Montag, 6. Januar 2020

The Law am Forest Lake

Ich bin ja im Board am Forest Lake - in etwa wie die Vorstandschaft eines deutschen Vereins. Und da müssen wir uns mit den ganzen finanziellen und sonstigen Sachen herumschlagen. 

Man kann sich gar nicht vorstellen, oder vielleicht doch, was es da für zwischenmenschliche und sonstige Probleme gibt. Ein illegaler Gartenzaun auf Nachbars Grundstück, illegaler Farmbetrieb, illegale Werkstatt, "Schwarzbauten", Cannabis Felder hinter dem Haus, verrückte Aussteiger, usw. usw. - in 17 Jahren habe ich noch keine Cops gesehen. Nowhere. Niemals.

Und obwohl alles im Prinzip Privatgrund und Privatbesitz ist (Straßen z.B.) ist es  natürlich kein rechtsfreier Raum.

Ein Typ hat sich vor Jahren - auf seinem Privatgrund - ein super nettes "Tiny House" gebaut. Klasse gemacht, total süß, Mezzanin als Schlafzimmer, Ofen, alles da. Voll isoliert.

Leider ohne Genehmigung. 


Und "das Gesetz" sagt jetzt, dass er es wieder abreißen muss. Die Fenster sind schon raus, die Isolierung weg und der ganze geniale Innenausbau ist weg. Totaler Schwachsinn, aber bitte, "The law is the law".

Dann gibt es noch das Baumhaus. Da hieß es auch es wäre illegal, aber der Typ scheint gewonnen zu haben - Gott sei Dank.  Er hätte sonst auch sein super süßes und total geiles Baumhaus Chalet weg reißen müssen. Rückbauen auf Neudeutsch. Aber es ist angeblich zu klein, somit nicht normiert und damit keine Gefährdung für die Menschheit. Gut. 

Ich erzähle die Geschicht nur um zu verdeutlichen, dass auch in der relativen Weite Kanadas jede Menge Gesetze und Verordnungen usw. herrschen und der "Freiraum" immer geringer wird. Also einfach so mal nach "Kanada" zu gehen und sich seine Blockhütte im Wald zu bauen ist (fast) nicht mehr machbar.

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