Freitag, 16. April 2021

Week-end update

Es scheint voran zu gehen. Mehr und mehr Menschen sind geimpft und das sowohl hier in Montreal als auch in Bayern bzw. Franken. 

Luisa weil sie Krankenschwester ist, Alex zwengs Notfallseelsorge, Liese und Olaf logischerweise. 

Ich habe diesen Montag den "Schuss" bekommen und ich muss gestehen, wir machen hier einen ganz ordentlichen Job. 

Die Hälfte meines Teams ist bereits geimpft und ab Mitte Mai geht es hier in Montreal, ohne jedwede Einschränkung, langsam aber sicher über zur allgemeinen Massenimpfung, d.h. wer sich impfen lassen möchte kann auch "den Stoff" bekommen. 

Es gibt BioNtech, Moderna und natürlich auch Astra-Zeneca. Letzteres ist so unpopulär dass sich nahezu jeder welcher sich impfen lassen möchte, auch impfen lassen kann. On the Spot - ohne Termin. 

Allerdings dauert es ewig bis wir die Zweitimpfung bekommen da Quebec auf die "first shot" Strategie setzt: alle vorhandenen Impfstoffe sofort für die breitest mögliche Erstimpfung einsetzen und dann "schaun mer mal". 

Ich halte das für die richtige Strategie. Die Kommunikation ist gut, die Infrastruktur steht, der Prozess ist "Userfriendly" und einfach - erstaunlich. Quebec kriegt es scheinbar echt gebacken.

Und auch die Rest-Kanadier sind relativ unaufgeregt. Ontario ist momentan in der Krise aber das werden die auch irgendwie hinkriegen. Es ist halt ein ständiges Auf- und Ab. 

Allerdings wurde auch angekündigt, dass ab Montag dem 19. April die "Grenze" zu Ontario geschlossen wird und das es strenge Kontrollen geben soll. Das ist so als würde man die Grenze zu, sagen wir, Thüringen, schließen. Krass. Habe ich auch noch nicht erlebt und das hat wohl auch noch kein Kanadier wirklich erlebt in seinem Leben. Ich fahre oft über Ontario (Hawkesbury) ins Chalet und diese Route ist jetzt erstmal dicht.

Das größte Covid Problem ist im Moment außerhalb Montreals - wie auch anderswo, siehe Tschechische Republik oder auch Kulmbach z.B., kann sich die Lage drehen. Angeblich sind die Neuansteckungen zu nahezu 100% den Mutationen geschuldet.

Am Donnerstag hatte ich das Vergnügen und Privileg mit dem kanadischen Außenminister im Meeting zu sein. Ein echt sympathischer Typ, ex-Astronaut. Ich arbeite seit Jahren mit Marc und seinem Büro zusammen aber jetzt ist er halt plötzlich zum Außenminister aufgestiegen und dann wird die Luft dünn, d.h. man sieht sich nicht mehr so oft. Aber ich rechne es ihm hoch an das er sich trotz allem noch die Zeit nimmt um mit uns "kleinen Würstchen" zu reden und uns zuzuhören. Ein klasse Typ. Ein bisschen so wie Angie, komplett geerdet und komplett unaufgeregt. Vollkommen normal.




Davon bräuchten wir mehr! Aber insgesamt sind die Politiker mit welchen ich zu tun habe alle kompetent und machen einen guten Job. Sein Kollege Anthony (Housefather), welche ich auch ein paar mal persönlich getroffen habe, gibt uns jede Woche ein ausgezeichnetes "Briefing" über alle Covid Maßnahmen, genaue Zahlen über Vakzin Dosen, etc. und nächsten Freitag bin ich mit meiner provinziellen Quebecer Abgeordneten im Meeting.

Tja, das bedeutet wir bekommen ganz langsam eine post Covid Perspektive, eine Wirkliche. Real. Für ein zurück in ein normales Leben - außer irgendeine Mutation macht uns noch einen Strich durch die Rechnung. 

Hier ist es ja eh relativ entspannt. Die Avenue Mont-Royal wird ab dem 9. Mai zur Partymeile umgewandelt - d.h. zwei Kilometer nur Pubs, Restaurants und Rock`n Roll. Da wird die Post abgehen und zwar gewaltig.




 

 

 

 

 

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