zu Ladegeräten für Handys. Sogar ein Lippenstift. Jana S. zahlte alles mit Geld vom Zentrum. Und das seit dem 1. Januar 2015, einem Mittwoch. Sie missbrauchte für ihre Bestellungen und den Bedarf an Bargeld verschiedene Konten und die Kredit-Karte des Zentrums.

Ebenfalls an einem Mittwoch, zweieinhalb Jahre danach, erhielt Jana S. am 4. Oktober 2017 unangekündigten Besuch von den Verantwortlichen des Zentrums, das bestätigt Stefan Specht, Beisitzer im Zentrums-Vorstand und CSU-Stadtrat. Der Raum soll voll mit Paketen gewesen sein. Sie soll in Tränen ausgebrochen sein und zugegeben haben, unter Kaufzwang zu leiden.


Kaufsüchtig
Jeden Monat gab es fortan betrügerische Handlungen, alle zwischen etwa 50 und 250 Euro. Am Motiv des Kaufzwangs zweifelt Karsten Schieseck, Rechtsanwalt und Stadtrat der BG. Denn Jana S. fing nicht klein an und ließ sich Zeit, ob jemand was merkte. Sie legte gleich richtig los, wie ein Blick in die Akten bestätigt. „S. war seit 1999 kaufsüchtig“, sagt Tanja Brettschneider, deren Verteidigerin. S. sei länger in Behandlung gewesen, danach habe sich ihre Krankheit gebessert. Allerdings hätten private Probleme dazu beigetragen, dass sie 2015 wieder ausgebrochen sei. Darauf deute auch „das Horten“ von Dingen an, vom Büromaterial über Wein bis zum Fahrradzubehör.

Allerdings habe man es „S. auch leicht gemacht“ im Zentrum. Brettschneider betont, dass S. inzwischen fast alles zurückgezahlt habe. Dafür habe sie auch eine Wohnung in ihrer Heimat Tschechien verkauft. „Es gibt Dokumente, dass der Betrag sicher ist“, sagt sie. Als S. erwischt wurde, sagte Specht, wollte sie behilflich sein, die Sache aufzuklären und wiedergutzumachen. Sie räumte ein, für die Buchhaltung zahlreiche Ersatzbelege ausgestellt zu haben. Mehrere Dutzend pro Jahr. Einmal habe sie sogar 1000 Euro von ihrem Privatkonto für gefährdete Gehaltszahlungen zugeschossen. Sie unterschrieb beim Notar ihr Schuldeingeständnis.

Eine Immobilie verkauft
Laut Staatsanwaltschaft hat sie schon etwa 46.000 Euro zurückgezahlt. Des Weiteren soll ein Rest von etwa 20.000 Euro am Dienstag überwiesen worden sein. Laut Verteidigerin soll das Zentrum dann noch etwa 115.000 Euro zurückbekommen. Dokumente würden belegen, dass das Geld da sei. „Damit ist der Schaden wieder gut gemacht“, sagt Brettschneider.

115.000 Euro – „das ist realistisch“, sagt Specht, aber bestätigen kann er das nicht. Dafür habe S. eine Immobilie in Brünn verkauft. Das Zentrum hatte die Zwangsversteigerung eingeleitet.
Das Treiben der Jana S. ist übrigens erst ans Licht gekommen, als die Angestellten gemerkt haben, dass ihr eigenes Geld im August 2017 nicht rechtzeitig kam und die Verantwortlichen auf die Suche für die Ursachen gingen.
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Soweit der Kurier. Für mich ist es immer noch unglaublich wie Jana über 200k Euro abzweigen konnte angesichts des überschaubaren Gesamtbudgets des Zentrums. Eigentlich unmöglich - jedenfalls in der Größenordnung. Ansonsten war sie eigentlich super nett und sehr sympathisch. Das einzige was mir von damals noch in Erinnerung geblieben ist, ist die Tatsache, daß sie sofort, also am ersten Tag, ein nietenagelneues und sehr teures Diensthandy gekauft hat. Meines war eigentlich noch top fit.

 https://www.bayreuther-tagblatt.de/schnelles-urteil-im-fall-zentrum-alle-infos-hier/

Montag, 6. Januar 2020

The Law am Forest Lake

Ich bin ja im Board am Forest Lake - in etwa wie die Vorstandschaft eines deutschen Vereins. Und da müssen wir uns mit den ganzen finanziellen und sonstigen Sachen herumschlagen. 

Man kann sich gar nicht vorstellen, oder vielleicht doch, was es da für zwischenmenschliche und sonstige Probleme gibt. Ein illegaler Gartenzaun auf Nachbars Grundstück, illegaler Farmbetrieb, illegale Werkstatt, "Schwarzbauten", Cannabis Felder hinter dem Haus, verrückte Aussteiger, usw. usw. - in 17 Jahren habe ich noch keine Cops gesehen. Nowhere. Niemals.

Und obwohl alles im Prinzip Privatgrund und Privatbesitz ist (Straßen z.B.) ist es  natürlich kein rechtsfreier Raum.

Ein Typ hat sich vor Jahren - auf seinem Privatgrund - ein super nettes "Tiny House" gebaut. Klasse gemacht, total süß, Mezzanin als Schlafzimmer, Ofen, alles da. Voll isoliert.

