Mittwoch, 7. November 2012

Obama

hat mir ne mail geschrieben.

Toll. Vor vier Jahren habe ich mich unter einer fiktiven Vermonter Adresse in seinen Newsletter eingetragen und seitdem kriege ich solche mails. Gott sei Dank ist der Kelch Romney an uns vorbeigegangen. Jetzt hat er 4 Jahre in welchen er den "wahren" Obama durchsetzen kann.

How this happened
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Barack Obama info@barackobama.com
00:12 (vor 11 Stunden)

an mich
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Elvis --

I'm about to go speak to the crowd here in Chicago, but I wanted to thank you first.

I want you to know that this wasn't fate, and it wasn't an accident. You made this happen.

You organized yourselves block by block. You took ownership of this campaign five and ten dollars at a time. And when it wasn't easy, you pressed forward.

I will spend the rest of my presidency honoring your support, and doing what I can to finish what we started.

But I want you to take real pride, as I do, in how we got the chance in the first place.

Today is the clearest proof yet that, against the odds, ordinary Americans can overcome powerful interests.

There's a lot more work to do.

But for right now: Thank you.

Barack

Montag, 5. November 2012

wer will nach Quebec einwandern???? Hier ist der Test ...

http://www.gouv.qc.ca/portail/quebec/international/allemagne/immigration/immigrer_au_quebec/evaluation/


bin ich grade zufällig draufgestossen - ich werde mal einen Reality Check machen -

Mafia Update

http://www.cbc.ca/news/canada/montreal/story/2012/11/05/gerald-tremblay-montreal-conference.html

Der erste ist weg - gut so. Der erste Bürgermeister. Der Bürgermeister von Montreal ist vielleicht der zweitmächtigste Mann im Land. Die Stadt representiert die Metropole Québecs und verfügt über ein Milliardenbudget.
Tremblay ist heute um 19 Uhr zurückgetreten - nicht etwa, weil der selbst korrupt ist oder der Mafia angehört, sondern wegen Inkompetenz. Mit seinem Bruder Marcel habe ich etliche Jahre gut zusammengearbeitet. Marcel war immer total witzig und irgendwie sehr menschlich - obwohl ich ganz am Anfang starke Bedenken hatte weil er seinen Sohn protegiert hat und ein wenig unkonventienel war.  Marcel hat mir u.a. mal gesagt, daß es seiner Erfahrung zufolge in der Politik nicht wichtig sei "was ich können würde, sondern WEN ich kennen würde". Das entspricht wohl - leider - der Realität.

Gerald hingegen hat jahrelang weggesehen, übersehen und nicht eingegriffen. Die - gefühlte - Hälfte seiner engsten Mitarbeiter waren total korrupte Säcke. Seine ganze Administration war, und ist, total underwandert. Außerdem hatte er keine Vision und Montreal geht es ganz gut, aber nicht wegen, sondern trotz Gerald Tremblay.

Jetzt stehen noch ein paar von den anderen Jungs auf der Liste. U.a. der Bürgermeister der zweitgrößten Stadt - Laval. Er ist momentan "krank geschrieben" - wird aber in absehbarer Zeit seine Genesung hinter Gittern fortsetzen können. Momentan werden seine - angeblich millionenschweren - Auslandskonten durchforstet.

Die Reihe läßt sich - leider - fortsetzen. Es spricht allerdings für die hiesige Justiz, daß dieses "Großreinemachen" überhaupt möglich ist.  Fortsetzung folgt ....

Das Grundproblem ist wohl Gier und Macht. 

... morgen abend dann Daumen drücken für Obama. Ganz gleich wie knapp er gewinnt und sollte es selbst ohne einfache Mehrheit sein - egal. Sonst gehts uns allen Schlecht - soviel ist sicher. Arm gegen Reich. Umweltschutz gegen maximalen Profit. Gesundheitsfürsorge für alle gegen "jeder-hilft-sich-selbst". Waffenkontrolle gegen Waffen für alle. Nachhaltigkeit gegenüber Ausbeutung.Die Götter die Romney anbetet kennen keine Gnade - davon bin ich überzeugt. Gnade uns Gott.


Freitag, 2. November 2012

Weekund update

Wir düsen übers WE nach Québec City zur buckligen Verwandtschaft. Raclette essen und Geburtstag feiern.

So sah es letzte Woche noch im Lafontaine  und oben auf dem Berg aus (bei prima Vollmond) aus - während es in Deutschland geschneit hat. Aber mittlerweile ist nicht mehr viel übrig von den Farben.


Gestern hat es mir auf der Heimfahrt meinen Hinterreifen zerrissen und dann mußte ich mein tolles eBike erstmal eine Stunde nach Hause schieben. Ich kann das Ding ja nicht einfach in der Pampa stehen lassen. Deswegen werde ich am WE mal einen Upgrade machen lassen und ich werde - angeblich - pannensichere Reifen installieren. Wenn man mit dem Ding - bei den Reichweiten - eine Panne am hinteren Rad hat, ist man echt im Arsch.

Dienstag, 30. Oktober 2012

Unglaublich - Sandy in Montreal

Sonne und sagenhafte Temperaturen von ca. 20 bis 22 Grad. Ein wundervoller Tag. Zwar wurden immer noch Wolkenschichten schnell verschoben und es hat auch mal eine Stunde geregnet, das wars dann aber auch.

Der Wirbelsturm hat an seiner Ostseite subtropische Luft aus dem Süden der USA hoch nach Quebec geführt und uns mediterrane Temperaturen beschert - inklusive Sonne. Die Wolken wurden einfach weggeblasen. Dafür wird - angeglich - auf der Westseite Luft polaren Ursprungs nach Süden geleitet. Verrückt.

Also totale Entwarnung was Montreal anbelangt - bis jetzt jedenfalls. Morgen wird schon noch eine Regenfront kommen - schätze ich. Aber das wars dann auch. Der Sturm wirkt wie ein Ventilator, auf der einen Seite schaufelt er Luft aus Süden nach Norden und auf der anderen Seite nach Süden.

Jedenfalls haben wir momentan noch angenehme 18 Grad - so gegen 21 Uhr und ich saß heute nach der Arbeit noch mit einigen meiner Kollegen auf einer Terrasse und wir haben uns ein Bier gegönnt.  Bei dem Wetter.


