Donnerstag, 3. August 2023

Ein kleiner "Stroll" über den Berg nach Hause

Gestern bin ich vom Büro aus mit dem Rad nach Hause gefahren. E-bike natürlich - schließlich muss ich über den Berg fahren - in das in meinem Alter. 😎

Und da bin ich manchmal immer noch wie ein Tourist und staune. 

Auf dem unteren Bild kann man die Appalachen erkennen. Also de facto die Staaten. Ganz am Horizont.



 

Der Lac de Castor. Der komplette Berg und Park ist ein einziger Picknick Platz.


 

Die Avenue Mont-Royal ist voller Menschen - soweit das Auge blickt - alle Bars, Kneipen, Restaurants und Pubs füllen sich gegen den späten Nachmittag. Rock`n Roll. Ich trinke da dann manchmal ein Bierchen und schaue mir eigentlich nur die Menschen an. Noch vielfältiger und teilweise verrückter geht es wohl nicht mehr. 

Und vor allem sind da lauter junge Menschen. Es ist schier unglaublich. Mehrere Kilometer der Strasse sind eine einzige "Sommer-Party Zone" und belebt mit tausenden von Menschen. Es herrscht eine klasse Atmosphäre.  

Dienstag, 25. Juli 2023

Ein merkwürdiger Sommer

Angeblich haben wir den feuchtesten Juli aller Zeiten. D.h. wir haben permanente und unglaublich hohe Luftfeuchtigkeit was wiederum zu dauerhaft latenter Gewittergefahr führt. 

Wenigstens gibt es im Moment keinen Rauch mehr. Das ist ja schon mal was!

Im August werde ich versuchen soviel Zeit wie nur möglich oben am See zu verbringen. Da ist es, in der Regel, ca. 10 Grad kühler und angenehmer als in der Stadt. 

 


 

Und vor allem kann ich mit der GS in der Gegend rumdüsen. 

Einen Raodtrip werde ich allerdings einplanen. Wahrscheinlich zusammen mit Lili nach Tadoussac zum "Whalewatching". Wir haben da gerade ein Austauschprogramm und da könnte ich das Angenehme mit den Nützlichen verbinden.



Freitag, 7. Juli 2023

Die "Kaltfront" kommt

Wir hatten und haben eine hammerharte (frühe) Hitzewelle. Seit Tagen hat es (reelle) Tagestemperaturen von ca. 35 bis 39 Grad Celsius. Es ist brütend heiß. 

Die gestrige nächtliche niedrigste Temperatur bei mir im Garten war 26 Grad Celsius. Laut französischer Presse kommt heute eine "Kaltfront" und die sieht laut Wettervorhersage folgendermaßen aus:

 

Sat07/08
A mix of sun and clouds
reell 29 - gefühlt° 37
 
Sunday Cloudy with sunny breaks
reell 27 ° - gefühlt 33
Monday
reell 25 ° - gefühlt 32
Tuesday
28 ° 35
Wednesday
28 ° 35
25 ° 34
Thursday

25 °33
usw.!
 
Das ist dann die "Kaltfront". Unten in den Staaten werden die Menschen seit Wochen "gebacken" - da soll es nochmal deutlich extremer sein. Hitzedom - d.h. ein statisches Hochdruckgebiet mit Extremtemperaturen. 
 
"Dangerous heat is continuing to expand east this week, delivering the hottest temperatures of the year for many states in the South outside of Texas." (NYT).

Gott sei Dank haben wir letztes Jahr eine Wärmepumpe eingebaut und die kann auch kühlen und ist mit 18000 BTU Kühlleistung auch ausreichend dimensioniert. 
 

 

In meiner Bude gab es in den letzten 5 Jahren nur einmal den Fall, dass ich ein kleines mobiles Klimagerät genutzt habe. Das war letztes Jahr zum ersten und einzigen Mal der Fall und auch nur für drei Tage oder so. Dieses Jahr läuft das Ding schon die ganze Woche weil man sonst "vor die Hunde" gehen würde.
 
Im Büro laufen die Klimageräte rund um die Uhr. 
 
Dienstag und Mittwoch waren, glaube ich, die heißesten Tage die jemals auf dem Planeten Erde gemessen wurden - im Mittel. 
 
