Dienstag, 21. Mai 2024
In der Kasbah
Montag, 20. Mai 2024
Die (zweite) Atlantik Etappe - auf dem Rückweg nach Casa
Der Strandabschnitt am Atlantik, südlich von Casa, war unsere "Abschlussetappe". Wir wollten ursprünglich noch in den Hohen Atlas fahren aber zwei der Bikes waren fast nicht mehr fahrbar also haben wir den Plan geändert und sind an die Küste zurückgefahren um uns an die Zieletappe Casa anzunähern.
Super Location, wie eigentlich immer. Superfreundlicher Empfang, super Service. Klasse Blick, fast am Strand. Einfach nur klasse. Emile konnte auch mal mit dem Motorrad auf Sand üben und hat sich insgesamt prächtig "geschlagen". Er ist super gut gefahren und hat immer mitgehalten und alle Teilnehmer meinten nur, was das für ein toller Bursche sei.
Leider sind einige der Kisten permanent zusammengebrochen und gott sei Dank (Inshallah) hatten wir mit Peter, Micha H. und Micha D. einige doch relativ "gestählte" Schrauber unter uns. Wir mussten ja ständig total improvisieren da, wie ich schon mal angemerkt hatte, unser Kumpel und Organisator Moulay, schwere gesundheitliche Probleme hatte und leider für die Tour komplett ausgefallen ist.
Aber: er ist wieder "auf den Beinen" und ich konnte mit ihm noch Rabat und Familie machen, gegen Ende, als alle anderen Teilnehmer bereits wieder auf der Heimreise waren. Es geht ihm, Moulay, somit den Umständen entsprechend, wieder relativ gut aber seine gesundheitliche Situation war wohl teilweise kritisch. Jedenfalls lag er ca. 10 Tage komplett abgeschirmt von Allem, auch seiner Familie, im Krankenhaus. Wir hatten keinerlei Informationen und waren somit, von einem Tag auf den Anderen, auf uns selbst gestellt. Wir hatten Motorräder und unsere Klamotten. Das war es!
Was das "Schrauben" anbelangt: meine Mühle war eine nietenagelneue GS 1200 und das Teil ist super gelaufen - was auch sonst. Emiles 600er Teneré war noch das beste Bike der Resttruppe. Die 800er BMW hatte permanente Probleme und die BMW von Micha (D.) war - de facto - kaum fahrtüchtig. Micha hatte eine "Höllenzeit". Das Lenkkopflager war schon vor der Abfahrt im Arsch, die Kiste hatte null Leistung und dann hatte er noch das Pech mit einem Platten inklusive abgerissenen Ventil und der Kupplungszug ist gerissen. Weltklasse. Ausserdem musste er immer zu zweit fahren - das hat die Situation nicht gerade verbessert.
Aber wenn die Marrokaner eines können, dann improvisieren. Wie die Kollegen oben auf dem Bild den komplett zerstörten Schlauch wieder zusammengeflickt haben, im wahrsten Sinne des Wortes, war sensationelle Handwerkskunst. Selbst erfahrene Motorrad World Traveller wie Micha D. und Peter waren verblüfft und konnten es fast nicht glauben.
Apros pos: man findet in Marokko (außerhalb der Saison) noch unglaublich günstige Unterkünfte. Wir haben teilweise maximal 25 € pro Person für herrschaftliche (Kasbah) Unterkünfte bezahlt, inklusive Frühstück uns jedweden Service (z.B. Bier und Wein Besorgungen - dazu später noch mal ein Spezialbericht).😋
Am Atlantik geht es übrigens auch schon mal stürmisch zu.
Sonntag, 19. Mai 2024
Ein Land der extremen sozialen Unterschiede, aber im Aufbruch in ein neues Zeitalter
Marokko ist, meiner Beobachtung zufolge, noch sehr gegensätzlich. D.h. die Spanne zwischen Arm und Reich, zwischen gebildet und bildungsfern, zwischen Mann und Frau aber auch zwischen den unterschiedlichen kulturellen Gruppen und Religionen, ist noch extrem. Auffallend ist der nicht zu übersehende stattfindende Boom, d.h. es werden ganze Städte sprichwörtlich aus dem Boden gestampft. Überall wird gebaut und die Infrastruktur wird total aufgemöbelt. Alle Strassen sind wie neu.
