Dienstag, 1. März 2011

Seehofer und anderes

die "politische Famile" trauert - geiles Statement in den Tagesthemen - der Seehofers Horst, der kanns. Der Scheinheilige. 

Die "oberfränkische Wettertanne" ist vom medialen Sturm geknickt worden. Aber auch nur, weil der Stamm letztlich morsch war.

Es läßt mich insgesamt - mehr oder minder - wenig berührt zurück. Zum Einen halte ich es nicht für unmöglich, daß KT, nach Reifepause, nochmal zurückkommt. Zum anderen zeigte er leider unentschuldbare Schwächen. Letzlich ist er halt gerade wegen seiner extrem "mediatisierten" Person gefallen und u.a. auch deshalb weil sich die Maßstäbe in unserer Gesellschaft entscheidend verändert haben. In der Nachkriegszeit war es kein wirklicher Makel Mitglied der SS gewesen zu sein und an ein "paar Kriegsverbrechen" teilgenommen zu haben. Jemand wie selig FJS war möglicherweise der korrupteste Machtpolitiker in der politischen Geschichte der Bundesrepublik. Der ist allerdings a) wegen ganz anderer Sachen zurückgetreten und b) hat sich danach einen Dreck darum geschert und hat munter weiter gemacht.   

Am einem Nachmittag vor langer, langer Zeit, als Helmut Schmidt von der kleinen gelben Partei ohne inhaltliches Rückgrat,  zu Sturz gebracht wurde, war ich sehr traurig. Obwohl ich beileibe kein SPD Fan gewesen bin aber mir war das "Umfallen" aus Macht und Proporzgründen einfach zuwider. Schmidt hatte ebendieses Rückgrat, dazu eine klare Linie und Kompetenz. Vielleicht habe ich ja auch gehant, daß schier unendlich lange dunkle Jahre des Stillstandes und somit des Rückschritts folgen. Aber heute? Das ist aber ein anderes Thema. Wie dem auch sei, das Leben geht weiter, selbst im zukünftig renaturierten Oberfranken um die Trutzburg Guttenberg herum. Der BND kann sich dann auch die geplanten Absperrungen und Sicherheitsanlagen drumherum sparen. Und der nächste Bundeskanzler hätte so oder so nicht Guttenberg sondern Gabriel geheißen. Sofern letzterer keine Doktorarbeit geschrieben hatt. Abwarten.

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