Freitag, 30. September 2016

Der diatonische Jodelwahnsinn




Begrüßung auf Deutsch. 



Schnitzel mit Kartoffelsalat, selbstgebrautes Bier und Geschichten erzählt im Tiroler Akzent. Schwer zu glauben aber wahr. Im peruanischen Dschungel.

Montag, 26. September 2016

Fernsehduell

"mußte" spontan die Canadians gucken und habe deshalb die Livedebatte zwischen Hillary und "The Donald" verpaßt. 

Ich habe aber gerade nochmal so ca. eine Stunde "nachbetrachtet". Mein Gott ist der Typ hohl. 

Man hat ja viel erlebt, keine Ahnung, Strauß, was weiß ich - aber so etwas hohles - das kann nicht sein. 

Hillary beglückt auch nicht gerade - kann sie halt nicht. Wie ein Roboter. Aber wenn die Amis diesen Hohlkopf zum Präsidenten machen dann gnade ihnen Gott. Selbst Busch Jr. - und das war meines erachtens eh nur ein Strohmann und, vielleicht, der schlimmste Präsident der US of A ever, aber selbst der war nicht ganz so hohl wie "The Donald", glaub ich. 

How low can it go? Armes Amerika. Kannste vergessen. Erschütternd. 

Dieses ganze "Pseudoprozedere" - keiner läßt den Anderen jemals ausreden, der Moderator greift nie ein, die Fragen werden eh nicht wirklich beantwortet, das ganze Skript ist auswendig gelernt. Ein abschreckendes Ereignis. Furchtbar. 

Sonntag, 25. September 2016

Der Ritt nach Oxapampa - zu den Bayern und Tirolern

Die Strecke war affengeil, immer rauf und runter, endlos am Hang entlang. Es war übrigens (meistens) sehr heiß, d.h. 30 Grad oder mehr, in den Höhenlagen, sobald es auf über 4000 ging, empfindlich kühl. Mir kam das "da oben" durchaus entgegen denn das hielt mich wach und fokussiert. 

Irgendwann gabs den ersten Platten und unsere "gute Seele", Chefmechaniker Haijme, hat das dann wieder geflickt. War ein bißchen kompliziert, irgendwie verlor Markus Bike, trotz Schlauchwechsel, konstant Luft. 

Ich war am Nachmittag gut "warmgefahren", hatte ein leistungsstärkeres und deutlich besseres Bike als Tobi und dann haben wir die Kisten mal zwei Stunden fliegen lassen. D.h. ich hing immer am Hinterrad und er hat versucht mir davonzufahren - hat er aber nicht geschafft. Zweimal bin ich komplett quer gegangen und hab` die Mühle auf den letzten Drücker noch irgendwie abgefangen. Das war aber auf einer Waldstrecke. An den Andenbergabhängen machst du sowas garantiert nicht. Wir haben halt die Hinterräder mal gut tanzen lassen.Tobi hat dann irgendwann gemeint: "das war jetzt nicht so verantwortungsvoll - aber hat Spaß gemacht".



Eigentlich wollte ich ein Selfie mit dem Esel machen denn dann hätte ich es Emile senden können mit Titel: "zwei Esel in Peru". 


Vor Oxapampa sahe es mal kurz aus wie der Fränkischen, allerdings mit viel höhren Bergen. Überall Kalkfelsen.




Kaskadenwasserfälle.




Kurz vor dem Hochtal mit Oxapampa sah es aus als würde man von der Brennersüdseite aus runter auf Innsbruck gucken. 

Ankunft 16 Uhr, anschließend nette Unterkunft bei den Nachfahren Südtiroler Auswanderern und dann noch Ortsbesichtigung. Das Kaff ist total sauber, blitzblank, es gibt Mülltrennung, Recycling und sowas wie Straßen. Die Läden sind etwas gehobenerer Standard (für Peru) und es gibt sogar ein riesen Fußballstadion (bestimmt 20000 Leute). Übrigens Fußballstadion:

es gibt in Peru, auch im absolut hinterletzten Kaff, ob im Dschungel oder auf 4500 Metern, ob neben Schweinen oder Lamas, ob im Regenwald oder wo auch immer, EINEN FUSSBALLPLATZ. Meistens kleine Bolzplätze aber immer gepflegt. Unglaublich.  

