Was für ein Trip - was für eine coole Zeit.
Ob auf slowenischen Offroad Pisten oder in den Dolomiten.
Ob in Würzburg, am Reisighof oder am Großglockner.
Was für eine schöne Zeit.
Was für ein Trip - was für eine coole Zeit.
Ob auf slowenischen Offroad Pisten oder in den Dolomiten.
Ob in Würzburg, am Reisighof oder am Großglockner.
Was für eine schöne Zeit.
Ich war mächtig unterwegs die letzten Tage.
Südbayern ohne Ende.
Dann Oberfranken, inklusive Gemeindefußballturnier und gegen Ende dieser Woche geht es dann Richtung Zagreb wo ich mich mit Sohnemann treffen werde.
Eine geile Zeit.
Donnerstag gab es eine kleine Feier im Büro welche dann etwas länger gedauert hat als gedacht und Freitag haben wir etwas Geburtstag nach gefeiert.
Am Samstag bin ich dann hoch an die Hütte gefahren um erste Aufräumarbeiten vorzunehmen. Es sah aus wie nach einem Bombenanschlag. Die 100 cm Schnee von vor drei Wochen waren tatsächlich weg.
Ansonsten sah es chaotisch aus, als hätten die Putlers eine Khalibr auf die Hütte abgeschossen. Und ich habe keine Patriots.
Aber nach ca. 10 Stunden Arbeit war alles soweit erledigt. Der ganze Plastikmüll des zusammengebrochenen Vordaches war eingesammelt und in Mülltüten verstaut und alles sah wieder einigermaßen aufgeräumt aus. Jetzt kann ich die Terrassen Überdachung wieder aufbauen. Insgesamt betrachtet war das alles nicht so wild, alles nur Materiel. Der Schaden hält sich in Grenzen.
Das ganze bei 25 Grad und strahlenden Sonnenschein. Absolute Stille. Herrlich. Zwei Tage arbeiten "Oberkörper frei" und kein Mensch weit und breit.
Der Rouge ist nach der Schneeschmelze unter "Hochdruck" - das geht echt ab. Hammer.
Insgesamt war es war einfach nur geil da oben so "rum zu wurschteln", bei besten Wetter. Das Bike läuft auch wie neu und die Fahrten am Rouge entlang sind einfach immer nur super.
Es war und ist mir ein Bedürfnis das heilige Land der Algonquin oder Anishinaabeg wie sie sich wohl selbst genannt haben, von jedweden Müll oder Plastik oder sonst was zu säubern. Außerdem habe ich, wie alle Deutschen, eine natürliche Abneigung gegenüber Müll und Dreck.
Die Hütte steht ja auf Algonquin Land und für dieses Volk war dieses Tal, angeblich, "sacred". Heilig. Also, Respekt.
Ich kann es nicht wirklich erklären oder beschreiben, aber wenn ich da oben bin, am See, an der Hütte, dann "komme ich runter". Wenn ich mit dem Kanu über das Wasser gleite und die totale, absolute Stille habe, dann ist das manchmal spirituel. Kann man, kann ich, nicht erklären. Da ist der Sternenhimmel über dir und ansonsten gibt es nur die Geräusche der Tiere im Wald. Der Ort ist simpel aber magisch. Ich kann die Algonquin gut verstehen.
Mein quebecer Reisighof. Natur.
yo, länger nix geschrieben.
Also, was geht?
erst mal die Lage. Alles gut soweit. Lili ist im "grünen Bereich", Emile ist in Paris, Hans im Büro und Sophie im Ruhestand. Wie letzteres geht kann ich auch nicht erklären. Aber es ist halt so.
Mir läuft die Zeit davon weil ich nur noch knapp zweieinhalb Wochen habe bevor ich nach Minga fliege und ich habe einige "Dossiers" noch auf dem Schreibtisch. Dach. Chalet. Jahresabschluss. Hauptversammlung. Und so weiter.
Termin nach Termin, Deadline after deadline. So ist das Leben. Die finale deadline ist das Leben. Die englische Sprache weiß das zu würdigen.
