Montag und Mittwoch Taek Wan Do Lili, Freitag Abend Schwimmkurs Emile (19 Uhr), Samstag morgens 10 Uhr Schwimmkurs Lili währen Emile Fußballtraining hat, Sonntag dann manchmal noch ein Spiel. Wenn jetzt noch ein Musikinstrument oder irgendwas dazu kommt dann machen wir nichts anderes mehr.
Sonntag Abend bin ich nochmal ins Chalet gefahren und habe dort übernachtet. Ich hatte - ausnahmsweise - mal nichts gebucht an meinem "freien" Montag. Bei Sonnenuntergang bin ich am Riviere Rouge hochgefahren - wie im Paradies. Jede Menge Schwärme von Wildgänsen flogen gen Norden. Am Chalet war absolut nichts gebacken - Sonntag Abend ist da kein Mensch mehr. Totale Stille. Die ganze Nacht gabs Froschkonzert, aus dem naheligenden kleinen Sumpf kommend .- ein unglaublicher Lärm die ganze Nacht. Tagsüber hört man dagegen keinen Mucks. Ich bin um 5 Uhr 38 aufgewacht weil das Schlafzimmer nach Osten raus liegt und die Sonne halt früh aufgeht. Aus dem Wald nur obskure Tierlaute, die Vögel zwitschern. Das ist alles. Alleine wegen solcher Momente zieht es mich dahin. Keine Menschen und somit kein Lärm. Übrigens: 22 Grad bei der Abfahrt in Montreal, 0 Grad Nachts am Chalet.
Am Freitag werde ich nochmal hochfahren (müssen) da am Samstag eine Vorstandssitzung ist. Andererseits ist aber am Samstag auch noch ein Match der Impact gegen LA mit David Beckham, gefolgt von einer Grillparty mit Freunden. Uff. Und nebenher muß man auch noch arbeiten - ein Greuel ..... - da hab ich eigentlich echt keine Zeit für ......
Dienstag, 8. Mai 2012
Donnerstag, 3. Mai 2012
Wahlen in Quebec
Nachdem der Ministerpräsident in der Presse öffentlich Neuwahlen ausgeschlossen hat und ich vorgestern - aus heiterem Himmel heraus - darüber informiert wurde, dass unsere Einrichtungen 2% mehr Zuschüsse bekommen als vorgesehen, gehe ich davon aus, dass Neuwahlen anstehen.
Bilder aus Montreal
http://www.tripcolor.com/user/21323/trip/2C50A86B-E1CF-4747-8C5C-167D353C732C
Ein Kollege hat mich neulich gefragt ob ich nicht ein paar Informationen für eine deutsche Austauschstudentin finden könnte. Deutscher Stammtisch usw..
Gestern hat er mir dann den diesen Link geschickt. Sie, Laura (ich kenne sie nicht, oder noch nicht), macht jeden Tag ein Photo von Montreal.
Ich werde mir das auch mal angucken bei Gelegenheit. Sind, glaube ich zumindest, ein paar witzige Impressionen dabei.
Ein Kollege hat mich neulich gefragt ob ich nicht ein paar Informationen für eine deutsche Austauschstudentin finden könnte. Deutscher Stammtisch usw..
Gestern hat er mir dann den diesen Link geschickt. Sie, Laura (ich kenne sie nicht, oder noch nicht), macht jeden Tag ein Photo von Montreal.
Ich werde mir das auch mal angucken bei Gelegenheit. Sind, glaube ich zumindest, ein paar witzige Impressionen dabei.
Wieder mal sauber gelöst, das Ganze
http://www.nordbayerischer-kurier.de/nachrichten/1313873/details_9.htm
Ich verfolge das Geschehen immer noch ein wenig aus der Distanz. Eigentlich war es ja die letzten zwei Jahre relativ ruhig was bezüglich ZENTRUM BAYREUTH eher positiv ist.
Das 5 Millionen € Projekt habe ich ja noch - zuschußtechnisch - mit vorbereiten "dürfen". Mal abwarten, wie sich der Vorstand da jetzt weiter verhält, aber ein aus öffentlichen Geldern bezuschußes 5 Millionen € Projekt NICHT öffentlich auszuschreiben, ist schon gewagt. Stilsicher halt.
