Sonntag, 20. September 2026
Was man in knapp 2 Wochen so alles anstellen kann .....
Sonntag, 30. August 2026
Der Sommer geht - langsam - dem Ende entgegen
Die Avenue Mont-Royal bleibt noch eine Woche Fuzo. Dann geht hier der Sommer so langsam seinem Ende entgegen. Aber der September und vor allem der Oktober müssen noch ausgiebig genutzt werden. D.h. Zeit am Chalet, am See oder auf dem Motorrad.
Das Chalet ist mittlerweile derartig populär, dass wir einen Kalender eingerichtet haben um Zeiten zu "reservieren". Letzte Woche waren "Emile & die Detektive" dort, dieses WE Lili mit ihrer Gang und nächstes WE gehe ich nochmal kurz hoch bevor ich dann für zwei Wochen mit Joanne nach Deutschland komme.
Mir steht noch eine Woche intensive Arbeit bevor und dann mache ich einen kurzen Roadtrip mit Joanne. Idealerweise Polen - aber das hängt dann vom Wetter ab und auch ob der Hobel in Tennach läuft. Mal schaun.
Mein "Gartenabiente" hat sich auch wieder "verbessert" weil ich die DRZ erstmal irgendwo unterstellen mußte. In der Garage ist leider kein Platz mehr - zuviele Motorräder. LOL.
Montag, 17. August 2026
Summer in the City - und Subkultur
In der Stadt geht nach wie vor die Post ab. Ein Festival nach, oder parallel, neben dem Anderen. Weil Sohnemann neuerdings für die zuständige Eventfirma arbeitet kam ich an Tickets für das Lasso Festival ran -- eigentlich ein Country Musik Festival. Ich hatte nicht die geringste Ahnung was da auf uns zukommen würde.
Totale Subkultur. Wobei. Wenn aber 43000 Leute Linedance machen, Cowboystiefel tragen und riesige Westernhüte aufhaben, dann kann das keine reine Subkultur mehr sein sondern eher Mainstream. Jedenfalls haben wir (Joanne und ich) uns ausgezeichnet amüsiert und das Festival war von der Musikauswahl und was die Qualität betrifft (Mumford & Sons, Jon Pardi, Old Dominion, etc.) absolut Top of the Tops. Die Organisation und der insgesamt Setup waren ebenfalls hervorragend.
Sehr unterhaltsam.
p.s. zudem konnten wir mit dem Fahrrad, bzw. mit dem Boot hin- und zurückfahren. Auch cool.
Dienstag, 11. August 2026
Nochmal Klimawandel
Während Europa von einer Hitzewelle in die andere gerät und unter extremer Niederschlagsarmut leidet, haben wir hier einen eher feuchten Sommer. Das Wochenende am Chalet sollte eigentlich eine "Strandparty" werden denn vor zwei Wochen waren ja - siehe Blogeintrag - noch endlose Sandstrände vorhanden. Aber ein extremer Starkregen im Norden Quebecs hat dem ein Ende bereitet. Der Rouge führte plötzlich hammerharte Wassermassen. Der Fluss hatte eine unglaubliche "Kraft" - die Wassermassen waren echt beeindruckend. Ich saß da am Donnerstag Abend und dachte mir: "alter Schwede - das geht ab".
Trotzdem waren am Samstag und am Sonntag wieder Rauchschwaden von den Bränden im Norden und in Ontario in der Luft und die Sonne war - wieder einmal - nur noch Schemenhaft zu sehen. In BC mußten, wie ich den Medien entnehmen durfte, Teile des Okanagan Valleys komplett geräumt werden. Oregon brennt scheinbar komplett. Da bin ich mal gespannt, wie das dann so weiter geht.
Mittwoch, 29. Juli 2026
Es gibt noch Orte der Ruhe und Besinnung
Zum Beispiel ein Abend mit Sonnenuntergang am Rouge. Ohne jede andere Menschen. Einfach mal gänzlich alleine in der Natur. Ich genieße dieses Privileg.
Samstag, 25. Juli 2026
Jetzt müßte es ja bald auch der oder die Letzte begriffen haben
Kanada brennt. Es gibt im Moment ca. 1000 Feuer, davon viele vollkommen außer Kontrolle. Frankreich und Teile Spaniens stehen in Flammen.
Und dann habe ich mir gestern die "lokale" Apokalypse angesehen:
am Chalet, bzw. unweit davon, ca. 2 km weit weg, gab es einen Tornado. So etwas hat es in Quebec, soweit ich weiß, noch nie gegeben. Am Chalet gab es, vor ein paar Jahren, mal eine Windhose. Aber einen ausgewachsenen Tornado? Einen Wirbelsturm? Wahnsinn.
