Dienstag, 11. März 2014

Impressionen


 Freitag Abend Mont Royal (mit Peter, Besuch aus Paris) (- 15)


Sonntag früh Frühstück in Amsterdam (mit kurzer Tour) (+ 10)


Cafe Bulldog soll nicht unerwähnt bleiben (Emile hat der Temperatur noch nicht ganz getraut ..)


Wo habe ich nochmal mein Fahrrad geparkt????

 In Dachau blühts ... (+ 15)

Am Reisighof wird man älter ......



Der auch 


Mittwoch Südtirol (-8 bis +10)


Pistensau




Sonntag Sightseeing im sonnigen Brixen  (+ 17)


Montag werden Lieses Mützen erfolgreich getestet - in Montreal (- 10) (danke Elisabeth)

Eine geniale Woche - kaum zu toppen

Freitag, 28. Februar 2014

Dienstag, 25. Februar 2014

Montag, 24. Februar 2014

Winterblues


Die Sonntags Wanderung rauf auf den Berg inklusive späten Frühstück in der Maison Smith war schon fast frühlingshaft.  Strahlendblauer Himmel und angenehme Temperaturen. Da oben befinden sich auch die Stallungen der "Cavalerie" - d.h. der berittenen Polizei und Lili findet das natürlich Klasse.


Am Montag dann - 8 Grad und leichtes Schneetreiben. Ich habe mir vorhin, auf dem Weg zur Schule, fast die Finger abgefroren.

Samstag, 22. Februar 2014

Schneeschmelze


Langsam kommen bestimmte Sachen wieder zum Vorschein.

Montag, 17. Februar 2014

Wahlen

Das hiesige Wahlsystem (federal wie provinzial) ist bezüglich des Wahltermins "flexibel" ausgelegt. D.h. die Regierungspartei kann innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens - aus dem Nichts heraus - Neuwahlen ansetzen.

Genau dieses wird nächste Woche passieren.

Ich bin gespannt was dabei herauskommt - es kann tatsächlich um meinen Job gehen. Meine Kollegen sind jedenfalls relativ deprimiert und gefrustet.

Da lenke ich mich lieber mit sinnvolleren Tätigkeiten ab - wie z.B. Langlauf.

besser geht nicht - Sonntag früh unten am Stadion, bzw. im botanischen Garten.



Loipenpflege am Berg. Vorbildlich. 


Ansonsten stehen jetzt noch zwei Wochen Vollgas an und dann eine Woche Auszeit.

Freitag, 14. Februar 2014

Schlemmerziel Québec: Wo Kanada am besten schmeckt - Von Alexa Christ - Spiegel Online von heute

Montréal - Revolutionen können so einfach sein. Im Fall von Martin Picard reichte es aus, das Québecer Nationalgericht Poutine - einen Berg aus Pommes mit Bratensoße und geriebenem Cheddar - zu nehmen und mit einem Klacks der berühmten Stopfleber Foie gras zu garnieren. Das war vor zwölf Jahren. Und der Moment, in dem der kulinarische Aufbruch im Osten Kanadas begann.

Bis dato hatte man hier nur die Wahl zwischen Fastfood und einer schlechten Kopie französischer Küche. Doch dann gründete Picard sein Restaurant Au Pied de Cochon im schicken Montréaler Trendviertel Plateau Mont-Royal und grub die traditionellen Rezepte seiner kanadischen Heimat wieder aus - Fleischpasteten wie Tourtière oder Cipaille, Bohnen mit Speck, gebratenes Schweinemett oder Zuckerkuchen. Jedem Rezept verlieh Picard einen modernen Touch und inspirierte damit eine ganze Garde junger Köche, sich auf die Suche nach einer eigenen kulinarischen Identität zu machen. Antonin Mousseau-Rivard ist so einer. Vor drei Jahren eröffnete der 29-Jährige sein Restaurant Le Contemporain im Kunstmuseum von Montréal. "Wir sind hier weder in Frankreich noch in Italien. Wir sind in Québec. Deshalb haben wir angefangen, nur lokale Produkte zu verwenden und unser eigenes Essen zu kreieren", erklärt der Mann mit dem soldatischen Kurzhaarschnitt und dem gepflegten Henriquatre-Bart stolz.
Der junge Küchen-Revoluzzer, der sich bereits als Kind die TV-Shows der französischen Kochlegende Jacques Pépin und der Amerikanerin Julia Child angeschaut hat, serviert Rindfleisch, das drei Tage lang auf extrem kleiner Temperatur gegart wird. Oder er bereitet Forelle in Ahornsirup und Salz zu und schiebt sie bei gerade mal 39 Grad in den Backofen. Dadurch bekommt der Fisch eine blättrige Konsistenz. "Ich habe mal einen Teller kreiert, der ganz schwarz war. Da waren kross gebratene Blutwurst, Beluga-Linsen und Trüffelkartoffeln drauf. Vor dem hatten die Leute Angst", erzählt Antonin lachend.

Blaubeerberge und Tomatenpyramiden
Den Geschmack der kreativen Freiheit in Kanadas zweigrößter Stadt weiß auch ein gebürtiger Franzose zu schätzen. Der aus Perpignan stammende Jérôme Ferrer blieb vor zwölf Jahren in Montréal hängen und betreibt heute mit dem Europea eines der besten Restaurants der Stadt. (Les midis gourmands     $ 60)
Zwischen rustikalen Backsteinmauern, platziert an feinem Damast, schlemmt man hauchdünne Tagliatelle aus Oktopusfleisch oder Hummer-Cappuccino mit Trüffeln. "Kanada ist für einen Koch wie Disneyland", schwärmt Ferrer. "Hier ist man so viel freier und unbelasteter. Ich nehme die wunderbaren Produkte der Region und entwickle daraus einen eigenen Stil."
Wie groß die Auswahl an Zutaten ist, zeigt ein Spaziergang über den größten und schönsten Markt der Stadt, den Marché Jean Talon. Hier türmen sich Blaubeerberge, Knoblauchzöpfe baumeln von den Ständen, Tomatenpyramiden recken sich gen Himmel, verführerische Wurstdüfte steigen in die Nase. An etlichen Ecken zaubern Köche köstliche Kleinigkeiten zum Probieren - wenn es schmeckt, gibt es das Rezept gratis dazu.
Die meisten Marktspezialitäten stammen aus den Eastern Townships, einer bezaubernden ländlichen Gegend mit sanften grünen Hügeln, stillen Seen und malerischen Örtchen, weniger als eine Autostunde von Montréal entfernt. Als in den Städten die kulinarische Erneuerung begann, schlossen sich hier Landwirte, Winzer und andere Produzenten zusammen, um sich ganz auf regionale Spezialitäten zu konzentrieren.
In Compton etwa stellt der junge Martin Bolduc mit seiner Familie einen der besten Käse in ganz Kanada her. 2009 gewann er mit seinem Alfred Le Fermier aus Rohmilch den Canadian Cheese Award. Vor 15 Jahren gab es hier noch nichts anderes als Cheddar.