Ich verfolge das Geschehen immer noch ein wenig aus der Distanz. Eigentlich war es ja die letzten zwei Jahre relativ ruhig was bezüglich ZENTRUM BAYREUTH eher positiv ist.
Das 5 Millionen € Projekt habe ich ja noch - zuschußtechnisch - mit vorbereiten "dürfen". Mal abwarten, wie sich der Vorstand da jetzt weiter verhält, aber ein aus öffentlichen Geldern bezuschußes 5 Millionen € Projekt NICHT öffentlich auszuschreiben, ist schon gewagt. Stilsicher halt.
Dienstag, 1. Mai 2012
SR 500 versus Ducati
1978 im Vergleich zu 2012
Man traut sich ja schon fast nicht mehr die Kiste neben so einem Audi (fka Ducati) abzustellen. Trotzalledem: 50000 km in den letzten 10 Jahren gefahren. Immer noch super Kompression. Sprang nach Zündkerzenwechsel (olle Bmw Kerze, habe ich bei Micha in der Tiefgarage gefunden) auf den ersten Drücker an. Nach über einem Jahr Standzeit. Klappert und scheppert aber läuft.
Man traut sich ja schon fast nicht mehr die Kiste neben so einem Audi (fka Ducati) abzustellen. Trotzalledem: 50000 km in den letzten 10 Jahren gefahren. Immer noch super Kompression. Sprang nach Zündkerzenwechsel (olle Bmw Kerze, habe ich bei Micha in der Tiefgarage gefunden) auf den ersten Drücker an. Nach über einem Jahr Standzeit. Klappert und scheppert aber läuft.
Montag, 30. April 2012
Der Mai kommt
Heute ist mir mit Entsetzen bewußt geworden, daß morgen bereits der erste Mai ist. Nich wegen dem Mai an sich sondern weil der April so schnell vorbei war.
Die Zeit fliegt nur noch so dahin.
Freitag Abend war Emils Schwimmkurs gefolgt von Lili am Samstag früh während Emile Fußballtraining hat. Am Nachmittag hatte dieser dann eine Einladung zu einer Geburtstagsparty (davon gibts gefühlt eine pro Woche) und ich bin mit Lili ins Stadion zum Spiel der Impact gegangen.
Am Sonntag früh war dann nochmal kicken angesagt, kurz auf einer Stadtteilversammlung (Job) vorbeigeguckt und schon war das halbe Wochenende rum.
Ich habe die Kinder dann mal auf Tauglichkeit bezüglich Wanderung zur Coburger Hütte getestet. Wir sind also zum Mont Saint Hilaire gefahren und da am Nachmittag auf den Berg hochgetrampelt. Das ist eine ganz ordentliche Steigung (Kaddl und Sven werden sich erinnern) und man läuft da so fast eine Stunde immer schön steil nach oben. Die beiden haben die Prüfung allerdings mit Bravour bestanden. Keinerlei Beschwerden oder Gejammer obwohl wir doch zügig hochgelaufen sind. Optimal.
Die Woche ist wieder "Allerlei" angesagt. Mittwoch Abend Fußballmatch (gegen Toronto - mit Thorsten "Fringse" übrigens .....) ansonsten Arbeiten, Kinderhüten, etc.
Und so geht das weiter und weiter. Die hiesigen Studis sind übrigens dabei die Regierung in die Knie zu zwingen. Lange wird das nicht mehr dauern - täglich gibt es Massendemos und jede Menge subversive Aktionen.
Die Zeit fliegt nur noch so dahin.
Freitag Abend war Emils Schwimmkurs gefolgt von Lili am Samstag früh während Emile Fußballtraining hat. Am Nachmittag hatte dieser dann eine Einladung zu einer Geburtstagsparty (davon gibts gefühlt eine pro Woche) und ich bin mit Lili ins Stadion zum Spiel der Impact gegangen.
Am Sonntag früh war dann nochmal kicken angesagt, kurz auf einer Stadtteilversammlung (Job) vorbeigeguckt und schon war das halbe Wochenende rum.