Montag, 29. Oktober 2012

The mother of all storms

is coming. Or what?

Ganz am Anfang meiner Montrealer Zeit als Entwicklungshelfer wußte ich ja noch nicht mal, daß es sowas gibt. Ich habe mich nur manchmal über die doch sehr extremen Niederschläge um diese Jahreszeit gewundert. Vor allem, wenn im Wetterbericht eigentlich freundliches Herbstwetter angekündigt war. Plötzlich geht die Welt unter und es regnet. Es regnet wie man es sich in Deutschland fast nicht vorstellen kann. Was heißt Deutschland - ich stamme ja nicht aus Hamburg oder Lübeck oder Rostock. Vielleicht ist das alles für die Norddeutschen unter uns nur Kinderkram. Steife Briese und so. Schottisch 5 - oder 4 vielleicht.  

Ich habe jedenfalls, soeben, 21 Uhr 24 Uhr montrealer Zeit, noch schnell Teile meiner Dachterrasse abgebaut (under zuhilfenahme meiner Stirnlampe) und alles, was in irgendeiner Form wegfliegen könnte, weggeräumt.

Es bläst nämlich ordentlich. 

Mein Zaun auf der Dachterrasse, welcher primär als Sichtschutz dient, ist ja nur improvisiert.  Ich war gerade mal oben auf dem Dach um die Lage zu peilen. Es kommen unheimliche Windböen auf, die Wolken in den höheren Lagen bewegen sich mit Turbogeschwindigkeit. Was mir auch aufgefallen ist: die großen Jumbos starten alle nur auf der Ost - West Achse, d.h. Richtung Europa und Richung Toronto oder Westkanada. Nach Süden, also Richtung States, geht nichts - alle Flüge sind abgesagt soweit ich weiß.

Well, heute und morgen Nacht wird sich zeigen ob meine Dachterrasse gut festgeschraubt ist - wovon ich ausgehe. Wenn ich aber bedenke, daß der Hurrikan ja noch ca. 1000 km entfernt ist, dann möchte ich im Moment wirklich nicht da unten sein. Wir kriegen ja nur ein bißchen Wind und starke Regenfälle ab aber was jetzt da weiter südlich abgeht ist bestimmt kein Spaß. Wahrscheinlich fällt dann morgen wieder überall im ganzen Land der Strom aus usw..

Fortsetzung folgt.



   


Sonntag, 28. Oktober 2012

Hurrikan Sandy

sind oder waren Olaf und Liese nicht gerade in Kuba??? Sind die wieder zuhause??

Die Bilder und die Nachrichten welche ich hier gesehen habe waren nicht sehr erfreulich.

So gehts jedenfalls weiter - für uns in Montreal bedeutet das eigentlich nur, daß es ab Montag Abend (oder Dienstag), für den Rest der Woche regnen wird. Hallo Zimmerer: kannst du dich noch erinnern?? Da sind wir schon mal "durchgeritten" - 10 Stunden lang. Immer wie mit dem Kompressor von Rechts und später von Vorne angestrahlt worden. Hammerwinde. Null Sicht. Das Wasser kommt oben aus der Regenkombi wieder raus ......



Samstag, 27. Oktober 2012

kommt Sandy zu Besuch???

Heute Nachmittag hat mich schon jemand am Telefon vollgelabert von wegen, Mittwoch käme "Sandy".

Es hat dann ein wenig gedauert und ich habe dann erst gecheckt, daß er einen Hurrikan meint. So sieht der "geplante" Verlauf aus.

Soll am Montag auf Land aufknallen und dann hoch Richtung Kanada gehen. Wie ich schon ein paar mal hier berichtet habe, können die Ausläufer der Hurricanes sich dann bei uns in Montreal entweder als Hammersturm austoben oder aber, zumindest, mit SINNFLUTARTIGEN Regenfällen verbunden sein. Die Kraft ist gewaltig!!!! Das war`s dann mit dem Indian Summer.

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Gegendarstellung

Elfriedes Anwalt hat mich gezwungen folgende Gegendarstellung bzw. Berichtigung zu veröffentlichen:

"Wollte nur anmerken, dass ich in Altersteilzeit bin und genau in der Freistellungsphase. Letztere endet wenn ich 61,5 Jahre alt bin, also in 3 Jahren. Dann habe ich 1,5 Jahre keinerlei Bezüge und ab 63 Jahren bin ich Rentnerin."

Dienstag, 23. Oktober 2012

Deutsch-Kanadier

und ein wahnsinns Regenbogen über Montreal. Riiiiiiiiiiiiiesig. Ich bin mal auf das Dach geklettert um ein Bild zu machen.


Selbst mit Tele war da nix zu machen. Und wurde dann sogar noch doppelt .....

Sonntag habe ich mir dann das erste Punktspiel der Blackhawks Centre Sud angeguckt (oder angucken müssen, je nachdem ....)


Vielleicht heißt es ja später mal: "der Deutsch-Kanadier" Emile Heisinger spielt jetzt für die Berliner Eisbären. Jedenfalls hat er sich in seinem ersten Spiel gar nicht blöd angestellt. Die werden aber auch gedrillt hier - seperates Schlittschuhtraining, Taktik, extra Torwarttrainer - und das ab 4 Lebensjahren. Kein Wunder, daß die Kanadier in dem Sport top sind. Emile hat noch erheblichen Aufholbedarf (erste Saison) aber er hat definitiv das Heisingersche Sportgen in sich. In Rot übrigens - Richtung Puck. Ich habe ihn auch erst an der Farbe seines Schlägers erkennen können.

Montag, 22. Oktober 2012

Family news

Elfriede ist jetzt offiziell Rentnerin??? Ein Wahnsinn.  Liese (fast Renternin) hängt währenddessen in Kuba ab (Fidel scheint noch am Leben zu sein, laut heutiger Presse). Ansonsten gibt es große Neuigkeiten für den Reisighof, wenn ich richtig verstanden habe - und für Bayreuth. Tante hält sich wacker. Micha baut ein Haus. Ich versuche, in der Zwischenzeit,  zu überleben ... und glotze gerade den dritten Showdown zwischen Obama und Romney. Das wird ganz eng, wenn ihr mich fragt. Obama ist schwach und scheint irgendwie seine magischen Redequalitäten einfach verloren zu haben während der konservative Kandidat rhetorische Klasse beweist. Immer wieder China!!! Die Yankees scheinen unheimlich viel Angst vor China zu haben. Ich glaube, sie haben mittlerweile einen extremen Minderwertigkeitskomplex gegenüber China .....