 
Montréal, QC
Issued at Fri 4:24 AM Jul. 7
Issued by: Environment and Climate Change Canada
Recommended Action
Reduce your heat risk. Schedule outdoor activities during the coolest parts of the day.

Never leave people or pets inside a parked vehicle.
Description: A hot and humid air mass will stall over Quebec until Sunday.

Humidity will remain high with humidex values near 35 expected during the day. In addition, nights will remain uncomfortable with minimum temperatures near 20 degrees Celsius. 

Soweit  "Environment Canada". 

Wenigstens müssen wir momentan nicht mehr im Rauch leben. 

Allerdings ist auch das sehr beängstigend, d.h. die "jahreszeitlich frühen" Großbrände im Norden. Laut NYT ist eine Fläche der Größe von Bayern abgebrannt - bis dato. Das muss man sich erst mal vorstellen können - die Größenordnung. 

Das Problem ist, zumindest in Quebec, dass der Sommer eigentlich erst anfängt, d.h. die wirklich heißen Wochen liegen vor uns. 

Das kann eine "heitere" und "heiße" Angelegenheit werden - im wahrsten Sinne des Wortes.





Sonntag, 25. Juni 2023

So könnte die Apocalypse dann aussehen

Ich war in Franken, vor ca. drei Wochen, als ich von den großen Waldbränden im Norden Kanadas bzw. im Norden Quebecs gehört und gelesen habe. 

Der Rauch ist bis nach New York gezogen und die Bilder gingen um die Welt. 

Letztes Jahr hatten wir schon mal so einen Tag als nördlich von Montreal, die Sonne beim Untergang "eingetrübt" wurde. Ich dachte damals, "wow, ein geiler Sonnenuntergang", bis ich am nächsten Tag gelesen habe, dass es Rauch war. 

Das was ich heute erlebt habe, habe ich noch nie erlebt. Noch nie. 

Die Apocalypse. So könnte das dann aussehen - wie im postapokalyptischen Film: "The Road". Im Norden werden wir, d.h. die Menschheit, alle verbrennen während wir, weiter im Süden, einfach am Rauch ersticken. 

Apokalyptisch. 

Ich habe immer noch Jet Lag und bin deshalb um ca. 5 Uhr morgens aufgewacht und habe mir erst mal einen Cappu gemacht. Ich wollte eh so früh wie möglich hoch ans Chalet und in der Früh ist wenig Verkehr. Wir haben lange Wochenende.

Als ich raus in den Garten ging, roch es nach Rauch. Da habe ich mir noch nicht viel dabei gedacht - eventuell gibt es ein Feuer irgendwo. 

Aber es wurde auch nicht hell, d.h. die Sonne ging nicht auf???? Strange!

Bizarr. 

Normalerweise scheint um 8 Uhr morgens die östliche Sonne genau in meinen Garten. Heute morgen war dem nicht so. Es war grau und dunkel. 

Als ich dann auf der BMW aus der Stadt raus gefahren bin war es echt "unwirklich". 

Eigentlich sollte, laut Wettervorhersage, der schönste Sonnenscheintag sein.  Aber die Sonne schien halt nicht. Alles war unter einer gigantischen Rauchdecke gefangen. 

Ich  bin ca. 150 km im Rauch gefahren und es wurde eigentlich immer nur schlimmer. Apokalyptisch. Man sieht die Sonne nicht mehr. Überall Rauch. 

Wenn so die Zukunft aussieht, dann heißt das, dass man im Norden verbrennt und im Süden erstickt. 

Grauenvoll. 





 

Was da wie Nebel aussieht ist Rauch. Die Sonne ist teilweise noch schemenhaft, teilweise gar nicht mehr sichtbar. 

Es ist beängstigend. Ich kann mich nur wiederholen. So etwas habe ich noch nie erlebt. Und die tragische Realität ist: man kann ihm, dem Rauch, nicht entkommen. Also ich zumindest heute nicht. Man muss sich das so vorstellen als würde man von München nach Bayreuth fahren und wäre immer im Rauch.

Am Chalet sind die Leute in ihren Autos mit Masken umhergefahren. Ich habe mit Sicherheit die Partikel menge von zwei bis drei Schachteln Zigaretten eingeatmet.  

