Dienstag, 7. Januar 2014

Wetter, Energie und sonstiges ...

Die Amis erfrieren also gerade.

Nun ja, ganz so schlimm wird es wohl hoffentlich nicht werden. Als "Quebecer" sieht man die Sache relativ gelassen.

Es stimmt natürlich schon, als ich damals hier ankam, war ich nicht an - 30 (mit Wind häßliche - 40) gewohnt. Aber das kommt im Durchschnitt an 3 Tagen im Jahr vor. Also warm anziehen und, meine Regel Nummer Eins, nie ohne Kopfbedeckung losgehen. Wenn Wind dazu kommt wirds schnell eklig und vor allem in der Pampa kann es dann auch gefährlich werden.

Was den hiesigen Dämmstandard angeht gibt es krasse Unterschiede. Auf der einen Seite wird grade LEED und der deutsche Passivhausstandard (mal bei Barbara und Bernhard nachfragen) groß gefeiert, auf der Anderen gibt es noch ca. 50 % des alten Wohnungsbestandes welcher 50er oder 60er Jahre Standard hat. Einfach verglaste Fenster, schiefe Alurahmen, Fugen und Kältebrücken allerorten, kaum Außendämmung usw. und das bei diesen Wintern. Das überrascht mich schon ....


Da geht dann schon was an Energie durch bei - 30. Aber wo die kw Stunde ca. 10 C kostet?? Wir haben dieses Jahr 4 Fenster ausgetauscht und neue Isolierverglasung einbauen lassen. Kostenaufwand 4000 $, ohne jedwede Abschreibungsmöglichkeiten. Da muß ich wohl ein paar Jährchen warten bevor sich diese Investition amortisiert. Andererseits haben wir lediglich ca. 2000 Dollar Gesamtenergiekosten pro Jahr für ein Wohnung mit ca. 110 m2. Alles eingerechnet - d.h. Elektrogeräte, Licht, Heizung. Komplett. Auschließlich mit Wasserkraft produziert. Logischerweise könnte man das noch erheblich drücken aber wie gesagt, dem steht oft der Kosten - Nutzen Faktor gegenüber. Oder andersrum ausgedrückt: solange es nicht "wehtut" bzw nicht richtig über den Geldbeutel geht, passiert oft nichts. Genau wie beim Benzinverbrauch.

Ein klasse Kompromiss ist, meiner Meinung nach, das Niedrigenergiehaus. Das Häuschen am Röhrenplatz konnte man mit `nem kleinen Ofen komplett beheizen (in Verbindung mit Solarzellen für Warmwasser) und dort habe ich auch das erste mal einen spürbaren Wärmeeffekt erlebt sobald wir morgens das Licht in der Küche angeschaltet haben (drei mal 50 Watt). 

Was übrigens ganz generell in weiten Teilen Nordamerikas noch zu beobachten ist, ist die vorsintflutliche Infrastruktur. Alles Oberleitungen. Bei Sturm oder Eis werden ganze Landstriche von der Energieversorgung abgeschnitten. Wer dann mit Strom heizt ist natürlich am Arsch.

Aktuell hat es jetzt - 15 Grad und ich könnte trotzdem noch die 5 kw der Sauna verkraften, habe ich aber gestern schon gemacht.


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