Der kommende "Coupe d'Afrique' in 2025 und die geplante Fussball WM 2030 lassen unglaublich viel Geld in das Land fliessen. Man kann es förmlich "riechen". Die Petro Dollars fließen in Milliardenströmen. Nach 2030 wird das Land nicht mehr so sein wie vorher. Die Marrokaner wollen offensichtlich auf die "Weltlandkarte".
Rabat sieht eh schon eher aus wie die Schweiz - d.h. alles ist "wie geleckt". Casa ist kontrolliertes Chaos und der Rest des Landes ist fänomenal und weitesgehend Wüste oder Steppe. Unsere Wüstentouren, die Aufenthalte an der Küste, in der Kasbah, der Hamam, bei Freunden und Bekannten usw. waren fantastisch. Die Menschen sind unheimlich freundlich und man fühlt sich überall willkommen, sicher und sehr wohl. Was für ein gastfreundliches Land, was für tolle und super sympathische Menschen. Überall.
Inshallah und Shukran!!!
Rabat und natürlich auch die Medina, d.h. die Altstadt, ist blitzblank und richtig "rausgeputzt". Die Strassen sind alle wie neu und tadellos.
Logischerweise gibt es jede Menge "Street Food" und mein Kumpel hat es sich nicht nehmen lassen mir eine kleine abendliche Tour von Rabat zu geben.
Ansonsten werden auch in Rabat Luxus Wohnsiedlungen "ohne Ende" hochgezogen. Durch Investitionen der "Petro Dollars", d.h. die Saudis und Quataris, etc. wird massiv Geld in die marrokanische Wirtschaft gepumpt! Die Größenordnung hat mich schier sprachlos gemacht.
Freitag, 17. Mai 2024
Marokko - schwer in Worte oder Bilder zu fassen
Was für ein Trip. Was für ein Erlebnis.
Ich habe keine Ahnung wie ich die letzen zwei Wochen auch nur annähernd beschreiben könnte.
Einfach nur sensationell. Unglaublich. Neue Dimensionen tun sich auf.
Wir hatten zwar teilweise wirklich krasse Probleme - gesundheitlich wie technisch - aber im Endeffekt ist alles gut gegangen. Gott sie Dank. Inschallah.
Gestern war ich noch in Lissabon weil ich den Flieger nach München verpasst hatte und heute bewundere ich das satte unfassbare Grün hier in Passau und ganz allgemein in Bayern. Bäume, Flüsse, Wiesen. Alles ist Grün.
Welch unfassbarer Kontrast zu zwei Wochen Wüste.
Emile sprach vom "größten Erlebnis" seines Lebens als wir in der Sahara waren. Das kann ich verstehen - ich hatte so etwas auch noch nie gesehen oder erlebt. Beeindruckend. Gigantisch.
Ich war vorgestern noch in Casablanca, gestern in Lissabon, heute an der Uni in Passau und ich glaube ich brauche erstmal ein paar Tage um das alles "sacken zu lassen".
Dann stelle ich meinen - soziologischen und anthropologischen - Reisebericht online.
Ich bin vorhin durch Passau gelaufen und dachte irgendwann: wann ruft eigentlich der Muhezzin?
Montag, 22. April 2024
April in Quebec
Ein paar Wanderungen im Quebecer Dschungel sind drin. Das Wetter ist durchwachsen - sehr kühl eigentlich. D.h. der richtige Vor-Sommer ist noch nicht da. Normalerweise "tut es hier einen Schlag" und dann ist Sommer.
Neulich hatten wir ja diesen "nassen" Schneesturm und dieser Sturm hat massenweise Bäume umstürzen lassen bzw. viel Bruch erzeugt. Am Chalet sind zwei Bäume auf das Vordach gefallen aber - Gott sei Dank - ohne nennenswerten Schaden. Die Aufräumarbeiten waren allerdings nicht "von schlechten Eltern". Richtige Arbeit war angesagt. Die elektrische Stiehl läuft rund um die Uhr - apropos: ein geiles Teil deutscher Wertarbeit.
Somit kommt jetzt noch genau eine krasse Woche mit unglaublich viel Arbeit, d.h. 10 Stunden pro Tag inklusive Samstag und dann geht es aber ab nach Minga und von da aus nach Casablanca.
Nächste Woche um diese Zeit berichte ich aus Tanger, Marokko und werde den Zimmerer und Claudi abholen.