Stuttgart ist stattdessen mittlerweile Grün. Auch nicht schlecht. Damit kann ich leben ...

bis morgen


Freitag, 19. Oktober 2012

immer wieder ein netter Blick

Hab ich jetzt bestimmt schon 10000 mal online gestellt - ist aber immer wieder schön. Der Blick gestern Nachmittag war Wahnsinn. Sieht man auf dem Photo leider nicht wirklich .....

Auch die Stimmung auf dem riesigen Friedhofsgelände - die Farben. Herbstmelancholie.

Donnerstag, 18. Oktober 2012

Oktober

Was für ein Wetter.


Heute morgen auf dem Weg zur Arbeit. Mit dem coolen ebike macht das kleine "Hügelchen" richtig Laune. 


Letzten Freitag, auf dem Weg nach Hause, habe ich noch ne Tour "oben rum" gemacht und bin mal am Belvedere vorbeigefahren. Da wurde gerade ein Rap Video gedreht.


Mittwoch, 17. Oktober 2012

Bombenwetter

ging mir heute morgen auf dem Weg zur Arbeit mal kurz durch den Kopf.

Sieht man mal wieder, was meine Generation umgangssprachlich so alles übernommen hat. Im Netz natürlich tonnenweise Kommentare wie z.B. diese:

  • Bautzmann
    Im wesentlichen stimmen die vorgenannten Antworten. Allerdings bezog sich "Bombenwetter" nur auf klare, wolkenlose Nächte mit guter Sicht. Am besten Neumond, der für Bomberpiloten viel vorteilhafter war, bei Vollmond bestand die Gefahr durch die FLAK abgeschossen zu werden. Selbst die britischen Piloten sprachen bei klaren Neumondnächten von "bombing weather". Mit der Sonne hatte es also ursprünglich gar nichts zu tun, denn die Allierten flogen erst ab Mitte 1944 Bombereinsätze auch am Tage, nachdem es fast keine deutsche Flugabwehr mehr gab. Selbst Dresden wurde im Februar 1944 noch nächtens zerstört. Klare Nächte (Vollmond hin, Neumond her) mit guter Sicht, wurden von beiden seiten mit Bombenwetter bezeichnet. Noch im Krieg entstand die sarkastische Bemerkung "...na, wieder Bombenwetter heute...", wenn es eine klare Nacht zu werden versprach. Was im Grunde eine Verhöhnung Görings war, der einst vollmundig behauptete: "Wenn auch nur ein feindliches Flugzeug unser Reichsgebiet überfliegt, will ich Meier heißen!" Wenn man Pech hatte, konnte es wegen solch einer Bemerkung schon mächtig Scherereien geben. Übrig geblieben ist die Verknüpfung: gutes Wetter = Bombenwetter. Wobei dann im Laufe der Zeit "Bombenwetter" ein umgangsprachliches Synonym für "gutes Wetter" wurde. Es bürgerten sich aber auch weitere Bomben-Verbindungen ein: "...das war ein Bombenspiel.." ect, wobei "Bomben-xxx" dann immer als ultimative Steigerung für gut, klasse etc. stand. Der Ursprung all dieser Bezeichnungen liegt jedoch im Bombenkrieg des 2. Weltkrieges.

  • Antwort von Sylboy Sylboy
    Es handelt sich dabei um eines der deutschen Wörter, die öffentliche Ächtung erfahren sollte, so wie z.B. auch: etwas bis zur Vergasung tun, da ist Polen offen u.ä.


    oder auch "Alter Schwede" - wenn man noch ein bißchen weiter zurückgehen will. Jedenfalls war heute ein Wetter, da hätte sich jeder Bomber Harris Pilot freiwillig gemeldet.

    Granatenmäßig sozusagen.

    Hieß aber auch schon mal Kaiserwetter  - wenn ich mich nicht täusche. Meine (diesbezüglich definitiv unverdächtige und über derartige Parolen erhabene) Patin kam mal wandernd im April am Reisighof an und meinte nur nonchalent: "Führerwetter".  

    Ich glaube, ich habe unlängst ein bißchen viel von dem alten Weltkrieg2 Zeugs gelesen. Kai hat mir aus Deutschland ein paar alte 60er und 70er Jahre Schinken über "Unternehmen Barbarossa", "Stalingrad" und "Verbrannte Erde" mitgebracht. Wenn man zuviel von dem Zeugs liest (Vorsicht Alex!!!!!) dann träumt man nur noch von Flak und Pak und "dem Russen".

    Ansonsten ist bei mir gerade "Polen offen". D.h. mein Büro ist vorläufig geschlossen und muß erstmal saniert werden - Konseqeunzen aus einem immensen Wasserschaden.



Dienstag, 16. Oktober 2012

US of A

Ich glotz grade ein wenig die zweite TV Debatte zwischen Romney und Obama. Nachdem ich bei der ersten geradezu entsetzt war über die schwache Obama Performance, scheint es heute ein wenig besser zu laufen.

Aber Romney ist ein aalglatter Hund und ein ausgezeichneter Rhetoriker. Ansonsten will er aber prinzipiell Öl bohren (off shore und in Alaska z.B.), Gas ausbeuten, die Chinesen plattmachen, mehr Geld für die Army ausgeben, eine Ölpipeline von Alberta in die USA bauen und für die Upperclass (zwei Prozent der US BevölkerungI) Steuersenkungen einführen. Zudem Dividenden und ähnliche Einkünfte komplett von Steuer zu befreien.

Obama wil immerhin grüne une erneuerbare Energie gleichwertig ausbauen (example Germany !!!!!).

Mal sehen was die Kommentatoren nachher so erzählen ......

Montag, 15. Oktober 2012

will jemand im November, Dezember mal nach Montreal kommen?

Mein Kumpel Micha (und seine Freundin Nath) sind öfter mal unterwegs ..... deswegen hier in Ihrem Namen ein Aufruf zum Couchsurfing  .... oder anders ausgedrückt, sie suchen jemand für ihre Wohnung in Montreal


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Hi,

Wir sind vom 1.11 - 12.11.   und vom   22.11. - 17.12.  und wahrscheinlich auch
vom 22.12 - 6.1. nicht in Montreal und suchen jemanden der eine Bleibe sucht.

