Donnerstag, 6. Oktober 2016

Peru - Finale, erster Teil

Jetzt definitiv der Abschluß des Perutrips. Ist ja schon fast nicht mehr wahr .....

Laut Toby der ultimative Abschluß. 88 km dirtroad into the cloud forest, arriving up on pampa at 4000 meters. Tremendous overlooks with 100 km of views. 

So stand es im "Programm". Abendliches Ziel: die Loma Verde Lodge. Jedes Zimmer mit offenen Kamin.

Der "ride" hoch in den cloud forest war schon geil. Leichter Nieselregen zwar am Anfang aber laut Toby würde das dann nach dem überschreiten des Kammes auf ca. 4400 Metern besser werden. Ich hatte, ganz am Anfang, vor dem Trip, im Hotel in Huanucu mal ganz vorsichtig angefragt ob auf der Tour irgendwann mal mit Regen zu rechnen sei. Laut Toby nahezu ausgeschlossen. Es hatte auch keiner Regenklamotten dabei - außer mir. Seit der Baja nehme ich diese auch in die Wüste mit. Gerade dahin. 

Ich habe mich also in die Regenklamotten geschmissen und mit Micha und Toby eine klasse Flußdurchquerung gemacht - wirklich Oberkante diesmal.

Davon gibts allerdings keine Belege. 



Bis knapp auf 3500 Meter befindet man sich noch im Mountain Jungle. Erst oberhalb endet die Vegetation. Deutlich höher als in den Alpen.




 

Man klettert und klettert. Serpentinen rauf und imme "raufer". Es wurde auch immer kühler und "feuchter" - der Regen ließ nicht nach. 

Gottseidank kam dann ein Pitstop, auf knapp 4000 Metern. Da war so eine "Kate". Ein paar Jungs haben an einem Pickuptruck rumgeschraubt und die Leute haben uns Kaffee gekocht und Kokablätter hingestellt. Ich habe mir mal ne Ladung reingestopft, konnte aber definitiv keine Wirkung (wie auch immer) feststellen. 

Es ist unglaublich wir arm die Menschen sind. Die Bilder sprechen für sich. 




Sorry Kleiner, Regel Nummer eins: "das Leben ist nicht fair". Aber wer weiß, vielleicht sind die Menschen da oben in den Bergen ja sogar glücklicher als wir mit unserer tollen "Zivilisation". 

Es war jedenfalls sch.....kalt und naß! Die Landschaft fänomenal. Game of Thrones mäßig, nur höher.



Ach ja, hat mich begeistert: der Bolzplatz. 



Wir sind über 4000 Meter hoch, es gibt genau ein Haus und ....... einen Fußballplatz. Sozusagen. Ein paar Kids haben dann irgendwann sogar gekickt - kaum zu glauben. Keine Ahnung wo die herkamen. 

Wie dem auch sei. Danach hätte die tollste aller Strecken kommen müssen, mit 100 km Ausblicken. Wären wir nicht in den Wolken gefahren, im Regen, mit Sicht von ca. 30 Meter, auf Schotter, immer am Abhang entlang. Rechts oder links geht es oft 500 Meter runter - mehr oder minder senkrecht. Keinerlei Absicherung. Offen. Es sind wie immer jede Menge freilaufende Viecher unterwegs und gelegentlich kommt ein Wahnsinniger in einem Riesentruck um die Ecke.

Grottenschlechte Bedingungen. Die Jungs, inklusive Toby, welcher in leichter Motocrossmontur gefahren ist, haben gefroren wie die Hunde. Mir ging es relativ gut, es war kalt, aber ich war total trocken. Meine Klamotten taugen mittlerweile. So etwas wie in Näße erfrieren kommt mir nicht mehr vor. Die Stiefel sind wasserdicht, der Rest auch. Heizgriffe wären jetzt nicht schlecht gewesen - aber wir hatten ja keine BMWs. 

Die ganze Tagesetappe hat sich dann auch deutlich länger hingezogen als geplant und als wir, schließlich und endlich, in der Lodge angekommen sind, nach unglaublich geiler Landschaft oben in der Höhenpampa, war die "Truppe" ein bißchen angeschlagen. Insbesondere Toby war total ausgekühlt - ich dachte er kippt irgendwann vom Bike. Außerdem ist er vor Kälte und schlechter Sicht so langsam gefahren, daß ich fast wahnsinnig geworden bin denn es gab geile Kurven ohne Ende. Am nächsten Tag habe ich ihn einfach ein paar Mal überholt, bin gebrettert was das Zeug hält und habe dann auf die Jungs gewartet. So Zimmerer mäßig halt.

Die Lodge war geil. Offene Kamine und Feuerstellen überall, klasse Zimmer, gutes Essen. Super gepflegt. Alles in Ordnung. Das Abendessen hängt an der Wand.





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