Zwischen diversen Hockey Trainingseinheiten, inmitten chaotischer Verkehrsverhältnisse aufgrund des Montrealer Marathonlaufes (welcher praktisch um unser Haus herum zu verlaufen scheint ..... - mit totalen Strassensperrungen usw. ...), einer netten Party bei meinen Argentinisch-Portugiesischen Kumpels, dem Besuch eines Major League Soccer Spiels und meinem eigenen Fußballspiel am Sonntag morgen, hatten wir am Sonntag Nachmittag tatsächlich noch die Muse um meinen Kollegen und Freund David einen Besuch abzustatten.
Der lebt seit ca. 2 Jahren das klassiche Pendlerleben, d.h. er wohnt ca. 40 Minuten südöstlich von Montreal und kommt jeden Tag mit Zug und Bus in die Stadt. Dafür hat er sich aber eine Alpaga Farm aufgebaut. Bzw. ist noch mittendrin ....
Emile versucht ein Babyalpaga zu tragen.
Schöner Blick in die Pampa am Richelieu Fluss.
Die Tiere sind erstaunlich Pflegeleicht und relativ zutraulich - haustierähnlich. David verkauft die extrem hochwertige Wolle bzw. produziert daraus Klamotten.
Hier seine Webseite - auch in Englisch.
Die Gegensätze könnten grösser kaum sein - auf der einen Seite eine 2 Millionen Stadt mit allem was damit zusammenhängt und auf der anderen Seite, kaum 30 Minuten entfernt, die totale Pampa mit Landwirtschaft, Alpagas usw.. Andererseits vielleicht best of both worlds.
Lili will jedenfalls - verständlicherweise und natürlich auch weil sie ja auch den Reisighof kennt und dort gelebt hat - ab sofort auf einem Bauernhof wohnen.
Sonntag, 23. September 2012
Freitag, 21. September 2012
Bundesliga in Nordamerika
Eine Wiederholung von letzter Wochen und zwei Spiele live.
Am Sonntag kommt dann noch Leverkusen und Stuttgart, jeweils live, soviel Zeit hat kein Mensch. Mitte der Woche dann noch Champions League.
hier das Samstagsprogramm:
(jedenfalls sind die Zeiten vorbei da man sich Videokassetten mit irgendwelchen vergangenen BL Spieltagen zusenden lassen mußte).
Am Sonntag kommt dann noch Leverkusen und Stuttgart, jeweils live, soviel Zeit hat kein Mensch. Mitte der Woche dann noch Champions League.
hier das Samstagsprogramm:
(jedenfalls sind die Zeiten vorbei da man sich Videokassetten mit irgendwelchen vergangenen BL Spieltagen zusenden lassen mußte).
| 12:00 am | Bayern Munich x Mainz 05 in 60' |
| 1:00 am | GolTV News |
| 1:30 am | Velez Sarsfield x River Plate in 60' |
| 2:30 am | GolTV News |
| 3:00 am | Velez Sarsfield x River Plate in 60' |
| 4:00 am | Bayern Munich x Mainz 05 in 60' |
| 5:00 am | GolTV News |
| 5:30 am | Oh My Gol! |
| 6:00 am | Programacion Paga |
| 9:30 am |
|
| 11:30 am |
|
| 1:30 pm | Bundesliga Magazine |
| 2:00 pm | Oh My Gol! |
| 2:30 pm |
|
| 4:30 pm | Oh My Gol! |
| 5:00 pm | Oh My Gol! |
| 5:30 pm |
|
| 7:30 pm | Oh My Gol! |
| 8:00 pm | Bundesliga- Shalke 04 x Bayern Munich |
| 10:00 pm | Bundesliga- Hamburg x B. Dortmund |
Donnerstag, 20. September 2012
Vermischtes
Bezüglich Energiepreise:
die Energieerzeugung erfolgt in Quebec ja per eigenem Staatsbetrieb. Hydro-Quebec genannt. Riesending. Vor zwei Tagen stand in La Presse (eigentlich ein "Schweinsblatt", aber es gibt nicht viel Alternativen ...), daß durch die Tatsache, daß letztes Jahr weniger Strom verbraucht wurde, die Tarife dieses Jahr steigen werden. Das kommt dadurch zustande, daß HQ weniger Strom an seine Quebecer Kunden verkaufen konnte, dadurch weniger Gewinn gemacht hat und somit dieses Jahr die Preise angepaßt werden damit die - gesetzlich - festgelegte Gewinnspanne erreicht wird. Exportieren (und mit Gewinn verkaufen, z.B. an die USA) konnten sie die überschüssige Energie scheinbar auch nicht. Wundersam.
Ich habe bei der Gelegenheit mal unsere Energiekosten überprüft da wir dieses Jahr im Herbst noch die alten Fenster austauschen und ich eigentlich auch mal die ganze Hauswand isolieren wollte. Letzteres allerdings erst nächstes Jahr.
Dabei habe ich zu meiner Überraschung festgestellt, daß wir nur ca. 1500 $ Gesamtenergiekosten pro Jahr haben. D.h. Heizung, Strom und Warmwassererzeugung zusammen. Unglaublich. Für immerhin fast 120 m2 Wohnfläche. Ich muß mal durchrechnen wieviel kw/h wir eigentlich so im Jahr verbrauchen und was wir da in Deutschland zahlen müssten. Und da hatte ich schon ein schlechtes Gewissen wegen der Sauna ....
Oder mit anderen Worten, der Strom ist hier tatsächlich immer noch saubillig und deshalb gibt es auch nicht sehr viel Motivation oder Anreize um Energie zu sparen. Alleine die Fenster werden uns 4000 $ kosten. Bis sich diese Investition amortisiert hat vergehen möglicherweise Jahrzehnte.
Der einzige Pluspunkt ist die Tatsache, daß (fast) alles mit Wasserkraft erzeugt wird. Aber trotzdem. Die beste Energie ist immer noch die, welche nicht verbraucht wird .....
Themawechsel:
mein nächstes Projekt. Dachterrasse. Fast abgeschlossen. Fehlt noch die Treppe und ein wenig Design. Wobei ich ja schon einen Stuhl gefunden habe ...
Man beachte das St. Ambroise am Bildrand. Darf natürlich nicht fehlen ....
Jetzt könnte ich noch eine SPA und einen Wintergarten oben drauf setzen - dann bestünde aber Einsturzgefahr aufgrund der statischen Probleme. Genehmigung habe ich - logischerweise - auch keine. Ich sage einfach, "das war schon immer so".
Das Prinzip der "Genehmigungen" ist hier ein durchaus interessantes. Es geht nämlich nicht darum über die Genehmigung irgendwelche Gebühren einzutreiben sondern darum, überhaupt zu wissen wer welche Sanierungs-, Umbau-, oder sonstigen "wertsteigernden" Maßnahmen umsetzt. Die Grund- und auch die Schulsteuer ist an einen Schätzwert der Immobilie geknüpft und dieser hängt halt u.a. auch von solchen Maßnahmen ab. Hätte ich das Projekt offiziell gemacht, käme im Frühjahr sofort ein erhöhter Steuerbescheid.
die Energieerzeugung erfolgt in Quebec ja per eigenem Staatsbetrieb. Hydro-Quebec genannt. Riesending. Vor zwei Tagen stand in La Presse (eigentlich ein "Schweinsblatt", aber es gibt nicht viel Alternativen ...), daß durch die Tatsache, daß letztes Jahr weniger Strom verbraucht wurde, die Tarife dieses Jahr steigen werden. Das kommt dadurch zustande, daß HQ weniger Strom an seine Quebecer Kunden verkaufen konnte, dadurch weniger Gewinn gemacht hat und somit dieses Jahr die Preise angepaßt werden damit die - gesetzlich - festgelegte Gewinnspanne erreicht wird. Exportieren (und mit Gewinn verkaufen, z.B. an die USA) konnten sie die überschüssige Energie scheinbar auch nicht. Wundersam.
Ich habe bei der Gelegenheit mal unsere Energiekosten überprüft da wir dieses Jahr im Herbst noch die alten Fenster austauschen und ich eigentlich auch mal die ganze Hauswand isolieren wollte. Letzteres allerdings erst nächstes Jahr.
Dabei habe ich zu meiner Überraschung festgestellt, daß wir nur ca. 1500 $ Gesamtenergiekosten pro Jahr haben. D.h. Heizung, Strom und Warmwassererzeugung zusammen. Unglaublich. Für immerhin fast 120 m2 Wohnfläche. Ich muß mal durchrechnen wieviel kw/h wir eigentlich so im Jahr verbrauchen und was wir da in Deutschland zahlen müssten. Und da hatte ich schon ein schlechtes Gewissen wegen der Sauna ....
Oder mit anderen Worten, der Strom ist hier tatsächlich immer noch saubillig und deshalb gibt es auch nicht sehr viel Motivation oder Anreize um Energie zu sparen. Alleine die Fenster werden uns 4000 $ kosten. Bis sich diese Investition amortisiert hat vergehen möglicherweise Jahrzehnte.
Der einzige Pluspunkt ist die Tatsache, daß (fast) alles mit Wasserkraft erzeugt wird. Aber trotzdem. Die beste Energie ist immer noch die, welche nicht verbraucht wird .....
Themawechsel:
mein nächstes Projekt. Dachterrasse. Fast abgeschlossen. Fehlt noch die Treppe und ein wenig Design. Wobei ich ja schon einen Stuhl gefunden habe ...
Man beachte das St. Ambroise am Bildrand. Darf natürlich nicht fehlen ....
Jetzt könnte ich noch eine SPA und einen Wintergarten oben drauf setzen - dann bestünde aber Einsturzgefahr aufgrund der statischen Probleme. Genehmigung habe ich - logischerweise - auch keine. Ich sage einfach, "das war schon immer so".
Das Prinzip der "Genehmigungen" ist hier ein durchaus interessantes. Es geht nämlich nicht darum über die Genehmigung irgendwelche Gebühren einzutreiben sondern darum, überhaupt zu wissen wer welche Sanierungs-, Umbau-, oder sonstigen "wertsteigernden" Maßnahmen umsetzt. Die Grund- und auch die Schulsteuer ist an einen Schätzwert der Immobilie geknüpft und dieser hängt halt u.a. auch von solchen Maßnahmen ab. Hätte ich das Projekt offiziell gemacht, käme im Frühjahr sofort ein erhöhter Steuerbescheid.
Mittwoch, 19. September 2012
kurzer Nachtrag zum Besuch von Michi und Birte
Emile fängt während der Herbst/Wintersaison an Eishockey zu spielen. Um den Sack mit der Ausrüstung zu transportieren braucht man einen Lastwagen. Der Goalie hat etwa drei mal soviel Zeugs.
Da lob ich mir Fußball - zur not barfuß ........
Michi und Birte sind ja wieder gut angekommen. Ich habe heute bei der Durchsicht noch ein paar Photos gefunden.
Eine richtige kanadische Behausung. Aber die Winter sind da oben so lange, die Wege doch ein wenig weit, so daß sich selbst die Hartgesottensten überlegen ob sie nicht lieber mal wieder in die Stadt ziehen.
Das mit der Nummer Zehn ist schon ein wenig Blasphemie, oder Michi???? Alex die 12 ist okay, sitzt halt auf der Bank. Ich mit der 22 von Klinsi geht auch noch - aber nach dem M müsste essi stehen und nicht ichi. Schreibfehler. Kommt vor ......
Concerto Classico mit dem iPad als Notenblatt.
Schöne Pferde!!!
Da lob ich mir Fußball - zur not barfuß ........
Michi und Birte sind ja wieder gut angekommen. Ich habe heute bei der Durchsicht noch ein paar Photos gefunden.
Eine richtige kanadische Behausung. Aber die Winter sind da oben so lange, die Wege doch ein wenig weit, so daß sich selbst die Hartgesottensten überlegen ob sie nicht lieber mal wieder in die Stadt ziehen.
Das mit der Nummer Zehn ist schon ein wenig Blasphemie, oder Michi???? Alex die 12 ist okay, sitzt halt auf der Bank. Ich mit der 22 von Klinsi geht auch noch - aber nach dem M müsste essi stehen und nicht ichi. Schreibfehler. Kommt vor ......
Concerto Classico mit dem iPad als Notenblatt.
Schöne Pferde!!!
Samstag, 15. September 2012
Pedelec - ein erster Erfahrungsbericht
Elfie hat mir vorgestern eine "anzügliche" mail geschickt, genre, "na ja, in deinem Alter braucht man dann doch wohl ein Fahrrad mit Elektromotor" oder so ähnlich ......
Die ganze Family ist ja voller Fahrradfreaks - Olaf, Liese, Elfie, Bernharnd (andere Liga). Aber ich bin mir sicher, jeder von euch wäre von dem System sofort mehr als begeistert.
Mir geht es ja darum, damit JEDEN Tag ENTSPANNT auf die Arbeit und auch wieder zurück zu kommen.
Bionx?
Ich hatte (und habe im Prinzip) keine Ahnung was das eigentlich ist. Ein Elektronabenmotor hinten im Rad und eine Batterieteil unten im Rahmen. Plus Steuereinheit vorne am Lenker. Mit diesem Bionx System packe ich ca. 7,5 kg Zusatzgewicht auf das Rad. Kann auf JEDEM x-beliebigen Rad nachgerüstet werden. Total bin ich jetzt wohl so bei 17 bis 18 kg Gesamtgewicht. Ich muß das Farrad ja auch noch die Treppe bei uns hoch- und runterbekommen. Tragend. Das geht aber noch relativ gut.
Die Optik: Ein normales Fahrrad - kein Scooter, Mofa oder ähnliches (obwohl es da auch ganz nette Sachen gibt mittlerweile ...).