Mit einer Geheimmischung gewürzt
Nur ein paar Kilometer weiter entsteht eine Spezialität, die nicht mal die Landsleute im übrigen Kanada kennen: der perlende Ice Cider, eine Art Eiswein aus Äpfeln. Mit angenehmer Süße und dennoch spritziger Säure, bildet er den perfekten Schlussakkord eines jeden guten Dinners. Besucher können ihn in der Domaine Pinnacle in Frelighsburg oder bei Michel Jodoin in der benachbarten Montérégie probieren. Der Apfel-Winzer gehört zur Vereinigung der "Créateurs de saveurs", was übersetzt so viel bedeutet wie "Produzenten der Geschmäcker".
Ein Motto, das auch für den ältesten Delikatessenladen von Montréal gilt: Im "Schwartz's" auf Montréals Haupt-Boulevard Saint-Laurent geht es mittags hoch her. Man kann kaum so schnell gucken, wie Teller mit dem berühmten "smoked meat" über den Tresen wandern. Seit 1928 marinieren sie hier das Fleisch zehn Tage lang in einer Geheimmischung aus Kräutern und Gewürzen und räuchern es täglich frisch.
Der klassische Lunch-Snack ist so beliebt, dass sich die Gäste in dem kleinen, weiß-gekachelten Deli, der in Montréal eine Art Sehenswürdigkeit ist, beinahe stapeln. Ähnlich brummt das Geschäft bei St. Viateur im Szeneviertel Mile End. Der alteingesessene Bagel-Bäcker ist dafür berühmt, die handgerollten Brötchen mit dem markanten Loch in der Mitte in Honigwasser zu kochen. Dadurch werden sie besonders flufffy. 
Etwas, was auch auf die "auf den Kopf gestellte" Poutine von Danny St. Pierre zutrifft. Der Koch mit der braunen Hornbrille und der charmanten Zahnlücke hat eine eigene Sendung im kanadischen Fernsehen, ein Restaurant in Sherbrooke inmitten der Eastern Townships, knapp 8000 Follower auf Twitter und unzählige Freunde bei Facebook.
Und genauso wie Kollege Martin Picard hat er einen Weg gefunden, die berühmte Poutine zu adeln - indem er sie eben "auf den Kopf stellt". Dazu mischt er eine leichte Kartoffelmousse mit reichlich Käse, umhüllt sie mit einem hauchdünnen, knusprigen Teig und serviert sie mit größter Selbstverständlichkeit als Ausdruck von Québecer Nationalstolz. Nur Kalorien zählen darf man beim Genießen nicht.

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Yo bitch sog i do!

Auszug aus meinem Realitätstagebuch aus dem "schicken Montréaler Trendviertel Plateau Mont-Royal":

80 % der hiesigen Bistros bzw. Restaurants  sind überteuerte und oft zweitklassige Ableger französicher Küche. Trotzem boomen die Restaurants und sind rappelvoll. Muß am Trendviertel liegen. Montag Abend wollte ich noch schnell was reservieren, hier um die Ecke. Unmöglich! Komplett ausgebucht. Montag Abend. Quartier Général - scheint extrem angesagt zu sein im Moment. Selbst das "Ausweichquartier" war rappelvoll - Vorspeise 10 Dollar, Hauptmenu 35 $ - Wein kann man allerdings mitbringen.

Wenn ich dann da doch mal mit der Family zu einem unserer preislich akzeptablen Läden hingehe, zu viert, gehe ich minimum nicht unter 100 Bucks nach Hause. Und den Wein bringe ich mit - wenn es geht.

Ich habe einen akzeptablen pseudo Griechen wo das Preis-Leistungsverhältnis noch ok ist. Dann einen Asiaten den man ab und an mal verkraften kann und das wars dann auch schon so ziemlich. Der Rest kostet entweder ein Vermögen, ist Junkfood oder ich kenn den Laden nicht.

Und dann auch das noch:  http://montreal.eater.com/archives/2014/02/17/the-15-most-underrated-restaurants-in-montreal.php

ich kenne KEIN EINZIGES DAVON. Voll daneben.

Das Europea übrigens, oben erwähnt, 60 bucks, plus Steuer, Trinkgeld und Getränk - 100 $ Minimum - für ein Mittagessen - pro Person, versteht sich. Nun ja - auf Firmenkosten vielleicht - aber ansonsten nicht gerade meine Kragenweite. 

Vorhin bin ich noch kurz nach der Arbeit im Pub gewesen, Suppe plus Teller indischer Chicken Butter Mischung - 20 Bucks. Man gewöhnt sich dran ... (insgesamt ein ausgezeichneter Laden, gutes Bier, gutes Ambiente, guter Service, ordentliche Küche - http://www.yeoldeorchard.com/)

Schwartz ist der Hammer - da bin ich seit über 10 Jahren nicht mehr gewesen - das fette Zeug verkraftet auf Dauer kein Mensch. Den St. Viateur Bagel Shop lasse ich durchgehen - wann immer ich vorbeikomme nehme ich ne Ladung Bagels mit. Wirklich lecker - und günstig - zugegeben. Im Holzofen gebacken und warm verkauft. Neulich war ich sogar mal wieder in einem der abgefucktesten Läden von ganz Montreal zum Essen.

http://www.urbanspoon.com/r/67/720913/restaurant/Montreal/Notre-Dame-de-Gr-ce/Cosmo-Montreal

Ein Wahnsinn. Also schon irgendwie Kult - aber halt total "Greasy Spoon" wie sie hier sagen. Spiegeleier mit Bratkartoffeln usw.! Schmeckt lecker aber haut rein ...

Was allerdings richtig geil ist sind die Läden wie Akhavan (iranischer Supermarkt) und La maison du roti

letzere Adresse direkt bei uns um die Ecke - da geht alles (inklusive Schnitzel und Kühne Sauerkraut). Aber es hat eben seinen Preis. 

Da lobe ich mir die fränkische Küche, bodenständig, aber solide und extrem günstig - verglichen mit Montreal. Kein Schnickschnack.

Deswegen sollte ich vielleicht doch noch eine Firma aufmachen welche fränkischen Kloßteig importiert - Elfie hatte doch recht - DAS FEHLT!!!!!! 








Donnerstag, 13. Februar 2014

Schon klar, daß die hier irgendwann die Schnauze voll haben

Auszug aus der heutigen Wettervorhersage ...... es ist also kein Wunder das die Quebecer irgendwann "die Faxen" kriegen. Das geht jetzt seit Anfang Dezember so - und es ist noch lange nicht vorbei ....... her mit den Langlaufskiern sage ich da nur - und dann ab nach Sexten!

 

Updated models show significant snow for areas of southern Quebec, 15 cm possible. Details here.


Precipitation Outlook

Close to 20 cm of snow from Thurs. Evening to Fri. Overnight.
Air Quality 67 Poor
  
Thurs. Evening
Light snow
Light snow
-6°C
Feels like -15
P.O.P: 80%
Snow: 1-3 cm
Wind NE 35 km/h
Wind gust 62 km/h
Humidity 79%
Thurs. Overnight
Snow
Snow
-4°C
Feels like -13
P.O.P: 90%
Snow: 5-10 cm
Wind NE 40 km/h
Wind gust 65 km/h
Humidity 86%
Fri. Morning
Snow
Snow
-4°C
Feels like -12
P.O.P: 90%
Snow: 5-10 cm
Wind NW 30 km/h
Wind gust 54 km/h
Humidity 86%
Fri. Afternoon
Scattered flurries
Scattered flurries
-4°C
Feels like -10
P.O.P: 80%
Snow: Close to 1 cm
Wind NW 25 km/h
Wind gust 42 km/h
Humidity 86%
 
 

Dienstag, 11. Februar 2014

Travel and Work in Canada

http://www.canadainternational.gc.ca/germany-allemagne/experience_canada_experience/index.aspx

falls jemand mal ein Jahr nach Kanada kommen will - man darf allerdings nicht älter als 35 sein. 5000 Visas, first come, first served .... 

Round 2 of the Working Holiday category will open Wednesday January 22nd at 17:00 Berlin time (11:00 Ottawa time).  


International Experience Canada
International Experience Canada enables German citizens between the ages of 18 and 35 to:
  • stay in Canada for up to one year;
  • legally work in Canada;
  • experience another culture.

