Sonntag, 29. Mai 2022

Vom Sommer in den Sommer

Ich sage es ja immer - Hans im Glück - Wetter mäßig zumindest. 

Erst - de facto - 6 Wochen fast nur Sonne in Bayern und Franken und jetzt erst mal zurück nach "Italien", d.h. in den Quebecer Sommer. 


Der "Garten" hat sich "verkleinert" - im Vergleich zu Regensburg.

Ich hoffe allerdings, dass sich das Bayerische Wetter schnell bessert denn die Austausch Gruppe unseres Jung-Unternehmer Projektes befindet sich gerade in "Minga".  

Ich bin gestern, d.h. am Samstag, zurückgeflogen und mittlerweile ist so ein Transatlantik Trip wieder relativ unkompliziert. In Minga war nicht viel los und in Montreal bin ich - entgegen anders lautenden und von chaotischen Warteschlangen berichtenden Quebecer Medien (La Presse) - anstandslos und problemlos in Rekordzeit durch das ganze Einreise Procedere gekommen.

Der Flug war pünktlich und total entspannt und selbst im Flugzeug interessierte es niemanden mehr wirklich ob man die Maske auf hat (Pflicht) oder nicht (Kriminell).

Es interessiert die Flugbegleiter schlicht nicht mehr. Lediglich beim Einsteigen musste ich mir das Ding "pro forma" kurz überziehen. 

Noch ganz kurz ein, wie immer "verklärter" Rückblick: mein Gott ist dieses Land der Bayern und Franken und Oberpfälzer ein schönes Land.

Was für eine Lebensqualität. Die Menschen sind höflich und zuvor kommend und es fehlt an nichts. Die Landschaft ist unglaublich schön und das Leben ist friedlich. Wer anderes behauptet betreibt - meiner Meinung nach - ein extremes jammern auf verdammt hohen Niveau. Mit Verlaub. 




 

Bestimmte gesellschaftliche Probleme, z.B. bei der Integration, muss ich anerkennen und kann es wohl nicht leugnen. Was mir Sabine sowie Freunde und Bekannte aus der Schule und von der "sozialarbeiterischen Front" (sorry, unpassendes Wort im Moment - in diesem Kontext) mitteilen ist leider nicht "zielführend". Mit anderen Worten, das "German Overengineering", wie man den deutschen Kontroll- und Bürokratie Wahnsinn im englischsprachigen Ausland gerne bezeichnet, funktioniert bei der Integration nicht wirklich. Vordergründig vielleicht, aber das ist nur die "positive" und sichtbare Spitze vom Eisberg und die darunter liegenden Probleme scheinen nicht gelöst zu werden. 

Dann gibt es da auch noch andere "verkrustete" Probleme wo ich mittlerweile zu der Überzeugung komme, dass das die Kanadier scheinbar kreativer und vor allem effektiver lösen. 

Und eines könnt ihr mir glauben: die Kanadier und vor allem die Quebecer, LIEBEN Bürokratie. Über Alles.

Aber nochmal Themawechsel:

Der Bayerische Wald (und Böhmen) ist ein ausgesprochen interessantes Motorradgebiet. 

Die paar Touren welche ich unternommen habe waren wirklich nett und unterhaltsam. 




Und bei obigen Bild waren wir übrigens zu Fuss. LOL. 

In diesem Sinne: es lebe der Sommer und der Biergarten. Und die Ukraine!!!!






 

 

 

Dienstag, 17. Mai 2022

Krieg und Frieden

Während wir im "Paradies" leben und in den Biergärten sitzen und Weissbier trinken tobt, nicht mal so weit weg, ein mörderischer Krieg. 

Bill Gates, rule number 1: "life is not fair". 

Stimmt leider. 

So ein Wochenende am Reisighof fühlt sich, vor allem bei so einem sommerlichen Wetter im Mai, an wie "permanent vacation". Warum soll ich in die Toskana fahren, wenn es in Franken eigentlich noch viel schöner ist. 

Wie war das nochmal in "Irgendwie&Sowieso": 

beste Gegend? Unsere!!

beste Zeit? Unsere!!

beste Mucke? Jambolaya, oaber a scho werklich, auf gehts!!