Die Nutzbarkeit: Wenn ich den Bionx-Akku demontiere, habe ich im Prinzip ein ganz normales Fahrrad, das sich nicht wesentlich schlechter fahren sollte - ich habs noch nicht wirklich probiert aber es sollte gehen.
Der Preis: einigermaßen gesalzen - leider. 2000 $ (System und Fahrrad). Gebraucht habe ich aber auch schon etliche Fahrräder im "humaneren" Bereich zwischen 500 und 1500 $ gesehen. Ich sehe es als Investment und ich spare im Prinzip auch etliches an Benzin ein, selbst wenn ich hier auf Grund der klimatischen Bedingungen nur von März bis November fahren kann.
Das Bionx System scheint insgesamt ausgereift zu sein. Mal sehen ob die versprochene km Leistung von 60000 (laut Händler) möglich ist. Beim Fahren fällt auf langen Strecken auf, das ich trotz allem nichts geschenkt bekomme. Das will heissen, wenn ich richtig Speed machen will muss ich auch ordentlich Drehmoment einleiten. Natürlich kann man auch gemütlich fahren, aber das System verleitet zum rasen. Ich muß aber letztlich doch immer ein wenig reintreten .....
Es gibt vier "Unterstützungsstufen". Auf Stufe 3 und 4 geht dann richtig die Post ab, es reicht um Innerorts mit den Autos gleichzuziehen. Oder schneller zu sein ......
Ich bin eigentlich immer auf 4 - also der maximal Stufe. Oder wie heißt es unter Motorradfahrern: "Hubraum ist durch nichts zu ersetzen außer durch MEHR Hubraum". Need for speed.
Da sind wir dann bei einem speziellen Thema, der Verkehr. Das schnelle Fahrrad ist Innerorts eine nicht ganz ungefährliche Sache. Helm ist - logischerweise - ein Muß und ich merke, daß die Bremsen immer top sein müssen weil du immer mit mächtig Speed unterwegs bist. Meine Motorradfahrerreflexe kommen mir sehr zugute!!!!! Scheibenbremsen wären wohl angebracht. Aber wie gesagt, man könnte wohl auch langsam fahren damit .......
Ich habe bis dato einen Weg durch und über den Park Mont Royal genommen, d.h. ein relativ langer Berganstieg. Der Antrieb macht speziell an der Steigung grossen Spass. Das Fahrgefühl ist harmonisch, die Unterstützung ist jederzeit spürbar, die Wechsel von Ein- und ausschalten sind keineswegs störend. Die Umschaltung auf die Bremsfunktion geht einfach.
Insgesamt täglich ca. 23 km Gesamtfahrstrecke pro Tag (hin und zurück) und wenn ich immer volle Pulle Saft haben will und dies auch bei dem längeren Berganstieg - d.h. maximale Stufe 4, ist der Akku noch bei ca. 15 % bei der Ankunft Zuhause. Somit muß ich die Batterie im Büro noch nicht mal laden und brauche somit auch kein Ladegerät mitnehmen.
Am Freitag habe ich zufällig die morgendlichen Staumeldungen im Radio gehört und ich mußte ein wenig Schmunzeln. Ähnlich wie bei den Leuten welche mich auf Rennrädern mit einer Affengeschwindigkeit überholen - kurzfristig. Eine einseitige Angelegenheit ......
Die ganze Family ist ja voller Fahrradfreaks - Olaf, Liese, Elfie, Bernharnd (andere Liga). Aber ich bin mir sicher, jeder von euch wäre von dem System sofort mehr als begeistert.
Mir geht es ja darum, damit JEDEN Tag ENTSPANNT auf die Arbeit und auch wieder zurück zu kommen.
Bionx?
Ich hatte (und habe im Prinzip) keine Ahnung was das eigentlich ist. Ein Elektronabenmotor hinten im Rad und eine Batterieteil unten im Rahmen. Plus Steuereinheit vorne am Lenker. Mit diesem Bionx System packe ich ca. 7,5 kg Zusatzgewicht auf das Rad. Kann auf JEDEM x-beliebigen Rad nachgerüstet werden. Total bin ich jetzt wohl so bei 17 bis 18 kg Gesamtgewicht. Ich muß das Farrad ja auch noch die Treppe bei uns hoch- und runterbekommen. Tragend. Das geht aber noch relativ gut.
Die Optik: Ein normales Fahrrad - kein Scooter, Mofa oder ähnliches (obwohl es da auch ganz nette Sachen gibt mittlerweile ...).
Die Nutzbarkeit: Wenn ich den Bionx-Akku demontiere, habe ich im Prinzip ein ganz normales Fahrrad, das sich nicht wesentlich schlechter fahren sollte - ich habs noch nicht wirklich probiert aber es sollte gehen.
Der Preis: einigermaßen gesalzen - leider. 2000 $ (System und Fahrrad). Gebraucht habe ich aber auch schon etliche Fahrräder im "humaneren" Bereich zwischen 500 und 1500 $ gesehen. Ich sehe es als Investment und ich spare im Prinzip auch etliches an Benzin ein, selbst wenn ich hier auf Grund der klimatischen Bedingungen nur von März bis November fahren kann.
Das Bionx System scheint insgesamt ausgereift zu sein. Mal sehen ob die versprochene km Leistung von 60000 (laut Händler) möglich ist. Beim Fahren fällt auf langen Strecken auf, das ich trotz allem nichts geschenkt bekomme. Das will heissen, wenn ich richtig Speed machen will muss ich auch ordentlich Drehmoment einleiten. Natürlich kann man auch gemütlich fahren, aber das System verleitet zum rasen. Ich muß aber letztlich doch immer ein wenig reintreten .....
Es gibt vier "Unterstützungsstufen". Auf Stufe 3 und 4 geht dann richtig die Post ab, es reicht um Innerorts mit den Autos gleichzuziehen. Oder schneller zu sein ......
Ich bin eigentlich immer auf 4 - also der maximal Stufe. Oder wie heißt es unter Motorradfahrern: "Hubraum ist durch nichts zu ersetzen außer durch MEHR Hubraum". Need for speed.
Da sind wir dann bei einem speziellen Thema, der Verkehr. Das schnelle Fahrrad ist Innerorts eine nicht ganz ungefährliche Sache. Helm ist - logischerweise - ein Muß und ich merke, daß die Bremsen immer top sein müssen weil du immer mit mächtig Speed unterwegs bist. Meine Motorradfahrerreflexe kommen mir sehr zugute!!!!! Scheibenbremsen wären wohl angebracht. Aber wie gesagt, man könnte wohl auch langsam fahren damit .......
Ich habe bis dato einen Weg durch und über den Park Mont Royal genommen, d.h. ein relativ langer Berganstieg. Der Antrieb macht speziell an der Steigung grossen Spass. Das Fahrgefühl ist harmonisch, die Unterstützung ist jederzeit spürbar, die Wechsel von Ein- und ausschalten sind keineswegs störend. Die Umschaltung auf die Bremsfunktion geht einfach.
Insgesamt täglich ca. 23 km Gesamtfahrstrecke pro Tag (hin und zurück) und wenn ich immer volle Pulle Saft haben will und dies auch bei dem längeren Berganstieg - d.h. maximale Stufe 4, ist der Akku noch bei ca. 15 % bei der Ankunft Zuhause. Somit muß ich die Batterie im Büro noch nicht mal laden und brauche somit auch kein Ladegerät mitnehmen.
Am Freitag habe ich zufällig die morgendlichen Staumeldungen im Radio gehört und ich mußte ein wenig Schmunzeln. Ähnlich wie bei den Leuten welche mich auf Rennrädern mit einer Affengeschwindigkeit überholen - kurzfristig. Eine einseitige Angelegenheit ......
Und schon sind zwei Wochen rum ....
Abflug. In zwei Stunden werden wir (Emile und ich) die Beiden (Birte und Michi) wieder zum Flughafen bringen.
Noch ein bißchen Hayday mit Birte spielen, ein bißchen Michi quälen und dann gehts ab.
Jedenfalls hatten wir alle viel Spaß haben viel unternommen. Jetzt wird es dann wieder ruhiger. Emile hat angefangen Hockey zu spielen - d.h. im Verein und hat zweimal die Woche Training. Mal sehen wie es ihm gefällt - so auf Dauer.
Noch ein bißchen Hayday mit Birte spielen, ein bißchen Michi quälen und dann gehts ab.
Jedenfalls hatten wir alle viel Spaß haben viel unternommen. Jetzt wird es dann wieder ruhiger. Emile hat angefangen Hockey zu spielen - d.h. im Verein und hat zweimal die Woche Training. Mal sehen wie es ihm gefällt - so auf Dauer.
Montag, 10. September 2012
Fahrradfahren in Montreal
Montreal ist eine super Stadt für Fahrräder. Vielleicht nicht ganz Amsterdam oder München aber für Nordamerika ganz anständig. Jedes Jahr gibt es mehr und mehr Fahrradwege und das Netz wird konstant ausgebaut. Angeblich gibt es morgens an bestimmten Kreuzungen sogar einen "Fahrradstau" weil soviele Leute unterwegs sind. Mittlerweile - aufgrund der großen Nachfrage - werden einige zentrale Fahrradwege auch im Winter geräumt und können benutzt werden. Ich bin am Anfang auch oft das ganze Jahr zur Metrostation gefahren. Von den drei vier Tagen mit Schneesturm mal abgesehen ging das immer ganz gut. Eigentlich. Für diese Einsatzzwecke nehme ich immer irgendwelche total verrosteten Kisten. Viele Leute schmeißen hier alte Räder weg, bzw. stellen sie einfach irgendwo ab und mit ein bißchen Bastelarbeit kriegt man die Dinger oft wieder zum laufen. Ein neues oder teureres Rad dafür zu benutzen würde keinen Sinn machen da - leider - das klauen von Rädern in Montreal ein nationaler Volkssport zu sein scheint. Jedenfalls wurden mir bis dato mittlerweile 5 Räder gestohlen. Selbst die größten Schrotträder werden nicht verschont. Das wertvollste an meinem letzten Rad (welches geklaut wurde), war das Kryptonite Schloß. 70 $. Das Fahrrad hatte ich gefunden und zusammengebastelt. Zwei der Räder sind an der Metrostation verschwunden und drei wurden mir direkt vor dem Haus entwendet. Bolzenschneider, Lastwagen - zack, zack und ab dafür. Hier ist mein diesjähriges Winterprojekt:
Ein totales Ratbike. Total korrodidert und wirklich fertig. Aber, den einen km zur Metrostation im Winter wird es allemal packen.
Im Übrigen hatte ich eine wahre "Erleuchtung" letzte Woche. Ich habe mir für den Weg zur Arbeit ein Elektrofahrrad gekauft und letzte Woche zum ersten mal getestet. Ein - im Prinzip - stinknormales Fahrrad. Einfach Gangschaltung, etc. - Norco - nichts außergewöhnliches. Das fantastische daran ist dasBio nx System. Einfach geil. Sagenhaft. Sensationell.
Ich bin damit ca. 25 km auf die Arbeit hin und wieder zurück gefahren (insgesamt) und kann es nur als "effortless" bezeichnen. Ohne jedwede Anstrengung. Man fliegt scheinbar dahin - immer mit minimalem Kraftaufwand. Es ist unglauuuuuuuuuuuuuuuuublich ............................................
Wer sowas mal probiert hat, der wird nie mehr etwas anderes fahren wollen. Ganz gleich ob Steigung oder grade - man gleitet mühelos dahin. Purer Spaß. Ich freu mich geradezu auf morgen früh, auf den Weg zur Arbeit. Außerdem hat das Fahrrad noch den Vorteil, daß ich damit nicht mehr über die Autobahn brettern muß. Ich fahre durch den Park. Den Mont Royal. Ich werde demnächst mal einen längeren Testbericht einstellen aber ich kann jetzt schon sagen das das System einfach genial ist.
Ein totales Ratbike. Total korrodidert und wirklich fertig. Aber, den einen km zur Metrostation im Winter wird es allemal packen.
Im Übrigen hatte ich eine wahre "Erleuchtung" letzte Woche. Ich habe mir für den Weg zur Arbeit ein Elektrofahrrad gekauft und letzte Woche zum ersten mal getestet. Ein - im Prinzip - stinknormales Fahrrad. Einfach Gangschaltung, etc. - Norco - nichts außergewöhnliches. Das fantastische daran ist dasBio nx System. Einfach geil. Sagenhaft. Sensationell.
Ich bin damit ca. 25 km auf die Arbeit hin und wieder zurück gefahren (insgesamt) und kann es nur als "effortless" bezeichnen. Ohne jedwede Anstrengung. Man fliegt scheinbar dahin - immer mit minimalem Kraftaufwand. Es ist unglauuuuuuuuuuuuuuuuublich ............................................
Wer sowas mal probiert hat, der wird nie mehr etwas anderes fahren wollen. Ganz gleich ob Steigung oder grade - man gleitet mühelos dahin. Purer Spaß. Ich freu mich geradezu auf morgen früh, auf den Weg zur Arbeit. Außerdem hat das Fahrrad noch den Vorteil, daß ich damit nicht mehr über die Autobahn brettern muß. Ich fahre durch den Park. Den Mont Royal. Ich werde demnächst mal einen längeren Testbericht einstellen aber ich kann jetzt schon sagen das das System einfach genial ist.
Aaachhernla - du
Mit dieser fränkischen Umschreibung - allerdings im Plural, also "ihr Aaachhernla", müßte man die Busladung französischer Touristen betiteln welche bei Ansicht eines Eichörnchens kollektiv die Digicams zückten und fotografierten was das Zeug hält. Von den Viechern laufen tausende und abertausende in Montreal rum und sie sind eine wahre Plage. Die Topattraktion Montreals für Franzosen.