Ich habe die Kinder dann mal auf Tauglichkeit bezüglich Wanderung zur Coburger Hütte getestet. Wir sind also zum Mont Saint Hilaire gefahren und da am Nachmittag auf den Berg hochgetrampelt. Das ist eine ganz ordentliche Steigung (Kaddl und Sven werden sich erinnern) und man läuft da so fast eine Stunde immer schön steil nach oben. Die beiden haben die Prüfung allerdings mit Bravour bestanden. Keinerlei Beschwerden oder Gejammer obwohl wir doch zügig hochgelaufen sind. Optimal.
Die Woche ist wieder "Allerlei" angesagt. Mittwoch Abend Fußballmatch (gegen Toronto - mit Thorsten "Fringse" übrigens .....) ansonsten Arbeiten, Kinderhüten, etc.
Und so geht das weiter und weiter. Die hiesigen Studis sind übrigens dabei die Regierung in die Knie zu zwingen. Lange wird das nicht mehr dauern - täglich gibt es Massendemos und jede Menge subversive Aktionen.
Sonntag, 22. April 2012
Studiengebühren in Québec
Nur mal so zum Vergleich der Studiengebühren.
Laut La Presse:
Dès 2012, les étudiants paieront 325$ de plus par année sur cinq ans pour fréquenter les universités québécoises. Le gouvernement Charest a tenue sa promesse et a augmenté les frais de scolarité dans son budget présenté aujourd'hui, semant la grogne chez les étudiants.
Les frais de scolarité annuels passeront de 2168$ actuellement à 3793$ en 2017, peu importe la discipline étudiée.
D.h. ganz gleich welches Studium, zahlen die Studis hier pro Jahr im Moment 2168 $ und das wird bis 2017 auf 3793 $ steigen. Pro Jahr eine Anhebung um 325 $.
Dann muß man noch dazu sagen, daß hier noch zwei Jahre College dazukommen (vergleichbar Gymnasium 11 und 12) - das ist auch nicht umsomst. Macht dann wohl eher durchschnittlich 6 Jahre kostenpflichtige Bildung.
Dazu dann die Lebenhaltungskosten usw..
Dies sind übrigens die niedrigsten Studiengebühren in ganz Nordamerika. Ist jetzt sicher kein exzessiver Betrag aber immerhin. Wie haben mittlerweile ein Programm bei uns im Büro wo wir verhindern wollen (sollen), daß Schüler zu viel nebenbei arbeiten (müssen) und somit ihren schulischen Werdegang gefährden. Mit anderen Worten: abbrechen und ohne primären (High School) Abschluß dastehen. Wenn das für das Schulsystem gilt, warum dann nicht auch für den akademischen Bereich??
Freitag, 20. April 2012
Aufruhr
Heute, Freitag, war fand ein sogenannter 'Salon de l'emploi' statt, d.h. eine Jobmesse oder wie immer man das auch bezeichnen kann. Bezüglich Jobs im Norden Québecs - der sogenannte "Plan Nord" der Regierung welcher die Erschließung und Ausbeutung des gesamten Raumes nördlich des 49ten Breitengrades anstrebt. Der 'Plan' wird hier gnadenlos promoted. Da ich diesem 'Plan' eher skeptisch gegenüberstehe wollte ich mir heute mal ansehen, worum und um welche Jobs es denn da eigentlich so geht. Der Ministerpräsident war von 13 bis 14 Uhr zur Eröffnung angekündigt - es ist ja SEIN großer Plan und ab 14 Uhr sollte man da also in das Kongresszentrum gehen können.
Ich bin da mit dem Fahrrad runtergefahren weil es sonst eh keinen Parkplatz gibt usw.. Kaum angekommen sah ich, wie ca. 200 Studis den einen Eingang blockierten. Überall waren schon Bullen und Motorradcops. Krankenwagen standen bereit, allgemeine Unruhe. Aber alles friedlich, kein Stress. Es liefen jede Menge Leute mit ihren Mappen für den Lebenslauf usw. rum. Ein paar Umweltjungs hatten Transparente usw. - aber der Eingang war halt blockiert. Dann bin ich mal außenrumgelaufen, auf die andere Seite und dachte mir, vielleicht kommt man ja da rein. Da war aber auch alles von Polizei abgeriegelt. Keine normale Polizei sondern sogennante Riot Squads, also mit Helm, Schlagstöcken bewaffnet und in martialischer Aufmachung. Allein dieses aggressive Äußere macht einen schon irgendwie nervös und selbst aggressiv.