Am 1. Mai sollten wir dann alle zusammen in Casablanca sein. D.h. der Zimmerer mit Freundin, Emile Sohnemann, Joanne sowie Micha D. mit Freundin Ana-Clara aus Brasilien und unserem Kumpel Peter.
Mein Kumpel und guter Freund Moulay organisiert für uns die absolut gigantische Marokko Tour.
Was für ein Trip. Das wird - nach Blue Ridge, New England, Baja California, Peru, Guatemala, Slowenien, Westcoast, etc. - ein weiterer Meilenstein.
Die Logistik ist einigermaßen komplex denn ich z.B. komme aus Frankfurt an, Micha H. und Claudi aus Malaga (auf dem Moped), Ana-Clara aus Sao Paulo, Peter kommt ebenfalls aus Frankfurt, Emile und Joanne aus Montreal und wie und wann Micha D. kommt ist noch unbekannt. Aber er kommt eigentlich immer "irgendwie" an. Da habe ich die wenigsten Bedenken.
Morgen werde ich packen und am Samstag geht das nächste Abenteuer los. هيا بنا
Auf gehts, auf Arabisch! Marokko, wir kommen.
Montag, 8. April 2024
Eclipse total - die totale Sonnenfinsternis
Einfach nur spektakulär, sensationell und unglaublich.
Ganz Montreal, bzw. halb Nordamerika hat sich auf diesen Moment vorbereitet: die totale Sonnenfinsternis.
Ich war auf der Ile St. Helene (auch genannt Parc Jean-Drapeau) mit direkter Sicht auf die Sonne und direkt am Sankt Lorenz Strom.
Wir hatten sensationelles Wetter und noch bessere Sicht - es war wie bestellt und aus dem Bilderbuch. Trotz möglicherweise über Einhunderttausend Menschen auf der Insel kannte ich ein "Plätzchen" mit der perfekten Sicht und direkt am Wasser und siehe da: kaum jemand da.
Es war echt unglaublich.
So sah es meine Kamera - so wie unten sah es tatsächlich aus.
Es dauerte ca. eine Stunde bis sich der Mond, ganz langsam, von unten rechts kommend, komplett vor die Sonne schob und in Montreal gab es ca. eine Minute der totalen Sonnenfinsternis. In anderen Teilen Nordamerikas dauerte das wohl bis zu 4 Minuten. Die Temperatur ging von ca. 25 Grad in der Sonne auf ca. 5 Grad runter und es wurde irgendwann total dunkel und richtig kalt. Unfassbar.
Es waren Leute aus Europa und der ganzen Welt vor Ort, die nur für diese eine Minute nach Nordamerika gekommen sind. Der Hammer.
Das war dann wohl die erste und auch einzige totale Sonnenfinsternis in meinem Leben. Was für ein Erlebnis. Once in a lifetime.
Ich bin später am Abend noch mein Fahrrad abholen gegangen und dabei habe ich dann noch dieses Bild vom ehemaligen amerikanischen Pavillon der Weltausstellung gemacht. Das ist mittlerweile ein Umweltmuseum.
Insgesamt war das mit das beeindruckendste Erlebnis, bzw. Naturphänomen, das ich je gesehen habe.
Dienstag, 2. April 2024
Wandern, wandern, wandern!
Dienstag, 26. März 2024
Eisige Zeiten
Mittwoch, 13. März 2024
Was gibt es Neues?
Nun ja, es gibt gewisse Blicke auf die Metropole Montreal welche mich selbst nach all den Jahren noch staunen lassen. Wie bei der spontanen, freitäglichen Fahrradtour immer am St. Lorenz Strom entlang.
Es war einfach so ein derartig geiles Wetter, dass ich nicht widerstehen konnte und bin einfach vom Büro aus mit dem Fahrrad los gedüst. Und dann geht es einfach mal kreuz und quer durch die Stadt. Dabei kommt man manchmal durch ziemlich "fertige Viertel" - die gibt es scheinbar immer noch, echt "Ghetto mäßig". Teile von Verdun, Saint Henri und auch die sogenannte "South Shore", also südlich vom Strom. So Baracken, direkt an der Autobahn. Der Hammer. Aber trotz allem irgendwie cool.