Wie ist der Plan? Nun, am Wochenende werde ich versuchen im Chalet das Chaos der Apokalypse einigermaßen zu mindern. Ich werde halt aufräumen und den ganzen Müll aufsammeln. Das Plastikdach des Vordaches ist zertrümmert und hat sich sicherlich in 1000 Teile aufgelöst.
Dann muss noch das Dach in Montreal saniert werden und ich denke das ist es dann erst mal. Danach geht es ab nach Minga. Den Rest erledige ich, wenn ich wieder hier bin.
Der Plan ist also folgenderweise: erst mal Job in Minga, Rosenheim, Passau und Regensburg, dann ein paar Tage Oberfranken und danach Roadtrip nach Zagreb und treffen mit Sohnemann. I frei mi scho.
Zudem werde ich gerade in Europa sein wenn die frei Welt - höchstwahrscheinlich - die Stalinisten unter Putler nieder bügeln werden. Slava Ukraini. Es lebe die Freiheit.
Liese hat mich vorhin per email gefragt, ob man das unter den gegebenen Umständen überhaupt noch wünschen dürfe? Frohe Ostern? Ich denke schon.
Es ist doch das Fest der Auferstehung, oder? Wenn ich das als Atheist so betrachten darf?
Also das Fest des Wiederaufbaus. Das Weiterlebens. Ob politisch - militärisch in der Ukraine, ob in der Türkei, ob sonst wo. Ob materiel oder spirituel.
Das Leben geht weiter. Immer.
Ostern, mit der traditionellen deutschen Friedensbewegung darf das. Ich denke man darf Frieden "fordern". Muss Frieden fordern. Was denn sonst?
Aufbruch, Blick nach vorne, Hoffnung. Niemand will Krieg oder den Konflikt. Ausser ein paar krass durchgeknallten Russen - im Moment noch jedenfalls - und auch das wird vorbeigehen, wie so vieles andere Übel davor.
Wir hatten hier ein krasses Wochenende mit einer totalen Energie Apokalypse. Der Eissturm hat in der Nacht auf Donnerstag ein Drittel der Bevölkerung vom Stromnetz getrennt. Rien ne va plus. Herabstürzende Äste und umfallende Bäume haben das Netz zerstört.
Wenn in Quebec der Strom ausfällt, aus welchen Grund auch immer, dann ist auch die Heizung aus. Bei dem hiesigen Klima kann das dann sehr schnell sehr grenzwertig werden. 80% aller Haushalte heizen mit Strom, u.a. mit Luft-Luft Wärmepumpen. Ich habe davon übrigens etliche im Büro und wir haben letztes Jahr auch eine im Haus eingebaut und das funktioniert prima. Sehr effizient.
Das Büro hatte ich am Donnerstag schon mal prophylaktisch geschlossen.
Dann war auch tatsächlich Stromausfall bei uns und wir haben improvisiert. Ich habe so ein Notfall "Powerpack", damit können wir z.B. die Handys laden etc. !
Dann habe ich einen Ethanol Ofen. Das ist eher für das gelegentliche Ambiente geeignet als denn als wirklicher Heizungs Ersatz. Aber kurzfristig kann man damit ein bißchen Heizen. Es gilt auch vorsichtig zu sein, denn ca. 50 Menschen mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden weil sie z.B. BBQs oder Propan Camping Zeugs als Heizung verwendet haben. Im Innenraum. Kohlenstoffmonoxid. Tödlich.
Zwei Menschen sind von herabfallenden Ästen getötet worden. Das Ganze ist also nicht gänzlich ungefährlich. Alle Parks waren erstmal gesperrt.
Natürlich war ich ein wenig besorgt um das Chalet. Wenn in Montreal schon Chaos herrscht, was ist dann da oben in der Pampa los?
Steht die Hütte noch? Nachdem wir vor zwei Wochen den "Volltreffer" bekommen haben?
Also, zuerst mal ist am Chalet noch tiefster Winter. Es liegen unfassbare 120 cm Schnee. Kompakt. Nächtliche Tiefsttemperatur: minus 11 Grad!