Montag, 10. Februar 2014

Bisschen Crystal Meth zum Langlauf??


Die Jungs verkaufen da einfach vollkommen ungeniert ihr "Produkt". Kleines Ziploc Beutelchen gegen Cash. Angeblich ist Montreal eine Hochburg - ich dachte immer das gäbs nur in  Bayreuth. Der Typ - es gibt noch einen - läuft da den ganzen Tag rum und drückt den Kunden das Zeugs in die Hand. Vielleicht handelt es sich ja auch nur um Lego Bausteine welche über ebay verkauft werden. Nächste Woche frage ich ihn mal .... aber wenn ich wetten müßte würde ich auf Crystal tippen!



Anderweitig top Bedingungen - oben auf dem Berg. Strahlend blauer Himmel, gestern Abend 5 cm Neuschnee auf die vorhandenen 60 cm - besser geht es nicht. 

http://www.theweathernetwork.com/14-day-weather-trend/canada/quebec/montreal

Tendenz optimal.


Mittwoch, 5. Februar 2014

Neuschnee mit Drag Queens

ca. 10 cm Neuschnee - wenn es hier dazu noch richtige Berge gäbe, könnte man ein fettes Skigebiet aufmachen. Mehr Schnee als in Sotchi gäbe es womöglich. Wobei ich noch nie in Sotchi gewesen bin  - mal sehen was da so abgeht. Quebec hat sich übrigens mal für die Winterspiele beworben aber es gibt halt keine Berge. Keine Richtigen jedenfalls - es haben ca. 10 M gefehlt um den olympischen Minimalhöhenunterschied zu erreichen. Lake Placid hat ein paar Meter mehr und zwei Olympiaden, wenn ich mich nicht täusche.

Am Freitag gäbs dann noch als Alternative zur Olympia Eröffnungsshow die Gelegenheit mal im Schwulenviertel einer ganz besonderen, leicht alternativen Show beizuwohnen. Mit Drag Queens und allem Drum und Dran. Im sogenannten "Village". Die Bar, Mado, soll absolut cool sein und ein Kollege organisiert den Abend. 

Mal was anderes ... ich bin gespannt!

Sonntag, 2. Februar 2014

Väter - Wir glauben nicht mehr an die Vereinbarkeit von Familie und Beruf - stimmt und stimmt nicht

In vielen Punkten spricht mir der Artikel aus der Zeit aus dem Herzen und entspricht auch oft meiner Realität.

Andererseits komme ich gerade eben aus dem Park Lafontaine zurück wo ich den Sonntag Nachmittag zusammen mit meiner Tochter und etlichen ihrer Freundinnen verbracht habe. Beim Schlittschuhlaufen. Quality time halt.




Gestern Nachmittag war ich mit Emile auf dem Eis und wir spielen öfter mal Hockey zusammen. Wer von uns beiden da mehr Spaß dabei hat ist noch nicht endgültig entschieden.

Es stimmt allerdings, daß mein/unser Leben hier eher einer kinderbetreuungs WG ähnelt. Der Kalender ist in der Tat auf 4 Wochen im Voraus durchgetaktet und jeden Abend muß ich mich nochmal über das detaillierte Programm des nächsten "Kindertages" informieren.

Aber, wollte ich wirklich mit jemanden tauschen oder ein Leben ohne Kinder haben???

Mein elementarer Vorteil ist die Tatsache, daß ich niemanden irgend etwas fragen muß. Ich entscheide selbst ob ich einen Babysitter brauche oder ob Sophie da ist oder ob die Kids mal bei den Nachbarn bleiben bis ich von dem Meeting nach Hause komme. Ob ich später ins Büro gehe oder früher weg. Das erleichtert die Sache natürlich ungemein. Übernächste Woche gibt es einen Tag schulfrei und da haben wir spontan entschieden, daß Papa einen Tag freimacht (muß ich zwar noch ein Meeting absagen - aber scheiß drauf ...) und wir gehen gemeinsam Skifahren.

Im übrigen, ein Chef (oder eine Chefin) mit Kindern ist, möglicherweise, aufgeschlossener als ein kinderloser, arbeitsgeiler Workoholic. Der kennt eh nichts anderes als das Büro, das Dumbphone und seine emails. Denn er hat ja nichts anderes - der Job ist der Lebensinhalt!

Persönlich habe ich meine "Boss" Attitüde ganz stark geändert als ich die Realität meines "Vaterdaseins" kennengelernt habe. Seitdem können Eltern - zumindest in unserem Büro - machen was sie wollen - mehr oder weniger jedenfalls und solange die Leistung und die Resultate stimmen. Warum nicht mal einen Tag von Zuhause aus arbeiten wenn es denn möglich ist oder früher kommen und dafür früher gehen - flexibel halt.

Ich selbst habe meine Arbeitszeit auch schon seit fast 5 Jahren auf 32 Wochenstunden reduziert. Das ist zwar ein bißchen Selbstbetrug da ich mittags grundsätzlich durcharbeite und auch mal 12 Stunden Tage habe aber, es gibt mir die "moralische" Freiheit manchmal einfach nein zu sagen bzw. das Handy eben nicht zu beantworten.

Bei Einstellungsgesprächen ist es mittlerweile so, daß die sogenannte "life-work-balance" mehr wiegt als das eigentliche Gehalt. Mit anderen Worten, die jungen Mitarbeiter haben keinen Bock mehr auf eine 40 oder 50 Stundenwoche und wollen einfach mehr Zeit zum Leben haben und verzichten auf mehr Geld.  

Ein Vorteil in Quebec ist das hiesige Betreuungssystem. Lili ist ab dem zarten Alter von 12 Monaten in den Kindergarten gegangen. Das war ein sogenannter "familiärer Kindergarten", d.h. de facto Betreuung wie in einer größeren Familie. Der reguläre Kindergarten hier macht ab 7 Uhr auf und ab 18 Uhr zu und es gibt einen Rechtsanspruch auf einen Platz. Wie oft ist es mir passiert, daß ich relativ spät ankam, mir einen Höllenstreß gemacht habe um die Kids nicht ganz so spät abzuholen (oder gar DER LETZTE zu sein)  um dann feststellen zu müssen, daß die Kids noch ihr Spiel zu Ende spielen wollten bzw. mitten im Fußballspiel waren usw. während ich ein schlechtes Gewissen hatte weil ich meine Kinder so lange in der Betreung gelassen habe. Totaler Schwachsinn - Kinder fühlen sich am wohlsten und sind am glücklichsten solange sie mit anderen Kindern zusammen sind. Da gibt es verschiedene Studien drüber.

Morgen früh bringe ich also die Kids um kurz vor Acht zur Schule, danach lese ich meine emails, arbeite ein bißchen am Compi, gehe nachmittags zum Meeting, verlasse dieses Meeting allerdings ein bißchen früher um noch eine Stunde zum "Nachhauselaufen" nutzen zu können, koche dann für die Rasselbande und danach sehe ich mir die Wochenplanung auf dem Kalender an. In kaum einem Monat fliege ich mit meinem Sohnemann über Amsterdam nach München und wir gehen mit der Family skifahren - Quality time.


Scheint grade ein Thema zu sein - SZ von heute

http://www.sueddeutsche.de/politik/leben-mit-kindern-vaeter-berichten-aus-dem-alltagsdschungel-1.1876923

DIE ZEIT N° 06 / 2014 - Väter - Wir glauben nicht mehr an die Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Geht alles gar nicht

Dass sich Kinder und Karriere vereinbaren lassen, ist eine Lüge. Zeit für mehr Ehrlichkeit

VON HEINRICH WEFING UND MARC BROST

Sind wir gerne Väter? Ja, absolut, von ganzem Herzen.