Und dann das hier: da komme ich jeden Tag - auf dem Weg zur Arbeit - zweimal vorbei. Ich finde es interessant, dass die Quebecer nach wie vor schlichte Holzkonstruktionen zum Bauen verwenden. Erstmal werden Holzständerwände zusammen getackert, dann Pressspanplatten "draufgedengelt", danach kommt die Isolierung und zum Abschluss wird eine Ziegel Außenwand vor gemauert. Geht scheinbar auch und kostet wahrscheinlich halb so viel wie ein vergleichbarer Bau in Deutschland. Die komplette Basis Konstruktion besteht eigentlich nur aus Spanplatten und Holzlatten. Okay, Fenster und so etwas kommen schon noch rein.
Ansonsten, auf dem politischen Level, bleibt Scholzomat der "Zauderer" welcher er halt ist (nach allem was ich höre und lese) und hält angeblich "Schaden von Deutschland" ab. Mag sein, vielleicht für den Moment. Langfristig gesehen wird das keine Lösung sein. Die ZEIT hat da unlängst eine sehr gute geopolitische Analyse veröffentlicht. Mal schauen, ob ich das hier posten kann. Ich denke, Scholz ist letztlich (leider) tatsächlich ein entscheidungs- und führungs- schwacher Looser. Also tatsächlich die falsche Person zur falschen Zeit. Ich weiß ja selber dass die alte management Regel, wonach sich nahezu 80 % aller Probleme durch "nichts tun" von selbst lösen. Aber ob das auf den Krieg mit den Russen auch zu trifft, wage ich schwer zu bezweifeln. Und niemand wird mich davon überzeugen können, dass wir nicht im Krieg sind mit "den Russen". Ob da jetzt ein paar "auswärtige Hansel" an den F16 oder den Taurus Dingern herumschrauben ist letztlich vollkommen egal.
Themawechsel:
Hier, in Kanada, hat die Quebecer Regierung (rechts konservativ) gerade ihr Jahresbudget vorgestellt und so wie ich das sehe, sieht das nicht gut aus. Nicht für Quebec und auch nicht für unsere Einrichtungen. Es gib ein riesiges Schuldenproblem und ein hammer hartes Staatsdefizit. Da kommen wohl schwierige Zeiten auf uns zu. Da muss ich mal sehen, ob ich das "Boot" nochmal auf Kurs halten kann oder ob wirklich harte Einschnitte kommen. Der Wind kommt von vorne.
Ich hätte die wirtschaftliche Situation eigentlich deutlich besser eingeschätzt aber es sieht, zunächst, wirklich nicht gut aus. Aber ich muss das jetzt alles erst mal genau analysieren und dann schaue ich mal weiter.
In diesem Sinne: "es hätt noch immer jut jejange".
Montag, 4. März 2024
Es ist tatsächlich Frühling
da lagen am Chalet 120 cm Schnee und mein Vordach ist Anfang März von der Schneelast zerstört worden. Ich kann mich auch an diese Nacht mit dem Hammer Sturm erinnern. Dieses Jahr, siehe obiges Bild vom See, ist nur noch etwas Wasser auf dem Eis zu sehen. Auf den Nordseiten ist natürlich noch Eis aber im Wald liegt fast kein Schnee mehr und die endgültige Bestätigung:
die Wildgänse sind heute in Schwärmen über Montreal geflogen. Sie kommen zurück. Wie die Tiere das wissen ist ein wirkliches Wunder.
Aber wenn die Wildgänse zurückkommen, dann wird oder ist es Frühling. Die Viecher wissen das. Es ist erstaunlich.
Mittwoch, 28. Februar 2024
Eine Winter Wärme Welle
Das habe ich in mittlerweile 28 Jahren Quebec auch noch nicht erlebt. Im Februar in Shorts und T-Shirt Langlaufen.
Wir hatten eine "Wärmewelle - kann man so nennen. Mild? Nö, eher warm. Richtig warm.
Ich war gestern spontan am Chalet um nochmal etwas Backcountry machen zu können. Ab nächster Woche ist es nämlich damit vorbei. Somit kann ich meinen Kommentar von letzter Woche löschen. Von wegen noch 4 bis 6 Wochen Winter.