Zweitens, ich bin nicht der einzige Idiot am See der geglaubt hat, seine bauliche Struktur würde das aushalten.
Nach zwei Stunden intensiver Arbeit hatte ich sogar ein "Plätzchen" frei zum Sitzen.
Mein Nachbar, Mike, wird noch ein bisschen warten müssen bevor er seinen Pickup bewegt. Wenigstens kann er das Fahrzeug schon wieder sehen. LOL.
Montreal sah flächendeckend so aus.
Ich muss das mal statistisch überprüfen, aber das könnte einer der schneereichsten Winter der letzten 20 Jahre gewesen sein.
p.s. Emile ist am Sonntag nach Lissabon geflogen. Von da aus geht es weiter nach Porto, Madrid, Barcelona, Nizza, Montpellier, Paris, Brüssel, Amsterdam, Berlin, Minga (Dachau und Bergen), Cinque Terre, Florenz, Siena, Rom, Bari, und dann weiß ich nicht mehr genau wohin. Jedenfalls will ich ihn dann am Ende seines Europatrips in Zagreb auflesen um noch einen kleinen gemeinsamen Vater-Sohn Roadtrip zu machen. Mit dem Motorradl.
Gestern Nachmittag ging der Regen in Eisregen über und es hat die ganze Nacht gewütet. Halb Montreal ist noch ohne Strom. Da 80% mit Strom heizen, heißt das auch: keine Heizung. Da muss ich an die Menschen in der Ukraine denken.
In unserer Strasse hatten wir Schwein, der Strom war nur ein paar Stunden weg und wir sind komischerweise eine der wenigen Strassen im ganzen Viertel welche wieder am Netz ist.
Der lang anhaltende Eisregen hat Bäume umstürzen lassen und vor allem sind unglaublich viele Äste unter der immensen Eislast abgebrochen und haben zum totalen Stromausfall geführt. Die halbe Stadt ist noch im "Blackout". Alle Schulen und öffentliche Einrichtungen sind geschlossen.
Es sieht aus wie Sau.
Überall Eis. Gut das ich den neuen Zaun relativ stabil gebaut habe.

Am Chalet ist totaler Stromausfall und es kann Tage dauern bis das wieder repariert wird. Morgen fahre ich mal hoch an den See zum Aufräumen und zum Inspizieren. Ich bin gespannt. Hoffentlich steht die Hütte noch. Außerdem muss ich die Kettensäge mitbringen, zum Aufräumen.
Alter, d.h. ich kann jetzt die nächsten 6 Wochen mit Reparaturarbeiten verbringen. Prost Mahlzeit.

https://www.youtube.com/watch?v=WNQ6f0vPmTE
Habeck: you are the man!!!
https://www.youtube.com/watch?v=V7Xdqgwz_NQ
Keupp: ich hoffe du hast recht.
Eigentlich wollte ich am am Wochenende ganz gepflegt mit Freunden zum Langlauf gehen aber am Samstag Vormittag hat mir ein Kumpel dann ein Bild vom Chalet - von unserem Chalet - getextet und das sah gar nicht gut aus.
Das Vordach schien unter der Schneelast komplett zusammengebrochen zu sein und es sah auch so aus, als ob die Fenster zertrümmert seien.
Panik. Ist die Hütte eingestürzt? Vor ein paar Jahren hat mir die Schnee und Eis Masse auf dem Dach schon mal den Edelstahlkamin "weggeschoben" und dann hast du ein "Loch" im Dach. Nicht gut. Vor allem bei den hier herrschenden Witterungsbedingungen.
Also, nix wie ab und hoch an den See.
Zudem wurde ein hammerharter Schnee Sturm angesagt und man sollte, falls möglich, nicht mit dem Auto fahren bzw. einfach mal schön Zuhause bleiben. Blizzard Warnung. Scheiße.
Es war also auch noch ein Rennen gegen die Zeit. Der Blizzard sollte gegen Abend einsetzen. Also blieben mir ca. drei Stunden um Schadensbegrenzung zu betreiben. Alter.