Alle geplanten sportlichen Outdoorevents wurden abgesagt - Triathlon usw., Radrennen, Fussballspiele, etc., und die Bewohner Montreals wurden aufgefordert "innen" zu bleiben und auf sportliche Tätigkeiten zu verzichten.

Und es gibt kein Entkommen - der Rauch ist überall. 

Gott sei Dank soll es morgen, also am Dienstag, eine Wetterveränderung geben.


 

 





 

 

 

 

Dienstag, 20. Juni 2023

Der Kreis schließt sich

Was für ein Trip - was für eine coole Zeit. 

Ob auf slowenischen Offroad Pisten oder in den Dolomiten. 

 



Ob in Würzburg, am Reisighof oder am Großglockner. 



Was für eine schöne Zeit.


Samstag, 3. Juni 2023

In Bayern und Franken

Ich war mächtig unterwegs die letzten Tage. 

Südbayern ohne Ende. 


 

Dann Oberfranken, inklusive Gemeindefußballturnier und gegen Ende dieser Woche geht es dann Richtung Zagreb wo ich mich mit Sohnemann treffen werde. 


 

Eine geile Zeit.  

 


Und das bei diesem Wetter mit diesem Blick in dieser Gegend.

Montag, 8. Mai 2023

Natur

Donnerstag gab es eine kleine Feier im Büro welche dann etwas länger gedauert hat als gedacht und Freitag haben wir etwas Geburtstag nach gefeiert. 

Am Samstag bin ich dann hoch an die Hütte gefahren um erste Aufräumarbeiten vorzunehmen. Es sah aus wie nach einem Bombenanschlag. Die 100 cm Schnee von vor drei Wochen waren tatsächlich weg.

Ansonsten sah es chaotisch aus, als hätten die Putlers eine Khalibr auf die Hütte abgeschossen. Und ich habe keine Patriots. 

Aber nach ca. 10 Stunden Arbeit war alles soweit erledigt. Der ganze Plastikmüll des zusammengebrochenen Vordaches war eingesammelt und in Mülltüten verstaut und alles sah wieder einigermaßen aufgeräumt aus. Jetzt kann ich die Terrassen Überdachung wieder aufbauen. Insgesamt betrachtet war das alles nicht so wild, alles nur Materiel. Der Schaden hält sich in Grenzen.

Das ganze bei 25 Grad und strahlenden Sonnenschein. Absolute Stille. Herrlich. Zwei Tage arbeiten "Oberkörper frei" und kein Mensch weit und breit.

Der Rouge ist nach der Schneeschmelze unter "Hochdruck" - das geht echt ab. Hammer. 



Da ist echt "Zug" drauf und zwar soviel, dass noch keinerlei Rafting stattfindet. Die Strömung wäre, im Moment, lebensgefährlich. 

Insgesamt war es war einfach nur geil da oben so "rum zu wurschteln", bei besten Wetter. Das Bike läuft auch wie neu und die Fahrten am Rouge entlang sind einfach immer nur super. 

Es war und ist mir ein Bedürfnis das heilige Land der Algonquin oder Anishinaabeg wie sie sich wohl selbst genannt haben, von jedweden Müll oder Plastik oder sonst was zu säubern. Außerdem habe ich, wie alle Deutschen, eine natürliche Abneigung gegenüber Müll und Dreck.

Die Hütte steht ja auf Algonquin Land und für dieses Volk war dieses Tal, angeblich, "sacred". Heilig. Also, Respekt.

Ich kann es nicht wirklich erklären oder beschreiben, aber wenn ich da oben bin, am See, an der Hütte, dann "komme ich runter". Wenn ich mit dem Kanu über das Wasser gleite und die totale, absolute Stille habe, dann ist das manchmal spirituel. Kann man, kann ich, nicht erklären. Da ist der Sternenhimmel über dir und ansonsten gibt es nur die Geräusche der Tiere im Wald.  Der Ort ist simpel aber magisch. Ich kann die Algonquin gut verstehen. 

Mein quebecer Reisighof.  Natur.

 


Montag, 1. Mai 2023

yo, länger nix geschrieben. 