Sind wir gerne Journalisten? Ja, leidenschaftlich gerne.

Und, geht beides zusammen?

Die übliche Antwort lautet: Ja, klar. Manchmal hakt es ein bisschen, manchmal sind alle ein bisschen erschöpft – Vater, Mutter, Kinder. »Urlaubsreif« nennen wir das. Aber im Großen und Ganzen? Gibt es kein Problem. Wir sind ja prima organisiert, im Job und zu Hause, wir sind diszipliniert, wir wollen, dass alles klappt. Also klappt es auch, irgendwie.

Die Wahrheit ist: Es ist die Hölle.

Sonntagmorgen, irgendein Bolzplatz in Deutschland. Fußball mit anderen Vätern und deren Kindern. Der eigene Sohn hat sich die ganze Woche darauf gefreut. Man selbst auch. Und dann steht man auf dem Platz und spielt irgendwie mit, aber eigentlich ist es nur eine Hülle, die da spielt, denn die Gedanken sind ganz woanders. Bei der Mail des Vorgesetzten, die kurz vor Spielbeginn angekommen ist. Beim nächsten Interview, am Montagmorgen. Und dann kommt man nach Hause und fragt sich, warum es schon wieder nicht möglich war, sich wenigstens diesmal vollständig einzulassen auf das Spiel; warum man nicht abschalten konnte.
Aber dann liegt da das Smartphone, und sein rotes Lämpchen blinkt unaufhörlich, also greift man danach und liest und fängt an zu tippen. Und hört gar nicht mehr, wie der Sohn fragt, ob man das Tor gesehen habe, das er vorhin geschossen habe. Jede Mail, jede schnell geschriebene SMS ist ein kleiner Verrat: wieder eine Minute, die man für die Arbeit geopfert hat, obwohl man an diesem Wochenende versprochen hatte, wirklich nur für die Familie da zu sein.
Sogar Sigmar Gabriel nimmt sich doch jetzt Zeit für seine Tochter, holt sie mittwochnachmittags aus der Kita ab und braust dafür mit Chauffeur und Personenschützern nach Goslar. Wenn der das schafft, warum dann nicht wir?

Also tüfteln wir mit unseren Partnerinnen einen Plan aus, gleichen die Terminkalender ab, die Woche im Halbstundentakt. Wer kümmert sich wann um die Kinder? Wer bringt sie zum Geburtstagsfest des Freundes? Wer fährt sie am Wochenende zum Turnier? Hier quetschen wir noch eine Stunde Sport rein, donnerstags geht sie zum Chor, da musst du um sieben da sein! Die Familie wird zur Fahrgemeinschaft, aus Paaren werden Partner in der Logistikbranche.

Und wenn wir übermenschlich diszipliniert wären, keine einzige Besprechung mehr überziehen würden, nie länger am Telefon hingen als unbedingt nötig, nur noch die superwichtigen Abendtermine wahrnehmen würden, dann, ja dann könnte das auch wunderbar klappen. Nicht vorgesehen im Wochenplan ist allerdings: dass ein Kind Grippe hat. Dass der Wagen nicht anspringt. Dass ein Zug sich verspätet. Dass auch die supereffizienten Eltern mal verschlafen oder krank werden. Auch nicht vorgesehen ist: Zeit für sich. Zeit zu zweit. Aber das ist ja nicht so schlimm. Wir wissen ja, es kommt nicht auf die Quantität der gemeinsamen Zeit an, sondern auf die Qualität.

Leider wissen wir auch: Das ist ein Selbstbetrug. Eine Lüge. Denn unsere Kinder kennen keine quality time. Das Gerede von der quality time verschleiert nur, dass das Zeitproblem einfach ungelöst ist.

Sigmar Gabriel übrigens hatte, bevor er sich entschloss, seine Tochter immer mittwochs aus der Kita abzuholen, auch schon mal eine Auszeit für die Familie genommen. Drei Monate Väterzeit. Gleich in den ersten Tagen twitterte er ein Bild von sich, vor dem Laptop sitzend, die Kaffeetasse in der Hand: »Mariechen ist abgefüttert, der Kaffee ist da, also kann’s losgehen :-))«. Und dann diskutierte er online eine Stunde lang über die Rente, den Euro, die SPD. Genau das ist er doch, der tägliche Selbstbetrug: Man glaubt, Zeit für die Kinder zu haben – und hängt dann am Laptop, iPad oder Smartphone.

Aber warum ist es nur so verdammt schwer, Kinder und Ehe und Beruf unter einen Hut zu bekommen? Warum sind wir erschöpft und müde und einfach erledigt, warum haben wir ständig das Gefühl, dass wir zu wenig Zeit für alles haben: für die Kinder, für den Job, für die Partnerin, für uns selbst?

Sprechen wir also über Erwartungen. Auch früher gab es Erwartungen an Väter und Mütter, aber sie waren klarer und eindeutiger, weil es auch klare und eindeutige Rollen gab. Heute dagegen gibt es unendlich viele Erwartungen, weil es unendlich viele Möglichkeiten gibt, eine gute Mutter und ein guter Vater zu sein, und deswegen scheint es das Beste zu sein, einfach alle Erwartungen zu erfüllen.

Also will man der liebevollste Vater überhaupt sein; der Vater, der immer Zeit zum Spielen hat; der die tollsten Sachen mit Lego baut; ein Vater, der nie schimpft und schreit und niemals ärgerlich ist. Dann will man der beste Ehemann von allen sein, der immer zuhört; der natürlich weiß, wie man die Waschmaschine und den Trockner füllt, und der das auch macht und auch die Hemden selber bügelt; man will wunderbar kochen und morgens den schönsten Frühstückstisch überhaupt decken können. Man will ein sensationeller Liebhaber sein und gleichzeitig eine starke Schulter zum Ausweinen haben; sensibel und erfolgreich sein.

Und natürlich gilt das alles auch spiegelbildlich: Wir wollen Frauen, die tolle Mütter sind, erfolgreich im Beruf und kulturell interessiert. Dass sie manchmal müde sind und abgespannt und keine Topmodelhaut haben, geschenkt. Wir verlangen ja nichts Unmögliches. Wir wollen ihren Rat, Gespräche auf Augenhöhe, wollen an den Kabalen in ihren Agenturen, ihren Büros genauso teilhaben wie umgekehrt. Wir wollen ihnen Freiräume für ihre Karriere schaffen, wollen ihnen den Rücken stärken, wenn es bei ihnen im Job brennt.
Es gibt kaum mehr Momente der Zweisamkeit und noch weniger die der Gelassenheit
Und dann? Hat man schon wieder keine Zeit, wenn die Kinder spielen wollen; liegt die schmutzige Wäsche herum; musste die Partnerin doch wieder einen Babysitter organisieren, weil man ausgerechnet an dem Abend, an dem sie überraschend in ein Meeting musste, noch ein wichtiges Hintergrundgespräch hatte; war das Frühstück ein Reinfall, weil man nicht zugehört hatte, als die Ehefrau sagte, dass man den Namen ihrer Chefin schon wieder verwechselt habe. Und das mit dem Sex ... ach, lassen wir das.