Dienstag, 21. Juli 2026
Es brennt
Das obige Bild habe ich nur eingestellt weil wir letzten Sonntag einen Bootsausflug gemacht haben. Wir sind mit dem Fahrrad bis nach Boucherville gefahren und dann mit dem Boot zurück nach Montreal. Geile Sache.
Tja, das andere Bild habe ich letzte Woche auf dem Weg ins Büro gemacht. So sieht die Sonne aus - insofern man sie noch sieht - wenn die Rauchschwaden der mittlerweile fast 1000 Feuer durchziehen. Die Apokalypse. Der Himmel ist grau, dunkel und man kann die Sonne meistens nicht mehr erkennen.

So sieht das dann vor Ort aus. Wie gesagt, apokalyptisch.
Montag, 13. Juli 2026
Eine Stadt erstickt im Verkehr - es ist die Hölle!
Yep , wir haben ein Auto. Der alte Toyota Matrix steht meistens vor dem Haus in der Straße und wartet darauf umgeparkt zu werden. Denn am Montag ist links Parkverbot und am Mittwoch rechts. Damit die Kehrmaschine durchgurken kann. Das gilt allerdings nur von April bis November. Im Winter wird nicht gekehrt. Dann gibt es noch andere Probleme. Dazu muss man für einen reservierten Bereich eine Gebühr zahlen. Etwa 150 $ pro Auto pro Jahr. Falls jemand ein zweites oder gar drittes Auto hätte würde das noch progressiv teurer. Sehr teuer. Das ist ja auch gut so. In Tokyo muss man einen Parkplatz nachweisen um überhaupt ein Auto anmelden zu dürfen.
Jetzt zum Thema meines "Artikels": Montreal erstickt im Verkehr.
Es ist schlicht und ergreifend unfassbar, bzw. unfahrbar. Es geht nicht mehr. Aus die Maus. Ende. Die Stadt ist ein einziger Stau. Jeden Tag.
Zwei kleine Anekdoten.
Die Erste.
Als Emile und ich neulich zum Flughafen aufgebrochen sind, haben wir, sinnvollerweise, die U-Bahn und den Expressbus (747) genommen. Das dauert dann so ca. 45 Minuten ab Haustüre und man kommt normalerweise relativ entspannt am Abflugterminal an weil der Bus eine Sonderfahrspur hat und man direkt am Terminal aussteigt. Außerdem ist das mit unserer Monatskarte umsonst.
Normalerweise geht das also alles prima und sehr gechillt. An jenem Samstag aber leider nicht.
Denn ca. einen km vor dem Abflugterminal ging nichts mehr. Insgesamt 6 Fahrspuren von zwei zusammenführenden Autobahnen wurden auf eine Fahrspur zusammengelegt. Der Bus stand. Alle Autos standen. Aber nicht nur für ein paar Minuten oder so sondern permanent. Es ging nichts mehr. Nach ca. 30 Minuten sind viele Leute im Bus unruhig geworden. Logisch. Alle waren auf dem Weg zum Flug. Zur Urlaubsreise. Die Zeit drängte. Der Flieger wartet nicht.
Ab hier, also auf dem Bild, sind es noch ca. 1,5 km bis zum Terminal.
Es gab also nur eine Möglichkeit: aussteigen und laufen. Unglaublich. Ich kann sagen, ich bin ein bisschen "herumgekommen" und bin schon an dem einen oder anderen Flughafen gewesen. Aber Montreal? Der Wahnsinn. Das ich zum Abflugterminal laufen muss, dass habe ich noch nicht erlebt.
Für Emile und mich war das relativ entspannt denn wir hatten nur Handgepäck dabei, also Rucksack und waren extrem früh unterwegs weil ich schon wusste wie chaotisch Montreal sein kann. Aber man muss sich mal die Reisenden mit, sagen wir zwei Erwachsenen und zwei Kindern inklusive 4 gigantischer Koffer vorstellen. Die mussten ihr Zeugs - sprichwörtlich - über die grüne Wiese schleppen denn Fahrrad oder Fußgänger Zugänge zum Flughafen scheint es nicht zu geben.
Es herrschte das totale Chaos. Im Journal de Montreal wurden Leute zitiert: "da kann ich ja gleich laufen". Stimmt. Sollte man. Insofern du den Flug erwischen willst.