Also, was geht? 

erst mal die Lage. Alles gut soweit. Lili ist im "grünen Bereich", Emile ist in Paris, Hans im Büro und Sophie im Ruhestand. Wie letzteres geht kann ich auch nicht erklären. Aber es ist halt so.

Mir läuft die Zeit davon weil ich nur noch knapp zweieinhalb Wochen habe bevor ich nach Minga fliege und ich habe einige "Dossiers" noch auf dem Schreibtisch. Dach. Chalet. Jahresabschluss. Hauptversammlung. Und so weiter. 

Termin nach Termin, Deadline after deadline. So ist das Leben. Die finale deadline ist das Leben. Die englische Sprache weiß das zu würdigen. 

Wie ist der Plan? Nun, am Wochenende werde ich versuchen im Chalet das Chaos der Apokalypse einigermaßen zu mindern. Ich werde halt aufräumen und den ganzen Müll aufsammeln. Das Plastikdach des Vordaches ist zertrümmert und hat sich sicherlich in 1000 Teile aufgelöst. 

Dann muss noch das Dach in Montreal saniert werden und ich denke das ist es dann erst mal. Danach geht es ab nach Minga. Den Rest erledige ich, wenn ich wieder hier bin.

Der Plan ist also folgenderweise: erst mal Job in Minga, Rosenheim, Passau und Regensburg, dann ein paar  Tage Oberfranken und danach Roadtrip nach Zagreb und treffen mit Sohnemann. I frei mi scho. 

Zudem werde ich gerade in Europa sein wenn die frei Welt - höchstwahrscheinlich - die Stalinisten unter Putler nieder bügeln werden. Slava Ukraini. Es lebe die Freiheit.



 


 

Dienstag, 18. April 2023

Das 'magische' Wochenende

Wir hatten ein unglaubliches Sommerwetter mit teilweise fast hochsommerlichen Temperaturen. Bis zu 30 Grad! Plus wohlgemerkt. Kein Witz. Am letzten Wochenende hatte ich minus 11 Grad Nachtfrost und war mit den Schneeschuhen unterwegs.

Diesen Donnerstag bin ich nach der Arbeit über den Berg gewandert und habe geschwitzt wie ein Schwein. Es war HEISS.

Es war unglaublich - selbst Abends um 21 Uhr konnte man noch draußen sitzen bei angenehm "kühlen" 23 Grad. Geil. Die Cafes und Terrassen machen auf, man kann draußen sitzen und am Sonntag war dann der "magische Tag". Ich habe noch nie so viele Menschen in den Parks und auf der Strasse gesehen. Montreal explodiert vor Lebensfreude und Vorfreude auf den Frühling, das Ende des Winters und den kommenden Sommer.

Der "magische" Tag ist der Tag, an dem man hier definitiv weiß, dass der Winter vorbei ist. Endgültig. Na ja, man glaubt das halt, endgültig ist hier nichts .......

Diese Woche kriegen wir wieder normale Temperaturen, so um die 10 Grad, aber am Freitag soll es schon wieder auf 20 hochgehen. Ab Mai ist dann Sommer. Italien halt.

Andererseits waren Freunde von mir noch Langlaufen - am Sonntag, bei 25 Grad. Denn es hat noch ca. 60 cm Schnee oben am See und in den Bergen.
 
Am Samstag wollte ich eigentlich zwei Motorräder abholen welche beim Kundendienst waren aber irgendwie hat es nicht geklappt. Also Plan B: mit meinem positiv "durchgeknallten" Kumpel Moulay "need for speed" testen. 

Erstmal den Tesla-X - mit Flügeltüren und Anhängerkupplung. Ein geiles Teil, intuitiv zu fahren. Super nice. Nach zwei Minuten ist man mit dem Fahrzeug vertraut und alles geht intuitiv. Ein Laptop auf Rädern. Wirklich extrem cool zu fahren.

 
Oder aber mal einen Mercedes AMG fahren? Keine Ahnung, 200 ps oder so? Kompressor. Liegt wie ein Brett und geht ab wie "die Sau". Hammer. Der Motor ist handgefertigt. 

 
Dieses Monster war fahruntauglich, Gott sei Dank. 