Das Bedrückende daran ist nicht nur der gewaltige Stress, den all das verursacht. Viel bedrückender ist, dass man vor lauter Erschöpfung die Sprache verliert: dass man nicht einmal mit der Partnerin oder dem Partner über all das reden kann, obwohl man natürlich ahnt, eigentlich sogar weiß, dass es dem anderen genauso geht. Aber es gibt sie einfach kaum mehr, die Momente der Zweisamkeit und, vor allem, der Gelassenheit. Denn wann soll man sich gegenseitig erzählen, was einen so beschäftigt? Wann soll man zuhören, Rat geben, miteinander abwägen und sich stützen? Wann lässt man sich wirklich noch ganz aufeinander ein – ohne Ablenkung von außen? Ohne dass im eigenen Kopf ein Sturm von Gedanken tobt, über den Tag, über den Job, über das schlechte Gewissen und die Ausreden, die man sich zurechtlegt, weil man wieder nicht geschafft hat, was man unbedingt schaffen wollte?

Es gibt auch niemanden, den wir um Rat fragen können. Unsere Eltern nicht, weil sie diese Situation nie erlebt haben, es war anders bei ihnen, alles begann gerade erst, sich zu verändern, und es war noch nicht so durcheinandergeschüttelt wie heute. Wir sind Pioniere, die erste Generation, die tatsächlich versucht, Gleichberechtigung zu leben. »Was gehen mich die Kinder an, ich mach Karriere!« – das ist für uns keine denkbare Haltung mehr.

Wir können auch schlecht mit unseren Chefs reden, selbst wenn sie mindestens so grau und abgearbeitet aussehen wie wir. Sie haben ein noch brachialeres Pensum.

Und wir können keine anderen Eltern fragen, denn meistens will man bei einem gemeinsamen Essen mit Freunden eben nicht wieder nur über Kinder oder den Job sprechen, sondern auch mal über etwas anderes – und damit entsteht die Illusion, dass es bei den anderen doch alles ganz gut klappt und nur bei einem selbst nicht. Nur ganz selten, wenn es sehr spät geworden ist und die Kinder im Bett sind und wenn schon sehr viel Rotwein getrunken wurde, dann bricht es aus allen heraus.

Dann erzählt die Kollegin, dass sie am Wochenende nur heimlich simst, um Kinder und Partner nicht zu verärgern; ganz so, als habe sie eine Affäre.

Dann erzählt das befreundete Paar, beide Vollzeit, drei Kinder aus zwei Beziehungen, wie ihnen der Sohn ins Gesicht schrie: »So wie ihr will ich nicht leben!«

Dann gibt es Geschichten über Schlafmangel und Migräne und Bandscheibenvorfälle.

Dann erfährt man, dass es keine Familie gibt, die nicht fast permanent am Rande des Wahnsinns operiert.

In einem schönen, melancholischen Essay in der Literarischen Welt hat die Schriftstellerin Julia Franck gerade notiert, Schreiben und Kinder seien im Grunde unvereinbar. »Wenn ich schreibe, kann ich nicht mit meinen Kindern sein, und wenn ich mit meinen Kindern bin, kann ich nicht schreiben. Dieser Zwiespalt erzeugt eine enorm hohe Spannung, weil ich in beidem voller Hingabe lebe, beides ist Hingabe und Liebe.« Und sie resümiert: »Man erlebt das Leben als ständiges Scheitern.«
Man müsste eine perfekte Persönlichkeitsspaltung hinbekommen, um uneingeschränkt in beiden Sphären leben zu können
Wir sind keine Schriftsteller, nur Journalisten. Aber diese Spannung, die kennen wir auch. Und das Gefühl des Scheiterns. Alle kennen das, Väter wie Mütter.

Eigentlich müsste man eine perfekte Persönlichkeitsspaltung hinbekommen, um uneingeschränkt in beiden Sphären leben zu können. Ein wenig schizophren ist es ja auch, wenn wir auf dem Kinderzimmerboden liegen, mit Rennautos spielen und dabei aufs iPad schauen. Aber vielleicht sind wir einfach nicht schizophren genug?

Oder sind wir bloß Weicheier, Heulsusen? Überfordert von den eigenen Ambitionen? Kinder zu haben war ja nie leicht. Früher starben viele Säuglinge, herrschte Hunger, Kriege verheerten das Land. Es gab existenzielle Sorgen und Nöte, neben denen sich unsere Befindlichkeiten heute marginal ausnehmen. Und mal ehrlich: Wir sind wohlhabende Mittelschichtseltern. Wir brauchen keine zwei oder drei Jobs gleichzeitig, damit wir überhaupt über die Runden kommen, so wie manch andere Eltern in diesem Land. Wir haben keine Überlebenssorgen.

Aber Lebenssorgen sind es dennoch. Der Berliner Soziologe Hans Bertram nennt uns »die überforderte Generation«. Nicht nur, weil wir immer so müde sind und blass. Es gibt auch handfeste soziologische Gründe dafür, dass wir derart unter Strom stehen. Zum einen, weil es noch nie in einer Generation so viele Singles und kinderlose Paare gab. Deren ökonomische Situation ist im Durchschnitt deutlich besser als die von Familien mit Kindern, von Alleinerziehenden ganz zu schweigen. So viel Konkurrenz produziert: Stress.

Zum anderen, weil immer mehr Frauen ihr erstes Kind um die dreißig oder später bekommen und deswegen die zehn, fünfzehn intensivsten (aufregendsten, schönsten) Jahre der Erziehung und der Fürsorge für die Kinder gerade bei hoch qualifizierten Frauen und Männern exakt mit den Jahren der ersten Karrieresprünge zusammenfallen. Bertram nennt das die »Rushhour der Biografien«. Noch bei unseren Eltern waren diese beiden Phasen stärker verschoben, die Zeit der Doppelbelastung also kürzer. Bei uns bedeutet es: noch mehr Stress.

Aber was heißt das alles? Was ist die Konsequenz? Zurück in die Fünfziger, Mutti wieder an den Herd, Vati geht arbeiten?

Natürlich nicht. Dass Frauen Karriere machen, ist gut. Gut für die Frauen, gut für die Gesellschaft. Dass Männer sich mehr um ihre Kinder kümmern, ist auch gut. Gut für die Kinder, für die Männer und für die Gesellschaft. Und wenn sich immer mehr Männer um ihre Kinder kümmern wollen, erzeugt das Druck auf die Wirtschaft, flexibler zu werden. Auch das ist gut.

Was dann? Noch mehr staatliche Interventionen, Fördermodelle? Die Familienpolitiker lassen uns glauben, dass alles nur eine Frage von Geld und Organisation wäre. Und dass zu den unzähligen familienpolitischen Leistungen und den fast 200 Milliarden Euro, die der Staat jedes Jahr für Familien ausgibt, nur ein paar weitere Leistungen hinzukommen müssten, dann würde schon vieles besser. Sie reden von Splittingmodellen und Teilzeitarbeit oder davon, dass der Staat die Arbeitszeit für junge Eltern begrenzen könnte, auf 32 Stunden in der Woche. Das ist ihr Versprechen. Aber in Wahrheit ist es doch so, dass die Grenze zwischen Arbeitszeit und privater Zeit längst durchlässig geworden ist, weil man immer erreichbar sein muss und, ja, auch immer erreichbar sein will. Die moderne Arbeitswelt hat sich enorm beschleunigt und gleichzeitig verdichtet, alle erleben das. Die Familienpolitiker aber lassen einen glauben, dass es gar nichts ausmachen würde, wenn dann noch ein Kind dazukommt.

Weil Selbstausbeutung auch keine Lösung ist, wird eine Konsequenz längst gezogen, jeden Tag, jedes Jahr, in aller Stille, überall in Deutschland (und der westlichen Welt): Frauen, gerade hoch qualifizierte, entscheiden sich gegen Kinder. Mitunter nicht bewusst, häufig (noch) nicht endgültig, aber seit Jahren mit großer Konstanz, all den Beihilfen und Kita-Ausbauplänen zum Trotz. Je besser ausgebildet eine junge Frau ist, je realer ihre Chance auf eine anspruchsvolle Karriere, desto weniger Kinder bringt sie auf die Welt. Eine Frau, die in der Landwirtschaft arbeitet, bekommt, statistisch gesehen, 2,2 Kinder. Die durchschnittliche Bundesbürgerin 1,2, eine Hochschullehrerin nur 1,0.