Die Zweite:
am letzten Samstag wollten wir (Joanne und ich) von ihrer Wohnung noch "schnell" bei mir vorbeifahren um meine Klamotten für eine abendliche Hochzeit abzuholen. Das dauert normalerweise ca. 20 Minuten - maximal. Letzten Samstag haben wir, nach ca. einer Stunde im Stau bzw. Stand, abgebrochen und sind einfach umgedreht. Ich habe mir ein paar Klamotten von ihrem Sohn geborgt und wir sind noch gerade rechtzeitig zur Hochzeit gekommen.
Es war - de facto - unmöglich zu mir nach Hause zu kommen - zumindest nicht mit dem Fahrzeug. Schlichtweg unmöglich. Oder man rechnet mehrere Stunden ein. Jetzt könnte man sagen, ein großstädtisches Problem. Lebt damit.
Mache ich auch. Ich fahre ja eigentlich nur Fahrrad oder nehme den öffentlichen Nahverkehr. Alles andere macht definitiv keinen Sinn. Zumindest nicht in Montreal. Es ist die Apokalypse. Die Leute verlieren wahnsinnig viel Zeit im Stau und verlieren horrende Lebenszeit.
Verschiedene Baufirmen die ich kenne nehmen nur noch Aufträge im engeren Umkreis ihres Firmensitzes an weil es unmöglich geworden ist von einem Ende der Insel an das Andere zu kommen. Zumindest nicht mit einem Fahrzeug.
Übersetzt heißt der Artikel: Endloser Verkehr, wir haben die Schnauze voll.
Donnerstag, 2. Juli 2026
Von der einen Hitzewelle in die Andere
Die Hitzewelle in Deutschland habe ich ja noch live mitbekommen. Das war aber auch schon fast die Zweite denn Ende Mai war es ja auch schon verdammt warm.
41 Grad haben wir zwar - reell - nicht ganz aber gefühlt ca. 45. Mit Luftfeuchtigkeit. Es dampft. Subtropisch. Wer jetzt nicht über eine Klimaanlage verfügt der "gehört der Katz". Wenn ich nach draußen gehe, laufe ich wie gegen eine feuchte Wand.
Da hilft eigentlich nur der Sprung in das kalte Naß.
Am Dienstag bin ich bei 35 Grad in Montreal los gefahren und Abends am See habe ich mir bei 22 Grad eine Jacke angezogen. Es lebe der Sommer (falls er denn nicht gar zu heiß ist).
Samstag, 20. Juni 2026
Oberbayern wie es leibt und lebt
Unser Austausch- und Besuchsprojekt zwischen Quebec und Bayern ging gestern erfolgreich zu Ende und München war der Abschluss. Ich konnte, unter anderem, Rosenheim und die umliegende Gegend hervorragend erkunden und muss sagen: tolle Landschaft. Schöne Stadt. Viel idyllischer und irgendwie "Bayrischer" geht es gar nicht mehr. Fahrrad- oder Motorradtouren in der Gegend kann ich nur wärmstens empfehlen. Und ich muss sagen: mit dem Deutschlandticket einfach so in der Gegend "herum zu gondeln" ist total genial. Man steigt einfach irgendwo in den Zug, den Bus oder die Strassenbahn und fährt dann von A nach B. Zugausfälle oder Steckensperrungen "umfährt" man halt irgendwie und das Ticket macht das Reisen wirklich sehr entspannt (außer in Minga am Hauptbahnhof oder in Pegnitz in der Sauna).
Aus der SZ - Chaos am Hauptbahnhof in Minga
Erneut massives Gedränge am Hauptbahnhof – Reisende sprechen von gefährlicher Situation

53,4 Grad Celsius im Bus in Pegnitz. Das hat man auch nicht alle Tage. Eine fahrende Sauna. Wahnsinn. Wie pflegte meine Mutter zu sagen: "beim Reisen da erlebst du was".
Dienstag, 9. Juni 2026
Franken ist ein gesegnetes Land (habe ich ja schon öfters gesagt)
Das hat KI über das angebliche Zitat von J.W. v. Goethe gefunden (Tafel am Spitzeichener Turm):
Sonntag, 31. Mai 2026
Motorbiking
Was für ein Hammertrip. Über Minga und die Surfer (welche ich das erste mal im Leben live gesehen habe) hoch nach Tennach und dann erst mal rüber nach Karlsbad-Karlovy Vary. Wir waren nicht sicher ob die 1100er GS wirklich fahr- und reisetauglich war und haben deshalb erstmal einen zweitage Trip nach Karlovy gemacht. Nachdem ich letztes Jahr die Stadt nach langer Zeit mal wieder besuchen durfte und dabei feststellen durfte wie unglaublich schön Karlovy ist und welch herrlichen Charme dieses Kaiserbad ausstrahlt, wollte ich Emile unbedingt die "Spa von Karl dem Grossen" zeigen.