Ich wurde "gezwungen" eine Harley zu testen. Das ist definitiv nicht mein Ding, aber hat was. Durchaus. Erzählt das bitte niemanden weiter, das bleibt unter uns. Danke. 
 
Den Jaguar Supercharged gab es noch als "Schmankerl" oben drauf.  Need for Speed halt.


Was die Beschleunigung, den Alltagsgebrauch, die Umweltverträglichkeit und das Fahrverhalten anbelangt wäre der Tesla, nach wie vor, meine erste Wahl. Ein cooles Teil Technik. 

Sonntag, 9. April 2023

Frohe Ostern

Liese hat mich vorhin per email gefragt, ob man das unter den gegebenen Umständen überhaupt noch wünschen dürfe? Frohe Ostern? Ich denke schon. 

Es ist doch das Fest der Auferstehung, oder? Wenn ich das als Atheist so betrachten darf?

Also das Fest des Wiederaufbaus. Das Weiterlebens. Ob politisch - militärisch in der Ukraine, ob in der Türkei, ob sonst wo. Ob materiel oder spirituel. 

Das Leben geht weiter. Immer. 

Ostern, mit der traditionellen deutschen Friedensbewegung darf das. Ich denke man darf Frieden "fordern". Muss Frieden fordern. Was denn sonst? 

Aufbruch, Blick nach vorne, Hoffnung. Niemand will Krieg oder den Konflikt. Ausser ein paar krass durchgeknallten Russen - im Moment noch jedenfalls - und auch das wird vorbeigehen, wie so vieles andere Übel davor.

Wir hatten hier ein krasses Wochenende mit einer totalen Energie Apokalypse. Der Eissturm hat in der Nacht auf Donnerstag ein Drittel der Bevölkerung vom Stromnetz getrennt. Rien ne va plus. Herabstürzende Äste und umfallende Bäume haben das Netz zerstört. 

Wenn in Quebec der Strom ausfällt, aus welchen Grund auch immer, dann ist auch die Heizung aus. Bei dem hiesigen Klima kann das dann sehr schnell sehr grenzwertig werden. 80% aller Haushalte heizen mit Strom, u.a. mit Luft-Luft Wärmepumpen. Ich habe davon übrigens etliche im Büro und wir haben letztes Jahr auch eine im Haus eingebaut und das funktioniert prima. Sehr effizient.

Das Büro hatte ich am Donnerstag schon mal prophylaktisch geschlossen. 

Dann war auch tatsächlich Stromausfall bei uns und wir haben improvisiert. Ich habe so ein Notfall "Powerpack", damit können wir z.B. die Handys laden etc. ! 

Dann habe ich einen Ethanol Ofen. Das ist eher für das gelegentliche Ambiente geeignet als denn als wirklicher Heizungs Ersatz. Aber kurzfristig kann man damit ein bißchen Heizen. Es gilt auch vorsichtig zu sein, denn ca. 50 Menschen mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden weil sie z.B. BBQs oder Propan Camping Zeugs als Heizung verwendet haben. Im Innenraum. Kohlenstoffmonoxid. Tödlich. 

Zwei Menschen sind von herabfallenden Ästen getötet worden. Das Ganze ist also nicht gänzlich ungefährlich. Alle Parks waren erstmal gesperrt.

Natürlich war ich ein wenig besorgt um das Chalet. Wenn in Montreal schon Chaos herrscht, was ist dann da oben in der Pampa los?

Steht die Hütte noch? Nachdem wir vor zwei Wochen den "Volltreffer" bekommen haben?

Also, zuerst mal ist am Chalet noch tiefster Winter. Es liegen unfassbare 120 cm Schnee. Kompakt. Nächtliche Tiefsttemperatur: minus 11 Grad!

 

 

Zweitens, ich bin nicht der einzige Idiot am See der geglaubt hat, seine bauliche Struktur würde das aushalten.


Nach zwei Stunden intensiver Arbeit hatte ich sogar ein "Plätzchen" frei zum Sitzen. 

 

Mein Nachbar, Mike, wird noch ein bisschen warten müssen bevor er seinen Pickup bewegt. Wenigstens kann er das Fahrzeug schon wieder sehen. LOL.