Dann gings ein bißchen hin und her, mal ne Verhaftung hier mal ein paar Studis da. Dazwischen auch Jungs in schwarzen Anzügen, in schwarzen Audis (die Provinzregierung scheint hier mittlerweile auf Audi umgestiegen zu sein .... normalerweise fahren sie nur so olle Amikutschen ...), mit dunklen Sonnenbrillen und so Dingern im Ohr. Einen dieser Audis haben sie dann noch schnell in eine Tiefgarage verfrachtet. Dann kamen plötzlich Demonstranten und dann ..... gings ganz schnell richtig rund. Aber deftig. Straßenschlacht. Tränengasgranaten. Die Masse der Demonstranten durchbrach plötzlich kurzerhand die Polizeiketten und die Cops rannten davon, dann kamen Riot Squads und schossen Tränengas in die Menge. Wo ich schon mal da war, wollte ich mir dann doch ein Bild machen. Aber dann wurde es mir echt zu heiß weil ich sah, das es zu einer Einkesselung kommen könnte. Ich lade die Bilder morgen mal hoch. Aber im Prinzip, links: Hundertschaften der Polizei. Rechts: Demonstranten. Über eine kleine Seitengasse konnte ich dann abhauen - in meinem Alter brauch ich den ganzen Scheiß nicht mehr. Tatsächlich kamen dann Hundertschaften von hinten was danach abging wollte ich eigentlich schon gar nicht mehr miterleben. Außerdem wollte ich ursprünglich ja eh bloß mal jobmäßig auf der Messe vorbeigucken.
Obendrüber Helikopter und überall die Sirenen der Einsatzfahrzeuge. Bürgerkrieg. Ich bin ja grundsätzlich ausgesprochener Pazifist (außer beim Fußball, aber dafür gibts ja Schiedsrichter ...)aber so wie die Bullen hier vorgehen würde ich mir wahrscheinlich auch ne Latte vom Zaun brechen wenn ich noch ein bißchen jünger wäre. Alter Schwede - da erlebste was .....
Was mich wirklich beeindruckt hat, war wie eine Masse von vielleicht 500 bis 1000 Menschen (schwer zu schätzen) einfach so eine 20er Einheit von eigentlich wirklich harten Bullen überrennen kann. Keine Chance. Totale Panik. Gottseidank wird noch nicht scharf geschossen - aber so einen kleinen Hauch Libanon hat man schon.
Das sowas nicht auch friedlich geht - unverständlich. Aber nochmal: die "staatliche Ordnungsmacht" hier trägt mindestens genausoviel Schuld an der Eskalation wie einige wenige gewaltbereite Studenten. Die machen, nach allem was ich gesehen habe, keine Gefangenen, das könnt ihr mir glauben. Die Staatlichen meine ich .....
Ironischer Weise habe ich am Montag um 14 Uhr einen Termin im Büro von M. Charest, seines Zeichens Ministerpräsident, um einige unserer Projekte einem seiner Mitarbeiter zu präsentieren. Würde mich nicht wundern, wenn das noch in letzter Minute abgesagt wird. Ich denke, die haben vielleicht wichtigeres zu tun .....
Ich bin da mit dem Fahrrad runtergefahren weil es sonst eh keinen Parkplatz gibt usw.. Kaum angekommen sah ich, wie ca. 200 Studis den einen Eingang blockierten. Überall waren schon Bullen und Motorradcops. Krankenwagen standen bereit, allgemeine Unruhe. Aber alles friedlich, kein Stress. Es liefen jede Menge Leute mit ihren Mappen für den Lebenslauf usw. rum. Ein paar Umweltjungs hatten Transparente usw. - aber der Eingang war halt blockiert. Dann bin ich mal außenrumgelaufen, auf die andere Seite und dachte mir, vielleicht kommt man ja da rein. Da war aber auch alles von Polizei abgeriegelt. Keine normale Polizei sondern sogennante Riot Squads, also mit Helm, Schlagstöcken bewaffnet und in martialischer Aufmachung. Allein dieses aggressive Äußere macht einen schon irgendwie nervös und selbst aggressiv.