Ich mache morgen mal einen Eintrag dazu mit meinen Favoriten. 


A fesches Maderl, wäre sie reell. 



Das peruanische Bier und auch der Wein, waren sehr gut trinkbar. Gar nicht übel .... Paulaner brauchte es also nicht.


Die "Crew" beim technischen Dienst. 



Fast alle Straßennamen sind deutsch. 











Am nächsten Tag wollet Tobi noch einen "draufsetzen" und uns dem Jodelwahnsinn preisgeben. Pozuzu. Auf nach Tirol.



Mittwoch, 21. September 2016

Downtown Paucartampo


Ich bin mal auf eigene Faust durchs Kaff gestreift, Sonntag später Nachmittag, Markt. Jede Menge Händler und Leute. Tuc-Tucs, Motorräder, Scooter, etc. Dabei bin ich auf diesen Laden gestoßen. Innen saßen drei Jungs vor einem Bier und die alte Frau saß davor. Also habe ich mal nach Cerveza gefragt und auch eine Flasche Bier (sogar trinkbar) bekommen. Dabei habe die Bekanntschaft der lokalen Jungs gemacht.




Das Kaff am Abend.






Beim gemeinsamen Abendessen sind wir - zufällig - wieder auf die Jungs gestoßen und ich habe meine "Amigos" gegrüßt. Danach sind wir sie leider nicht mehr losgeworden - war mit dann etwas peinlich ..... meine berühmte "Kontaktfreudigkeit" halt.





Der Schrottplatz behauptet eine Werkstatt zu sein.






Hunderte von Indios stehen vor dem Rathaus an und warten auf irgendwas. Rente oder Sozialhilfe  schätze ich mal - falls es sowas gibt in Peru. Keine Ahnung.

Dienstag, 20. September 2016

4500 Meter

Freitag Abend Ankunft in Lima. Mitternacht. Warten auf Micha - hängt am Zoll fest wegen Ritzel (er hat ein paar Ersatzteile mitgebracht). Soles am Geldautomaten ziehen. Klappt.

Taxi, Taxi - gleich quatschen dich wieder jede Menge "Privatleute" an welche dir einen Trip in die Innenstadt aufquatschen wollen. Aber, es gibt auch offizielle Taxis. 

Ab die Post. Halbe Stunde und einchecken im Hotel. Klasse Hütte. Kolonialstil. Sehr fein. 

Leider konnte ich nur ein paar Stunden schlafen denn um 7 war bereits Frühstück angesagt da wir um 9 theoretisch nach Huanuco hätten fliegen sollen. Alle Mann ab ins Taxi und zum Flughafen. Mit zwei Stunden Verspätung Ankunft in Huanuco. Toby, unser "Führer" war tatsächlich vor Ort und ab ins Grand Hotel. Klasse Nummer, Pool, gutes Essen - gepflegt. Dann ab zu Toby, Bikes auschecken. Toby`s Werkstatt liegt direkt gegenüber der Leichenhalle - beim Anblick des Sarges im Auto davor habe ich mich noch gefragt, ob das nicht ein böses Omen sein könnte. Alter Schwede, das fängt ja  vielversprechend an ....

  
Mal nicht abergläubisch sein, nicht wahr?  Es hätt noch immer jutjejange. 
Toby hat uns dann am Nachmittag auf eine Testtour geschickt - d.h. er hat uns den Berg zur Hazienda hochgejagt. Eine grottenschlechte Piste, Schlaglöcher, Felsblöcke, Meterbreite Löcher in der Straße, entgegenkommende Laster gesteuert (soweit man diesen Begriff verwenden kann)  von wahnsinnigen Fahrern, beißenden Hunde, freilaufenden Kühen, Schafen, Eseln und Pferden (und Schweinen - hätte ich fast vergessen). Und Hühner. Jede Menge Hühner.