 

Montreal sah flächendeckend so aus.

Ich muss das mal statistisch überprüfen, aber das könnte einer der schneereichsten Winter der letzten 20 Jahre gewesen sein.

p.s. Emile ist am Sonntag nach Lissabon geflogen. Von da aus geht es weiter nach Porto, Madrid, Barcelona, Nizza, Montpellier, Paris, Brüssel, Amsterdam, Berlin, Minga (Dachau und Bergen), Cinque Terre, Florenz, Siena, Rom, Bari, und dann weiß ich nicht mehr genau wohin. Jedenfalls will ich ihn dann am Ende seines Europatrips in Zagreb auflesen um noch einen kleinen gemeinsamen Vater-Sohn Roadtrip zu machen. Mit dem Motorradl.







Donnerstag, 6. April 2023

Eine Katastrophe nach der Anderen

Gestern Nachmittag ging der Regen in Eisregen über und es hat die ganze Nacht gewütet. Halb Montreal ist noch ohne Strom. Da 80% mit Strom heizen, heißt das auch: keine Heizung. Da muss ich an die Menschen in der Ukraine denken. 

In unserer Strasse hatten wir Schwein, der Strom war nur ein paar Stunden weg und wir sind komischerweise eine der wenigen Strassen im ganzen Viertel welche wieder am Netz ist. 

Der lang anhaltende Eisregen hat Bäume umstürzen lassen und vor allem sind unglaublich viele Äste unter der immensen Eislast abgebrochen und haben zum totalen Stromausfall geführt. Die halbe Stadt ist noch im "Blackout". Alle Schulen und öffentliche Einrichtungen sind geschlossen.

Es sieht aus wie Sau. 

 


Überall Eis. Gut das ich den neuen Zaun relativ stabil gebaut habe.

Pannes d'électricité au Québec Notre couverture en direct)

Am Chalet ist totaler Stromausfall und es kann Tage dauern bis das wieder repariert wird. Morgen fahre ich mal hoch an den See zum Aufräumen und zum Inspizieren. Ich bin gespannt. Hoffentlich steht die Hütte noch. Außerdem muss ich die Kettensäge mitbringen, zum Aufräumen.

Alter, d.h. ich kann jetzt die nächsten 6 Wochen mit Reparaturarbeiten verbringen. Prost Mahlzeit.

 

 

 

Dienstag, 4. April 2023

Sonntag, 26. März 2023

Von wegen 'alles wie immer" - die Schnee Apokalypse am Chalet

Eigentlich wollte ich am am Wochenende ganz gepflegt mit Freunden zum Langlauf gehen aber am Samstag Vormittag hat mir ein Kumpel dann ein Bild vom Chalet - von unserem Chalet - getextet und das sah gar nicht gut aus. 

Das Vordach schien unter der Schneelast komplett zusammengebrochen zu sein und es sah auch so aus, als ob die Fenster zertrümmert seien. 

Panik. Ist die Hütte eingestürzt? Vor ein paar Jahren hat mir die Schnee und Eis Masse auf dem Dach schon mal den Edelstahlkamin "weggeschoben" und dann hast du ein "Loch" im Dach. Nicht gut. Vor allem  bei den hier herrschenden Witterungsbedingungen. 

Also, nix wie ab und hoch an den See.

Zudem wurde ein hammerharter Schnee Sturm angesagt und man sollte, falls möglich, nicht mit dem Auto fahren bzw. einfach mal schön Zuhause bleiben. Blizzard Warnung. Scheiße.

Es war also auch noch ein Rennen gegen die Zeit. Der Blizzard sollte gegen Abend einsetzen. Also blieben mir ca. drei Stunden um Schadensbegrenzung zu betreiben. Alter. 

Bei der Ankunft dann die Apokalypse. Als hätten die Russen eine Khalibr Rakete auf unsere Hütte abgefeuert. Sieht aus wie in der Ukraine. Einzig: unser Feind ist nur der Schnee und das Klima.


