Montag, 8. August 2022

Was für ein Elend

Unser 'Hotel', sehr 'low key', aber sauber und ordentlich, liegt mitten in Downtown. Umgeben vom Hilton, Gucci, Prada und Läden welche Rolex und ähnliches verkaufen. Porsche, Ferrari  und Tesla ohne Ende. Nur 100 Meter entfernt von Napa Wein mit Preisen bis zu 500$ pro Flasche beginnt die Welt der 'walking dead'. 
Crackheads, Obdachlose, psychisch Kranke, the walking dead. Zombies. Junge Leute durchsuchen den Müll. Touris mit Prada Einkaufstaschen steigen über am Boden liegenden Menschen hinweg ohne zu Wissen ob diese tot oder lebendig sind. Das sind Beobachtungen von einem 20 Minuten Spaziergang. 
Gefühlt ist das Ratio in Downtown in etwa folgendermaßen: auf 100 Touris kommen ca. 30 Leute welche hier arbeiten (müssen) und 10 Walking dead. Leben tut hier niemand. Nicht in Downtown SF.  Außer sie sind verrückt. Das erstaunliche ist, als gäbe es eine co-habitation und keine Seite belästigt die Andere. Es sind auch nirgendwo Cops unterwegs. Alles friedlich. Unglaublich. Ich könnte hunderte von solchen Bildern machen, fast überall. Außer da, wo man ohne Auto nicht hinkommt. Da gibt es auch keine Zombies. 
Andererseits: könnte es sein, dass man im liberalen SF lediglich weniger 'oppressif' gegenüber Obdachlosen vorgeht? Ich denke die Antwort ist nein. Ich muss Mal ein wenig mehr recherchieren. Verrückt. 

San Francisco - Stadt der Ungleichheit


Nach einer schönen Wanderung und einem Hammer Tag durch die Berge mit fantastischen Motororrad Strecken: Ankunft SF. Emile hat sich super vorbereitet und agiert als mein Tour Guide.
Twin Peaks z.B. - gleich Mal rauf auf die Berge. Am Sonntag dann 28km zu Fuß. Rauf und runter. 
Heute machen wir entspannt China Town und eventuell kurz rüber über die Golden Gate. Morgen geht es dann weiter nach Norden. Die Strecken werden länger. 

P.s. SF ist zwar wunderschön, vor allem bei solchen Wetter aber ich habe noch nie vergleichbare und krasse soziale Gegensätze erlebt. Brutal!

Sonntag, 7. August 2022

Pazifik - der Wahnsinn.

Die Strecke hoch nach Big Sur, Monterey und dann Richtung San Francisco ist tatsächlich spektakulär. 
Einzigartig und weder mit Bildern noch mit Worten zu beschreiben. 

Bakersfield, California


Die Familie Starr in Bakersfield war, wie immer, extrem lieb und sympathisch. Ständig tauchen da diese Deutschen auf und holen verstaubte Motorräder aus dem Schuppen. Micha war vor vier Wochen hier und jetzt auch noch wir Zwei. Vielen Dank nochmal an Kevin und Donna. Und an Micha, für die GS. 👍
Und das große Wagnis war die BMW. Drei Jahre stand das Moped verstaubt im Schuppen? Keine Batterie? Altes Benzin? Die Reifen schlapp? Wenn die Kiste anspringt, dann wäre es ein Wunder. Mit Kevin habe ich die neue Batterie eingebaut und dann, sehr nervös, habe ich den Anlasser betätigt Banges Erwarten allerseits. Und? Die GS sprang auf den ersten Drücker an und lief sauber auf Standgas. Boah ey!! Ich war verdammt erleichtert. Dann haben wir noch das gesamte Equipment verstaut und sind bei 45 Grad und brutaler Hitze in die Wüste gegen Norden aufgebrochen Es geht los...., Der richtige Roadtrip beginnt. 

Montag, 1. August 2022

Nach dem Trip ist vor dem Trip

Die Lage im Büro ist ruhig - obwohl wir jetzt tatsächlich etliche Ukrainische Flüchtlinge als Kunden haben. Wie ich schon mal bemerkt habe, sind diese zwei Wochen die absolute Ruhepause im ansonsten hektischen Großstadtleben. Wer kann befindet sich in der Sommerfrische. 

Es ist südlich heiß und die Grillen zirpen wie sie nur im Süden zirpen können. 

Kein Mensch weit und breit, außer unten auf der Avenue Mont-Royal, da geht der Punk ab.

Ansonsten bereiten Emile und meine Wenigkeit unseren Roadtrip vor. Wir hatten ein wenig "persönliche gesundheitliche Probleme" die letzten Wochen, mehr möchte ich dazu hier nicht sagen aber es war nicht lustig. 

Kein Covid aber wir hatten massive Bedenken ob wir die Reise überhaupt antreten sollen. 

Aber letztlich: erst mal Entwarnung. Soweit so gut. Die Familienmitglieder sind okay und die erste Panik hat sich gelegt. 

Lili war ein paar Tage im Krankenhaus aber sie kommt morgen nach Hause und es geht ihr - relativ - gut. 

D.h. Papa und Sohnemann können den Westcoast Trip antreten ohne dass wir uns ständig Sorgen machen müssen. Das zeigt mir mal wieder, dass die Gesundheit letztlich wirklich das einzig wichtige Gut ist im Leben. Alles andere ich Nebensächlich. Absolut. 

Der Trip also:


So ganz grob der Plan: 

wir fliegen am Mittwoch nach LA (falls Emile morgen tatsächlich seinen Pass bekommt). Von da aus geht es hoch nach Bakersfield, das Motorrad abholen (falls die Kiste läuft - steht da seit ca. 3 Jahren). Und dann würden wir - mehr oder minder - immer am Highway 1 hoch fahren bis Seattle, vorher drei Tage Pitstop in Frisco (am nächsten WE) und dann noch ein paar Tage hoch auf Vancouver Island.

Es gibt sicherlich ein paar Unwägbarkeiten bei dem Trip aber ich mag das so. 

Wann kommt man in LA an? Kommt drauf an. 

Gibt es ein Mietauto? Womöglich. 

Läuft die BMW in Bakersfield? Sollte sie. 

Wie kommen wir an den brennenden Wäldern nördlich von Frisco vorbei? Mal schaun. 

Gibt es bei Kai auf Vancouver Island genügend kühles Bier? Davon gehe ich aus!!!!

Es ergibt sich letztlich immer - irgendwie und sowieso. 

Oiso, auf gehts. Westcoast here we come.  

Für mich absolutes Neuland weil ich den nördlichen Teil Kaliforniens noch nie gesehen habe. Sequoia war Limit. Weiter bin ich noch nicht hochgekommen und Frisco wollte ich mir schon immer mal aus der Nähe ansehen. 

apropos: was muss ich hören: 1500 "feierwütige Bierfestbesucher" in der Oberen Stadt?  Geile Aktion.