Bei der Ankunft dann die Apokalypse. Als hätten die Russen eine Khalibr Rakete auf unsere Hütte abgefeuert. Sieht aus wie in der Ukraine. Einzig: unser Feind ist nur der Schnee und das Klima.
Bei ca. 500 kg pro Kubikmeter mögen das so ca. 15 Tonnen gewesen sein, ohne die Holzstruktur.
Es ist unfassbar. Der "Zimmerer" hat alles relativ überdimensioniert, d.h. wir haben das Ding so gebaut, das es de facto unmöglich ist, dass die Struktur zusammenbricht. Okay, das Plastikdach könnte durch brechen, im Extremfall. Aber die komplette Struktur???? Nie im Leben.
Gegen 16 Uhr, und nachdem ich die Hütte so einigermaßen improvisiert dicht gemacht habe, kam der Schneesturm. Boy, oh boy. Es hat geblasen wie die Sau. Ich denke das war der schlimmste Sturm dieses Winters. Blizzard. 20 cm Neuschnee und wie gesagt, Wind ohne Ende. Hammer, hat das geblasen. Krass.
Aber mit "Bullerofen", einem guten Glas Roten und der neuesten Ausgebe von "Die Zeit" läßt sic auch so eine Nacht gut überstehen. Sofern die Bude noch steht und dicht ist. Die Tür hat auch einen "Treffer" abbekommen, aber das kann ich wieder hin "dengeln".
Die Hütte als solche hat insgesamt - Gott sei Dank - nicht viel abbekommen und das ist das wichtigste. Ansonsten beginnt jetzt die "Sanierungsphase" - allerdings muss ich noch mindestens 4 Wochen warten bis der verdammte ganze Schnee geschmolzen ist - vorher geht leider gar nichts.
Unglaublich. Die Ruhe nach dem Sturm. Jetzt beginnt der Wiederaufbau. Allerdings verstärkt.
Die Tage werden länger und es wurde hier bereits auf Sommerzeit umgestellt was dann immer einen riesigen Unterschied macht, wie ihr alle wisst.
Vergangene Woche waren wir, mehr oder weniger, fast nur "oben" in der Hütte. Entweder solo, mit Freunden oder mit Lili und Freundin.
Darüber hinaus haben wir am Chalet eines Freundes und Kollegen zusammen mit etliche Kollegen eine längere Schneeschuhtour organisiert. Viel winterlicher konnten die Rahmenbedingungen fast gar nicht sein. Schneefall und hammer harter Winter.
Die Wettervorhersage sagt noch Winter bis ca. Ostern voraus und dann sollte es aber auch irgendwann mal den Schalter schnell umlegen. Ich warte auf "den magischen Tag". D.h. der Tag an welchem die Temperatur plötzlich so auf ca. 20 Grad steigt und die südliche, italienische Sonne dann sofort ein ultimatives Frühlingsgefühl gibt. Oder ein schon fast sommerliches. Das geschieht dann meistens von einem auf den anderen Tag.
Aber, wie gesagt, im Moment ist erst mal noch krasser Winter angesagt.
Am Chalet hat es nochmal geschneit - ca. 20 cm und das ist noch lange nicht das Ende.
Québec halt.
Es wird ja irgendwann langweilig. Es schneit und schneit und schneit. Immer so zu. Das ist Quebec.
In Südtirol liegen dürftige 20 cm auf 2000 Meter, die Talabfahrt ist ein jämmerlicher weißer Streifen. Und dann so etwas als Kontrast: ein Wochenende am Chalet, im März.
Montreal war, mehr oder minder, schneefrei. D.h. das wird ja hier immer weg gefräst und die Stadt wird vom Schnee "befreit". Ansonsten könnte kein Auto mehr parken, kein Bus mehr fahren und das öffentliche Leben würde, de facto, zusammenbrechen. Deswegen wird es einem nicht wirklich bewusst wie viel von dem weißen Zeugs da eigentlich tatsächlich runterkommt.