Alle Temperaturrekorde in Quebec wurden gebrochen. Und obwohl heute Nacht ein kurzer, ziemlich krasser, Temperatursturz kommen wird, d.h. von plus 16 geht es auf minus 18 runter (im Chalet auf minus 21) weil eine Kaltfront die subtropische Luft erstmal wegdrücken wird, so ist es doch bedenklich. Ab Wochenende herrschen dann schon wieder relativ warme Temperaturen, deutlich über dem Gefrierpunkt.
Ab nächster Woche wird es also mit Langlauf und Backcountry endgültig vorbei sein. Das ist, für Quebecer Verhältnisse, außerst ungewöhnlich und insgesamt sehr bedenklich.
Das bedeutet nämlich auch, das bald kaum mehr Schnee liegen wird. Somit werden die Wälder im März und April extrem schnell austrocknen und die Waldbrandsaison wird ca. 4 Wochen früher als normal beginnen. Ab Mai "brennt dann die Luft" - sprichwörtlich.
Das wird nicht lustig.
Der See ist noch bombensicher zu gefroren und war absolut sicher zu begehen Die 40 cm Schnee stellen eine relativ gute Isolierung dar. Aber durch die krasse warme Temperatur gehen schon riesige Risse durch das Eis. Die Eisdicke beträgt sicherlich noch 40 bis 60 cm aber ich konnte die Risse schon an der Oberfläche erkennen.
Am Wochenende sollte noch eine Tour "drin sein". Aber nur weil heute Nacht dieser Temperatursturz kommt. Ab Montag ist dann "Schicht im Schacht". Vier bis sechs Wochen zu früh. Erschreckend.
p.s. ich sitze gerade Zuhause und schreibe diese Zeilen, es ist ca. 19 Uhr und die zwei Fronten prallen gerade aufeinander. Das wird eine unruhige Nacht und ich möchte mit niemanden tauschen der da heute draußen mit dem Auto oder sonstwie unterwegs ist. Das wird krass. Im Moment regnet es und ich kann zusehen wie die Temperatur fällt (über mein Außenthermometer). In ca. zwei Stunden wird das Ganze in Schnee und Eis übergehen. Mein Notstromaggregat steht bereit!
Flash Freeze Warning
A vigorous cold front will sweep across Quebec tonight.
Temperatures are expected to suddenly drop by about 10 to 15 degrees in a few hours.
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Surfaces such as highways, roads, walkways and parking lots may become icy and slippery.
Flash
freeze warnings are issued when a rapid drop in temperature is
expected, that can cause water from rain or melted snow on streets and
sidewalks to quickly freeze.
Sonntag, 18. Februar 2024
Eine Winter Idylle
Nach zwei Monaten bin ich endlich mal wieder dazu gekommen in die Hütte zu fahren. Solo. Die Rasselbande musste arbeiten.
Es hatte minimale Schneelast, d.h. keine Gefahr für mein Vordach. Letztes Jahr um diese Zeit lagen ca. 120 cm Schnee und Eis auf dem Dach (15 Tonnen Gewicht).
Im Wald lagen dieses WE ca. 50 cm - für die Jahreszeit ist das sehr wenig Schnee.
Innentemperatur bei Ankunft um die Null Grad Celsius. Außentemperatur: minus 10.
Aber insgesamt ist es ein Winter Traum. Der See ist absolut 100% zugefroren und die Bedingungen für Back Country Ski waren einfach perfekt. Besser geht es fast nicht.
Absolute Stille und kein Mensch weit und breit. Ein paar Rehe, das war alles.
Die Schneeschuh Tour hoch zu den "Cliffs" - über Stock und Stein. Da wo ich mich im November bei Dunkelheit im Wald verirrt hatte. Ein genialer Blick über die Wildnis. Allerdings werde ich jetzt zukünftig bei meinen Solo Trips angeben wohin ich gehe und wann ich wieder zurück sein sollte. Passieren sollte einem da nichts. Nachts geht die Temperatur auf minus 15 runter und einige Passagen sind "nicht von schlechten Eltern".
Ein "hinfaller" oder Absturz könnte gefährlich werden weil mich da niemand finden würde und weil es halt schlicht und ergreifend keine Menschen gibt. Also werde ich mich zukünftig nach der Tour immer wieder zurück melden.
Die Winterstimmung am Rouge ist formidabel.
Mittwoch, 14. Februar 2024
Die Kraft des Winters ist früh gebrochen und ein paar Gedanken zu der Zukunft des Ski fahrens
Sprichwörtlich: die Kraft des Winters ist gebrochen - und ob das so gut ist, weil so früh, wird sich noch weisen. Wohl eher nicht.