Leider ohne Genehmigung. 


Und "das Gesetz" sagt jetzt, dass er es wieder abreißen muss. Die Fenster sind schon raus, die Isolierung weg und der ganze geniale Innenausbau ist weg. Totaler Schwachsinn, aber bitte, "The law is the law".

Dann gibt es noch das Baumhaus. Da hieß es auch es wäre illegal, aber der Typ scheint gewonnen zu haben - Gott sei Dank.  Er hätte sonst auch sein super süßes und total geiles Baumhaus Chalet weg reißen müssen. Rückbauen auf Neudeutsch. Aber es ist angeblich zu klein, somit nicht normiert und damit keine Gefährdung für die Menschheit. Gut. 

Ich erzähle die Geschicht nur um zu verdeutlichen, dass auch in der relativen Weite Kanadas jede Menge Gesetze und Verordnungen usw. herrschen und der "Freiraum" immer geringer wird. Also einfach so mal nach "Kanada" zu gehen und sich seine Blockhütte im Wald zu bauen ist (fast) nicht mehr machbar.

Sonntag, 5. Januar 2020

Ein Wintertraum



Zunächst mal ein gesundes neues Jahr 2020. Gesundheit, Zufriedenheit und viel Glück in allen Lebenslagen. 



Die Kinder und ich sind für ein paar Tage in die Hütte gefahren.




Trotz der milden Temperaturen konnte man jede Menge Touren gehen - entweder mit den Backcountry Skiern oder mit den Schneeschuhen. Das Eis auf den Seen habe ich immer getestet und gecheckt und es was fast überall top. Wenn allerdings solche Stellen wie auf obigen Bild vor einem auftauchen, dann ist Vorsicht geboten. Da kommt fließendes Wasser rein oder es gibt sonst ein Problem. Ansonsten halt "checken", nach 25 Jahren "Eiserfahrung" sollte es diesbezüglich eigentlich keine Probleme geben. Ich selbst bin auch noch nie eingebrochen in all den Jahren, habe allerdings zwei mal Bekannte einbrechen sehen. 
Nicht lustig.

 




Wie gesagt,  "bombensicher". Mit einem Motorschlitten (bei uns am See eh nicht erlaubt) wäre ich zwar aufgrund der milden Temperaturen der letzten Wochen eher nicht aufs Eis gegangen, aber mit Skiern oder den Schneeschuhen war alles super. Der Neuschnee wirkt auch ein bisschen wie eine Isolierung und "schützt" das Eis sozusagen.



Die Kinder und meine Wenigkeit haben die ersten Tage des neuen Jahres oben am See in der Hütte verbracht. Genial. Das war vielleicht meine beste Idee "ever" diese Hütte zu kaufen. 

Stundenlang Darts spielen, oder Schach oder sonstige Brettspiele machen. Ansonsten Lesen, aufräumen oder einen Iglu bauen. Der Ofen bullert, wir haben genug zu essen und zu lesen dabei (ich mußte noch zwei Ausgaben von "Die Zeit" aufarbeiten), die Temperatur ist ideal, 30 cm Neuschnee am Vorabend.

Im Winter kann es oben am Forest Lake sehr grenzwertig sein, d.h. manchmal ist es so brutal kalt, daß die Logistik an die Grenzen kommt. Es gibt (im Winter) kein fließendes Wasser aber wir tauen Schnee auf oder holen Trinkwasser von einer nicht sehr weit entfernten Quelle welche immer fließt. Das mit dem Wasser geht also meistens, aber ab -15 gefriert leider das Abflussrohr der Toilette ein. D.h du kannst vielleicht zwei, dreimal spülen, dann ist das Ding dicht. Aus die Maus. Ich muss dann enteweder mit heißem Wasser spülen oder Frostschutz rein kippen. Geht auch, ist aber grenzwertig - oder aber man geht nach draußen. Nicht so einladend ......

Heizung hingegen ist normalerweise nie ein Problem. Allerdings ist auch da bei der Ankunft und eventuell herrschenden -15 Innentemperatur erst mal die "Spaßbremse" am Start. Es dauert dann etliche Stunden um die Hütte auf 0 zu bekommen und das ist ist echt nicht sehr gemütlich.

Deshalb sehe ich mir immer ziemlich genau die zu erwartenden Wetter- und vor allem Temperaturbedingungen an. Dieses Jahr war es unglaublich mild - so etwas habe ich auch noch nicht erlebt. Dazu 30 cm feinster Neuschnee, am Vorabend gefallen, und Temperaturen konstant im leichten Plus Bereich. 

Bestens, aber sehr ungewöhnlich für die Jahreszeit. 

Wir hatten echt optimale klimatische Bedingungen und enorm viel Spaß. Urlaub bei uns selbst sozusagen - wunderbar, wie in einem Wintermärchen.

Was ich persönlich am meisten genieße - außer der gemeinsamen Zeit mit den Kindern natürlich - ist die Stille. Die totale, absolute Stille. Das es so etwas noch gibt auf dieser Welt ist faszinierend. Dafür bin ich sehr Dankbar.