Eine der besten Definitionen von "Heimat" für mich. 


Wie lange es die gute, alte Buche in meinem Wald noch "machen" wird ist fraglich. Der Zahn der Zeit nagt.


Ois bio! Selbst der Naturteich.

 

Die PV "brummt", sprichwörtlich. 81000 kw/h seit Inbetriebnahme und kein Ende in Sicht.


 

Dazu nachwachsende Rohstoffe "ohne Ende". Sabine und ich haben ca. 20 Bäume gepflanzt und wir sind gespannt wie viele davon überleben werden. Wildbiss, Trockenheit, etc.!



 

In der "fränkischen Toskana" mit Hund. 




Und dazu sitzen wir dann alle gemütlich bei einander, trinken Bier und können die schönsten Sonnenuntergänge betrachten. 

Zwengs Bill Gates und "rule number one": 

wenigstens hatten und haben "wir" die "richtige Seite des Lebens" erwischt. Schwein gehabt sage ich nur. 

Hoffentlich gibt es bald Frieden.

 

 

Montag, 9. Mai 2022

Böhmen

Gestern haben wir unsere erste "Erkundungsfahrt" rüber nach Tschechien gemacht. Erstmal durch die Oberpfälzer "Pampa" nach Furth im Wald und dann kurz Besuch in Tomaszliçe. 

Schöne Innenstadt - d.h. der innerstädtische Platz ist wirklich sehenswert aber ansonsten, auch knapp 30 Jahre nach dem Mauerfall, wirkt alles noch irgendwie "östlich". 

Das merkt man sofort nach (ehemaligen) Grenzübertritt und sobald man nach Böhmen kommt. Erstmal kommt dieser Abschnitt welcher mich an die Mohawk Gebiete in Québec erinnern. Anstelle von Cannabis und Tabak gibt es Prostitution, Casinos und Sprit. 

Am wunderschönen Rathaus nagt der Zahn der Zeit und einige der Fenster im Obergeschoss sind lediglich mit Plastikfolie geschützt. Der Rest "blättert" so langsam ab - kriegen die denn keine EU Fördermittel?


 Euro wird genommen, auch "Deutschmark" - laut Auskunft des Kellners - was ich allerdings bezweifle - obwohl die Währung ja nach wie vor gültig ist und eingetauscht werden könnte. 

Da ich da jetzt öfter mal herum düsen werde muss ich mir mal ein paar tschechische Wörter und Begriffe aneignen - aus Respekt. Es wird wohl auch Deutsch gesprochen oder zumindest verstanden, die Stadt ist ja kaum 20 km von der Bayerischen Grenze entfernt - jedenfalls war viel Werbung auf Deutsch zu sehen und die Supermärkte sind Deutsche Ketten - wie scheinbar überall im östlichen Raum. Das ist mir schon in Istrien und in Slowenien aufgefallen.

Sohnemann wäre sicherlich Begeistert: man fährt kaum 45 Minuten und ist in einem anderen Sprachraum und es gibt eine andere Währung. Andererseits braucht er ja auch nur 45 Minuten bis er in Ontario ist. Aber das ist was anderes. Émile will nächstes Jahr Europa mit Interrail bereisen. 

Das ist dieses "europäische" Flair was die Kanadier immer begeistert. Wenn ich denen erkläre, dass ich in zwei Stunden in Salzburg bin oder in Prag, oder sonst wo, dann kommt immer das Erstaunen über "das kleine Europa". 

Wenn meine Kollegen (in vor-Covid) Zeiten von z.B. der Gaspesie nach Montreal zum Treffen kamen, dann sind das 10 bis 12 Stunden mit dem Auto. 

Wenn man durch ganz Ontario durchfahren möchte können das leicht 20 Stunden werden.  Emile ist mal 8 Stunden einfach zum Auswärtsspiel gefahren - nach Royn-Nuranda. 

Ich mache weiterhin home office in den nächsten Tagen und wenn ich Zeit habe erkunde ich den Naturpark Bayerischer-Böhmer Wald. Vielleicht organisiere ich irgendwann eine Tour für die Biker. Es muss ja nicht immer Guatemala sein. Bayern und Europa haben viel zu bieten!