Mittwoch, 7. März 2012

Alpine Verhältnisse

Da hier eine Woche schulfrei war (Spring Break) sind wir für ein paar Tage hoch in die Hütte gefahren.

Sonntag Nachmittag Ankunft am Chalet. 4. März 2012. - 10 Grad und zwischen 40 bis 120 cm Schnee. Je nachdem wo gerade .....

Die Schneemauern links und rechts der Strasse sind schon beeindruckend. Ohne Schneeschuhe geht überhaupt nichts. Da kommst du keine 10 Meter weit. Nichts zu machen.

Wir haben uns also erstmal "hochgegraben", d.h. wir haben uns durchgesschaufelt bis zur Treppe und dann kommt man hoch und wir haben ja jetzt ein Vordach. Die Frage war, hält es den Schneemassen stand?? Bis dato, ja! Und der Balkon?? Mit all der Masse darauf.

Wir haben ja keinerlei statischen Berechnungen angestellt sondern Micha und ich haben den Balkon und das Vordach einfach "hingeklatscht". Auf dem Balkon liegen momentan ca. 120 cm Schneelast und auf dem Vordach ca. 50 cm komprimiert. Soweit steht aber noch alles .... entweder es hält oder eben nicht. Probieren geht über studieren meinte unser Vater immer. Schaun mer mal ...


Das Zweitfahrzeug von meinem Nachbarn Mike dürfte wohl auch erst wieder im Frühsommer zur Verfüung stehen - falls überhaupt.

Wir haben also die Zeit damit zugebracht Schnee zu schaufeln, mit den Schneeschuhen ein paar Touren zu machen und uns den Iglu zu bauen. Die Schneeschuhtouren mit den Kids waren extrem anstrengend. Emile und Lili kamen relativ gut zurecht weil sie leichter waren aber ich bin - trotz der Schneeschuhe - ständig tief eingebrochen und es war extrem anstrengend und hat mir dann auch keinen Spaß mehr gemacht. Ohne die Dinger käme man unter den den gegebenen Bedingungen keine 10 Meter weit. Ich habs mal probiert - bei jedem Schritt sinkt man bis zu einem Meter ein - keine Chance. Ich verstehe jetzt auch, warum dafür noch Verlängerungen angeboten werden. Mit etwas mehr Auflagefläche hätte es vielleicht auch bei mir geklappt. Man lernt eben ständig dazu.

Und dann die Temperatur. Sonntag Nacht hatte es nur ca. - 10 Grad aber von Montag auf Dienstag dann plötzlich - 19 Grad. Im März.


Ich habe, um sicher zu gehen und auch aus Neugier, mal die Eisschicht des Sees gemessen. Wir haben den Schnee weggeschaufelt und dann einen Metallstab durch das Eis getrieben. Satte 65 cm Eis.

Heute ist die Temperatur dann plötzlich auf über + 10 Grad angestiegen und es setzte totales Tauwetter ein. Innerhalb von 10 Stunden also ein Temteraturunterschied von fast 30 Grad.

Am meisten hat mich erstaunt, daß die Kids fast ausschließlich draussen waren. D.h. ab morgens 8 Uhr bis Abends. Mit wenigen Unterbrechungen. Normalerweise muß ich sie "raustreiben", aber diesmal mußten wir sie - gelegentlich - reinholen. Erstaunlich. Trotzdem wird es Zeit, daß der Frühling kommt.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen