Samstag, 5. Januar 2013

Chalet und Schnee und Eis

Mei, das tut echt gut - raus in die Pampa. Ins Chalet. Den Quebecern gehts schon saugut - die haben halt was-weiß-ich-wieviele Seen, einer schöner als der andere und außenrum Wald ohne Ende. Viel Wald.

Das Chalet von Mariane und Hugo ist ca. 2 Stunden weit weg. Am See. Was man halt als "richtiger" Eingeborener hier so braucht. Ist halt auch schon klasse! Andererseits frage ich mich immer, wie das eigentlich Alle so finanzieren - ist ja im Prinzip dann doch meistens eher ein komplettes zweites Haus mit Steuern, Unterhalt, laufenden Kosten usw.!

Hugo hatte jedenfalls schon mal eine kleine Eisfläche vorbereitet und am ersten Abend haben wir dann daran gearbeitet. D.h. bei - 24 Grad (Celsius) ein Loch in die Eisfläche gehackt und dann Wasser rausgeholt um eine einigermaßen glatte Fläche zu machen.

Somit wurden schon mal ausgezeichnete Bedingungen für Schlittschuh und Hockey ermöglicht.

Da oben hat es auch satt Schnee. Unglaublich. Ein einziges Wintermärchen.

Ich hab mich auch gelich mal auf eine ausgedehnte Soloschneeschuhtour begeben - ganz schön anstrengend allerdings. Ich war froh, als ich wieder am Chalet war. Bin ja auch nicht mehr der Jüngste - das merke ich oft .....

Ansonsten hat sich Emile plötzlich für Langlauf interessiert und da Hugo auch noch Skier rumliegen hatte, konnten wir etliche Touren über die verschneite Seefläche unternehmen. Langlaufen auf den Seen (von Flüssen ganz zu schweigen), ist immer so eine Sache. Ich mache das ja jetzt seit über 15 Jahren und ich habe unzählige Touren unternommen und bilde mir ein, die Lage einschätzen zu können. Ich habe auch gleich mal das Eis an mehreren Stellen gemessen - ca. 60 cm. Mehrere Lagen. Seit Wochen herrscht Nachtfrost. Top. - 24 Grad! Trotzdem - und obwohl auch schon Quads über den See gefahren sind, wie wir aus den Spuren ablesen konnten, ist uns dann am Freitag abend bei einer Nachtwanderung, "der Arsch auf Grundeis" gegangen. Die Story stelle ich aber est morgen ein - Liese wird mich anrufen und mir wieder vorwerfen ich wäre "verantwortungslos" - ich gebe aber zu, daß ich mal wieder etwas dazu gelernt habe: nämlich NICHT im Dunkeln und mit Kindern auf eine mir relativ unbekannte Eisfläche zu gehen.  

Ansonsten ist Langlaufen in der Landschaft aber einfach geil. Das Wetter war genial - kalt aber meistens sonnig. Einfach IDEAL. Der Zimmerer kennt das ja, auch wenn es lange her ist - man kann Stunden (oder auch Tage) lang von einem See zum anderen wandern.

Alles was weiß ist  ist See.



Am meisten hat mich Emile überrascht - stellt sich zum ersten mal auf die Skier und läuft gleich mal ein paar km durch die Pampa. Es hat ihm derartig Spaß gemacht, daß er sich jetzt ein paar Langläufer wünscht. Warum auch nicht, was für ein geiler Sport. Vorausgesetzt, man bricht nicht bei stockdunkler Nacht, - 20 Grad, mit Kindern unterwegs, im Eis ein. Dann geht einem der Hintern - wie gesagt - auf Grundeis. Im wahrsten Sinne des Wortes.  








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