Dienstag, 20. September 2016

4500 Meter

Freitag Abend Ankunft in Lima. Mitternacht. Warten auf Micha - hängt am Zoll fest wegen Ritzel (er hat ein paar Ersatzteile mitgebracht). Soles am Geldautomaten ziehen. Klappt.

Taxi, Taxi - gleich quatschen dich wieder jede Menge "Privatleute" an welche dir einen Trip in die Innenstadt aufquatschen wollen. Aber, es gibt auch offizielle Taxis. 

Ab die Post. Halbe Stunde und einchecken im Hotel. Klasse Hütte. Kolonialstil. Sehr fein. 

Leider konnte ich nur ein paar Stunden schlafen denn um 7 war bereits Frühstück angesagt da wir um 9 theoretisch nach Huanuco hätten fliegen sollen. Alle Mann ab ins Taxi und zum Flughafen. Mit zwei Stunden Verspätung Ankunft in Huanuco. Toby, unser "Führer" war tatsächlich vor Ort und ab ins Grand Hotel. Klasse Nummer, Pool, gutes Essen - gepflegt. Dann ab zu Toby, Bikes auschecken. Toby`s Werkstatt liegt direkt gegenüber der Leichenhalle - beim Anblick des Sarges im Auto davor habe ich mich noch gefragt, ob das nicht ein böses Omen sein könnte. Alter Schwede, das fängt ja  vielversprechend an ....

  
Mal nicht abergläubisch sein, nicht wahr?  Es hätt noch immer jutjejange. 
Toby hat uns dann am Nachmittag auf eine Testtour geschickt - d.h. er hat uns den Berg zur Hazienda hochgejagt. Eine grottenschlechte Piste, Schlaglöcher, Felsblöcke, Meterbreite Löcher in der Straße, entgegenkommende Laster gesteuert (soweit man diesen Begriff verwenden kann)  von wahnsinnigen Fahrern, beißenden Hunde, freilaufenden Kühen, Schafen, Eseln und Pferden (und Schweinen - hätte ich fast vergessen). Und Hühner. Jede Menge Hühner.

Das ist seine "Teststrecke". So kriegt er raus wie das fahrerische Vermögen seiner Gruppe - in Etwa - tatsächlich ist. Wir waren mit 1 1/2 Stunden einfach im okay Bereich, keine Ausfälle. Ein Hundebiß in den linken Schuh.  Konnte ich aber abschütteln - die Jungs hatten sich vorsorglich gegen Tollwut und Tetanus impfen lassen. Hab ich gar nicht drüber nachgedacht .... Scheiße.

Sonntag  ging die Tour richtig los. Rauf auf 4500 Meter. 


Da wird  die Luft sprichwörtlich dünn. Mir war ein bißchen "schwummrig" aber die Boys haben sich gut gehalten. Am nächsten Tag hatte ich leichte Kopfschmerzen aber das war schnell wieder vorbei und das wars dann auch an Nebenwirkungen für mich. Aber jede Bewegung strengt an - der Puls steigt. Joggen ist nicht.




Die  "Dinger" am Horizont sind 6000er Berge. Nach diesem Pitstop gings ca. 1000 Meter runter - in Serpentinen und ziemlich "straight"  - inklusive erster Flußdurchquerung. 



 Ein "Bächlein" zwar - aber trotzdem. Macht man ja in der Heimat doch nicht so oft ...



 4500 und 30 cm! Persönlicher Höhenrekord. Bilder sind alle von Micha (gracias). Am späten Nachmittag einchecken in einem Hotel in einem kleinen Kaff. Der Abend sollte recht peinlich sein für mich ..... erkläre ich morgen .....


 

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