Sonntag, 27. September 2026

Ein Rückblick und ein Blick "vor die Haustür"

 



Obiges Bild ist das verrückteste Tiny House in Montreal. Ich habe allerdings nicht die geringste Ahnung ob da wirklich ein paar Verrückte drin leben. Das muß ich demnächst mal recherchieren. Wir hatten ein so geiles Wetter seit ich auch Europa zurück bin, dass ich nochmal in den besten Biergarten in Montreal mußte und daneben steht diese Industrieruine. 

Apropos Ruine: wenn man nach zwei Wochen Holland, Slowakei, Bayern und Tschechien nach Montreal zurückkommt, fallen einem plötzlich viele Dinge auf. Aber dazu später.  

Warum hat mir eigentlich noch nie jemand gesagt, was Cesky Krumlow für eine geile Stadt ist? Unesco World Heritage. Zweitgrößte Festungsanlage der Tschechischen Republik mit mittelalterlichen Stadtkern von der Moldau "umschlungen". Ich bin ja jetzt schon dreimal oder eigentlich fast viermal in Tschechien gewesen und ich muss sagen, da gibt es tolle Ecken. Zum Motorradfahren aber eben nicht nur. Ich war ja auch schon zu kommunistischen Zeiten in der damaligen Tschechoslowakei (Prag, Karlsbad) und das Land ist mittlerweile nicht mehr wiederzuerkenne. Es werden Straßen gebaut wie verrückt und die Restaurierung der historischen Altstadt von Cesky Krumlov ist bestimmt auch ein europäisch finanziertes Projekt. Cheb (Eger) und Domaslice haben auch wunderbare zentrale Plätze. 



Bratislava hatte auch eine tolle, jugendliche und sehr dynamische Atmosphäre und ist politisch und historisch eine interessante Stadt in einem interessanten Land - der Slowakei. 



Das nächste Mal werden wir den Osten der Slowakei und Polen erkunden. Die hohe Tatra zum Beispiel. 

Jetzt zurück nach Montreal: was einem nach so ein paar Tagen im super sauberen und super organisierten Holland, Tchechien oder der Slowakei auffällt, ist wie "fertig" und heruntergekommen Montreal eigentlich ist. Die Menge an Müll in den Straßen ist unfaßbar. Hunderte von obdachlosen Menschen hausen in Zeltsiedlungen bzw. liegen einfach irgendwo in der Gegend herum. Man begegnet permanent Leuten mit schwersten psychischen Problemen, es wird überall gebettelt und wer sich in den öffentlichen Nahverkehr begibt, der kann was "erleben". Joanne weigert sich teilweise mit mir in der U-Bahn zu fahren weil es in manchen Bereichen so stark nach Urin riecht. Leider. Siehe Bild ganz oben: am Ausgang der Metro Mont-Royal. Oder gestern auf dem Weg in den Biergarten. Da fährt man an ganzen Zeltstädten mit obdachlosen Menschen vorbei. Es ist furchtbar. Die Infrastruktur und vor allem die Straßen sind in einem unfaßbar schlechten Zustand. Das Gesundheitssystem ist nicht existierend obwohl es mit zu dem teuersten innerhalb der G7 gehört. Und dann könnte ich diese Liste endlos weiterführen. Es gibt viel zu tun. Hoffen wir, dass mit den Wahlen nächste Woche (Quebec) mal wieder ein Ruck durch das Land geht. Es muss dringend was passieren - auch in Deutschland übrigens. 





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