Am Chalet, also ca. 125 km weiter nordwestlich kommt man dann in eine andere Welt. Es ist - auch nach all den Jahren - immer wieder verblüffend, unglaublich, einfach nicht zu fassen für einen Franken, was da an Schnee liegt bzw. fällt. Jedes Jahr muss ich es mit eigenen Augen sehen, ansonsten würde ich es nicht glauben.
Einfach nicht zu fassen. Am Freitag Nachmittag, bei Ankunft, lagen ca. 150 cm und in der Nacht auf Samstag hat es 25 cm geschneit. Ich musste also erst mal meine Schaufel ausgraben, danach über eine 2 Meter Wand klettern um mir dann den Weg zur Tür ebnen zu können. Die Balkontür habe ich nicht freigeschaufelt, keine Chance.
D.h. aber auch, das es ideale Backcountry Ski Bedingungen gab. Also rauf auf den Berg und dann über irgendein Tal im Tiefschnee im Wald abfahren. Genial.
Alles Pulver und man kann Strecken fahren, welche nur bei dieser Schneehöhe und nur bei diesen Bedingungen machbar sind.
p.s. super angenehme Temperaturen - der Frühling kommt. Die Sonne wird stärker. In der Hütte war es super schnell bullen warm.
Zwei Wochen gehen schnell rum.
Beim Abflug in Montreal hatte ich noch 10 Grad Celsius plus und bei der Ankunft in Minga -2!
Die Schneelage in Südtirol war katastrophal - es muss wohl wochenlang nicht mehr geschneit haben. Es war auch unglaublich warm für die Jahreszeit. Teilweise bis zu 15 Grad plus. Unglaublich.
Dennoch waren die Pisten tip-top präpariert und auch die Langlaufpisten waren in hervorragenden Zustand.
Bei Emmi, unserer Wirtin, war alles wie immer: gutes Essen. Klasse Abende in der Sauna und lange Abende.
So ein später Nachmittagslanglauf im Fischleintal ist immer wieder genial.
Andererseits sieht die Piste im unteren Teil des Skigebietes (Südseite) so aus:
Erbärmlich. So sieht die "Zukunft" des Skifahrens in den Alpen aus.
Kunstschnee. Ansonsten ginge nichts mehr. Oberhalb von 1600 Metern lag zwar etwas Schnee aber insgesamt auch da viel zu wenig.
Aber wir lassen uns den Spaß nicht verbieten. Nicht gänzlich jedenfalls.
Jetzt geht es zunächst mal zurück in den Winter. Für Montreal sind morgen und am Mittwoch ca. 35 cm angekündigt. Richtiger Schnee. D.h. auch, dass ich jetzt noch ca. 4 Wochen auf die Piste kann - Langlauf und Alpin mit ca. 200 cm Schnee.
Einzig das Dolomitenflair werde ich ein wenig vermissen. Es hat einfach was!
Die Wettervorhersage, die Medien, Presse, etc., haben alle das kälteste Februarwochenende seit 100 Jahren vorhergesagt.
Mit Tiefsttemperaturen von bis zu minus 45 Grad. Es wurden Vorbereitungen für die Unterbringung von auf der Strasse lebenden Menschen getroffen. Die Metro sollte offen bleiben und es würde "toleriert", dass man da schlafen könne. Notunterkünfte wurden eingerichtet.
Der staatliche Energieversorger Hydro Quebec hat die Bevölkerung vorausschauend darum gebeten, die Thermostate um ein bis zwei Grad runter zu stellen und während der "peak Zeiten", d.h. während der Phase des Hauptkonsums, also am Morgen von 6 bis 8 und am Abend von 17 Uhr bis 20 Uhr, bitte nicht zu duschen oder Wäsche zu waschen oder den Geschirrspüler anzumachen. Es wurde empfohlen zu Hause zu bleiben und sich nicht aus dem Haus zu bewegen.
Wie ich es schon mal erwähnt habe, ist mein absoluter Temperatur Minus Rekord im Jahre 1997 gewesen. In Anwesenheit von Herrn Dr. Michael Loos. Minus 36, ohne Wind. Und ohne Doktor damals. LOL.