Wo ich schon mal im Tierreich bin:
letzte Woche saß ich noch in aller Ruhe auf dem Balkon und habe ein wenig gelesen. Alles sehr ruhig. Dabei habe ich ständig ein leises Geräusch gehört welches aus dem Garten unserer Nachbarn kam. Bei genauem Nachsehen habe dann Bekanntschaft mit dem Stinktier gemacht. Aus sicherer Entfernung. Angeblich gibt es eine Stinktier Mamma und drei Jungtiere. Da bin ich mal gespannt, wo die überwintern - hoffentlich nicht bei uns unter dem Balkon.
letzte Woche saß ich noch in aller Ruhe auf dem Balkon und habe ein wenig gelesen. Alles sehr ruhig. Dabei habe ich ständig ein leises Geräusch gehört welches aus dem Garten unserer Nachbarn kam. Bei genauem Nachsehen habe dann Bekanntschaft mit dem Stinktier gemacht. Aus sicherer Entfernung. Angeblich gibt es eine Stinktier Mamma und drei Jungtiere. Da bin ich mal gespannt, wo die überwintern - hoffentlich nicht bei uns unter dem Balkon.
Mittwoch, 5. September 2012
Post Election
Wie erwartet. Die Parti Québecois ist mit (kleiner) Mehrheit stärkste Partei geworden und stellt die erste weibliche Ministerpräsidentin der Geschichte Quebecs.
Wie erst heute morgen bekannt wurde, mußte ihre komplette Wahlparty kurzfristig geräumt werden und sie wurde von Sicherheitsbeamten einfach vom Mikro entfernt.
http://youtu.be/dSVDM5zs9cE
Ein - offensichtlich geistesgestörter - Typ hat, während ihrer geplanten Dankesrede, am Hintereingang des Veranstaltungsortes einen Techniker mit einer Kalaschnikof erschossen und einen zweiten schwer verletzt und wollte in das Gebäude eindringen.
Der Typ hat sich also "Anglo", also als Mitglied der englischsprachigen Minderheit identifiziert und angeblich (sinnbildlich) gerufen: "ihr werdet dafür bezahlen" (its payback time). Heute morgen auf dem Weg zur Arbeit habe ich noch einen Schwachkopf mit einem Protestplakat in der Art gesehen.
Insgesamt ist die Lage aber ruhig und ich kann keine wirklich unüberbrückbaren Schwierigkeiten erkennen. Ich kann mir auch kaum vorstellen, daß die PQ jetzt sofort wieder eine Unabhängigkeitsdebatte führen wird und damit jede Menge Arbeitsplätze riskiert (weil Firmen nach ROC = Rest of Canada - verlagern werden. In den 80er während des erbittert geführten ersten Referendums hat Quebec wohl zehntausende von Arbeitsplätzen verloren ......
on verra
Wie erst heute morgen bekannt wurde, mußte ihre komplette Wahlparty kurzfristig geräumt werden und sie wurde von Sicherheitsbeamten einfach vom Mikro entfernt.
http://youtu.be/dSVDM5zs9cE
Ein - offensichtlich geistesgestörter - Typ hat, während ihrer geplanten Dankesrede, am Hintereingang des Veranstaltungsortes einen Techniker mit einer Kalaschnikof erschossen und einen zweiten schwer verletzt und wollte in das Gebäude eindringen.
Der Typ hat sich also "Anglo", also als Mitglied der englischsprachigen Minderheit identifiziert und angeblich (sinnbildlich) gerufen: "ihr werdet dafür bezahlen" (its payback time). Heute morgen auf dem Weg zur Arbeit habe ich noch einen Schwachkopf mit einem Protestplakat in der Art gesehen.
Insgesamt ist die Lage aber ruhig und ich kann keine wirklich unüberbrückbaren Schwierigkeiten erkennen. Ich kann mir auch kaum vorstellen, daß die PQ jetzt sofort wieder eine Unabhängigkeitsdebatte führen wird und damit jede Menge Arbeitsplätze riskiert (weil Firmen nach ROC = Rest of Canada - verlagern werden. In den 80er während des erbittert geführten ersten Referendums hat Quebec wohl zehntausende von Arbeitsplätzen verloren ......
on verra
Dienstag, 4. September 2012
Michi und Birte in Montreal, die Forsetzung
Michi war ja schon mal hier und kann sich an manches erinnern. Wir haben gestern - Feiertag, Labour Day - eine Radtour gemacht. Rüber auf den Formel 1 Kurs, dann mit dem Boot zurück.
Ein typischer Montrealer Sonn- bzw. Feiertag. Massen von Leuten in den Parks (z.B. um auf einem Seil zu laufen welches zwischen Bäumen gespannt wird, Didgeridooo spielen oder auch Dudelsack - wenns sein muß ...).
Am Tag davor waren wir mal kurz auf dem Friedhof und am Oratoire St. Joseph.
Emile wollte unbedingt zum Grab von "The Rocket" - dem berühmtesten Hockeyspieler und dem größten frankophonen Idol. Die Hand von Maurice Richard muß in etwas so groß gewesen sein wie die vom "Opa" Willi. Arbeiterhände.
Ansonsten ist heute abend Wahlabend. Mal sehen - das Leben geht weiter ....
Ach ja, eine witzige Sache haben wir gestern noch gesehen: Elektroharley Imitationen. Also im Prinzip Elektrofahrräder als Harleys getarnt, witzig .....
Ein typischer Montrealer Sonn- bzw. Feiertag. Massen von Leuten in den Parks (z.B. um auf einem Seil zu laufen welches zwischen Bäumen gespannt wird, Didgeridooo spielen oder auch Dudelsack - wenns sein muß ...).
Am Tag davor waren wir mal kurz auf dem Friedhof und am Oratoire St. Joseph.
Emile wollte unbedingt zum Grab von "The Rocket" - dem berühmtesten Hockeyspieler und dem größten frankophonen Idol. Die Hand von Maurice Richard muß in etwas so groß gewesen sein wie die vom "Opa" Willi. Arbeiterhände.
Ansonsten ist heute abend Wahlabend. Mal sehen - das Leben geht weiter ....
Ach ja, eine witzige Sache haben wir gestern noch gesehen: Elektroharley Imitationen. Also im Prinzip Elektrofahrräder als Harleys getarnt, witzig .....
Sonntag, 2. September 2012
Michi und Birte in Montreal
et voila,
sie sind heil angekommen. Heute gehts erstmal ein bisschen auf Mont Royal, wir haben Strassenfest. Morgen machen wir ne kleine Stadttour, danach schaun mer mal. Momentan schaun wir grad Bundesliga.
Lili ist mit Hugo und Felix in deren Chalet und Emile - insgesamt ein entspanntes urbanes Wochenende.
sie sind heil angekommen. Heute gehts erstmal ein bisschen auf Mont Royal, wir haben Strassenfest. Morgen machen wir ne kleine Stadttour, danach schaun mer mal. Momentan schaun wir grad Bundesliga.
Lili ist mit Hugo und Felix in deren Chalet und Emile - insgesamt ein entspanntes urbanes Wochenende.
Mittwoch, 29. August 2012
Wahlen in Québec
Am Montag den 04. September ist es soweit. Neuwahlen in Qu-bec. Die liberale Partei (nicht zu verwechseln mit den deutschen Liberalen - sprich FDP), welche eher so ein CDU Spektrum vertritt, wird wohl abgewählt werden. Es gab zuviele Korruptionsskandale, Erhöhung der Studiengebühren mit entsprechenden Studentenprotesten u.a.!. Die Alternativen sind die "neuen" Neoliberalen (CAQ) und die Mitte-Links-Quebec-muß-unabhängig-Partei (Parti Quebecois) sein. Von manchen auch als Seperatisten bezeichnet - wobei ich diese Bezeichnung als nicht exakt zutreffend finde. Sie wollen halt die frankophone Unabhängigkeit. Warum auch nicht. Dann gibts noch ein paar Splittergruppen, Grün, Quebec Solidaire. So wie`s aussieht wird es eine neoliberale oder eine Parti Quebecois Minderheitsregierung. Wenn es die CAQ schafft, wird es - aller Voraussicht nach - einen starken Stellenabbau im öffentlichen Dienst geben. Wenn die PQ "rankommt" wird bei den Anglos - unbegründete - Panik ausbrechen. Ich habe letzte Woche einen Immobilienmakler angerufen und wollte wegen einem kommerziellen Gebäude nachfragen. Dieser meinte dann, ich sollte doch noch bis nach der Wahl warten und falls die PQ (Unabhängigkeitsbewegung) mehrheitlich an die Regierung käme, würden mehr Gebäude zum Verkauf stehen. Mal abwarten.
Montag, 27. August 2012
ein Franke in Pennsylvanian
aber nur drei Tage.
Hier Kais Fotoblog.
http://herr-doktor-kai.smugmug.com/Travel/Pennsylvania-Moto-2012/25021601_h5TSm8#!i=2050272694&k=K95h3kP
Ich war einfach zu faul um auch noch Bilder zu machen.
Wunderschöne Landschaften. Hügelig und Wald ohne Ende. Häufig sehr tief eingeschnittene Täler. Teilweise dann Gegenden welche mich an Oberfranken erinnerten. Kein Wunder, daß sich die deutschen Einwanderer in dem Landstrich zu Hause gefühlt haben. Orte wie Germantown, Germania, etc. erinnern daran. Germania ist allerdings eines der fertigsten Dörfer welche ich je gesehen habe. Am Arsch der Welt mit der fertigsten Kneipe der westlichen Hemisphäre. Hunters are welcome - steht fett auf einem Schild. Erinnerte mich ein wenig an den Tarantino Film irgendwo in Mexiko. Draußen 30 Grad, Sonne, man geht nichtsahnend rein, halbdunkel und drinnen nur Vampire. Kai hat Kaffee bestellt - der Typ hat uns angeglotzt, bißchen gestutzte, und hat dann gemurmelt, "ja, kann ich machen - wenns sein muß". Hinter ihm eine vollgeladen Schnapsbar und in der Kneipe nur Hardcore Jungs vor dem Bier sitzend. Pickups voller Waffen wahrscheinlich. Samstag Nachmittag um drei. Germania - kann ich touristisch voll empfehlen. Da geht der Punk ab. Aber echt. Normalerweise hätte man da einfach mal eine Nacht bleiben müssen um sich mit den lokalen Jungs (keine Frauen in der Kneipe) ein bißchen über das Leben auszutauschen - aber wir wollten noch ein wenig fahren. Andererseits haben sich die Burschen bei der Rauchpause ellenlang über Kochrezepte austetauscht. Zwar BBQ Kochrezepte - aber immerhin. Wie man das Wild dann räuchert und wie es eingelegt wird, wielange man das dann grillen muß, etc. pp. - welche Soße dann dazu passt ...... echt interessant.
Was mir (motorradfahrerisch) am besten gefallen hat, war die Tatsache, daß es jede Menge Schotterstraßen im Wald gibt. Hunderte von km, nichtasphaltiert, einfach im Wald, ohne Siedlungen. Und der Wald ist so eine Art "deutscher Wald". In etwa so, wie die deutschen Forstwege aber halt legal befahrbar. Wunderbar. Herrliche Stimmungen. Traumhaft.
Den Grand Canyion in Pennsylvanien kannte ich auch noch nicht.
Und dann noch sympathische Menschen. Vielleicht wegen der deutschen Urahnen ..... jedenfalls haben wir diesmal nur nette, höfliche und sehr sympathische Leute kennengelernt. Überall eigentlich.
Da einzige was immer noch ein wenig gewöhnungsbedürftig ist, sind die Entfernungen.
Hier Kais Fotoblog.
http://herr-doktor-kai.smugmug.com/Travel/Pennsylvania-Moto-2012/25021601_h5TSm8#!i=2050272694&k=K95h3kP
Ich war einfach zu faul um auch noch Bilder zu machen.
Wunderschöne Landschaften. Hügelig und Wald ohne Ende. Häufig sehr tief eingeschnittene Täler. Teilweise dann Gegenden welche mich an Oberfranken erinnerten. Kein Wunder, daß sich die deutschen Einwanderer in dem Landstrich zu Hause gefühlt haben. Orte wie Germantown, Germania, etc. erinnern daran. Germania ist allerdings eines der fertigsten Dörfer welche ich je gesehen habe. Am Arsch der Welt mit der fertigsten Kneipe der westlichen Hemisphäre. Hunters are welcome - steht fett auf einem Schild. Erinnerte mich ein wenig an den Tarantino Film irgendwo in Mexiko. Draußen 30 Grad, Sonne, man geht nichtsahnend rein, halbdunkel und drinnen nur Vampire. Kai hat Kaffee bestellt - der Typ hat uns angeglotzt, bißchen gestutzte, und hat dann gemurmelt, "ja, kann ich machen - wenns sein muß". Hinter ihm eine vollgeladen Schnapsbar und in der Kneipe nur Hardcore Jungs vor dem Bier sitzend. Pickups voller Waffen wahrscheinlich. Samstag Nachmittag um drei. Germania - kann ich touristisch voll empfehlen. Da geht der Punk ab. Aber echt. Normalerweise hätte man da einfach mal eine Nacht bleiben müssen um sich mit den lokalen Jungs (keine Frauen in der Kneipe) ein bißchen über das Leben auszutauschen - aber wir wollten noch ein wenig fahren. Andererseits haben sich die Burschen bei der Rauchpause ellenlang über Kochrezepte austetauscht. Zwar BBQ Kochrezepte - aber immerhin. Wie man das Wild dann räuchert und wie es eingelegt wird, wielange man das dann grillen muß, etc. pp. - welche Soße dann dazu passt ...... echt interessant.