Dann gings ein bißchen hin und her, mal ne Verhaftung hier mal ein paar Studis da. Dazwischen auch Jungs in schwarzen Anzügen, in schwarzen Audis (die Provinzregierung scheint hier mittlerweile auf Audi umgestiegen zu sein .... normalerweise fahren sie nur so olle Amikutschen ...), mit dunklen Sonnenbrillen und so Dingern im Ohr. Einen dieser Audis haben sie dann noch schnell in eine Tiefgarage verfrachtet. Dann kamen plötzlich Demonstranten und dann ..... gings ganz schnell richtig rund. Aber deftig. Straßenschlacht. Tränengasgranaten. Die Masse der Demonstranten durchbrach plötzlich kurzerhand die Polizeiketten und die Cops rannten davon, dann kamen Riot Squads und schossen Tränengas in die Menge. Wo ich schon mal da war, wollte ich mir dann doch ein Bild machen. Aber dann wurde es mir echt zu heiß weil ich sah, das es zu einer Einkesselung kommen könnte. Ich lade die Bilder morgen mal hoch. Aber im Prinzip, links: Hundertschaften der Polizei. Rechts: Demonstranten. Über eine kleine Seitengasse konnte ich dann abhauen - in meinem Alter brauch ich den ganzen Scheiß nicht mehr. Tatsächlich kamen dann Hundertschaften von hinten was danach abging wollte ich eigentlich schon gar nicht mehr miterleben. Außerdem wollte ich ursprünglich ja eh bloß mal jobmäßig auf der Messe vorbeigucken.
Obendrüber Helikopter und überall die Sirenen der Einsatzfahrzeuge. Bürgerkrieg. Ich bin ja grundsätzlich ausgesprochener Pazifist (außer beim Fußball, aber dafür gibts ja Schiedsrichter ...)aber so wie die Bullen hier vorgehen würde ich mir wahrscheinlich auch ne Latte vom Zaun brechen wenn ich noch ein bißchen jünger wäre. Alter Schwede - da erlebste was .....
Was mich wirklich beeindruckt hat, war wie eine Masse von vielleicht 500 bis 1000 Menschen (schwer zu schätzen) einfach so eine 20er Einheit von eigentlich wirklich harten Bullen überrennen kann. Keine Chance. Totale Panik. Gottseidank wird noch nicht scharf geschossen - aber so einen kleinen Hauch Libanon hat man schon.
Das sowas nicht auch friedlich geht - unverständlich. Aber nochmal: die "staatliche Ordnungsmacht" hier trägt mindestens genausoviel Schuld an der Eskalation wie einige wenige gewaltbereite Studenten. Die machen, nach allem was ich gesehen habe, keine Gefangenen, das könnt ihr mir glauben. Die Staatlichen meine ich .....
Ironischer Weise habe ich am Montag um 14 Uhr einen Termin im Büro von M. Charest, seines Zeichens Ministerpräsident, um einige unserer Projekte einem seiner Mitarbeiter zu präsentieren. Würde mich nicht wundern, wenn das noch in letzter Minute abgesagt wird. Ich denke, die haben vielleicht wichtigeres zu tun .....
Mittwoch, 18. April 2012
Damit schafft man es sogar in die SZ zu kommen
Während meiner - kurzen - Bayreuther Zentrums Episode bin ich fast jeden Morgen daran vorbeigefahren und ich habe mich damals schon immer gefragt, was es denn mit diesem Monument auf sich hat. Kunstwerk?? Einfach mal so in die Wiese gestellt, damit sich der Durchreisende Gedanken macht?? Die, mittlerweile einigermaßen berühmte fränkische "so-da-Brücke"
Es gibt auch noch andere Brückenpfeiler welche irgendwann mal hingestellt wurden. Manche werden wenigstens von den Freeclimbern genutzt. Ich war mal dort, zum Klettern - war ganz witzig.