Jedenfalls hat mich das dazu inspiriert um zu testen wie man das am Chalet überleben kann und ob das am Chalet möglich ist.
Ich bin dann am Freitag, direkt nach meinem Team Meeting, aufgebrochen und bei ca. minus 20 Grad und leichten Schneeverwehungen hoch an den See gefahren.
Die Kupplung des Autos war am Anfang so schwergängig, dass ich sie immer mit dem Fuss manuell zurückholen musste. Bis das Öl sich einigermaßen aufgewärmt und verdünnt hatte.
Die Fahrt, ca. 1,5 Stunden, war relativ okay, ein Pickup im Straßengraben. Ansonsten ein paar Schneeverwehungen aber nichts wirklich ernsthaftes.
Ich habe gute Winterreifen drauf und der Matrix liegt und fährt sich gut auf Schnee.
Am See gibt es einen steilen Anstieg und da kann es grenzwertig werden aber es war alles okay. Unser Winterdienst hat hervorragende Arbeit geleistet und ich konnte problemlos bis zur Hütte fahren.
Im Radio wurde gewarnt, dass es bei Windchill ca. 8 Minuten dauern würde bis es zu Erfrierungen der Haut kommen würde.
Da jetzt noch eine Skibrille drüber, dann ist alles okay.
War aber nicht notwendig. Ich hatte meine Extrem North Face Jacke dabei. Die brauche ich meistens nur ein oder zwei mal im Jahr. Das Teil ist derartig hammer warm, man glaubt es nicht.
Jetzt zur Innentemperatur:
Minus 10 Grad Celsius. Das ist krass, selbst für meine kanadischen Verhältnisse. Limit. Das Bild habe ich nach einer halben Stunde gemacht, da war der Holzofen schon an und die Gasheizung.
Tja, und jetzt beginnt mein Experiment: ist es möglich die Hütte auf angenehme Wärme zu bringen. Im überschaubaren Zeitrahmen. Die Hütte ist ein Gefrierschrank.
Innerhalb einer Stunde, unter Einsatz aller Heizmöglichkeiten, d.h. Holzofen, Gasheizung und Elektroheizkörper, war ich auf Null.
Nach zwei Stunden bei plus 10 und nach vier Stunden bei plus 15. Dann ging es nicht mehr weiter.
Die erste Stunde habe ich mich draußen beschäftigt und Schnee geschippt, etc., das hält einen Warm. Aber irgendwann hast du keinen Bock mehr. Gott sei Dank habe ich die Infrarotwärme Kabine und die hat dann irgendwann eine angenehme "Raumtemperatur". D.h. ich kann mich alle halbe Stunde mal so ca. 5 Minuten in die Sauna begeben und dann bin ich wieder okay für eine Stunde bei 15 Grad - innen.
Der Holzofen verarbeitet super gutes Hartholz, Buche, und produziert irgendwann ca. 5 KW.
Das ist dann innen einigermaßen okay, etwa 20 Grad, aber bis sich das Holz, alles, die Küche, die Teller, alles in der Hütte aufheizt kann es noch ein paar Stunden dauern.
Die größte Überraschung war meine Latex Matratze. Die war steif gefroren. Wie Beton.
Ich habe schon begonnen zu zweifeln ob das jetzt wirklich so eine gute Idee war dieses Experiment zu wagen aber, als ich um zwei Uhr morgens aufstand um neues Holz aufzulegen, hatte ich 28 Grad in der Hütte. Super geil. Die Matratze war mittlerweile auch okay.
Am Samstag morgen waren dann zwar minus 32 Grad aber es war windstill. Sonne. Super geile Tiefschnee Abfahrten mit den Back County Skiern.
Ich hatte auch noch eine Ersatzbatterie für das Auto mitgenommen, für alle Fälle.
Früher konnte man die Autos noch an so eine elektrische Motorblock Heizung anhängen, aber die neueren Autos haben das nicht mehr. Sicher ist also sicher.
Abschließend betrachtet: yep, die Hütte funktioniert auch bei minus 35 Grad. Mit leichten Einschränkungen.
Taucht!!!!