Hilfreich wäre also schlicht: Ehrlichkeit. Denn Kinder schaffen Glück, Glück, Glück! Und: Stress, Stress, Stress! Unweigerlich. Beides.

Es gibt keinen Ausweg aus diesem Dilemma. Wer es versucht mit Kindern, Ehe und Beruf, lässt sich auf ein Abenteuer ein. Ein Abenteuer, das Schmerzen und Zweifel und Grenzerfahrungen bringt. Viele scheitern daran. Aber es könnte schon eine Hilfe sein, das einmal auszusprechen, statt immer weiter die Vereinbarkeitslüge zu verbreiten. Denn auch die produziert wieder nur: Stress.

Samstag, 1. Februar 2014

Ski in Quebec

Wupp und es ist Februar. In Deutschland scheint der Winter dieses Jahr komplett auszufallen wie ich gehört habe???

In Montreal ist es bisher der - fast - perfekte Winter. Allerdings nur, sofern er nicht bis Ende April andauert - irgendwann langt es einem. Am letzten Montag war ich kurz am Berg oben zum Langlaufen. Nahezu optimale Bedingungen und dazu soll es heute Nacht nochmal ca. 15 cm Neuschnee geben. Soviel Langlauf wie dieses Jahr habe ich jedenfalls schon lange nicht mehr machen können.

Mittwoch und Donnerstag war ich in den "Bergen" (Laurentides) und habe an einem Kongress teilgenommen (laut Lili: BLABLABLABLA - wo sie recht hat, hat sie recht ..) und da bin ich auf dem Nachauseweg noch kurzentschlossen ein bißchen Ski gefahren. Dabei mußte ich mal wieder feststellen, daß 90 % der hiesigen "Skistationen" in etwa mittlere Fichtelgebirgsqualitäten aufweisen. D.h. du fährst mit einem elend langsamen Sessellift endlos hoch um dann in gefühlten 30 Sekunden wieder unten zu sein. Für eine halbe Stunde ganz okay (oder für einen Nachmittag mit den Kids) aber dann wirds unweigerlich ganz schnell langweilig. Ich hatte innerhalb von ca. einer Stunde alle Pisten durch und dann bin ich noch ne Stunde auf der einen brauchbaren Piste rumgedüst und dann bin ich heim.

Im Prinzip gibt es letztlich nur Jay Peak, unten in Vermont, Lake Placid in den Adirondacks/USA (bin ich aber noch nie zum Skifahren gewesen) und eventuell noch Mont St. Anne, kurz hinter Quebec City, wo es sich einigermaßen aushalten läßt. Jay Peak ist auch das einzige Gebiet welches über eine Gondel verfügt und gute Höhenunterschiede aufweist. Muß ich aber halt wieder fast zwei Stunden fahren UND über die schwachsinnige Grenze zu den komischen Menschen da "unten" gehen. Wobei ich Vermont mal ganz spezifisch ausnehme - und da liegt ja Jay Peak.

Ein "Geheimtip" ist dann wohl noch das "Massiv" - ca. 45 Minuten hinter Quebec City. Da war ich noch nie aber da kann man sicher bis Ende März, Anfang April fahren und deswegen werde ich das im Frühling auch endlich mal ausprobieren.

Die Preise für diese mickymouse Berge sind übrigens ganz schön gesalzen - ca 40 $ pro Tag. Für Jay Peak zahlt man als Erwachsener locker mal 70 $ pro Tag aber da habe ich immerhin etwas, was ich halbwegs als "Berg" bezeichnen könnte. Kinder zahlen übrigens nicht viel weniger - Hammer. Mont Tremblant ist schlicht der überteuerte Wahnsinn.

Allerdings gibts aber immer ein paar "Sonderangebote" usw. und Emile hat z.B. dieses Jahr einen Skipass der es ihm erlaubt an JEDER kanadischen Skistation zweimal pro Saison umsonst zu fahren. Das ist cool, der könnte jetzt im Prinzip selbst in den Rocky Mountains in jedem Skigebiet umsonst fahren.

Ansonsten geht aber alles auf dem Eis, jedenfalls ist auf dem "Dorfteich" um die Ecke die Hölle los - und kostenlos.


Emile ist, wie immer, mitten im Getümmel. Optimale Temperatur übrigens: am Freitag morgen, bevor wir aus dem Haus gingen um zur Schule zu gehen, habe ich ihn gefragt ob er mal auf das Thermometer gucken könne und wie die Außentemperatur denn so sei .... er anwortete: "minus 3, wow ist das warm .....!!!!". Alles ist relativ.

Morgen (Sonntag) geht bestimmt ein bißchen Langlauf und Lili will am Nachmittag Eislaufen.  Wintersport goes on .........



Montag, 27. Januar 2014

Immigration in Quebec und Kanada

http://www.economist.com/news/americas/21594328-debates-over-immigration-are-often-toxic-not-canada-more-merrier

Momentan gibt es hier in Quebec eine Riesendiskussion um die sogenannten religiösen Zeichen und ob man sie am Arbeitsplatz zeigen, tragen oder darstellen darf, oder eben nicht.

Gabs ja in Frankreich auch vor geraumer Zeit, siehe Verschleierung usw .....

Überraschenderweise zeigt die Statistik im Artikel oben, daß Montreal noch hinter Paris, New York und London agiert, was den "Ausländeranteil, d.h. den Anteil der nicht im Land geborenen Bevölkerung" anbelangt und das in Vancouver praktisch jeder Zweite nicht in Kanada geboren wurde.

Der momentane Aufruhr wegen der sogenannten "Charte" ist so unnütz wie ein Kropf wie ich meine.  Die diesbezügliche aktuelle Diskussion zeigt lediglich mal wieder, daß Quebec gespalten ist. In Land und Metropole. Montreal und der Rest. Das Eine hat mit dem Anderen absolut nichts zu tun.

Das werde ich auch am Mittwoch und Donnerstag mal wieder direkt erleben da ich am Kongress unserer Einrichtungen teilnehme. Meine 19 Kollegen und - vor allem - Kolleginnen - (und ich selbst) aus Montreal sind im Vergleich zu den restlichen 90 Direktoren aus "Gesamtquebec" komplett isoliert - und in der krassen Minderheit. Einige der montrealer Kollegen (inklusive meiner selbst) haben deshalb auch schon seit Jahren komplett resigniert und nehmen, wenn überhaupt, nur noch pro Forma teil.

Die kanadische Regierung hat im Übrigen kürzlich die Einwanderungsbestimmungen dahingehend verändert, daß nun der Arbeitsmarkt und der Bedarf an Facharbeitern ausschlaggebend für die Erteilung des Visas sind oder nicht. Die Maschinerie muß rollen.

Sonntag, 26. Januar 2014

Ein Rad

http://ca.autos.yahoo.com/news/ryno-motorcycles-changing-game-one-wheel-time-202514361.html

Hotspot

https://mapsengine.google.com/map/edit?mid=z7NBp9S4lW-M.k40vcWj9n_Bc

http://www.ledevoir.com/societe/actualites-en-societe/398166/climat-de-peur-et-violence-dans-le-village-gai?utm_source=infolettre-2014-01-25&utm_medium=email&utm_campaign=infolettre-quotidienne

Laut Presse der aktuelle Hotspot in Montreal - d.h. Drogen, Junkies, Prostitution, Gewalt und Kriminalität. Da haben wir mittendrin gewohnt, d.h. von 1996 bis 1998. De la Visitation - mitten im Zentrum. Da ist mir damals eigentlich wenig davon aufgefallen obwohl ich immer darauf angesprochen wurde.