Ich bin gestern Abend von dem Kurztrip nach Dachau, Oberfranken und den Dolomiten, wieder nach Montreal zurückgekommen und da ging mir das mal so kurz durch den Kopf. Selbst bei minus 7 Grad heute in Montreal, war die Sonne schon so stark, dass der Schnee und das Eis schmolzen (nicht scholzen - da würde ja dann einfach nichts passieren). Das ist dann ja eher "normal" und dem normalen Verlauf der Jahreszeiten geschuldet. Die Tage werden länger und der Winkel der Sonneneinstrahlung verändert sich. Die Sonne wird stärker.
Normal ist es aber sicher nicht wenn ich Anfang Februar bei plus 15 Grad in Dachau ober-körperfrei bei "Schwesterchen" in der "Frühlings Sonne" sitzen kann, meinen Cafe schlürfe und die Blümchen angucke.
Oder bei plus 14 Grad in den Alpen Ski fahre - auf 2500 Meter. Ohne Handschuhe und nur mit T-Shirt und Skijacke. Der Wahnsinn.
Die Temperatur in Sexten war - gefühlt - wie sonst Ostern. D.h. eigentlich wie Ski fahren im April. So waren die Temperaturen früher um Ostern rum - gefühlt.
Februar ist, scheinbar, der neue April - oder zumindest März. Am WE werde ich mal nachsehen und überprüfen wie die Schneelage oben in der Hütte ist. Ich gehe mal davon aus, das ca. 1 Meter Schnee liegen sollte.
Apropos: ich bin seit ca. mitte Dezember nicht mehr dazu gekommen in die Hütte zu gehen - hoffentlich steht die Kiste noch.
Nochmal kurz zu Sexten: (eigentlich Moos)
geiles Wetter (zu warm), guter Schnee und keine Leute. Geniale Bedingungen, sollte oder wollte man wirklich Ski fahren.
Unser guter alter Kumpel Tom war auch mit dabei, wenigstens für einen Tag und wie man sieht, war auf der "Lärche" nicht viel los. Die Gesamtlage war auch insgesamt eher ruhig. Kaum Leute.
Zwei Leute am Nachmittag auf der Lärche. Da habe ich auch noch nicht erlebt. Apropos: Head Super Shape - geiler Carving High Speed Ski.
Inwieweit das "alpine" Skifahren noch Sinn macht, aus ökologischen und auch aus anderen Gründen (wahnsinnig teuer und aufwendig), sei mal dahingestellt aber für meine Generation war das halt so ein "Aufstiegsding". D.h. man konnte sich tatsächlich ein paar Ski leisten (bzw. die Eltern) und die Schule konnte uns eine Woche irgendwo in die Berge verfrachten.
Das waren die 50er, die 60er und auch noch die 70er Jahre. Das war Jugendherberge für "einen Appel und ein Ei". Die Ausrüstung war damals nebensächlich und rudimentär. Hauptsache wir hatten Spaß.
Mittlerweile sieht das anders aus: Stöckli Ski für 2000€, Klamotten für 2000€, Liftpass pro Tag 75 €, Anreise, Übernachtung und Verpflegung.
Und ich spreche hier von Südtirol. Nicht von der Schweiz, Kitzbühel oder Heli Skiing in den Rockies. Die Angelegenheit ist sauteuer und einigermaßen elitär geworden.
Sexten bzw. die Tre Cime ziehen hier nach und heben die Preise an. Einzig unsere Wirtin und Freundin Emmi "reißt" uns da immer noch raus mit akzeptablen Preisen.
Wie lange diese Form des Wintersports noch überleben kann weiß ich nicht aber ich denke wir, d.h. ich und meine Kinder, wir sind wohl die letzte Generation. The last generation. Alles hat sein Zeit.
Backcountry in Quebec wird noch ein wenig länger am Start sein. Oder auch nicht - angesichts der Klimaerwärmung scheint aber auch hier der Winter keine "Kraft" mehr zu haben oder zumindest an solcher zu verlieren.
Schaun mer mal. Vielleicht berichte ich ja dann im April über den ultimativen Wintersturm.



















