Ist umsonst und in zentraler Lage beinhaltet aber Blumen giessen (viele) und
Katzen fuettern (nur zwei).

Falls Ihr Bekannte Verwandte habt die eine Unterkunft suchen (und auch nur
partiell) den Zeitraum abdecken koennen, bitte melden.

Danke, Michael
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vielleicht hat ja jemand von euch Zeit und Lust. Klasse Appartment, zentral gelegen,  einmalige Option .....

Freitag, 12. Oktober 2012

Freitag Abend

wowh, was ne Woche.

Ich hab gerade, beim Blättern in der SZ einen sehr sympathischen Artikel über Würzburg, meine ehemalige Wahlheimat, gelesen. Absolut zutreffend, wie ich finde.
http://www.sueddeutsche.de/bayern/tipps-fuer-wuerzburg-wo-der-beste-imbiss-fluessig-ist-1.1494106

Die Stadt ist immer eine Reise wert - trotz der manchmal etwa grummeligen Unterfranken.

Da hab ich auch noch ein Photo auf meiner Festplatte gefunden.
So ab und an "a Schöpple trockenen Franken" war schon immer die beste Medizin.

Noch ein kurzer Nachtrag zur Polizistenstory von gestern: die Medien haben mal nachgehakt und eine kilometerlange Verfehlungsliste der Dame vorgefunden. U.a. hat sie einen jungen Vater mit Kinderwagen verhaftet weil der - um das Kleinkind zum Einschlafen zu bringen - Schlangenlinien auf dem Gehsteig gefahren ist. Großartig. Usw. usw. - jedenfalls ist sie heute vom Dienst freigestellt worden und ich denke sie kommt wohl auch so schnell nicht mehr zurück. Was mich rückblickend beunruhigt ist nicht etwa die Tatsache, daß es in Quebec durchgeknallte Psychopathen in Polizeiuniformen gibt - das sind Einzelfälle welche überall auf der Welt vorkommen können. Was mich beunruhigt ist die Tatsache, daß Kollegen über Jahrzehnte hinweg (wie mittlerweile bekannt wurde ....) darüber hinwegblickten bzw. nicht eingriffen und dem Recht nicht zu ebenseinem verhalfen.


Donnerstag, 11. Oktober 2012

ach, die Staatsgewalt ..................

 http://www.cbc.ca/news/canada/montreal/story/2012/10/10/montreal-police-badge-728-video-captured.html



Sophie hat mir gestern abend eine gute Story erzählt welche heute auch von vielen Medien aufgenommen wurde. Ein Bekannter von uns, Rudy, hat wohl Bekanntschaft mit einer der hiesigen Brutalo-Polizistinen gemacht. Er hat angeblich die Haustür aufgehalten weil er mit Freunden Musikequipment in sein Appartment schaffen wollte. Dabei hatte er ein Bier in der Hand. Rein technisch ist das konsumieren von Alkohol in der Öffentlichkeit immer noch verboten. Außer im Park wenn man währenddessen Essen verzehrt - soweit ich weiß. Jedenfalls hat die Wahnsinnige dies wohl zum Anlass genommen Rudy niederzuschlagen, mit Handschellen zu verzieren und auch noch die Rasselbande drumherum zu verprügeln. Spricht eigentlich für das Vorhandensein gewisser Qualitäten - dies möchte ich nicht abstreiten. Andererseits tragen die Burschen hier ja immer und überall scharfe Waffen und da irgendwelchen Widerstand zu leisten grenzt an Selbstmord. Unglücklicherweise wurde die Aktion wohl gefilmt und dann hat sie (die Polizistin) auch noch aus versehen eines der konfiszierten Handys aktiviert und ihr späterer Funkverkehr wurde aufgezeichnet.

Dabei stellte sich jetzt heraus, das die Polizistin kein unbeschriebenes Blatt ist und bereits auf youtube mit mehr als 500000 hits vertreten ist - unter der Rubrik "Polizeibrutalität von Polizist 728". Notorisch also. Mal sehen wie es weiter geht - armer Rudy, scheße gelaufen

 http://fr-ca.actualites.yahoo.com/vid%C3%A9o/manchettes-19181684/matricule-728-30840351.html

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Montag, 8. Oktober 2012

Mafia

Die gibts nicht nur in Italien oder in Deutschland.

http://www.spiegel.de/

Der eine Rizzuto wurde unweit von meinem Büro am hellichten Tag ausgeknipst. Den Großvater der Sippe hat letztes Jahr ein Sniper erledigt.

Momentan gehts hier mächtig ab - jeden Tag gibts in der lokalen Presse zwei, bis drei Seiten über Beschlagnahmungen, Festnahmen usw.

Der Bürgermeister von Laval (immerhin drittgrößte Stadt in Quebec, wenn ich mich nicht irre) wurde am letzen Freitag erstmal verhaftet. So ging es schon einigen anderen lokalen Größen. Der Bürgermeister von Montreal wird im Moment sogar durch Demos zum Rücktritt aufgefordert. Nächstes Jahr sind eh Neuwahlen und dann ist er weg. Nicht etwa weil er der Mafia angehört, sondern weil er in den letzten Jahren alles was die Spatzen diesbezüglich von den Dächern pfiffen (z.B. über seine engsten Mitarbeiter) als pure Spekulation abgetan hat. Einfach alles ignorieren - manchmal klappts, manchmal nicht .....

Da Bauwesen scheint jedenfalls gnadenlos korrupt zu sein und komplett underwandert. Da meine ich nicht den kleinen Handwerksbetrieb sonder die drei oder vier großen Spieler welche seit Jahrzehnten alle öffentlichen Aufträge unter sich ausgemacht haben und jeweils 10 bis 20 % draufgeschlagen haben. Kartell halt.

Was mich positiv stimmt, ist die Tatsache, daß es tatsächlich Polizeieinsätze gibt mit Razzien und Verhaftungen. Mit anderen Worten, die Juridiction scheint noch einigermaßen zu funktionieren.