Letzte Woche, beim Langlaufen, hab ich aber folgende Beobachtung gemacht:

am Eingang vom Park liefen die ganze Zeit ein paar Typen rum (drei). Die sind mir aufgefallen, da einer von Ihnen auf mich zukam als ich das Auto am Rand von der Avenue du Parc geparkt habe. Als er meine Langlauf Skier gesehen hat ist er weiter gegangen. Ich habe dann mal ein paar Minuten geguckt, was sich da so abspielt. Am Spazierengehen hatten sie kein großes Interesse. Drogenübergabe schätze ich. Ein Auto kommt, hält an, parkt, Typ steigt ein. Ein zwei Minuten vielleicht - dauert nicht lange. Typ steigt aus, Auto fährt weiter. Typ wartet, schlendert herum, immer am Handy, etc. - bis zum nächsten Auto. Um Marihuana gehts da ganz bestimmt nicht denn das kann man hier praktisch in der Apotheke kaufen. D.h. es wird geliefert, wie bei Amazon. Nicht bei mir übrigens, ich kiffe ja schon lange nicht mehr und ich rauche ja auch grundsätzlich nicht, auch wenn man mal eingeladen wird, taugt mir einfach nicht. Also was verticken die Jungs da? Crack, Coke, Speed? Markus, ich glaube wir brauchen dich .........

Dienstag, 21. Januar 2014

mal wieder arktisch zur Abwechslung

Current Weather

Updated on Tue Jan 21 4:45 PM Next Update in 14:34 mins

A few clouds
A few clouds
-19°C
Feels like -26
 
Tues. Evening
Mainly clear
Mainly clear
-21°C
Feels like -25
P.O.P: 10%
Wind NE 5 km/h
Wind gust -
Humidity 70%
Tues. Overnight
Clear
Clear
-26°C
Feels like -36
P.O.P: 10%
Wind N 15 km/h
Wind gust -
Humidity 69%
Wed. Morning
Sunny
Sunny
-26°C
Feels like -36
P.O.P: 10%
Wind N 15 km/h
Wind gust -
Humidity 76%
Wed. Afternoon
Sunny
Sunny
-18°C
Feels like -25
P.O.P: 10%
Wind W 10 km/h
Wind gust - 
 
 
 
es kommt gerade - mal zur Abwechslung - wieder Luft arktischen Ursprungs. Trotzdem sehe ich jede Menge Radfahrer und gestern sogar einen Jogger in kurzen Hosen. 
 
Die meisten "normalen" Menschen sehen aber eher so aus wie meine Kollegin von heute morgen. Sie meinte nur "kanadisch" halt .... ansonsten kümmerts aber keinen groß ......
 
 
 
 

Samstag, 18. Januar 2014

kulturelle Vielfalt Montreals

Mir ist eingefallen doch mal kurz eine aktuelle "kulturelle" Liste unseres Teams aufzustellen.

Im Moment, d.h. am 18. Januar 2014 sieht das exakt so aus:

Fabian - Belgien (spricht eigentlich nur französisch)
Marie - Frankreich (spricht französisch und englisch)
Darine - Haiti (französich, englisch und creole)
Ronald - Kanada/Quebec (anglophone) (englisch, französich)
Mary - Cypern (englisch, französisch, zypriotisches griechisch)
Lynn - USA (englisch, französisch, jiddisch)
David - Quebec (frankophone) (französisch, englisch, spanisch)
Despina - Griechenland (englisch, französisch, griechisch)
Caroline - Quebec (frankophone) (französisch, englisch)
Jean-Marie - Ruanda (französisch, englisch und die lokale sprache Ruandas)
Steves - Kamerun (englisch, französisch und russisch)
Steven - Kanada (anglophone) (englisch, französisch, spanisch)
Laurence - Schweiz (französisch, englisch und ein bißchen deutsch)
Hans - bekannt (frankophone, da aus Franken) (well, frängisch .....)
Ronald - Kolumbien (spanisch, englisch, französisch)
Marie-Charles - Quebec (frankophone) (französisch, englisch, spanisch)
Valerie - Quebec (frankophone) (französisch, englisch, spanisch)

Begegnung

Gestern hatte ich eine längeres Gespräch mit einer meiner Kolleginnen im Büro über die jüdische Kultur in Deutschland, Holocaust usw.

Die spricht ein bißchen jiddisch und das ist letztlich eine Version Altdeutsch. Wir lachen uns dann immer kaputt, daß wir uns so gut verstehen und sie kann Begriffe wie z.B.  "meschugge", "a bisserl"  usw. anbringen.

Sie hat mich gefragt, ob ich ihr das hier übersetzen könne, ein Dokument aus dem Archiv ihrer Urgroßmutter.


Ein Protokoll aus dem Jahre 1923 über eine Beleidigung und dem darauffolgenden Duell. 1923 war es einem jüdischen Mitbürger noch möglich sich gegen Verunglimpfungen ganz "offiziell" zur Wehr zu setzen - kaum 15 Jahre später wurden dieselben Menschen auf offener Strasse totgeschlagen weil sie ja so "anders" waren. Erschütternd.





Freitag, 17. Januar 2014

Mildes Wetter - leider jede Menge Arbeit

- 7 Grad meinte die Wetterdame vorhin im Radio. Milde Temperaturen für die Jahreszeit. Hat sie wirklich gebraucht das Wort: mild.

Gestern hat es sich allerdings wirklich fast angefühlt wie Ende März. Sonne, plus 3 Grad, wat willste mehr. Mild halt.

Die Woche ging mal wieder vorbei wie im Flug. WE mit bißchen Wintersport ist angesagt.

So wie letzten Sonntag vielleicht ....


Emile jage ich noch zwei Tage über die Pisten dann ist er fit für Sexten 2014. Eine Stunde mit Bernhard oder Markus und dann kann ich einpacken.

Dienstag, 7. Januar 2014

Wetter, Energie und sonstiges ...

Die Amis erfrieren also gerade.

Nun ja, ganz so schlimm wird es wohl hoffentlich nicht werden. Als "Quebecer" sieht man die Sache relativ gelassen.

Es stimmt natürlich schon, als ich damals hier ankam, war ich nicht an - 30 (mit Wind häßliche - 40) gewohnt. Aber das kommt im Durchschnitt an 3 Tagen im Jahr vor. Also warm anziehen und, meine Regel Nummer Eins, nie ohne Kopfbedeckung losgehen. Wenn Wind dazu kommt wirds schnell eklig und vor allem in der Pampa kann es dann auch gefährlich werden.

Was den hiesigen Dämmstandard angeht gibt es krasse Unterschiede. Auf der einen Seite wird grade LEED und der deutsche Passivhausstandard (mal bei Barbara und Bernhard nachfragen) groß gefeiert, auf der Anderen gibt es noch ca. 50 % des alten Wohnungsbestandes welcher 50er oder 60er Jahre Standard hat. Einfach verglaste Fenster, schiefe Alurahmen, Fugen und Kältebrücken allerorten, kaum Außendämmung usw. und das bei diesen Wintern. Das überrascht mich schon ....


