Sonntag, 25. September 2016

Der Ritt nach Oxapampa - zu den Bayern und Tirolern

Die Strecke war affengeil, immer rauf und runter, endlos am Hang entlang. Es war übrigens (meistens) sehr heiß, d.h. 30 Grad oder mehr, in den Höhenlagen, sobald es auf über 4000 ging, empfindlich kühl. Mir kam das "da oben" durchaus entgegen denn das hielt mich wach und fokussiert. 

Irgendwann gabs den ersten Platten und unsere "gute Seele", Chefmechaniker Haijme, hat das dann wieder geflickt. War ein bißchen kompliziert, irgendwie verlor Markus Bike, trotz Schlauchwechsel, konstant Luft. 

Ich war am Nachmittag gut "warmgefahren", hatte ein leistungsstärkeres und deutlich besseres Bike als Tobi und dann haben wir die Kisten mal zwei Stunden fliegen lassen. D.h. ich hing immer am Hinterrad und er hat versucht mir davonzufahren - hat er aber nicht geschafft. Zweimal bin ich komplett quer gegangen und hab` die Mühle auf den letzten Drücker noch irgendwie abgefangen. Das war aber auf einer Waldstrecke. An den Andenbergabhängen machst du sowas garantiert nicht. Wir haben halt die Hinterräder mal gut tanzen lassen.Tobi hat dann irgendwann gemeint: "das war jetzt nicht so verantwortungsvoll - aber hat Spaß gemacht".



Eigentlich wollte ich ein Selfie mit dem Esel machen denn dann hätte ich es Emile senden können mit Titel: "zwei Esel in Peru". 


Vor Oxapampa sahe es mal kurz aus wie der Fränkischen, allerdings mit viel höhren Bergen. Überall Kalkfelsen.




Kaskadenwasserfälle.




Kurz vor dem Hochtal mit Oxapampa sah es aus als würde man von der Brennersüdseite aus runter auf Innsbruck gucken. 

Ankunft 16 Uhr, anschließend nette Unterkunft bei den Nachfahren Südtiroler Auswanderern und dann noch Ortsbesichtigung. Das Kaff ist total sauber, blitzblank, es gibt Mülltrennung, Recycling und sowas wie Straßen. Die Läden sind etwas gehobenerer Standard (für Peru) und es gibt sogar ein riesen Fußballstadion (bestimmt 20000 Leute). Übrigens Fußballstadion:

es gibt in Peru, auch im absolut hinterletzten Kaff, ob im Dschungel oder auf 4500 Metern, ob neben Schweinen oder Lamas, ob im Regenwald oder wo auch immer, EINEN FUSSBALLPLATZ. Meistens kleine Bolzplätze aber immer gepflegt. Unglaublich.  

Ich mache morgen mal einen Eintrag dazu mit meinen Favoriten. 


A fesches Maderl, wäre sie reell. 



Das peruanische Bier und auch der Wein, waren sehr gut trinkbar. Gar nicht übel .... Paulaner brauchte es also nicht.


Die "Crew" beim technischen Dienst. 



Fast alle Straßennamen sind deutsch. 











Am nächsten Tag wollet Tobi noch einen "draufsetzen" und uns dem Jodelwahnsinn preisgeben. Pozuzu. Auf nach Tirol.



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