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Herbstnebel

Ein nebliger Morgen - Blick auf die Cartier Statue und links davon Downtown. Heute morgen, kurz nach 8 auf dem Weg zur Arbeit.

Im Anschluß fahre ich dann - normalerweise - über den Berg, d.h. den Mont Royal, rüber. Ich genieße mittlerweile meinen täglichen Weg ins Büro - und zurück. Mit dem Fahrrad ist das so viel stressfreier - daß ich da nicht früher draufgekommen bin.

Speaking of:

falls jemand noch Geld in der Schweiz gebunkert hat welches dringend ausgegeben werden muß:

KTM eGnition limitierte Serie von 88stk  - 11'125.-
Clean Mobile Antrieb, 800W mit 1200W Spitzenleistung 

Schlappe 11125 schweizer Franken. Ein Schnäppchen .......



Montag, 1. Oktober 2012

Herbst

ohne Zweifel. Wenn die ersten Schwärme der Wildgänse über Montreal hinweg nach Süden strömen, dann ist kein Zweifel mehr möglich.

Am kommenden Wochenende ist dann das kanadische "Thanksgiving" WE, also Erndedankfest. In der USA ja immer erst im November.

Ansonsten höre ich, daß Kaddl ein nettes Fest in der offiziellen Partyscheune gefeiert hat. Glückwunsch noch. Alex hat wieder Hoffung für den Geißbock, Liese düst wahrscheinlich von einem WE Date zum anderen, Elfie bereitet sich auf den Ruhestand vor, Tante gibt nicht auf, Micha ist wieder da und kann das Haus bauen, usw. usw.

Soweit so gut. Hier gibts nicht viel Neues. Bißchen wird im Haus rumgewurstelt, bißchen außen gebastelt, ansonsten Schule für die Kids, Job wie immer (ultrabeschäftigt, eine Million von Terminen, viele Abende, Stress), etc..

Emile hat jetzt auch noch zweimal die Woche Hockeytraining - Freitag und Samstag und immer Abends. Dann kommen irgendwann noch die Spiele hinzu und die sind dann irgendwo am Arsch der Welt am Sonntag morgens um 8 Uhr oder so - viel Spaß. Heute war erst ein aufgebrachter Leserbrief einer verzweifelten Mutter in der Zeitung. Genre: "laßt uns eine Gewerkschaft gründen gegen die Ausbeutung unserer Kinder durch Hockey". Erst kommt Hockey, dann kommt lange nichts, dann kommt die Schule und dann die Familie. Kein Wunder, daß die Kanadier und die Quebecer in dem Sport so dominant sind. Die Kiddies werden ab 4 Jahren gedrillt ohne Ende. Da stelle ich mir mal wieder die Frage: "brauchts des???". Mal sehen wie`s weiter geht.

Hoffentlich komme ich die nächsten Wochen auch mal ein wenig dazu in der Chronik der Familie Heisinger zu kramen. Ich bin ja im Besitz eines der Familienbände und das ist eine hochinteressante Quelle. Under anderem Dokumente aus der friedleinschen Zeit etc.. Ich werde mal probieren ob ich das irgendwie alles digitalisieren kann.  Michi hat mich da neulich wieder mal drauf gebracht, nachdem wir ein bißchen gekramt haben.



Donnerstag, 27. September 2012

nochmal Pedelec

so wurden die Fahrräder mit Elektrounterstüztung ja wohl getauft. Ich wußte auch erst mal nicht was das sein soll.
Jedenfalls habe ich mein Fahrrad jetzt drei Wochen lang getestet und das Feeling wird immer geiler. Heute morgen, 8 Uhr, erstmal knapp 12 km auf die Arbeit gefahren - immer locker entspannt, zumeist auf Fahrradwegen  und dabei ca. 40 % durch den Park (Mont Royal). Das ist nicht die schnellste Route aber ich mag den Wald und die Natur. Dann zu einem Meeting - ca. 7 km. Anschließend Meeting Downtown - ca. 10 km. Danach zurück in den anderen Stadteil, ca. 10 km und dann nach Hause, ca. 10 km. Ich komme an und bin nicht nur vollkommen frisch sondern hätte jetzt Lust nochmal 20 km zu fahren. Einfach so.

Die Batterie habe ich während des Nachmittagsmeetings einmal aufgeladen.

Ich bin deutlich schneller unterwegs als Busse oder PKW`s da ich viel weniger Zwischenstops habe und selbst bei ungünstigsten Schnitt um die 20 km fahre.  

Für Liese z.B. wäre dieses System der absolute Hammer, davon bin ich überzeugt.

Interessanterweise gibts es unterschiedliche Geschwindigkeitsbegrenzungen. Die deutsche Version ist auf 25 km/h begrenzt. D.h. ab 25 km klinkt sich der e-Motor aus und du hast halt dein Fahrrad. In Quebec sind es 32 km/h - schon ein wenig interessanter. Die Limitierung ist nur mit großem Aufwand zu umgehen. Ich lasse meine Einstellung erstmal bei 32 km/h weil mir das im Moment schnell genug ist. Rein theoretisch könnte ich aber auch das System hacken und dann soviel Speed abrufen wie der Motor, bzw. die Batterie eben hergibt. Das könnte bis zu 50 km/h gehen - dann wirds aber eher wie Motorradfahren. Bloß auf dem Fahrrad.

Nebenbei bemerkt, zeigt mir das auch, welches gigantisches Potential im Elektroantrieb steckt. Im urbanen Raum zumindest. Kann auf PKW`s, auf LKW`s, Motorräder, Scooter, Fahrräder und den öffentlichen Nahverkehr übertragen werden. Vor allem im Großraum Montreal, wo Elektrizität extrem billig ist und zu 100% durch regenerative Quellen - sprich Wasserkaft - erzeugt wird. Das ist die Zukunft - und sie heißt nicht Bruce Springsteen (auch wenn der immer noch rockt - wie ich höre).



Sonntag, 23. September 2012

Sonderliches Getier

Zwischen diversen Hockey Trainingseinheiten, inmitten chaotischer Verkehrsverhältnisse aufgrund des Montrealer Marathonlaufes (welcher praktisch um unser Haus herum zu verlaufen scheint ..... - mit totalen Strassensperrungen usw. ...), einer netten Party bei meinen Argentinisch-Portugiesischen Kumpels, dem Besuch eines Major League Soccer Spiels  und meinem eigenen Fußballspiel am Sonntag morgen, hatten wir am Sonntag Nachmittag tatsächlich noch die Muse um meinen Kollegen und Freund David einen Besuch abzustatten.