Da geht dann schon was an Energie durch bei - 30. Aber wo die kw Stunde ca. 10 C kostet?? Wir haben dieses Jahr 4 Fenster ausgetauscht und neue Isolierverglasung einbauen lassen. Kostenaufwand 4000 $, ohne jedwede Abschreibungsmöglichkeiten. Da muß ich wohl ein paar Jährchen warten bevor sich diese Investition amortisiert. Andererseits haben wir lediglich ca. 2000 Dollar Gesamtenergiekosten pro Jahr für ein Wohnung mit ca. 110 m2. Alles eingerechnet - d.h. Elektrogeräte, Licht, Heizung. Komplett. Auschließlich mit Wasserkraft produziert. Logischerweise könnte man das noch erheblich drücken aber wie gesagt, dem steht oft der Kosten - Nutzen Faktor gegenüber. Oder andersrum ausgedrückt: solange es nicht "wehtut" bzw nicht richtig über den Geldbeutel geht, passiert oft nichts. Genau wie beim Benzinverbrauch.

Ein klasse Kompromiss ist, meiner Meinung nach, das Niedrigenergiehaus. Das Häuschen am Röhrenplatz konnte man mit `nem kleinen Ofen komplett beheizen (in Verbindung mit Solarzellen für Warmwasser) und dort habe ich auch das erste mal einen spürbaren Wärmeeffekt erlebt sobald wir morgens das Licht in der Küche angeschaltet haben (drei mal 50 Watt). 

Was übrigens ganz generell in weiten Teilen Nordamerikas noch zu beobachten ist, ist die vorsintflutliche Infrastruktur. Alles Oberleitungen. Bei Sturm oder Eis werden ganze Landstriche von der Energieversorgung abgeschnitten. Wer dann mit Strom heizt ist natürlich am Arsch.

Aktuell hat es jetzt - 15 Grad und ich könnte trotzdem noch die 5 kw der Sauna verkraften, habe ich aber gestern schon gemacht.


Montag, 6. Januar 2014

"Die Todeskälte" oder "eine Kindheit in Oberfranken härtet ab"

Wetter - USA: New Yorker rüsten sich für Eiseskälte

Washington (dpa) - Die Kältewelle in den USA breitet sich nun auch auf den Nordosten des Landes aus. In New York wird binnen 24 Stunden ein Temperatursturz von zwölf Grad Celsius auf minus 14 Grad erwartet. US-Meteorologen sprechen von der schlimmsten Kältewelle seit 20 Jahren. Millionen Amerikaner sind betroffen. In vielen Städten bleiben die Schulen geschlossen, tausende Flüge wurden gestrichen. Seit Beginn der Kältewelle am Donnerstag kamen mindestens 13 Menschen ums Leben, die meisten bei Verkehrsunfällen.
erschienen am 07.01.2014 um 02:20 Uhr 


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Soweit die Meldung im SZ Newsticker von heute. Ein Temperatursturz von 12 Grad??? D.h. von - 2 auf auf - 14??? Kältewelle??

Na ja, falls die Fenster und Türen in New York für gewöhnlich offen stehen könnte das tatsächlich ein Problem darstellen. Bei - 14 haben wir als Kinder am Reisighof in unbeheizten Räumen geschlafen mit nicht isolierten Außenfenstern und Sandsteinwänden. Ich rate da den New Yorkern - aus oberfränkischer Erfahrung heraus - zu Wärmflaschen und Daunenfederdecken.  

Ein karges Frühstück dann am Morgen am Kachelofen, welchen die Großmutter die ganze Nacht am Laufen gehalten hat. Danach zich km laufen zum Schulbus durch den meterhohen Schnee im Dunkeln. Von Wölfen umzingelt - die Bären schliefen gottseidank. So war da damals ..... kurz nach dem Krieg am Reisighof. Die Russen nicht weit!! Echt! Fragt die Liese oder die Elfie.

Im Ernst, die heutige "sensationelle" Einbindung des Wetterberichtes in die Medianlandschaft läßt mich manchmal schon leicht verzweifeln.Worüber soll man auch schon, 24 Stunden lang, rund um die Uhr, berichten??

p.s. viele Hütten da unten sind - meiner Beobachtung zufolge - tatsächlich so schlecht beieinander, daß man auch gleich noch die Türen offen stehen lassen könnte - bezüglich Energiebilanz würde das keinen großen Unterschied machen. Viele Fenster sind tatsächlich noch uralte Einglasfenster in schlechten Aluminumrahmen. Überall Ritzen und Kältebrücken. Kein Wunder das es da zieht wenns mal unter Null geht - vor allem für einen längeren Zeitraum.

Sonntag, 5. Januar 2014

Urbaner Wintersport

Man kann in Montreal erstaunlicherweise recht einfach Wintersport betreiben. Im Prinzip kann ich von uns aus einfach runter zum Park Lafontaine laufen, ca. 10 Minuten. Für eine kleine, abendliche Runde allemal ausreichend.

Oder rauf auf den Berg: 

http://www.lemontroyal.qc.ca/sn_uploads/fck/ActivitesetServices/SkiMtRoyalHiver2012_2013.pdf

es gibt immerhin knapp 20 km gespurte Piste auf dem "königlichen Bergle". Entweder man fährt ein paar Minuten mit dem Auto oder aber man nimmt den Bus. Geht auch.

Heute morgen bin ich - zur Abechslung - mal in den Park unten am Olympiastadion/Botanischer Garten gegangen. Da bin ich auch schon mit der Metro hingedüst, habe die Ski ausgepackt und dann rauf auf die Loipe. Der einzige "Nachteil": es ist nur flach. Der Vorteil: man kann auch durch den Außenbereich des Botanischen Garten durch und das ist selbst im Winter manchmal ganz interessant. Die Temperaturen sind übrigens wieder komplett angepasst - morgen soll es sogar regnen.

Insgesamt gibt es - angeblich - 61 km gespurte Loipen  (klassich meistens, einige speziell für die Skater) in der Stadt. Dann noch jede Menge Pisten für die Schlitten und natürlich Eisflächen und Hockeyrinks.

Emile hat es vorgezogen den kompletten Nachmittag (bis zum Abend) mit seinen Kumpels Hockey zu spielen. Es gibt so einen kleinen Park gleich um die Ecke und da wird im Winter einfach ne Eisfläche gemacht. Das hat mich ein bißchen an unsere Jugend am Reisighof erinnert - raus, wann immer möglich und spielen so lange es geht.







Donnerstag, 2. Januar 2014

Ein verdammt kalter Rutsch ins neue Jahr

Michis Rekord aus dem Jahre 1998 (reelle - 36 Grad Außentemperatur am Morgen) haben wir nicht brechen können aber es gab am 1. Januar - 28 und heute morgen dann das:


 Sobald da jetzt noch ein bißchen Wind dazu kommt wird es richtig eklig ...



Voller als voll geht wohl auch nicht mehr!! Wir müssen uns jetzt bald so ein Ding fürs Dach zulegen. Da sind auch noch Ski drin, drei Kinder und zwei Erwachsene.



Top Eisfläche. 


Zwar schweinekalt aber dafür gibts beim Langlaufen eine geile Winterlandschaft. 



Die mag das ....


Das Silvester Souper. 


Wie gesagt, frisch ...



Laut Mariane sind solche Temperaturen als total normal anzusehen und angeblich gibts heute sowieso keine "richtigen" Winter mehr in Québec. Als sie "klein" war sind - 30 bis -40 Grad über einen längeren Zeitraum nichts ungewöhnliches gewesen - meint sie. Vor allem gab es, das habe ich schon öfter gehört, anscheinend "stabile" Verhältnisse. D.h. es wurde irgendwann kalt und das blieb es dann bis Ende März. Da gibt es mittlerweile schon erheblich mehr Schwankungen, scheint es.