Samstag, 28. März 2020

Ungleichheit und Corona

Mein Gedanke bzw. Blogeintrag ist logischerweise "Virusrelevant". 

Mein Kumpel Micha (D.), welcher in Brasilien festsitzt, für einen Weltreisenden wie ihn sicher auch eine einmalige Erfahrung, hat mir erzählt, daß die wohlhabenden Brasilianer in ihre Ferienhäuser "fliehen" würden. 

In der "ZEIT" wurde, glaube ich, auch ein Artikel veröffentlicht welcher einen "Run" auf Ferienimmobilien oder Ferienhäuser bestätigt. 

In Quebec wurde es heute untersagt, Ferienhäuser (Chalets) zu vermieten bzw. zu mieten. (Quelle "lapresse")

Das ist Einzigartig. 

Die Regionen in Quebec befürchten, daß die ganzen "Großstädter" jetzt flüchten werden und das Virus zu ihnen in die ländlichen und abgelegenen Gebiete bringen würden. 

Zudem wurden 8 von 17 Regionen Quebecs (Quelle: lapresse) komplett gesperrt um zu verhindern das diese Gebiete auch infiziert werden. Es gibt da wenig Infrastruktur, wenig Krankenhäuser usw. - von Sachen wie Lebensmittelversorgung mal ganz zu schweigen.

Aber hier mein eigendlicher Gedanke:

seit Jahrzehnten verdienen Manager, Unternehmer, Beamte, Ministerialbeamte, gehobene Angestellt usw. ein Schweinegeld oder zumindest gutes Geld. 

Wohingegen die Krankenschwester, der Lieferfahrer, die Supermarktkassiererin, der Typ der den Laden nach Ladenschluß wieder sauber macht, die Mülljungs, die Altenflegerin, der kleine Angestellte vorne am Schalter vom Jobcenter, der Busfahrer, usw. - mit im Vergleich sehr kärglichen Summen abgespeist wurde. 

Vielleicht sollten wir das jetzt mal "umkehren" und diesen Menschen mehr zahlen und das von den Managern, welche gerade gemütlich Zuhause im  Homeoffice sitzen, bzw. in ihrer Ferienvilla eine Skypekonferenz machen, zurückfordern bzw. besser ausgleichen. 

Ihr versteht schon, was ich damit sagen will:

die schlechtbezahlten Leute machen gerade (meistens) den "frontline" Risikojob und die gutbezahlten sitzen (häufig) schön Zuhause.



 

Keine Kommentare:

Kommentar posten