Der lebt seit ca. 2 Jahren das klassiche Pendlerleben, d.h. er wohnt ca. 40 Minuten südöstlich von Montreal und kommt jeden Tag mit Zug und Bus in die Stadt. Dafür hat er sich aber eine Alpaga Farm aufgebaut. Bzw. ist noch mittendrin ....




Emile versucht ein Babyalpaga zu tragen.



Schöner Blick in die Pampa am Richelieu Fluss. 


Die Tiere sind erstaunlich Pflegeleicht und relativ zutraulich - haustierähnlich. David verkauft die extrem hochwertige Wolle bzw. produziert daraus Klamotten.

Hier seine Webseite - auch in Englisch.


Die Gegensätze könnten grösser kaum sein - auf der einen Seite eine 2 Millionen Stadt mit allem was damit zusammenhängt und auf der anderen Seite, kaum 30 Minuten entfernt, die totale Pampa mit Landwirtschaft, Alpagas usw..  Andererseits vielleicht best of both worlds.

Lili will jedenfalls - verständlicherweise und natürlich auch weil sie ja auch den Reisighof kennt und dort gelebt hat - ab sofort auf einem Bauernhof wohnen.

Freitag, 21. September 2012

Bundesliga in Nordamerika

Eine Wiederholung von letzter Wochen und zwei Spiele live.

Am Sonntag kommt dann noch Leverkusen und Stuttgart, jeweils live, soviel Zeit hat kein Mensch. Mitte der Woche dann noch Champions League.


hier das Samstagsprogramm:


(jedenfalls sind die Zeiten vorbei da man sich Videokassetten mit irgendwelchen vergangenen BL Spieltagen zusenden lassen mußte). 


12:00 am Bayern Munich x Mainz 05 in 60'
1:00 am GolTV News
1:30 am Velez Sarsfield x River Plate in 60'
2:30 am GolTV News
3:00 am Velez Sarsfield x River Plate in 60'
4:00 am Bayern Munich x Mainz 05 in 60'
5:00 am GolTV News
5:30 am Oh My Gol!
6:00 am Programacion Paga
9:30 am Bundesliga- Shalke 04 x Bayern Munich
11:30 am Bundesliga- Hamburg x B. Dortmund
1:30 pm Bundesliga Magazine
2:00 pm Oh My Gol!
2:30 pm Uruguay- Nacional x Fenix
4:30 pm Oh My Gol!
5:00 pm Oh My Gol!
5:30 pm Brazil- Fluminense x Nautico
7:30 pm Oh My Gol!
8:00 pm Bundesliga- Shalke 04 x Bayern Munich
10:00 pm Bundesliga- Hamburg x B. Dortmund

Donnerstag, 20. September 2012

Vermischtes

Bezüglich Energiepreise:

die Energieerzeugung erfolgt in Quebec ja per eigenem Staatsbetrieb. Hydro-Quebec genannt. Riesending. Vor zwei Tagen stand in La Presse (eigentlich ein "Schweinsblatt", aber es gibt nicht viel Alternativen ...), daß durch die Tatsache, daß letztes Jahr weniger Strom verbraucht wurde, die Tarife dieses Jahr steigen werden. Das kommt dadurch zustande, daß HQ weniger Strom an seine Quebecer Kunden verkaufen konnte, dadurch weniger Gewinn gemacht hat und somit dieses Jahr die Preise angepaßt werden damit die - gesetzlich - festgelegte Gewinnspanne erreicht wird. Exportieren (und mit Gewinn verkaufen, z.B. an die USA) konnten sie die überschüssige Energie scheinbar auch nicht. Wundersam.

Ich habe bei der Gelegenheit mal unsere Energiekosten überprüft da wir dieses Jahr im Herbst noch die alten Fenster austauschen und ich eigentlich auch mal die ganze Hauswand isolieren wollte. Letzteres allerdings erst nächstes Jahr.

Dabei habe ich zu meiner Überraschung festgestellt, daß wir nur ca. 1500 $ Gesamtenergiekosten pro Jahr haben. D.h. Heizung, Strom und Warmwassererzeugung zusammen. Unglaublich. Für immerhin fast 120 m2 Wohnfläche.  Ich muß mal durchrechnen wieviel kw/h wir eigentlich so im Jahr verbrauchen und was wir da in Deutschland zahlen müssten. Und da hatte ich schon ein schlechtes Gewissen wegen der Sauna ....

Oder mit anderen Worten, der Strom ist hier tatsächlich immer noch saubillig und deshalb gibt es auch nicht sehr viel Motivation oder Anreize um Energie zu sparen. Alleine die Fenster werden uns 4000 $ kosten. Bis sich diese Investition amortisiert hat vergehen möglicherweise Jahrzehnte.

Der einzige Pluspunkt ist die Tatsache, daß (fast) alles mit Wasserkraft erzeugt wird. Aber trotzdem. Die beste Energie ist immer noch die, welche nicht verbraucht wird .....

Themawechsel:

mein nächstes Projekt. Dachterrasse. Fast abgeschlossen. Fehlt noch die Treppe und ein wenig Design.  Wobei ich ja schon einen Stuhl gefunden habe ...




Man beachte das St. Ambroise am Bildrand. Darf natürlich nicht fehlen ....

Jetzt könnte ich noch eine SPA und einen Wintergarten oben drauf setzen - dann bestünde aber Einsturzgefahr aufgrund der statischen Probleme. Genehmigung habe ich - logischerweise - auch keine. Ich sage einfach, "das war schon immer so".

Das Prinzip der "Genehmigungen" ist hier ein durchaus interessantes. Es geht nämlich nicht darum über die Genehmigung irgendwelche Gebühren einzutreiben sondern darum, überhaupt zu wissen wer welche Sanierungs-, Umbau-, oder sonstigen "wertsteigernden" Maßnahmen umsetzt. Die Grund- und auch die Schulsteuer ist an einen Schätzwert der Immobilie geknüpft und dieser hängt halt u.a. auch von solchen Maßnahmen ab. Hätte ich das Projekt offiziell gemacht, käme im Frühjahr sofort ein erhöhter Steuerbescheid.