Was mir (motorradfahrerisch) am besten gefallen hat, war die Tatsache, daß es jede Menge Schotterstraßen im Wald gibt. Hunderte von km, nichtasphaltiert, einfach im Wald, ohne Siedlungen. Und der Wald ist so eine Art "deutscher Wald". In etwa so, wie die deutschen Forstwege aber halt legal befahrbar. Wunderbar. Herrliche Stimmungen. Traumhaft.
Den Grand Canyion in Pennsylvanien kannte ich auch noch nicht.
Und dann noch sympathische Menschen. Vielleicht wegen der deutschen Urahnen ..... jedenfalls haben wir diesmal nur nette, höfliche und sehr sympathische Leute kennengelernt. Überall eigentlich.
Da einzige was immer noch ein wenig gewöhnungsbedürftig ist, sind die Entfernungen.
Sonntag, 19. August 2012
Zeit
Was die Leute früher in einem Jahr "erfahren" haben, "erleben" sie jetzt in einer Woche.
Vorletzten Freitag waren wir in den Alpen auf der Coburger Hütte, am Sonntag in der Allianz Arena, am Montag morgen in München, mittags in Rom und am Abend in Montreal. Freitag bin ich dann ins Chalet am Rivière Rouge gefahren und am Samstag war Fußballabend in Montreal. Die Famileinfete am Sonntag ist - krankheitsbedingt - ausgefallen und stattdessen habe ich heute morgen Cousins und Cousinen mit auf den Mont Royale genommen und eine Erkundung unternommen.
Paula meinte letzte Woche mal, sie wäre "noch nie geflogen". Sie ist ja immerhin schon 10 Jahre alt. Ich habe dann mal nachgedacht und dann ist mir eingefallen, wann ich das erste mal geflogen bin: mit 28 Jahren. Nach Glasgow. Mit der Band. Paula ist 10 und ich schätze mal, daß sie in den nächsten drei bis vier Jahren ganz sicher irgendwohin fliegen wird. Unsere Eltern sind im Leben kein einziges mal geflogen. Eine Busreise war das höchste - und ich glaube sie haben nichts vermißt.
Entschleunigen also. Das Motto der nächsten Tage, Wochen und Monate. Soweit es eben geht.
Was Montreal anbelangt: keine Demos mehr, totale Ruhe. Die Regierung hat alles einfach ausgesessen und auf den Sommer gewartet. In drei Wochen gibts Neuwahlen und dann sehen wir mal weiter. Von wegen Revolution usw. - das war wohl eine Fehleinschätzung meinerseits .....
Vorletzten Freitag waren wir in den Alpen auf der Coburger Hütte, am Sonntag in der Allianz Arena, am Montag morgen in München, mittags in Rom und am Abend in Montreal. Freitag bin ich dann ins Chalet am Rivière Rouge gefahren und am Samstag war Fußballabend in Montreal. Die Famileinfete am Sonntag ist - krankheitsbedingt - ausgefallen und stattdessen habe ich heute morgen Cousins und Cousinen mit auf den Mont Royale genommen und eine Erkundung unternommen.
Paula meinte letzte Woche mal, sie wäre "noch nie geflogen". Sie ist ja immerhin schon 10 Jahre alt. Ich habe dann mal nachgedacht und dann ist mir eingefallen, wann ich das erste mal geflogen bin: mit 28 Jahren. Nach Glasgow. Mit der Band. Paula ist 10 und ich schätze mal, daß sie in den nächsten drei bis vier Jahren ganz sicher irgendwohin fliegen wird. Unsere Eltern sind im Leben kein einziges mal geflogen. Eine Busreise war das höchste - und ich glaube sie haben nichts vermißt.
Entschleunigen also. Das Motto der nächsten Tage, Wochen und Monate. Soweit es eben geht.
Was Montreal anbelangt: keine Demos mehr, totale Ruhe. Die Regierung hat alles einfach ausgesessen und auf den Sommer gewartet. In drei Wochen gibts Neuwahlen und dann sehen wir mal weiter. Von wegen Revolution usw. - das war wohl eine Fehleinschätzung meinerseits .....
Mittwoch, 15. August 2012
kurzer Rückblick
Wir sind wieder heil in Montreal angekommen. Der Flug war etwas lang, da über Rom. Da habe ich auch das erste mal erlebt, daß man die Passagiere im Flugzeug zählen muß um zu wissen wieviele eigentlich in der Maschine sitzen. Mal was neues. Der Unterschied zwischen der totalen Organisation und dem Hightech in München und der relaxten aber chaotischen römischen Abfertigung in Italien war krass.
4 Wochen Oberfranken haben - mir jedenfalls - sehr gut getan. Aber der Family hat es auch ausgezeichnet gefallen. Mit München bzw. Dachau angefangen, über Neumarkt hochgearbeitet und am Reisighof abgeschlossen.
Die Hochzeiten waren klasse und sowohl die Plassenburg als auch Wiesenthau boten stilvolles Ambiente.
Der Émile "Gedächtnisplatz".
Die Wanderung auf die Coburger Hütte und das Match in der Allianz Arena dann der krönende Abschluß. Ich hab mich so daran gewöhnt, ich könnte jetzt einfach dort bleiben .....
Nun gut, es hat alles wunderbar geklappt, dank Elisabeths Organisationsgabe u.a. und wir freuen uns schon aufs nächste mal.
Das Betonieren war allerdings schon hart - alter Schwede .....
Allerdings kriegt man dann - als Ausgleich gewissermaßen - solche Abendstimmungen .... grandios und unbezahlbar .............
4 Wochen Oberfranken haben - mir jedenfalls - sehr gut getan. Aber der Family hat es auch ausgezeichnet gefallen. Mit München bzw. Dachau angefangen, über Neumarkt hochgearbeitet und am Reisighof abgeschlossen.
Die Hochzeiten waren klasse und sowohl die Plassenburg als auch Wiesenthau boten stilvolles Ambiente.
Der Émile "Gedächtnisplatz".
Die Wanderung auf die Coburger Hütte und das Match in der Allianz Arena dann der krönende Abschluß. Ich hab mich so daran gewöhnt, ich könnte jetzt einfach dort bleiben .....
Nun gut, es hat alles wunderbar geklappt, dank Elisabeths Organisationsgabe u.a. und wir freuen uns schon aufs nächste mal.
Das Betonieren war allerdings schon hart - alter Schwede .....
Allerdings kriegt man dann - als Ausgleich gewissermaßen - solche Abendstimmungen .... grandios und unbezahlbar .............
Sonntag, 29. Juli 2012
Traumochzeiten ohne Ende
Eine Traumhochzeit nach der anderen, Grillparties ohne Ende und fränkische Lebensweise. Einzig die Internetverbindung ist grausam langsam .........
Jetzt geht noch das Bierfest los. Ansonsten wird der Hund ausgeführt oder mit dem Pony geritten.
Ich könnte es noch eine Weile aushalten ...................
Jetzt geht noch das Bierfest los. Ansonsten wird der Hund ausgeführt oder mit dem Pony geritten.
Ich könnte es noch eine Weile aushalten ...................
Mittwoch, 11. Juli 2012
Sommer in Deutschland
Well,
der Flug war entspannt, das B&B in Dachau wie immer genial (Schwesterchen, u.a.) und morgen gehts auf nach Oberfranken. Wettermäßig hätten wir allerdings in Montreal bleiben sollen, denn permanent 30 Grad mit Sonne gibts dieses Jahr in Deutschland scheinbar nicht. Macht aber nix.
Lets start the party. Kulmbach, wir kommen.
der Flug war entspannt, das B&B in Dachau wie immer genial (Schwesterchen, u.a.) und morgen gehts auf nach Oberfranken. Wettermäßig hätten wir allerdings in Montreal bleiben sollen, denn permanent 30 Grad mit Sonne gibts dieses Jahr in Deutschland scheinbar nicht. Macht aber nix.
Lets start the party. Kulmbach, wir kommen.
Samstag, 7. Juli 2012
Polizeistaat Quebec
mit dem Typen hat der Emile schon jongliert - ein klasse Strassenkünstler welcher seit Jahren am selben Platz arbeitet. Gestern hatte er keine Genehmigung dabei .... das Resultat ist erschreckend. Nicht das erste mal, daß ich in Québec extrem aggressive Staatsgewalt beobachte und auch bereits am eigenen Leib erleben "durfte". Erschreckend. Schlecht ausgebildete Beamte, vollkommen überzogenes Verhalten. Passiert auch häufig mit Pfefferspray oder, noch schlimmer und vor allem sehr gefährlich, mit dem sogenannten Taser (Elektroschockpistole).
Dienstag, 3. Juli 2012
Post Euro
Was soll ich jetzt eigentlich machen?? Kein Fußball mehr?? Wahnsinn. Aber nach dem Spiel ist ja bekanntlich vor dem Spiel.
Jedenfalls sind bin ich zusammen mit Emile am Freitag ins Chalet gefahren. Geilstes Wetter, bißchen Kanufahren bei Sonnenuntergang, bißchen baden, etc. . Am Samstag waren wir dann am Riviere Rouge. Immer wieder unglaublich - kilometerlange Sandbänke in einer kanadischen Urlandschaft ohne Menschen.
Am Sonntag sind wir dann zum einzigen Ort mit Satellitenempfang gefahren: dem "italienischen Depanneur". Chez Roberto (INTER MILAN). Alles in italienischen Farben, Roberto, der mindestens mitte Siebzig ist, mit Italo Farben, etc. . Wenige Gäste wie immer. Bemerkungen der Außenstehenden wie z.B.: "wieviele Halbzeiten gibt es eigentlich?". Geil. Zwei kamen rein und fragten: "wer spielt?". Hammerhart. Eurofinale. Wer spielt??? Ich brech zusammen ........
Andererseits: "can you stop at the Moserhof"?? Alles ist möglich.
Na ja, nach ca. 40 Minuten hat Roberto die Flasche Ramazotti rausgeholt um seinen Frust zu ersäufen und in der zweiten Halbzeit ist er dann - Glück für ihn - eingeschlafen.
Seit zwei Wochen sehe ich auch das die Euro immerhin auf Seite 4 des Sportteils der hiesigen Presse erscheint. Seite eins ist Hockey. Seite zwei alles mögliche über die Canadiens und irgendwelche lokalen Hockeyligen. Seite drei ist Vermischtes (sagen wir mal Curling, Golf und Baseball) und auf Seite vier kommt irgendein obskurer Kommentar über die Euro. Ich finde es ja mittlerweile fast ganz lustig, daß sich das hier so relativiert. Mit anderen Worten, es wird schon irgendwie zur Kenntnis genommen das da irgendwo in Osteuropa irgendjemand gegen einen Ball tritt. Aber: wenn der Canadiens Torwart seinen Vertrag verlängert oder auch nur Schnupfen hat, kriegt er die ersten zwei Seiten - danach kommt Football und Baseball und dann kommt das Finale der Euro zu Wort. Der Rest der ganzen Aufregung ist nur den verrückten Immigranten zuzuschreiben.
Jedenfalls sind bin ich zusammen mit Emile am Freitag ins Chalet gefahren. Geilstes Wetter, bißchen Kanufahren bei Sonnenuntergang, bißchen baden, etc. . Am Samstag waren wir dann am Riviere Rouge. Immer wieder unglaublich - kilometerlange Sandbänke in einer kanadischen Urlandschaft ohne Menschen.
Am Sonntag sind wir dann zum einzigen Ort mit Satellitenempfang gefahren: dem "italienischen Depanneur". Chez Roberto (INTER MILAN). Alles in italienischen Farben, Roberto, der mindestens mitte Siebzig ist, mit Italo Farben, etc. . Wenige Gäste wie immer. Bemerkungen der Außenstehenden wie z.B.: "wieviele Halbzeiten gibt es eigentlich?". Geil. Zwei kamen rein und fragten: "wer spielt?". Hammerhart. Eurofinale. Wer spielt??? Ich brech zusammen ........
Andererseits: "can you stop at the Moserhof"?? Alles ist möglich.
Na ja, nach ca. 40 Minuten hat Roberto die Flasche Ramazotti rausgeholt um seinen Frust zu ersäufen und in der zweiten Halbzeit ist er dann - Glück für ihn - eingeschlafen.
Seit zwei Wochen sehe ich auch das die Euro immerhin auf Seite 4 des Sportteils der hiesigen Presse erscheint. Seite eins ist Hockey. Seite zwei alles mögliche über die Canadiens und irgendwelche lokalen Hockeyligen. Seite drei ist Vermischtes (sagen wir mal Curling, Golf und Baseball) und auf Seite vier kommt irgendein obskurer Kommentar über die Euro. Ich finde es ja mittlerweile fast ganz lustig, daß sich das hier so relativiert. Mit anderen Worten, es wird schon irgendwie zur Kenntnis genommen das da irgendwo in Osteuropa irgendjemand gegen einen Ball tritt. Aber: wenn der Canadiens Torwart seinen Vertrag verlängert oder auch nur Schnupfen hat, kriegt er die ersten zwei Seiten - danach kommt Football und Baseball und dann kommt das Finale der Euro zu Wort. Der Rest der ganzen Aufregung ist nur den verrückten Immigranten zuzuschreiben.
Dienstag, 26. Juni 2012
magisch
Der Ort hat halt schon was magisches an sich ..........
total unterschiedliche Stimmungen je nach Licht, Tages- oder Jahreszeit, Luftfeuchtigkeit, etc. Bei manchen Photos denke ich unwillkürlich an "Photoshop" weil das Grün der Wiesen so satt ist und dann widerum das Blau des Fichtelgebirges im Hintergrund einen Kontrast setzt ......
total unterschiedliche Stimmungen je nach Licht, Tages- oder Jahreszeit, Luftfeuchtigkeit, etc. Bei manchen Photos denke ich unwillkürlich an "Photoshop" weil das Grün der Wiesen so satt ist und dann widerum das Blau des Fichtelgebirges im Hintergrund einen Kontrast setzt ......