Das ist seine "Teststrecke". So kriegt er raus wie das fahrerische Vermögen seiner Gruppe - in Etwa - tatsächlich ist. Wir waren mit 1 1/2 Stunden einfach im okay Bereich, keine Ausfälle. Ein Hundebiß in den linken Schuh.  Konnte ich aber abschütteln - die Jungs hatten sich vorsorglich gegen Tollwut und Tetanus impfen lassen. Hab ich gar nicht drüber nachgedacht .... Scheiße.

Sonntag  ging die Tour richtig los. Rauf auf 4500 Meter. 


Da wird  die Luft sprichwörtlich dünn. Mir war ein bißchen "schwummrig" aber die Boys haben sich gut gehalten. Am nächsten Tag hatte ich leichte Kopfschmerzen aber das war schnell wieder vorbei und das wars dann auch an Nebenwirkungen für mich. Aber jede Bewegung strengt an - der Puls steigt. Joggen ist nicht.




Die  "Dinger" am Horizont sind 6000er Berge. Nach diesem Pitstop gings ca. 1000 Meter runter - in Serpentinen und ziemlich "straight"  - inklusive erster Flußdurchquerung. 



 Ein "Bächlein" zwar - aber trotzdem. Macht man ja in der Heimat doch nicht so oft ...



 4500 und 30 cm! Persönlicher Höhenrekord. Bilder sind alle von Micha (gracias). Am späten Nachmittag einchecken in einem Hotel in einem kleinen Kaff. Der Abend sollte recht peinlich sein für mich ..... erkläre ich morgen .....


 

Lostgringos in Peru

http://www.lostgringos.de/

Jakob haben wir in Pozuzu kennengelernt. Freiwilligenjahr. Mal sehen was er noch so aus der peruanischen 'Pampa' berichtet. 

 

Montag, 19. September 2016

Alle sind heil zurück - fangen wir mal an mit dem Versuch eines Berichtes ....

Was für ein Trip. 

Ich war zunächst skeptisch und hatte dieses Jahr `eh schon zuviel unternommen - für meine Verhältnisse. Aber wann kriege ich nochmal so eine Gelegenheit? Südamerika. Peru. Micha (Diehl) kennt den "Weg", sozusagen. Eine organisierte Tour mit einem erfahrenen "Leader" und "Organisator". In diesem Fall Toby Shannon. Missionar. Lebt seit 20 Jahren in Peru ist aber eigentlich US Amerikaner. Sehr sympathischer, umgänglicher und vor allem unterhaltsamer Typ.

Klar könnte man einfach mal so auf eigene Faust in den Anden rumdüsen. Dschungel, Regenwald, Andentäler, das ganze Progamm. Aber wenn man dann in der "Pampa", so benennen sich tatsächlich viele Orte in den peruanischen Anden (flaches Land), liegenbleibt, dann gibt es ein Problem. Außerdem braucht man ja auch noch etwas "Geeignetes" zum fahren. 

Wenn ich in den Alpen liegen bleibe kommt der ADAC. Wenn ich in Kanada liegen bleibe kommt der CAA (Canadian Automotive Association). Wenn ich in den Anden liegen bleibe kommt kein Schwein. 

Micha hat die Sache arrangiert: 6 "Gringos", eine Woche Programm, Samstag bis Samstag, zwei Bikes vor Ort (Suzuki DR 650) und vier dazu gemietet. Tourenplan ausgearbeitet, Bikes vorbereitet, Pickuptruck welcher uns folgt und unser Gepäck mitnimmt, mit Mechaniker und Equipement für alle Fälle. Alle Übernachtungen gebucht und vorgeplant. Und WAS für Locations!!!! Top notch.

Ich sage nur: "Grand Hotel" Huanuco. Ich glaube in Prag war ich mal im Grand Hotel weil mir ein Australier soviel tschechisches Geld in die Hand gedrückt hatte, daß ich nur das teuerste Haus am Platz nehmen konnte um die Kronen "los" zu werden. Als Roadie bin ich auch in diversen Grand Hotels gewesen, z.B. Kurhotel Baden-Baden.

Die Locations die für die Tour gebucht waren, waren ausnahmslos "stilsicher". D.h. "Gringos" mit etwas Geld können sich die Topsachen leisten in Peru. 95 % der Restbevölkerung leben in totaler Armut. Es ist wirklich erschütternd. Absolute Armut.