Sonntag, 25. März 2012

Studentenproteste in Montréal

http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-80266.html

Das beherrschende Thema der letzten Tage (und Wochen). Brücken und Autobahnen werden von Demonstranten lahmgelegt und 200000 Junge Menschen sind in den letzten Tagen auf die Strasse gegangen um gegen die Erhöhung der Studiengebühren zu demonstrieren.

Ein beindruckendes politisch-soziales Engagement wie ich finde und - von meiner Warte aus betrachtet - absolut gerechtfertigt.

Das Foto ist aus "Le Devoir" und in dieser Zeitung fragt man sich, ob die Massenbewegung etwas historisches hat wie z.B. die Proteste Ende der 60er gegen den gesellschaftlichen Reformstau oder mehrere Antikriegs Protestbewegungen (z.B. Irak). Jedenfalls führen die Proteste zu einer gesamtgesellschaftlichen Diskussion über den Wert von Bildung und den Zugang zu ebendieser.

Kommentare:

  1. Ich bin der Meinung dass die Studenten sich nicht nur mit dem was sie gewohnt sind vergleichen sollten. Zum Beispiel, selbst nach dem alle geplanten Erhoehungen der Studiengebuehren eingetreten sind werden die Studies in Quebec immer noch weniger zahlen als ich es vor 20 Jahren in Vancouver gezahlt habe.

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  2. Moin. Aber warum "darf" denn Bildung eigentlich nicht umsonst sein? Es gibt doch jede Menge andere Mechanismen über Steuern etc.! Ich sehe ja ein, daß z.B. Langzeitstudien verhindert werden können aber warum muß unbedingt nochmal eine Sekundärsteuer bzw. Gebühren auf ein Studium draufgepackt werden?? Im Prinzip ist es auch wurscht, wie Bildung finanziert wird, aber der Zugang muß halt so offen und gerecht wie nur irgendmöglich sein. Dem stehen Studiengebühren entgegen meine ich. Ich komme halt aus einer Generation welche spezifisch vom freien Zugang profitiert hat. Ich zahle ja auch bei einer Ausbildung (Lehre), also bei der "formation professionnelle" keine "Lehrgebühr". Gut, in Kanada schon, aber in Europa verdient man da ein wenig Geld. Nicht viel - aber ein wenig. Ist ja auch ein guter Anreiz. Letztlich geht es wirklich nur um Chancengleichheit. Nichts anderes.

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