Mittwoch, 20. Juni 2012
Kinnersch, wie die Zeit vergeht ........
vor zwei Wochen Grand Prix gefolgt von unserem tradtionellen Strassenfest, hinten in der Ruelle. Bombenwetter, ca. 30 Grad, wolkenloser Himmel.
Eine Batterie von BBQ`s aufgebaut, eine Reihe von Tischen in die Strasse gestellt und die Fete kann beginnen.
Es ging - angeblich - bis zwei Uhr morgens. Ich habe ein wenig früher abgebrochen ......
Schliesslich war ja auch noch ein wichtiges Fussballspiel angesagt am Sonntag, inklusive Grillen usw. - und am Freitag war auch schon Fete. Nicht zum aushalten ....
Dieses WE (Freitag) ist Lilis Geburtstag und am Freitag Abend kommen ein paar von ihren Freundinnen und am Samstag dann noch die bucklige Verwandschaft aus Québec. Das gibt auch wieder einen Riesenaufzug. Na denn ....
Allerdings muß ich auch noch das Spiel gegen Griechenland irgendwo angucken. Sicherheitshalber habe ich mir am Freitag freigegeben - bin ja der Boss, angeblich. Dann müßte man eigentlich auch noch Motorrad fahren und ein wenig an den See gehen. Die Temperaturen sind nämlich gerade mal wieder Wahnsinn. Im Moment sitze ich bei 33 Grad auf dem Dach - es ist allerdings 21 Uhr 15 Abends. Hat somit `mächtig` abgekühlt. Heute Nachmittag hatte es so 38 Grad und mit Luftfeuchtigkeit gefühlte 41 oder so. Boah ey .....
Morgen siehts nicht besser aus. Nächtliche Tiefsttemperatur für heute Nacht ist 23 Grad. Tja, somit am übernächsten WE nochmal ans Chalet und dann gilt es Koffer packen und am 9. Juli gehts ab nach Dorval und von da ab nach München. Ins Hotel Wagner - Pfersdorf in Dachau. Prima Vollpension in Süddeutschland. Kann ich nur empfehlen ........ manchmal ist Gartenarbeit angesagt aber eigentlich eher selten.
Nochmal zurück nach Montreal: die `Fetes de casseroles`, also die Demonstrationen an jeder Strassenecke mit Perkussion auf mitgebrachten Küchenutensilien, laufen so langsam aus. Von wegen Revolution und so - eher Resignation. Es herrscht so eine `kohlsche Aussitzpolitik`. So ähnlich wie Guttenberg, Fukishima oder Griechenland - irgendwann kann man es nicht mehr hören und es geht dir am Arsch vorbei. Im Herbst gibts Neuwahlen und dann werden die Karten neu gemischt - oder auch nicht. Jedenfalls scheinen die Studis jetzt auch erstmal in die Sommerpause zu gehen bevor die neue Demo Saison 2012 - 2013 beginnt. Eventuell das eine oder ander Freundschaftspiel bevor es ins Trainingslager geht um für den Saisonauftakt im Herbst fit zu sein.
Wie ich, dank Kaddel, gesehen habe, habt ihr ja Reinis und Lieses Geburtstag ausgiebig und zünftig gefeiert. In diesem Sinne, in spätestens drei Wochen dann .....
Eine Batterie von BBQ`s aufgebaut, eine Reihe von Tischen in die Strasse gestellt und die Fete kann beginnen.
Es ging - angeblich - bis zwei Uhr morgens. Ich habe ein wenig früher abgebrochen ......
Schliesslich war ja auch noch ein wichtiges Fussballspiel angesagt am Sonntag, inklusive Grillen usw. - und am Freitag war auch schon Fete. Nicht zum aushalten ....
Dieses WE (Freitag) ist Lilis Geburtstag und am Freitag Abend kommen ein paar von ihren Freundinnen und am Samstag dann noch die bucklige Verwandschaft aus Québec. Das gibt auch wieder einen Riesenaufzug. Na denn ....
Allerdings muß ich auch noch das Spiel gegen Griechenland irgendwo angucken. Sicherheitshalber habe ich mir am Freitag freigegeben - bin ja der Boss, angeblich. Dann müßte man eigentlich auch noch Motorrad fahren und ein wenig an den See gehen. Die Temperaturen sind nämlich gerade mal wieder Wahnsinn. Im Moment sitze ich bei 33 Grad auf dem Dach - es ist allerdings 21 Uhr 15 Abends. Hat somit `mächtig` abgekühlt. Heute Nachmittag hatte es so 38 Grad und mit Luftfeuchtigkeit gefühlte 41 oder so. Boah ey .....
Morgen siehts nicht besser aus. Nächtliche Tiefsttemperatur für heute Nacht ist 23 Grad. Tja, somit am übernächsten WE nochmal ans Chalet und dann gilt es Koffer packen und am 9. Juli gehts ab nach Dorval und von da ab nach München. Ins Hotel Wagner - Pfersdorf in Dachau. Prima Vollpension in Süddeutschland. Kann ich nur empfehlen ........ manchmal ist Gartenarbeit angesagt aber eigentlich eher selten.
Nochmal zurück nach Montreal: die `Fetes de casseroles`, also die Demonstrationen an jeder Strassenecke mit Perkussion auf mitgebrachten Küchenutensilien, laufen so langsam aus. Von wegen Revolution und so - eher Resignation. Es herrscht so eine `kohlsche Aussitzpolitik`. So ähnlich wie Guttenberg, Fukishima oder Griechenland - irgendwann kann man es nicht mehr hören und es geht dir am Arsch vorbei. Im Herbst gibts Neuwahlen und dann werden die Karten neu gemischt - oder auch nicht. Jedenfalls scheinen die Studis jetzt auch erstmal in die Sommerpause zu gehen bevor die neue Demo Saison 2012 - 2013 beginnt. Eventuell das eine oder ander Freundschaftspiel bevor es ins Trainingslager geht um für den Saisonauftakt im Herbst fit zu sein.
Wie ich, dank Kaddel, gesehen habe, habt ihr ja Reinis und Lieses Geburtstag ausgiebig und zünftig gefeiert. In diesem Sinne, in spätestens drei Wochen dann .....
Mittwoch, 13. Juni 2012
Möchte noch jemand ein Chalet kaufen????
Für knapp 5 Millionen kanadische Dollar kann man das Anwesen von Jacques Villeneuve, ehemaliger Formel 1 Pilot und quebecer "local hero", kaufen.
http://passerelle.centris.ca/Redirect2.aspx?CodeDest=SOTHEBYS&NoMls=MT8700271&Source=WWW.REALTOR.CA&Langue=E
Ich fands nur witzig, weil das Anwesen nur ca. 10 km Luftlinie von unserer Hütte entfert liegt. Braucht er Kohle oder mag er keine Fliegen???
http://passerelle.centris.ca/Redirect2.aspx?CodeDest=SOTHEBYS&NoMls=MT8700271&Source=WWW.REALTOR.CA&Langue=E
Ich fands nur witzig, weil das Anwesen nur ca. 10 km Luftlinie von unserer Hütte entfert liegt. Braucht er Kohle oder mag er keine Fliegen???
Dienstag, 12. Juni 2012
Feuer
So sehen die Überbleibsel eines ehemaligen Chalets aus - nach dem Brand. Gott sei Dank nicht unseres ......
Letzte Woche war ein Hammersturm mit Blitz und Donner. Höchstwahrscheinlich war Blitzschlag auch die Brandursache.
Erstaunlich, wie wenig von so einem Haus übrigbleibt.
Ich war gestern mal einen Tag oben am See (bei 35 Grad Wärme) um zu überprüfen ob alles okay ist.
Letzte Woche war ein Hammersturm mit Blitz und Donner. Höchstwahrscheinlich war Blitzschlag auch die Brandursache.
Erstaunlich, wie wenig von so einem Haus übrigbleibt.
Ich war gestern mal einen Tag oben am See (bei 35 Grad Wärme) um zu überprüfen ob alles okay ist.
Freitag, 8. Juni 2012
Artikel in Spiegel Online
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/kanada-wie-eine-deutsche-doktorandin-die-studentenproteste-erlebt-a-837014.html#ref=nldt
Eine Stadt sieht rot. Wenn ihr mal unten im Kommentarfeld des Spiegelartikels guckt, werdet ihr sehen wie widersprüchlich auch da die Meinungen sind.
Ich denke auch eher, daß den sogenannten "casserole" demos, also, den Demos der "normalen Bürger", so langsam die Luft ausgeht. Irgendwann wirds halt auch langweilig. Am Anfang war es sehr lustig und ne richtige Nachbarschaftsparty aber nach drei Wochen???? Mach mer halt was andres, gell??
Einer hat vorgeschlagen jeden Abend mit Fackeln und Kerzen auf den Mont Royal zu ziehen - bein einbrechender Dunkelheit. Das war ein Cineast und er versteht ganz bestimmt was von Inszenierung.
Meinen lokalen Abgeordneten haben sie vorgestern verhaftet - spontane aber illegale Teilnahme an einer nichtangemeldeten Demo. Seine Tochter wurde heute morgen um 6 Uhr verhaftet und es wurde in allen Medien verbreitet. Mit Handfesseln öffentlich abgeführt - beide. Muß so ein schwachsinnig martialisches Prozedere an den Tag gelegt werden?? Der gute alte öffentliche Pranger???? Ja sind wir denn im Mittelalter??? Okay, Kanada ist immer, zeitgeschichtlich, gesellschaftlich und vor allem technologisch ca. 15 Jahre hinter der europäischen Avantgarde und dem Zeitgeist zurück (behaupte ich mal, Umwelttechnologie, Architektur, Urbanistik, etc.). Aber sowas?? Sinnlos.
Jede Menge Demonstranten und Studis gehen mittlerweile entweder für eine Nacht in den Knast oder aber werden erkennungsdienstlich behandelt und müssen dann ca. 650 $ Strafe zahlen.
Die Sprecher der Polizeibehörden sagen, sie gingen lediglich "Straftaten" nach und dies ohne Ansicht der Person. Na dann.
Gestern Abend gabs wieder heftige und scheinbar einigermaßen violente Auseinandersetzungen in der Innenstadt. Ich frage mich so langsam, warum man nicht einfach mal die Emotionen rausnimmt aus dem Ganzen, dann ein Moratoire verhängt um sich dann anschließend ein Jahr Zeit zu geben das Ganze sinnvoll und einigermaßen effektiv zu lösen.
Eine Stadt sieht rot. Wenn ihr mal unten im Kommentarfeld des Spiegelartikels guckt, werdet ihr sehen wie widersprüchlich auch da die Meinungen sind.
Ich denke auch eher, daß den sogenannten "casserole" demos, also, den Demos der "normalen Bürger", so langsam die Luft ausgeht. Irgendwann wirds halt auch langweilig. Am Anfang war es sehr lustig und ne richtige Nachbarschaftsparty aber nach drei Wochen???? Mach mer halt was andres, gell??
Einer hat vorgeschlagen jeden Abend mit Fackeln und Kerzen auf den Mont Royal zu ziehen - bein einbrechender Dunkelheit. Das war ein Cineast und er versteht ganz bestimmt was von Inszenierung.
Meinen lokalen Abgeordneten haben sie vorgestern verhaftet - spontane aber illegale Teilnahme an einer nichtangemeldeten Demo. Seine Tochter wurde heute morgen um 6 Uhr verhaftet und es wurde in allen Medien verbreitet. Mit Handfesseln öffentlich abgeführt - beide. Muß so ein schwachsinnig martialisches Prozedere an den Tag gelegt werden?? Der gute alte öffentliche Pranger???? Ja sind wir denn im Mittelalter??? Okay, Kanada ist immer, zeitgeschichtlich, gesellschaftlich und vor allem technologisch ca. 15 Jahre hinter der europäischen Avantgarde und dem Zeitgeist zurück (behaupte ich mal, Umwelttechnologie, Architektur, Urbanistik, etc.). Aber sowas?? Sinnlos.
Jede Menge Demonstranten und Studis gehen mittlerweile entweder für eine Nacht in den Knast oder aber werden erkennungsdienstlich behandelt und müssen dann ca. 650 $ Strafe zahlen.
Die Sprecher der Polizeibehörden sagen, sie gingen lediglich "Straftaten" nach und dies ohne Ansicht der Person. Na dann.
Gestern Abend gabs wieder heftige und scheinbar einigermaßen violente Auseinandersetzungen in der Innenstadt. Ich frage mich so langsam, warum man nicht einfach mal die Emotionen rausnimmt aus dem Ganzen, dann ein Moratoire verhängt um sich dann anschließend ein Jahr Zeit zu geben das Ganze sinnvoll und einigermaßen effektiv zu lösen.
Dienstag, 5. Juni 2012
Dienstag abend
Die Venus haben wir wohl so ziemlich verpaßt. Schade. Ich hatte ca. 30 Sekunden direkte Sicht auf die Sonne und es gab noch Wolkenfetzen.
Bruce, unser Nachbar, hatte sein wahnsinns Teleskop am Start und die Kids waren mit Schutzbrillen ausgestattet aber wie gesagt, bewölkt ..........
Immerhin
Am kommenden WE Formel 1 - d.h. Sophies Rasselbande (Bruder, Cousin, plus Freunde) kommt an und von Freitag bis Sonntag ist Grand Prix angesagt. Ich entziehe mich dem Ganzen ja schon seit Jahren (sexistisch, umweltzerstörend und kapitalistisch - laut hiesiger Studi Protestbewegung - höchst wahrscheinlich zutreffend ..................).