Mittwoch, 19. September 2012

kurzer Nachtrag zum Besuch von Michi und Birte

Emile fängt während der Herbst/Wintersaison an Eishockey zu spielen. Um den Sack mit der Ausrüstung zu transportieren braucht man einen Lastwagen. Der Goalie hat etwa drei mal soviel Zeugs.

Da lob ich mir Fußball - zur not barfuß ........

Michi und Birte sind ja wieder gut angekommen. Ich habe heute bei der Durchsicht noch ein paar Photos gefunden.
Eine richtige kanadische Behausung. Aber die Winter sind da oben so lange, die Wege doch ein wenig weit, so daß sich selbst die Hartgesottensten überlegen ob sie nicht lieber mal wieder in die Stadt ziehen.

Das mit der Nummer Zehn ist schon ein wenig Blasphemie, oder Michi???? Alex die 12 ist okay, sitzt halt auf der Bank. Ich mit der 22 von Klinsi geht auch noch  - aber nach dem M müsste essi stehen und nicht ichi. Schreibfehler. Kommt vor ......


Concerto Classico mit dem iPad als Notenblatt.


Schöne Pferde!!!

Samstag, 15. September 2012

Pedelec - ein erster Erfahrungsbericht

Elfie  hat mir vorgestern eine "anzügliche" mail geschickt, genre, "na ja, in deinem Alter braucht man dann doch wohl ein Fahrrad mit Elektromotor" oder so ähnlich ......

Die ganze Family ist ja voller Fahrradfreaks - Olaf, Liese, Elfie, Bernharnd (andere Liga). Aber ich bin mir sicher, jeder von euch wäre von dem System sofort mehr als begeistert.
Mir geht es ja darum, damit JEDEN Tag ENTSPANNT auf die Arbeit und auch wieder zurück zu kommen.

Bionx?
Ich hatte (und habe im Prinzip) keine Ahnung was das eigentlich ist. Ein Elektronabenmotor hinten im Rad und eine Batterieteil unten im Rahmen. Plus Steuereinheit vorne am Lenker. Mit diesem Bionx System packe ich ca. 7,5 kg Zusatzgewicht auf das Rad. Kann auf JEDEM x-beliebigen Rad nachgerüstet werden. Total bin ich jetzt wohl so bei 17 bis 18 kg Gesamtgewicht. Ich muß das Farrad ja auch noch die Treppe bei uns hoch- und  runterbekommen. Tragend. Das geht aber noch relativ gut.

Die Optik: Ein normales Fahrrad - kein Scooter, Mofa oder ähnliches (obwohl es da auch ganz nette Sachen gibt mittlerweile ...). 

Die Nutzbarkeit: Wenn ich den Bionx-Akku demontiere, habe ich im Prinzip ein ganz normales Fahrrad, das sich nicht wesentlich schlechter fahren sollte - ich habs noch nicht wirklich probiert aber es sollte gehen.


Der Preis: einigermaßen gesalzen - leider.  2000 $ (System und Fahrrad). Gebraucht habe ich aber auch schon etliche Fahrräder im "humaneren" Bereich zwischen 500 und 1500 $ gesehen. Ich sehe es als Investment und ich spare im Prinzip auch etliches an Benzin ein, selbst wenn ich hier auf Grund der klimatischen Bedingungen nur von März bis November fahren kann. 

Das Bionx System scheint insgesamt ausgereift zu sein. Mal sehen ob die versprochene km Leistung von 60000 (laut Händler) möglich ist. Beim Fahren fällt auf langen Strecken auf, das ich trotz allem nichts geschenkt bekomme. Das will heissen, wenn ich richtig Speed machen will muss ich auch ordentlich Drehmoment einleiten. Natürlich kann man auch gemütlich fahren, aber das System verleitet zum rasen. Ich muß aber letztlich doch immer ein wenig reintreten .....

Es gibt vier "Unterstützungsstufen". Auf Stufe 3 und 4 geht dann richtig die Post ab, es reicht um Innerorts mit den Autos gleichzuziehen. Oder schneller zu sein ......
Ich bin eigentlich immer auf 4 - also der maximal Stufe. Oder wie heißt es unter Motorradfahrern: "Hubraum ist durch nichts zu ersetzen außer durch MEHR Hubraum". Need for speed.
Da sind wir dann bei einem speziellen Thema, der Verkehr. Das schnelle Fahrrad ist Innerorts eine nicht ganz ungefährliche Sache. Helm ist - logischerweise - ein Muß und ich merke, daß die Bremsen immer top sein müssen weil du immer mit mächtig Speed unterwegs bist. Meine Motorradfahrerreflexe kommen mir sehr zugute!!!!! Scheibenbremsen wären wohl angebracht. Aber wie gesagt, man könnte wohl auch langsam fahren damit .......

Ich habe bis dato einen Weg durch und über den Park Mont Royal genommen, d.h. ein relativ langer Berganstieg. Der Antrieb macht speziell an der Steigung grossen Spass. Das Fahrgefühl ist harmonisch, die Unterstützung ist jederzeit spürbar, die Wechsel von Ein- und ausschalten sind keineswegs störend. Die Umschaltung auf die Bremsfunktion geht einfach.

Insgesamt täglich ca.  23 km Gesamtfahrstrecke pro Tag (hin und zurück) und wenn ich immer volle Pulle Saft haben will und dies auch bei dem längeren Berganstieg - d.h. maximale Stufe 4, ist der Akku noch bei ca. 15 % bei der Ankunft Zuhause. Somit muß ich die Batterie im Büro noch nicht mal laden und brauche somit auch kein Ladegerät mitnehmen.

Am Freitag habe ich zufällig die morgendlichen Staumeldungen im Radio gehört und ich mußte ein wenig Schmunzeln. Ähnlich wie bei den Leuten welche mich auf Rennrädern mit einer Affengeschwindigkeit überholen - kurzfristig. Eine einseitige Angelegenheit ......

Und schon sind zwei Wochen rum ....

Abflug. In zwei Stunden werden wir (Emile und ich) die Beiden (Birte und Michi) wieder zum Flughafen bringen.

Noch ein bißchen Hayday mit Birte spielen, ein bißchen Michi quälen und dann gehts ab.

