Mittwoch, 15. September 2021

8 Tausender im Bayerischen Wald

Wir haben diesen einen Wanderabschnitt im Bayerischen Wald gemacht - heißt "werbewirksam" die "Acht Tausender". Ein Teilabschnitt des sogenannte Goldsteiges.

Mit anderen Worten man wandert über "Berge" bzw. Erhebungen welche höher als 1000 Meter sind. Richtung Arber oder aber vom großen Arber aus runter in die gegen gesetzte Richtung.

Die Höhenmeter sind nicht das Problem denn man fängt ja bei ca. 800 Meter an aber die Tour ist relativ "kernig". Lang. Anstrengend.

Also so ca. 6 Stunden müssen mindestens eingeplant werden - mit wenig Pausen. Es geht immer über Stock und Stein und ich fand es echt anstrengender als z.B. unsere Family Alpentour von vor drei Jahren, zumindest habe ich das aufgrund der Länge der Wanderung so empfunden.


Irgendwie sieht es immer aus wie in den Blue Ridge Mountains unten in den USA. 


Teile des Bayerischen Waldes sind ja absolut Naturbelassen und der komplette Wald ist gestorben - der Borkenkäfer lässt grüßen.


Ganz links am Horizont sieht man die Liftschneisen von "Eck" wo wir los gelaufen sind und man sieht so die "Bergkette" über welche man dann läuft und am Schluss geht es über den kleinen Arber zum Zielpunkt, den großen Arber. 


 

Aber der Wald kommt wieder, erholt sich, wächst nach, so wie hier auf dem obigen Bild, Richtung kleiner Arber. 


 

Auf den ca. 20 km welche wir, Sabine und ich, an dem Tag gelaufen sind, sind uns ca. 15 Leute begegnet - und zwei schiebende Mountainbiker.

 




Dienstag, 7. September 2021

Apulien

Ein paar Eindrücke:

wir (ich - ca. 90%) sind jetzt ca. 4000km Kreuz und quer durch Italien gefahren. Das Meiste davon ganz im Süden, in Apulien. 

Der Ducato Camper hat sich tapfer gehalten und es ist - zumindest für jemanden wie mich, welcher normalerweise mit dem Moped reist und mit einer Zahnbürste als Gepäck - totaler Luxus. Durchschnittsverbrauch übrigens 8,2 Liter - damit kann ich leben.

Dank der super App gab es fast nur noch super Plätze und echt klasse Spots. Übernachtungen direkt am Meer. Morgens werden einem die Schoko Croissants sozusagen ans Bett gebracht - kaum Leute (da wo wir waren) - also insgesamt wirklich empfehlenswert. 

Allerdings sollte man in der Realität Apulien und eigentlich ganz Italien - zumindest im August - trotz allem weiträumig umfahren. Was an den Touristischen Stränden abgeht ist kaum zu fassen. Aber Abseits davon ist es genial.







Ein UNESCO Weltkulturerbe nach dem Anderen - ich komme vor lauter Kultur zu nichts anderem mehr. 

Über die Camperkultur schreibe ich demnächst - mit etwas Abstand - eine kurze soziologische Betrachtung eines Novizen. 

Die Highlights waren sicherlich "Trulli Land" - heißt echt so, dann die Gargano Gegend - wirklich genial und die Abbruzzen. Klasse. Da muss ich nochmal mit dem Bike hin. Auf jeden Fall. Lecce ist einen Besuch wert und einige der eher kleineren Städte in Apulien sind architektonische so schön, dass man es mit Worten kaum ausdrücken kann.

Über Südtirol braucht man ja eh kein Wort zu verlieren. 

Übernachtung in Brixen für den Kauf einer exzellenten Flasche Wein (15 Euro).

Auch geil: hier kommen im Jahr ca. 7 Millionen Pilger her. Angeblich die drittgrößte Pilgerstätte der Welt (Wikipedia). Als wir da waren waren wir ALLEINE. Wahrscheinlich sind Alle geflüchtet weil da so zwei Deppen aus Tedesciland rumtappen am Abend.

http://www.italia.it/de/reisetipps/glaube-und-spiritualitaet/das-sanktuarium-des-san-pio.html

 

Bergtouren gehen natürlich auch, unten 35 Grad, oben 8 Grad, Wolkenfetzen und krass kalter Wind. Logischerweise außer uns kein Mensch unterwegs - nur Ziegen und Rinder.


Apropos: kaum Deutsche unterwegs - fast NULL. 

Also ganz grobes Resumé: Apulien geil, Italien in dieser Form und zu dieser Zeit brauche ich eher nicht.