Am Samstag dann endlich etwas sinnvolles, nämlich die Euro. Deutschland gegen Portugal. Da fällt mir noch folgendes ein: als wir vor zwei Wochen das Champions League Finale sehen wollten (wir ist gleich Emile und ich selbst), da hat uns der Manager der Kneipe am Eingang aufgehalten und darauf hingewiesen, daß Jugendliche nicht in öffentliche Gaststätten dürften (Alkoholausschank, etc.). Ich habe ihn dann darauf hingewiesen, daß wir aus Deutschland kommen und sowas für uns nicht gelten würde. Nach einer kurzen Diskussion meinte er dann: "ok, geht rein, falls die Bullen kommen, versteckt ihn (Emile) unter dem Tisch".
Bruce, unser Nachbar, hatte sein wahnsinns Teleskop am Start und die Kids waren mit Schutzbrillen ausgestattet aber wie gesagt, bewölkt ..........
Immerhin
Am kommenden WE Formel 1 - d.h. Sophies Rasselbande (Bruder, Cousin, plus Freunde) kommt an und von Freitag bis Sonntag ist Grand Prix angesagt. Ich entziehe mich dem Ganzen ja schon seit Jahren (sexistisch, umweltzerstörend und kapitalistisch - laut hiesiger Studi Protestbewegung - höchst wahrscheinlich zutreffend ..................).
Am Samstag dann endlich etwas sinnvolles, nämlich die Euro. Deutschland gegen Portugal. Da fällt mir noch folgendes ein: als wir vor zwei Wochen das Champions League Finale sehen wollten (wir ist gleich Emile und ich selbst), da hat uns der Manager der Kneipe am Eingang aufgehalten und darauf hingewiesen, daß Jugendliche nicht in öffentliche Gaststätten dürften (Alkoholausschank, etc.). Ich habe ihn dann darauf hingewiesen, daß wir aus Deutschland kommen und sowas für uns nicht gelten würde. Nach einer kurzen Diskussion meinte er dann: "ok, geht rein, falls die Bullen kommen, versteckt ihn (Emile) unter dem Tisch".
Montag, 4. Juni 2012
Deutschland v. Portugal am Samstag
Deutschland gegen Portugal bei und mit unseren portugiesischen Kumpels. Hoffentlich gibts ein Unentschieden.
Allerdings gibts auch Harm, der ist Holländer. Irgendjemanden müssen wir halt schlagen. Dänen kenne ich nur einen und der ist grad nicht da.
Emile meinte heute morgen nur, da würde er aber sein Schweinsteiger Trikot lieber nicht tragen weil der die Portugiesen schon zweimal "fertig" gemacht hat. So isser halt, ein lieber Kerl der Emile.
Allerdings gibts auch Harm, der ist Holländer. Irgendjemanden müssen wir halt schlagen. Dänen kenne ich nur einen und der ist grad nicht da.
Emile meinte heute morgen nur, da würde er aber sein Schweinsteiger Trikot lieber nicht tragen weil der die Portugiesen schon zweimal "fertig" gemacht hat. So isser halt, ein lieber Kerl der Emile.
Sonntag, 3. Juni 2012
Der Zerstückeler oder: man gewöhnt sich an alles
Der Typ hat also einen Einwanderer chinesischen Ursprungs mittels eines Pickels getötet und dann diverse Sachen unternommen wo wir alle besser nichts davon wissen wollen. Definitiv nicht.
http://www.sueddeutsche.de/panorama/fahndung-nach-pornodarsteller-zerstueckler-soll-sich-in-paris-aufhalten-1.1373501
Das Problem ist, daß ich höchstwahrscheinlich an dem Müll mit dem darin liegenden Körper vorbeigefahren bin. Es liegt ja immer Müll rum in Montreal und teilweise Berge von Müll. Ich fahre auf dem Nachhauseweg vom Büro eigentlich nur zwei Routen und - ganz, ganz selten - eine dritte Alternativroute. Die eine ist über die Autobahn 720 und die andere ist über Cote-St.-Catherine. Sozusagen "Landstrasse". Das entscheide ich so je nach Uhrzeit, wegen Verkehr, hab ichs eilig oder nicht, etc.
Aber letzte Woche bin ich meistens Cote-St. Catherine gefahren weil der "Schweinstunnel" wegen Überschwemung gesperrt war. Und da kann es durchaus sein, daß ich an dem Müllberg mit dem Torso drin, vobeigefahren bin.
Wie dem auch sei. Was mir dieser Tage aber öfter mal durch den Kopf ging, ist die Tatsache, daß hier soviele "verlorene Seelen" rumlaufen.
Z.B. sah ich jahrelang einen Typen, welcher an JEDEM ARBEITSTAG, morgens mit der U-Bahn nach NDG fuhr, dem Stadtteil in welchen ich arbeite. Ich komme da ja jeden Morgen an und treffe oft dieselben Leute wlelche dann den Bus nehmen usw. Jedenfalls kam er immer morgens zur selben Zeit an, nahm den Bus und hatte immer einen schwarzen Koffer dabei. Er fuhr dann zwei Stationen mit dem Bus, stieg aus und fütterte den Rest des Tages Tauben im Park. JEDEN TAG. Im Koffer war das Futter. Das ging jahrelang. Vor ca. 5 Jahren muß er dann wohl gestorben sein, denn seitdem ist er nicht mehr da. Der stand da geschlagene 8 Stunden und fütterte die Tauben ....................... das war sein Job. Abends fuhr er wieder mit BUS und Metro nach Hause. Jeden Wochentag.
Mittlerweile kenne ich auch einige der "Bettler", je nachdem welche Kreuzung, welcher Stadtteil usw.. Z..B. gibts den "echt netten Typ" unten auf Laurier und Rachele - ca. 10 Minuten von Uns entfernt. Der steht da JEDEN TAG zwischen 17 und 20 Uhr und macht "seinen Job". Ein Strassenmusiker in der Metro hingegen, "verdient" ca. 4 $ pro Stunde. 40 $ am Tag x 5 Tage= 200 $ pro Woche. Nicht allzuviel also. Leben kann man davon wohl definitiv nicht.
Unter auf Mont Royal vor dem Weinladen steht seit Jahren der selbe "Obachlose". Zwei Strassen weiter der 'Typ mit den "Maoritattoos". Der Bursche lebt seit Jahren hier auf der Strasse - so scheint es. Allerdings habe ich ihn auch schon abends in der Kneipe gesehen und da war er ganz normal. In diesem Fall scheint mir das eher ein gelungenes "Geschäftsmodell" zu sein.
Dann der Typ der hinten an meinem Büro runtergesprungen ist und Suizid begangen hat. Hab ich weitestgehend verdrängt und verarbeitet aber an das "Aufprallgeräusch" eines menschlichen Körpers auf Asphalt werde ich mich für den Rest meines Lebens erinnern.
Alter Schwede.
Mir ging das die letzten Tage im Kopf rum weil ich aufgrund meiner Arbeit, soviele Menschen mit Schizophrenie, Depression und ähnlichen Symptomen kennenlerne. Stimmen im Kopf, Verfolgungswahn, Phobien, abstruse Theorien, Wahnsinn halt. Das Ganze in sehr unterschiedlichen Abstufungen.
Und das ganze scheint sich in Einrichtungen, wie den unseren, stark zu manifestieren da wir öffentlich sind, einfach zugänglich, etc.
http://www.sueddeutsche.de/panorama/fahndung-nach-pornodarsteller-zerstueckler-soll-sich-in-paris-aufhalten-1.1373501
Das Problem ist, daß ich höchstwahrscheinlich an dem Müll mit dem darin liegenden Körper vorbeigefahren bin. Es liegt ja immer Müll rum in Montreal und teilweise Berge von Müll. Ich fahre auf dem Nachhauseweg vom Büro eigentlich nur zwei Routen und - ganz, ganz selten - eine dritte Alternativroute. Die eine ist über die Autobahn 720 und die andere ist über Cote-St.-Catherine. Sozusagen "Landstrasse". Das entscheide ich so je nach Uhrzeit, wegen Verkehr, hab ichs eilig oder nicht, etc.
Aber letzte Woche bin ich meistens Cote-St. Catherine gefahren weil der "Schweinstunnel" wegen Überschwemung gesperrt war. Und da kann es durchaus sein, daß ich an dem Müllberg mit dem Torso drin, vobeigefahren bin.
Wie dem auch sei. Was mir dieser Tage aber öfter mal durch den Kopf ging, ist die Tatsache, daß hier soviele "verlorene Seelen" rumlaufen.
Z.B. sah ich jahrelang einen Typen, welcher an JEDEM ARBEITSTAG, morgens mit der U-Bahn nach NDG fuhr, dem Stadtteil in welchen ich arbeite. Ich komme da ja jeden Morgen an und treffe oft dieselben Leute wlelche dann den Bus nehmen usw. Jedenfalls kam er immer morgens zur selben Zeit an, nahm den Bus und hatte immer einen schwarzen Koffer dabei. Er fuhr dann zwei Stationen mit dem Bus, stieg aus und fütterte den Rest des Tages Tauben im Park. JEDEN TAG. Im Koffer war das Futter. Das ging jahrelang. Vor ca. 5 Jahren muß er dann wohl gestorben sein, denn seitdem ist er nicht mehr da. Der stand da geschlagene 8 Stunden und fütterte die Tauben ....................... das war sein Job. Abends fuhr er wieder mit BUS und Metro nach Hause. Jeden Wochentag.
Mittlerweile kenne ich auch einige der "Bettler", je nachdem welche Kreuzung, welcher Stadtteil usw.. Z..B. gibts den "echt netten Typ" unten auf Laurier und Rachele - ca. 10 Minuten von Uns entfernt. Der steht da JEDEN TAG zwischen 17 und 20 Uhr und macht "seinen Job". Ein Strassenmusiker in der Metro hingegen, "verdient" ca. 4 $ pro Stunde. 40 $ am Tag x 5 Tage= 200 $ pro Woche. Nicht allzuviel also. Leben kann man davon wohl definitiv nicht.
Unter auf Mont Royal vor dem Weinladen steht seit Jahren der selbe "Obachlose". Zwei Strassen weiter der 'Typ mit den "Maoritattoos". Der Bursche lebt seit Jahren hier auf der Strasse - so scheint es. Allerdings habe ich ihn auch schon abends in der Kneipe gesehen und da war er ganz normal. In diesem Fall scheint mir das eher ein gelungenes "Geschäftsmodell" zu sein.
Dann der Typ der hinten an meinem Büro runtergesprungen ist und Suizid begangen hat. Hab ich weitestgehend verdrängt und verarbeitet aber an das "Aufprallgeräusch" eines menschlichen Körpers auf Asphalt werde ich mich für den Rest meines Lebens erinnern.
Alter Schwede.
Mir ging das die letzten Tage im Kopf rum weil ich aufgrund meiner Arbeit, soviele Menschen mit Schizophrenie, Depression und ähnlichen Symptomen kennenlerne. Stimmen im Kopf, Verfolgungswahn, Phobien, abstruse Theorien, Wahnsinn halt. Das Ganze in sehr unterschiedlichen Abstufungen.
Und das ganze scheint sich in Einrichtungen, wie den unseren, stark zu manifestieren da wir öffentlich sind, einfach zugänglich, etc.
Freitag, 1. Juni 2012
Alles ist relativ
Also,
eine grobe Zusammenfassung dieser Woche:
erstmal viel, ganz viel Wasser. Es gab einen hammer Sturm und wir mussten sogar unseren "Laden" einen Tag lang schließen da alles geflutet war.
Erheblicher Schaden und jede Menge Stress. Aber dafür zahlt man ja auch seine Versicherung ....
Dann hatte ich gestern - trotz der Sintflut - meine Jahreshauptversammlung. Alles cool, alles okay.
Dann zur politischen Situation: die Demos gehen weiter, die Bevölkerung und die öffentliche Meinung ist zweigeteilt und am nächsten Wochenende kommt es zur "Entscheidungsschlacht".
Grand Prix versus jugendlicher Power.
eine grobe Zusammenfassung dieser Woche:
erstmal viel, ganz viel Wasser. Es gab einen hammer Sturm und wir mussten sogar unseren "Laden" einen Tag lang schließen da alles geflutet war.
Erheblicher Schaden und jede Menge Stress. Aber dafür zahlt man ja auch seine Versicherung ....
Dann hatte ich gestern - trotz der Sintflut - meine Jahreshauptversammlung. Alles cool, alles okay.
Dann zur politischen Situation: die Demos gehen weiter, die Bevölkerung und die öffentliche Meinung ist zweigeteilt und am nächsten Wochenende kommt es zur "Entscheidungsschlacht".
Grand Prix versus jugendlicher Power.
Samstag, 26. Mai 2012
Revolution Teil 2
Es ist 23 Uhr 25. Seit ca. 45 Minuten "steht" der Hubschrauber (TV nehme ich an) genau über unserem Haus. Ein HÖLLENLÄRM. Der hängt da einfach in der Luft - bewegt sich einfach nicht mehr .....
Ich erlebe das erste mal in meinem Leben eine Revolution. So ist das also. Das VOLK steht auf, erhebt sich, vereint sich, geht auf die Strasse, solidarisiert sich und DEMONSTRIERT. In Massen.
Monstermäßig. Unvorstellbar. Zichtausende von Menschen in Montreal sind auf die Strasse gegangen, (bzw. momentan, halbe Stunde vor Mitternacht immer noch da) um ihren Unmut am herrschenden System auszudrücken. Mit Töpfen und Pfannen. So einfach.
Grossartig. Ich muß sagen, heute bin ich stolz sagen zu können: ich bin ein Montrealer (oder Quebecer).