 Jedenfalls hatten wir alle viel Spaß haben viel unternommen. Jetzt wird es dann wieder ruhiger. Emile hat angefangen Hockey zu spielen - d.h. im Verein und hat zweimal die Woche Training. Mal sehen wie es ihm gefällt - so auf Dauer.

Montag, 10. September 2012

Fahrradfahren in Montreal

Montreal ist eine super Stadt für Fahrräder. Vielleicht nicht ganz Amsterdam oder München aber für Nordamerika ganz anständig. Jedes Jahr gibt es mehr und mehr Fahrradwege und das Netz wird konstant ausgebaut. Angeblich gibt es morgens an bestimmten Kreuzungen sogar einen "Fahrradstau" weil soviele Leute unterwegs sind. Mittlerweile - aufgrund der großen Nachfrage - werden einige zentrale Fahrradwege auch im Winter geräumt und können benutzt werden. Ich bin am Anfang auch oft das ganze Jahr zur Metrostation gefahren. Von den drei vier Tagen mit Schneesturm mal abgesehen ging das immer ganz gut. Eigentlich. Für diese Einsatzzwecke nehme ich immer irgendwelche total verrosteten Kisten. Viele Leute schmeißen hier alte Räder weg, bzw. stellen sie einfach irgendwo ab und mit ein bißchen Bastelarbeit kriegt man die Dinger oft wieder zum laufen. Ein neues oder teureres Rad dafür zu benutzen würde keinen Sinn machen da - leider - das klauen von Rädern in Montreal ein nationaler Volkssport zu sein scheint. Jedenfalls wurden mir bis dato mittlerweile 5 Räder gestohlen. Selbst die größten Schrotträder werden nicht verschont. Das wertvollste an meinem letzten Rad (welches geklaut wurde), war das Kryptonite Schloß. 70 $. Das Fahrrad hatte ich gefunden und zusammengebastelt. Zwei der Räder sind an der Metrostation verschwunden und drei wurden mir direkt vor dem Haus entwendet. Bolzenschneider, Lastwagen - zack, zack und ab dafür. Hier ist mein diesjähriges Winterprojekt:

Ein totales Ratbike. Total korrodidert und wirklich fertig. Aber, den einen km zur Metrostation im Winter wird es allemal packen.

Im Übrigen hatte ich eine wahre "Erleuchtung" letzte Woche. Ich habe mir für den Weg zur Arbeit ein Elektrofahrrad gekauft und letzte Woche zum ersten mal getestet. Ein - im Prinzip - stinknormales Fahrrad. Einfach Gangschaltung, etc. - Norco - nichts außergewöhnliches. Das fantastische daran ist dasBio nx System. Einfach geil. Sagenhaft. Sensationell.
Ich bin damit ca. 25 km auf die Arbeit hin und wieder zurück gefahren (insgesamt) und kann es nur als "effortless" bezeichnen. Ohne jedwede Anstrengung. Man fliegt scheinbar dahin - immer mit minimalem Kraftaufwand. Es ist unglauuuuuuuuuuuuuuuuublich ............................................

Wer sowas mal probiert hat, der wird nie mehr etwas anderes fahren wollen. Ganz gleich ob Steigung oder grade - man gleitet mühelos dahin. Purer Spaß. Ich freu mich geradezu auf morgen früh, auf den Weg zur Arbeit. Außerdem hat das Fahrrad noch den Vorteil, daß ich damit nicht mehr über die Autobahn brettern muß. Ich fahre durch den Park. Den Mont Royal. Ich werde demnächst mal einen längeren Testbericht einstellen aber ich kann jetzt schon sagen das das System einfach genial ist.

Aaachhernla - du

Mit dieser fränkischen Umschreibung - allerdings im Plural, also "ihr Aaachhernla", müßte man die Busladung französischer Touristen betiteln welche bei Ansicht eines Eichörnchens kollektiv die Digicams zückten und fotografierten was das Zeug hält. Von den Viechern laufen tausende und abertausende in Montreal rum und sie sind eine wahre Plage. Die Topattraktion Montreals für Franzosen. 
Wo ich schon mal im Tierreich bin:

letzte Woche saß ich noch in aller Ruhe auf dem Balkon und habe ein wenig gelesen. Alles sehr ruhig. Dabei habe ich ständig ein leises Geräusch gehört welches aus dem Garten unserer Nachbarn kam. Bei genauem Nachsehen habe dann Bekanntschaft mit dem Stinktier gemacht. Aus sicherer Entfernung. Angeblich gibt es eine Stinktier Mamma und drei Jungtiere.  Da bin ich mal gespannt, wo die überwintern - hoffentlich nicht bei uns unter dem Balkon.


Mittwoch, 5. September 2012

Post Election

Wie erwartet. Die Parti Québecois ist mit (kleiner) Mehrheit stärkste Partei geworden und stellt die erste weibliche Ministerpräsidentin der Geschichte Quebecs.

Wie erst heute morgen bekannt wurde, mußte ihre komplette Wahlparty kurzfristig geräumt werden und sie wurde von Sicherheitsbeamten einfach vom Mikro entfernt.

http://youtu.be/dSVDM5zs9cE

Ein - offensichtlich geistesgestörter - Typ hat, während ihrer geplanten Dankesrede, am Hintereingang des Veranstaltungsortes einen Techniker mit einer Kalaschnikof erschossen und einen zweiten schwer verletzt und wollte in das Gebäude eindringen.

Der Typ hat sich also "Anglo", also als Mitglied der englischsprachigen Minderheit identifiziert und angeblich (sinnbildlich) gerufen: "ihr werdet dafür bezahlen" (its payback time). Heute morgen auf dem Weg zur Arbeit habe ich noch einen Schwachkopf mit einem Protestplakat in der Art gesehen.

Insgesamt ist die Lage aber ruhig und ich kann keine wirklich unüberbrückbaren Schwierigkeiten erkennen. Ich kann mir auch kaum vorstellen, daß die PQ jetzt sofort wieder eine Unabhängigkeitsdebatte führen wird und damit jede Menge Arbeitsplätze riskiert (weil Firmen nach ROC = Rest of Canada - verlagern werden. In den 80er während des erbittert geführten ersten Referendums hat Quebec wohl zehntausende von Arbeitsplätzen verloren ......

on verra