Das komplette Vordach ist eingestürzt, mein Tisch ist platt auf dem Boden. Der hatte übrigens eine Stahlunterkonstruktion. Die Holzplanken der Vordach Unterstruktur haben dabei auch die Fenster durchschlagen. Es sind gigantische Schneemassen runtergekommen. Das sieht hier auf dem Bild nicht so beeindruckend aus, aber Leute: ich habe das weg geschaufelt und, ohne Übertreibung: wäre da jemand darunter gewesen beim Einsturz, dann wäre das der sofortige Tot gewesen. Ohne jegliche Zweifel oder Übertreibung. Da bin ich mir relativ sicher. Der Wahnsinn.

Bei ca. 500 kg pro Kubikmeter mögen das so ca. 15 Tonnen gewesen sein, ohne die Holzstruktur. 



Es ist unfassbar. Der "Zimmerer" hat alles relativ überdimensioniert, d.h. wir haben das Ding so gebaut, das es de facto unmöglich ist, dass die Struktur zusammenbricht. Okay, das Plastikdach könnte durch brechen, im Extremfall. Aber die komplette Struktur???? Nie im Leben. 


Es grenzt an ein Wunder, dass die Hütte selbst und der andere Balkon noch stehen. Die untere Schicht ist blankes Eis und der Rest ist wie Beton.


Ich bin da oben darauf herum gelaufen. Man sinkt keinen cm ein - mindesten 10 Tonnen Gewicht auf dem Balkon - eher mehr. Das das Ding noch steht ist ein Wunder. 


Gegen 16 Uhr, und nachdem ich die Hütte so einigermaßen improvisiert dicht gemacht habe, kam der Schneesturm. Boy, oh boy. Es hat geblasen wie die Sau. Ich denke das war der schlimmste Sturm dieses Winters. Blizzard. 20 cm Neuschnee und wie gesagt, Wind ohne Ende. Hammer, hat das geblasen. Krass.

Aber mit "Bullerofen", einem guten Glas Roten und der neuesten Ausgebe von "Die Zeit" läßt sic auch so eine Nacht gut überstehen. Sofern die Bude noch steht und dicht ist. Die Tür hat auch einen "Treffer" abbekommen, aber das kann ich wieder hin "dengeln".

Die Hütte als solche hat insgesamt - Gott sei Dank - nicht viel abbekommen und das ist das wichtigste. Ansonsten beginnt jetzt die "Sanierungsphase" - allerdings muss ich noch mindestens 4 Wochen warten bis der verdammte ganze Schnee geschmolzen ist - vorher geht leider gar nichts. 

 

Unglaublich. Die Ruhe nach dem Sturm. Jetzt beginnt der Wiederaufbau. Allerdings verstärkt.

 






Sonntag, 19. März 2023

März in Québec - ois wie immer - es schneit.

Die Tage werden länger und es wurde hier bereits auf Sommerzeit umgestellt was dann immer einen riesigen Unterschied macht, wie ihr alle wisst. 

Vergangene Woche waren wir, mehr oder weniger, fast nur "oben" in der Hütte. Entweder solo, mit Freunden oder mit Lili und Freundin. 

Darüber hinaus haben wir am Chalet eines Freundes und Kollegen zusammen mit etliche Kollegen eine längere Schneeschuhtour organisiert. Viel winterlicher konnten die Rahmenbedingungen fast gar nicht sein. Schneefall und hammer harter Winter.

Die Wettervorhersage sagt noch Winter bis ca. Ostern voraus und dann sollte es aber auch irgendwann mal den Schalter schnell umlegen. Ich warte auf "den magischen Tag". D.h. der Tag an welchem die Temperatur plötzlich so auf ca. 20 Grad steigt und die südliche, italienische Sonne dann sofort ein ultimatives Frühlingsgefühl gibt. Oder ein schon fast sommerliches. Das geschieht dann meistens von einem auf den anderen Tag. 

Aber, wie gesagt, im Moment ist erst mal noch krasser Winter angesagt. 

Am Chalet hat es nochmal geschneit - ca. 20 cm und das ist noch lange nicht das Ende. 




Aber mit Sonne, wunderbaren Schnee und Skiern oder Schneeschuhen, lässt es sich aushalten. Das Eis auf dem See bricht, wie immer, niemals vor Ende April. Daran habe ich mich mittlerweile gewöhnt. 

Québec halt.