Ich kann heute ein ganz, ganz kleines bißchen nachvollziehen, was sich damals bei den Montagsdemos in Leipzig abgespielt hat und wie eine Bewegung plötzlich so ein "Momentum" bekommt. Nicht aufzuhalten. Man kriegt ne Gänsehaut. Hoffentlich geht alles gut ......
Ich erlebe das erste mal in meinem Leben eine Revolution. So ist das also. Das VOLK steht auf, erhebt sich, vereint sich, geht auf die Strasse, solidarisiert sich und DEMONSTRIERT. In Massen.
Monstermäßig. Unvorstellbar. Zichtausende von Menschen in Montreal sind auf die Strasse gegangen, (bzw. momentan, halbe Stunde vor Mitternacht immer noch da) um ihren Unmut am herrschenden System auszudrücken. Mit Töpfen und Pfannen. So einfach.
Grossartig. Ich muß sagen, heute bin ich stolz sagen zu können: ich bin ein Montrealer (oder Quebecer).
Ich kann heute ein ganz, ganz kleines bißchen nachvollziehen, was sich damals bei den Montagsdemos in Leipzig abgespielt hat und wie eine Bewegung plötzlich so ein "Momentum" bekommt. Nicht aufzuhalten. Man kriegt ne Gänsehaut. Hoffentlich geht alles gut ......
Freitag, 25. Mai 2012
Völker der Welt, schaut auf diese Stadt ......
SHOW YOUR INDIGNATION FOR CORRUPTION, UNDEMOCRATIC PRACTICES, AND DEBT SLAVERY! BANG YOUR POTS ON THE INTERNET! SPAM THIS EVERYWHERE! #POTSINPROGRESS
Revolution
Gefühlt, ist halb Montreal auf der Strasse. Kinder, Studis, ältere Leute (so wie ich ....) - ein kunterbunter mix und alle haben Spaß. Ausser der Ordnungsmacht und deren Hüter. Aber das sind ja nicht so viele .......
Morgen Abend werden mehrere 100000 Menschen an wirklich jeder Ecke Montreals demonstrieren und friedlich auf die Strasse. gehen.
Jeden Tag schließen sich mehr Menschen dem quebecer Frühling an. Ich frage mich, wielange das die Pfeifen von Politikern noch durchhalten wollen ....... es gibt absolut keine Alternative zum Rücktritt und dem Ausrufen von Neuwahlen. Selbst wenn morgen die Erhöhung der Studiengebühren komplett annuliert würde oder letztere sogar noch reduziert würde, so würden die Menschen doch - davon gehe ich aufgrund der momentanen Stimmungslage aus - einfach weiterprotestieren weil dieser Protest scheinbar über diese eine Problematik hinausgeht. Das extrem ungeschickte Verhalten der Regierung hat zu einem totalen Meinungsumschwung geführt. Vive la révolution!!!
Ich höre im Moment von meinem kleinen Arbeitszimmer aus, wie irgendwo eine große Menge von Demonstranten Slogans skandiert und mit den Kochtöpfen, Pfannen und jedweden Küchenutensilien jede Menge Lärm macht. So wie sich das anhört, und es ist gerade 21 Uhr 38 und es hat die letzten 30 Minuten geregnet wie die Sau, müssen das einige Tausend sein. Das Ding nimmt seinen Lauf. Oder einigermassen frei nach Honi: die Revolution in ihrem Lauf, halten weder Ochs noch Esel auf ..... wo er recht hat, hat er recht ...... hätt er mal drüber nachdenken sollen, damals ...
Morgen Abend werden mehrere 100000 Menschen an wirklich jeder Ecke Montreals demonstrieren und friedlich auf die Strasse. gehen.
Jeden Tag schließen sich mehr Menschen dem quebecer Frühling an. Ich frage mich, wielange das die Pfeifen von Politikern noch durchhalten wollen ....... es gibt absolut keine Alternative zum Rücktritt und dem Ausrufen von Neuwahlen. Selbst wenn morgen die Erhöhung der Studiengebühren komplett annuliert würde oder letztere sogar noch reduziert würde, so würden die Menschen doch - davon gehe ich aufgrund der momentanen Stimmungslage aus - einfach weiterprotestieren weil dieser Protest scheinbar über diese eine Problematik hinausgeht. Das extrem ungeschickte Verhalten der Regierung hat zu einem totalen Meinungsumschwung geführt. Vive la révolution!!!
Ich höre im Moment von meinem kleinen Arbeitszimmer aus, wie irgendwo eine große Menge von Demonstranten Slogans skandiert und mit den Kochtöpfen, Pfannen und jedweden Küchenutensilien jede Menge Lärm macht. So wie sich das anhört, und es ist gerade 21 Uhr 38 und es hat die letzten 30 Minuten geregnet wie die Sau, müssen das einige Tausend sein. Das Ding nimmt seinen Lauf. Oder einigermassen frei nach Honi: die Revolution in ihrem Lauf, halten weder Ochs noch Esel auf ..... wo er recht hat, hat er recht ...... hätt er mal drüber nachdenken sollen, damals ...
Donnerstag, 24. Mai 2012
wie ich schon sagte .....
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/studenten-demonstrieren-in-quebec-fuer-demonstrationsfreiheit-a-834691.html#ref=nldt
genau so schauts aus - im Moment kreisen die Hubschrauber ca. 22 Uhr 35. Entweder TV oder Bullen.
In zwei Wochen ist hier Grand Prix (Formel 1) Wochenende. D.h. es kommen jede Menge Touris aus der ganzen Welt, viele Hotels, Restos und Kneipen sind komplett ausgebucht und betrachten diese Tage als ihre umsatzträchtigsten. Ein wichtiges Wochenende. Das Wochenende des Jahres - aus ökonomischer Sicht. Das ist ein top "Hebel" für die Protestbewegung.
Die Formel 1 sei eine "sexistische" und "umweltfeindliche" Veranstaltung und müsse bekämpft werden. Da steckt sicher ein bißchen Wahrheit drin. Man könnte ja auch mit Elektroautos um die Wette fahren. Und die Boxenluder könnten mehr Stoff tragen. Der Sound könnte ja auch vom Band kommen. Band, Blödsinn! Da merkt man wann ich geboren wurde - vom Laptop natürlich. Aus der "Cloud", woher denn sonst.
Die "Obrigkeit" scheints übrigens immer noch nicht so ganz gepeilt zu haben. Ich konnte gestern ein paar Worte mit der "Nummer Zwei" der Stadt Montreals wechseln und da gings eher um Vandalen, Kosten und Niederschlagung. Obwohl der Mann sonst eigentlich ganz helle ist. Vielleicht schätze ich die politische Lage auch gänzlich falsch ein und eventuell ist ja ganz Quebec außerhalb Montreals (und unseres Viertels - Plateau) ganz und gar auf Regierungslinie. Glaub ich aber eigentlich nicht.
genau so schauts aus - im Moment kreisen die Hubschrauber ca. 22 Uhr 35. Entweder TV oder Bullen.
In zwei Wochen ist hier Grand Prix (Formel 1) Wochenende. D.h. es kommen jede Menge Touris aus der ganzen Welt, viele Hotels, Restos und Kneipen sind komplett ausgebucht und betrachten diese Tage als ihre umsatzträchtigsten. Ein wichtiges Wochenende. Das Wochenende des Jahres - aus ökonomischer Sicht. Das ist ein top "Hebel" für die Protestbewegung.
Die Formel 1 sei eine "sexistische" und "umweltfeindliche" Veranstaltung und müsse bekämpft werden. Da steckt sicher ein bißchen Wahrheit drin. Man könnte ja auch mit Elektroautos um die Wette fahren. Und die Boxenluder könnten mehr Stoff tragen. Der Sound könnte ja auch vom Band kommen. Band, Blödsinn! Da merkt man wann ich geboren wurde - vom Laptop natürlich. Aus der "Cloud", woher denn sonst.
Die "Obrigkeit" scheints übrigens immer noch nicht so ganz gepeilt zu haben. Ich konnte gestern ein paar Worte mit der "Nummer Zwei" der Stadt Montreals wechseln und da gings eher um Vandalen, Kosten und Niederschlagung. Obwohl der Mann sonst eigentlich ganz helle ist. Vielleicht schätze ich die politische Lage auch gänzlich falsch ein und eventuell ist ja ganz Quebec außerhalb Montreals (und unseres Viertels - Plateau) ganz und gar auf Regierungslinie. Glaub ich aber eigentlich nicht.
Mittwoch, 23. Mai 2012
22 Uhr 59
Ich bin gerade mal unten auf der Avenue Mont Royale gewesen. Tausende, vielleicht zehntausende von friedlich singenden, tanzenden Menschen. Ohne Ende. Einer der Gesänge ist: "wir sind mehr als 50" (die magische, genehmigunspflichtige Grenze für ne Demo).
Auf eine vollkommen andere Art findet hier der "quebecer Frühling" statt. Die Regierung ist - meines Erachtens - fertig und kann eigentlich jetzt nur noch Neuwahlen ausrufen. Alles Andere ist nicht mehr realistisch.
Sagenhaft. Ich werde meine Teilnahme an unserem nationalen Direktionstreffen nächste Woche absagen und lieber demonstrieren. Geil.
p.s. Kai, was sagst??? Der Mob siegt ...... da bin ich felsenfest davon überzeugt ...
Auf eine vollkommen andere Art findet hier der "quebecer Frühling" statt. Die Regierung ist - meines Erachtens - fertig und kann eigentlich jetzt nur noch Neuwahlen ausrufen. Alles Andere ist nicht mehr realistisch.
Sagenhaft. Ich werde meine Teilnahme an unserem nationalen Direktionstreffen nächste Woche absagen und lieber demonstrieren. Geil.
p.s. Kai, was sagst??? Der Mob siegt ...... da bin ich felsenfest davon überzeugt ...
Studis - jeden Tag wirds härter
Das geht jetzt immer so weiter. Das sogenannte Plateau, also der Stadtteil in welchen wir leben, ist, politisch betrachtet, sowieso total abgefahren. Kreuzbergesk. Ein total unkonventioneller Bürgermeister der offen jede Menge Fehler eingesteht. Ein Abgeordneter des Quebecer Parlaments welcher Schuhe auf politische Gegner wirft, dessen Tochter bei einer der letzten Demonstrationen verhaftet wurde und der bei Lilis und Emils Schulfest mit den Eltern plaudert und fragt ob alles okay ist und wie es so geht und so. Ein klasse Typ, direkt, klar, unverbogen. Eine federale Abgeordnete welche echt keine Sau kennt, welche aber aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einer Linkspartei, den bis dahin bekanntesten Quebecer Politiker direkt geschlagen hat. Bei der Wahl natürlich. Deswegen ist klar, daß die Stimmungslage hier bei uns in der Gegend eindeutig: auf gehts, protestiert wird. Woanders hingegen können es die Leute gar nicht kapieren was abgeht und sind total entsetzt. Anarchie. La fin du monde. Da mach ich mir doch gleich Eins auf davon .......
Dienstag, 22. Mai 2012
Montréal 2012 - so könnte es 1968 gewesen sein
Scheint, also könnte ich 1968 nochmal in einer Neuinszenierung erleben. Ich kann mich ja noch vage noch an die Anti US Graffitis gegenüber des MGF Gymnasiums erinnern - wegen Vietnam usw. - so um 1972 vielleicht. Damals konnte ich das allerdings noch nicht zuordnen - da fehlte mir logischerweise noch mein politisches Koordinatensystem. Was sich aber momentan in Québec und vor allem in Montreal abspielt, könnte echt eine Neuauflage eines Massenprotestes einer gesamten Generation sein. Somit auch weit mehr als nur ein Protest gegen ein bißchen mehr Kosten eines Studiums. Hier gehts um "systemrelevantes" - so wie 1968. Mein Timing dagegen ist wie immer schlecht - damals zu jung, heute zu alt. Nun denn.
Sagenhaft. Heute ist der einhundertste Tag des "Studentenaufstandes". Vor ein paar Tagen wurde über Nacht ein Gesetz verabschiedet welches unangekündigte Demonstrationen für absolut verboten und illegal erklärt und drakonische Strafen androht. Dieses - sicherlich komplett verfassungsfeindliche und vollkommen idiotische - Gesetz führt dazu, daß sich langsam aber sicher auch die letzten auf die Seite der Studis schlagen.
Heute gab es eine Massendemo in Montreal - sicherlich die Größte seit Beginn des Konfliktes. Mehrere meiner Kollegen mußten ihre Zentren am Nachmittag schließen, da unsere Kollegen und Mitarbeiter geschlossen demonstrieren gingen.
(Bilder von der La Presse webseite) Da mittlerweile jedwede Ansammlung von 50 oder mehr Menschen genehmigt werden muß, gleitet das ganze in eine satirische Veranstaltung ab. Die Polizeistationen werden mit Anrufen, in etwa wie folgt, geflutet: "wir haben eine Versammlung, da und da, und wir sind mehr als 50 Leute usw.". Eine Frau hat angerufen und gesagt, sie wolle nur - sicherheitshalber - die Polizei ordnungsgemäß darüber informieren, daß sie jetzt ihre Wohnung verlassen würde (mit Addresse) und zum Depanneur ginge. Einkaufen.
Jeden Abend gibt es die mittlerweile traditionellen "Nachtdemos" und meistens geht die Polizei - sofern man dieses Wort hier verwenden kann - unglaublich aggressiv vor. Die Bilder welche ich von den staatlichen Ordnungshütern hier sehe erinnern mich in der Tat eher an SA oder SS Truppen, bzw. an die Trooper in Star Wars und ich frage mich wer hier eigentlich welche Rechtsstaatlichkeit überwacht. Wozu diese unglaubliche Aggressivität und Gewalt?? Bürgerkriegsähnliche Szenen spielen sich ab und die Situation spitzt sich immer weiter zu. Wegen ein paar Dollar für Studiengebühren?? Ich bin mir sicher, daß man mittlwerweile mit den ganzen Kosten für den Bulleneinsatz die Hälfte der Quebecer Studis finanzieren könnte.