Die BMW schien mir okay (leichter Schaden an den Benzinleitungen) und wir sind das Risiko eingegangen und Emile und ich sind mit zwei Bikes runter Richtung Slowenien gefahren. Über die Oberpfalz und den Bayerischen Wald in die Oberbayerischen Alpen (Bergen). Von da aus dann über den Glockner runter nach Slowenien. Kranska Gora und Triglav.
Das Wetter war sensationell gut, die Straßen unfassbar cool zu fahren und es war relativ wenig los. Slowenien ist ein Motorrad Paradies. Die BMW hat gehalten und lief prima - trotz aller Bedenken am Anfang.
Dafür lebt man, dafür lebe ich: um bei strahlend blauen Himmel mit meinem Sohnemann durch die Julischen Alpen zu cruisen. Herrlich.
Apropos: Slowenien ist ein wirklich unglaublich tolles Land. Alpin im Norden, teilweise noch sehr wild und dünn besiedelt in weiten Teilen und im Süden ist es dann fast mediterran. Motorradfahrerisch ist es sensationell. Das machen wir nächstes Jahr gleich mal wieder. 100%!
Noch ein apropos: es war teilweise so heiß wie ich es - gefühlt - im Mai selten erlebt habe. Im Donautal hatte es über 32 Grad und selbst in den Bergen war es - relativ - warm.
Montag, 11. Mai 2026
Drecksarbeit
Ich war leider super beschäftigt die letzten Tage. Wir machen einen "Blitz" und müssen das gesamte Flachdach erneuern. Dabei hat sich - leider - herausgestellt, dass das bestehende Dach eine einzige Katastrophe ist. Mehrere Lagen and nicht abgetragener Teer Unterkonstruktion - also Tonnen an Material - mussten noch abgebaut werden. Eine Drecksarbeit. Ich sah aus wie ein Miennarbeiter früher im Pott. Aber "wat mut, dat mut".
Im Büro geht es noch eine Woche absolut rund und dann geht es aber auch schon fast ab nach Minga.
p.s. die "Mädels" machen dieses Kälteritual (cold plunge) im St. Lorenz. Wassertemperatur 5 Grad. Verrückt. Aber es ist angeblich gut für die Gesundheit.
Mittwoch, 29. April 2026
Frühjahrsputz
Montreal erstickt im Müll und ist einfach nur unfaßbar dreckig. Wenn der Schnee schmilzt kommt die Scheiße raus. Zitat Rudi Assauer. Schalke 04!! Gelsenkirchen. Falls ich mich recht entsinne.
Wo der Rudi recht hatte, hat er recht. Aber nicht bei uns, nicht in der Rue Cartier. Hier ist alles blitz blank. Spick and span - wie man im Englischen sagt. Extra sauber.
Drei Stunden "Arbeit" am Samstag Vormittag, ca. 30 Anwohner, Nachbarn und Freunde sind gemeinsam am saubermachen.
Danach ist die gesamte Ruelle, Backalley komplett blitz und blank. Total sauber und es liegt aber auch schon kein "Fitzelchen" Dreck oder Abfall mehr rum. Mit ein bißchen Engagement und ein bißchen gemeinsamer Arbeit wird die gesamte Straße vom Staub und vom Müll entfernt.
Dabei lernt man dann noch die neuen Nachbarn kennen und am Nachmittag gibt es Freibier für Alle. So kann Nachbarschaftshilfe und zivile Zusammenarbeit aussehen.
Es könnte alles so einfach sein.
Nach dem "kollektiven" Frühjahrsputz am Samstag morgen bin ich ins Chalet gefahren.
Am Chalet und speziell am Riviere Rouge kommen im Moment Wassermassen runter, das glaubt man nicht. Hammermäßig. Ein paar wahnsinnige Surfer gehen mit ihren Surfboards echt in diese stehenden Wellen. Hammer.
Zudem war es - kein Witz - sommerlich warm. Heiß. Ich war tatsächlich im See schwimmen. Es hatte - gefühlt - 30 Grad. Ich konnte nicht widerstehen und bin tatsächlich mal kurz im See geschwommen.
Es ist wie eigentlich immer: erst ist da dieser endlose, kalte, unwirtliche Winter, dann ist eine Woche Frühling und dann wird es hier - gefühlt - Sommer. Die Terrassen und Biergärten sind auf - alle Welt ist draußen. Der Winter ist endgültig besiegt.
Es lebe der Sommer.















