Die "sonstige" Bevölkerung trifft sich jetzt abends so ziemlich an allen größeren Stassenkreuzungen und veranstaltet spontane "illegale" Versammlungen. Zwischen 20 Uhr und 20 Uhr 30. Dazu wird auf mitgebrachten Küchenutensilien Lärm gemacht. Ich fahr echt ab.
Gerade auf dem Nachahauseweg vom Fußballmatch gab es mehrere davon - sehr witzig und ironisch.
Es lebe der zivile Ungehorsam.
Ach ja, angeglich haben die USA eine "Reisewarnung" für Québec ausgesprochen, d.h. US Bürger werden vor möglichen Risiken aufgrund der "Krise" gewarnt. Die Yankees halt, besorgt und paranoid wie immer. Oiso, poaßts auf Leid, wanns ihr nachede Quebec kommts .......
Sagenhaft. Heute ist der einhundertste Tag des "Studentenaufstandes". Vor ein paar Tagen wurde über Nacht ein Gesetz verabschiedet welches unangekündigte Demonstrationen für absolut verboten und illegal erklärt und drakonische Strafen androht. Dieses - sicherlich komplett verfassungsfeindliche und vollkommen idiotische - Gesetz führt dazu, daß sich langsam aber sicher auch die letzten auf die Seite der Studis schlagen.
Heute gab es eine Massendemo in Montreal - sicherlich die Größte seit Beginn des Konfliktes. Mehrere meiner Kollegen mußten ihre Zentren am Nachmittag schließen, da unsere Kollegen und Mitarbeiter geschlossen demonstrieren gingen.
(Bilder von der La Presse webseite) Da mittlerweile jedwede Ansammlung von 50 oder mehr Menschen genehmigt werden muß, gleitet das ganze in eine satirische Veranstaltung ab. Die Polizeistationen werden mit Anrufen, in etwa wie folgt, geflutet: "wir haben eine Versammlung, da und da, und wir sind mehr als 50 Leute usw.". Eine Frau hat angerufen und gesagt, sie wolle nur - sicherheitshalber - die Polizei ordnungsgemäß darüber informieren, daß sie jetzt ihre Wohnung verlassen würde (mit Addresse) und zum Depanneur ginge. Einkaufen.
Jeden Abend gibt es die mittlerweile traditionellen "Nachtdemos" und meistens geht die Polizei - sofern man dieses Wort hier verwenden kann - unglaublich aggressiv vor. Die Bilder welche ich von den staatlichen Ordnungshütern hier sehe erinnern mich in der Tat eher an SA oder SS Truppen, bzw. an die Trooper in Star Wars und ich frage mich wer hier eigentlich welche Rechtsstaatlichkeit überwacht. Wozu diese unglaubliche Aggressivität und Gewalt?? Bürgerkriegsähnliche Szenen spielen sich ab und die Situation spitzt sich immer weiter zu. Wegen ein paar Dollar für Studiengebühren?? Ich bin mir sicher, daß man mittlwerweile mit den ganzen Kosten für den Bulleneinsatz die Hälfte der Quebecer Studis finanzieren könnte.
Die "sonstige" Bevölkerung trifft sich jetzt abends so ziemlich an allen größeren Stassenkreuzungen und veranstaltet spontane "illegale" Versammlungen. Zwischen 20 Uhr und 20 Uhr 30. Dazu wird auf mitgebrachten Küchenutensilien Lärm gemacht. Ich fahr echt ab.
Gerade auf dem Nachahauseweg vom Fußballmatch gab es mehrere davon - sehr witzig und ironisch.
Es lebe der zivile Ungehorsam.
Ach ja, angeglich haben die USA eine "Reisewarnung" für Québec ausgesprochen, d.h. US Bürger werden vor möglichen Risiken aufgrund der "Krise" gewarnt. Die Yankees halt, besorgt und paranoid wie immer. Oiso, poaßts auf Leid, wanns ihr nachede Quebec kommts .......
Freitag, 18. Mai 2012
Downtown
Auf der einen Seite schöne teure Hochhauslagen - mitten im Stadtzentrum. Direkt gegenüber total abgwrackte uralte Bauten. Lange wird es die nicht mehr geben denke ich.
Donnerstag, 17. Mai 2012
UNO Ernährungsbericht über Kanada
http://www.srfood.org/index.php/en/component/content/article/1-latest-news/2253-canada-national-food-strategy-can-eradicate-hunger-amidst-plenty-un-rights-expert
Nun, 800000 Menschen bzw. Haushalte haben Schwierigkeiten sich adäquat zu ernähren, Jeder vierte Kanadier ist fettleibig (in den USA, gefühlt, jeder Zweite .... und so richtig ....), zwei Drittel der Bevölkerung übergewichtig. Außerdem gibt es im Norden bei den First Nation People große Probleme mit einer ausgewogenen Ernährung.
Jedenfalls kommen jede Woche mehrere hundert Menschen in das sogenannte NDG FOOD DEPOT welches eine Lebensmittelbank ist. Wer nachweisen kann, daß er über kein ausreichendes Einkommen verfügt kann sich dort mit Nahrungs- und Lebensmitteln versorgen. Ich mach da ab und an einen Einsatz als Freiwilliger und es ist wahnsinn zu sehen wer sich da alles präsentiert. Junge Frauen, Immigranten, alte vereinsamte Menschen, jede Menge Leute mit sogenannten "Mental Health" Problemen (Depression, Schizophrenie, etc.), Menschen ohne festen Wohnsitz, etc.. Ein trauriges Bild unserer Gesellschaft.
Ansonsten gäbs noch zu Berichten, daß der Streik der Studenten hier langsam aber sicher endgültig aus dem Ruder läuft. Jeden Tag gibt es Streiks und Demos. Montag ist die zuständige Ministerin zurückgetreten und bald wird die Bewegung wohl Neuwahlen auslösen. Überrraschend, gell?? Hier treten die Minister noch selbst zurück - im Gegensatz zu Deutschland!! Da WERDEN sie zurückgetreten - soll Helmut nochmal sagen "das Mädel kann das nicht". Angie knallhart. Donnerwetter.
Nun, 800000 Menschen bzw. Haushalte haben Schwierigkeiten sich adäquat zu ernähren, Jeder vierte Kanadier ist fettleibig (in den USA, gefühlt, jeder Zweite .... und so richtig ....), zwei Drittel der Bevölkerung übergewichtig. Außerdem gibt es im Norden bei den First Nation People große Probleme mit einer ausgewogenen Ernährung.
Jedenfalls kommen jede Woche mehrere hundert Menschen in das sogenannte NDG FOOD DEPOT welches eine Lebensmittelbank ist. Wer nachweisen kann, daß er über kein ausreichendes Einkommen verfügt kann sich dort mit Nahrungs- und Lebensmitteln versorgen. Ich mach da ab und an einen Einsatz als Freiwilliger und es ist wahnsinn zu sehen wer sich da alles präsentiert. Junge Frauen, Immigranten, alte vereinsamte Menschen, jede Menge Leute mit sogenannten "Mental Health" Problemen (Depression, Schizophrenie, etc.), Menschen ohne festen Wohnsitz, etc.. Ein trauriges Bild unserer Gesellschaft.
Ansonsten gäbs noch zu Berichten, daß der Streik der Studenten hier langsam aber sicher endgültig aus dem Ruder läuft. Jeden Tag gibt es Streiks und Demos. Montag ist die zuständige Ministerin zurückgetreten und bald wird die Bewegung wohl Neuwahlen auslösen. Überrraschend, gell?? Hier treten die Minister noch selbst zurück - im Gegensatz zu Deutschland!! Da WERDEN sie zurückgetreten - soll Helmut nochmal sagen "das Mädel kann das nicht". Angie knallhart. Donnerwetter.
Sonntag, 13. Mai 2012
Beckham
60000 Leute im Stadion eines Hockeylandes gucken Fußball. 40000 Leute mehr als normalerweise sind tatsächlich wegen eines Menschen gekommen - bzw. des Hypes um ihn: David Beckham.
Kann man sich übrigens hier auf der Impact Webseite in der Zusammenfassung mal ansehen.
Er hat eigentlich gut gespielt, sich viel bewegt, alle Freistösse und tatsächlich ein weltklasse Tor geschossen. Genau in den Winkel - das können halt nur wenige auf der Welt.
Insofern war es schon interessant mal Jungs dieser Qualität wirklich aus der Nähe zu betrachten denn unsere Plätze im Stadion sind dicht dran am Spielfeld. Beim Eckball ist der Spieler keine 10 Meter weit weg. Von Dortmund gegen Bayern haben wir nur die erste Halbzeit sehen können - wegen Beckham eben. Leider. Ein klasse Spiel wie ich aus der Zusammenfassung sehen konnte.
Jetzt kommen ein paar Tage Fußballpause (oder auch nicht denn es gibt ja auch noch die Relegation am Dienstag) und dann kommt am Samstag das ganz große Finale.
Kann man sich übrigens hier auf der Impact Webseite in der Zusammenfassung mal ansehen.
Er hat eigentlich gut gespielt, sich viel bewegt, alle Freistösse und tatsächlich ein weltklasse Tor geschossen. Genau in den Winkel - das können halt nur wenige auf der Welt.
Insofern war es schon interessant mal Jungs dieser Qualität wirklich aus der Nähe zu betrachten denn unsere Plätze im Stadion sind dicht dran am Spielfeld. Beim Eckball ist der Spieler keine 10 Meter weit weg. Von Dortmund gegen Bayern haben wir nur die erste Halbzeit sehen können - wegen Beckham eben. Leider. Ein klasse Spiel wie ich aus der Zusammenfassung sehen konnte.
Jetzt kommen ein paar Tage Fußballpause (oder auch nicht denn es gibt ja auch noch die Relegation am Dienstag) und dann kommt am Samstag das ganz große Finale.
Freitag, 11. Mai 2012
Chaos in Montreal
Letzten Freitag und Samstag gabs nochmal einen Riesenaufstand der Studis und am Samstag Abend dann angeblich eine Einigung. Diese Einigung wurde dann aber von den Studi Vollversammlungen als nicht akzeptabel erklärt und somit geht das Katz und Maus Spiel weiter. Gestern sind dann ein paar intelligente Studis auf die brilliante Idee gekommen die KOMPLETTE Montrealer U-Bahn lahmzulegen. An allen 4 Knotenpunkten wurden ab morgens um 7 Uhr 30 Rauchbomben gezündet. Folge: Totales Chaos in der Stadt. Die KOMPLETTE U-Bahn gesperrt und das fast für den halben Tag. Sagenhaft.
Mir wars ja fast schon wurscht den ich bin dann halt mit dem Bus gefahren - war zwar eine wahre Odyssee aber ich war trotzdem um kurz nach 9 Uhr im Büro (allerdings nach ca. 1,5 Stunden Irrfahrt durch Montreal). Den meisten Leuten stinkt das aber gewaltig, im wahrsten Sinne des Wortes. Mit solchen Aktionen macht man sich wenig Freunde ......
Heute Abend düse ich kurz ins Chalet da ich morgen eine Vorstandschaftssitzung habe und morgen Nachmittag schaue ich mir, mit Emile zusammen, LA Galaxy an inklusive der Herren David Beckham und Donovan. Letzterer ist ja auch ein klasse Fußballspieler.
Wegen Beckham kommen angeblich tatsächlich 60000 anstelle der normalerweise zu erwartenden ca. 20000 Leute ins Olympiastadion. Erstaunlich. Wegen der Pappnase???
Pokalfinale muß ich leider ausfallen lassen - nicht zu schaffen.
Die Woche drauf dann Champions League.
Mir wars ja fast schon wurscht den ich bin dann halt mit dem Bus gefahren - war zwar eine wahre Odyssee aber ich war trotzdem um kurz nach 9 Uhr im Büro (allerdings nach ca. 1,5 Stunden Irrfahrt durch Montreal). Den meisten Leuten stinkt das aber gewaltig, im wahrsten Sinne des Wortes. Mit solchen Aktionen macht man sich wenig Freunde ......
Heute Abend düse ich kurz ins Chalet da ich morgen eine Vorstandschaftssitzung habe und morgen Nachmittag schaue ich mir, mit Emile zusammen, LA Galaxy an inklusive der Herren David Beckham und Donovan. Letzterer ist ja auch ein klasse Fußballspieler.
Wegen Beckham kommen angeblich tatsächlich 60000 anstelle der normalerweise zu erwartenden ca. 20000 Leute ins Olympiastadion. Erstaunlich. Wegen der Pappnase???
Pokalfinale muß ich leider ausfallen lassen - nicht zu schaffen.
Die Woche drauf dann Champions League.
Mittwoch, 9. Mai 2012
Nochmal Lauras Bilder
http://www.tripcolor.com/user/21323/trip/19255-Bonjour-Hi-Montr%C3%A9al!http://www.tripcolor.com/user/21323/trip/19255-Bonjour-Hi-Montr%C3%A9al!
Ich hab mir das heute nochmal angesehen und muß sagen: genial. Jede Menge Sachen welche mir entweder noch nie aufgefallen sind oder aber ich nehme die Impressionen nicht mehr wahr - zuviel Routine
Ich hab mir das heute nochmal angesehen und muß sagen: genial. Jede Menge Sachen welche mir entweder noch nie aufgefallen sind oder aber ich nehme die Impressionen nicht mehr wahr - zuviel Routine
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