Brückenpfeiler als Flachlandgipfel
Es gibt auch noch andere Brückenpfeiler welche irgendwann mal hingestellt wurden. Manche werden wenigstens von den Freeclimbern genutzt. Ich war mal dort, zum Klettern - war ganz witzig.
Brückenpfeiler als Flachlandgipfel
Vernissage von Gerhard Popp in Neudrossenfeld
Wenn ich Zeit hätte und im Land wäre, würde ich hingehen. Selbst wenn es gilt den durchgeknallten Burdinsky zu ertragen.
Wer ist Gerhard Popp?? Kulmbacher Designer und Künstler. Ich kenne ihn seit über 30 Jahren.
Dienstag, 17. April 2012
Québec im April
Was gibts Neues??
Na ja, nicht soviel insgesamt. Aber:
1. Die Studentenproteste gehen weiter
Tausende von Studis und auch von College Studenten (vergleichbar der deutschen gymnasialen Oberstufe) sind weiterhin massenweise im Streik und versetzen die "Nation" in Aufruhr.
2. Das Wetter spielt weiterhin verrückt: gestern hatten wir 30 Grad und ich habe mir fast einen Sonnenbrand geholt. Am See wäre ich mit einhundertprozentiger Wahrscheinlichkeit baden gegangen. Ansonsten wird alles grün, ca. zwei bis drei Wochen vor der Zeit.
Rückblickend noch ein paar Bilder vom letzten WE im Chalet: vollkommen entspannt. Abhängen und den Tag vertrödeln.
Im Wald rumstreunen, Bäche erkunden, verspätete Osterschokoladeneier im Gestrüpp suchen usw.
Beim Spaziergang habe ich Lili erklärt, daß ich als Kind einfach runter ins "Aspich" bin und habe Staudamm gebaut. Wenn ich aus dem Fenster geguckt habe, habe ich entweder Kühe oder Rehe beobachtet.
Ein bißchen was von dieser Reisighofer Naturidylle welche wir als Kinder erleben durften und was uns geprägt hat, kriegen die Beiden im Chalet mit. Einfach mal alleine im Wald sein.
Eine der schönen Eigenschaften unserer Wohngegend in Montreal ist ja auch die Tatsache, daß die Kids einfach hinten in die kleine Strasse gehen können und dann spielen sie mit den Nachbarkindern. Einfach so. Wo gibts das schon - in der Großstadt??
Na ja, nicht soviel insgesamt. Aber:
1. Die Studentenproteste gehen weiter
Tausende von Studis und auch von College Studenten (vergleichbar der deutschen gymnasialen Oberstufe) sind weiterhin massenweise im Streik und versetzen die "Nation" in Aufruhr.
2. Das Wetter spielt weiterhin verrückt: gestern hatten wir 30 Grad und ich habe mir fast einen Sonnenbrand geholt. Am See wäre ich mit einhundertprozentiger Wahrscheinlichkeit baden gegangen. Ansonsten wird alles grün, ca. zwei bis drei Wochen vor der Zeit.
Rückblickend noch ein paar Bilder vom letzten WE im Chalet: vollkommen entspannt. Abhängen und den Tag vertrödeln.
Im Wald rumstreunen, Bäche erkunden, verspätete Osterschokoladeneier im Gestrüpp suchen usw.
Beim Spaziergang habe ich Lili erklärt, daß ich als Kind einfach runter ins "Aspich" bin und habe Staudamm gebaut. Wenn ich aus dem Fenster geguckt habe, habe ich entweder Kühe oder Rehe beobachtet.
Ein bißchen was von dieser Reisighofer Naturidylle welche wir als Kinder erleben durften und was uns geprägt hat, kriegen die Beiden im Chalet mit. Einfach mal alleine im Wald sein.
Eine der schönen Eigenschaften unserer Wohngegend in Montreal ist ja auch die Tatsache, daß die Kids einfach hinten in die kleine Strasse gehen können und dann spielen sie mit den Nachbarkindern. Einfach so. Wo gibts das schon - in der Großstadt??
Sonntag, 15. April 2012
Sonntag Abend - Fußball Bundesliga und anderes
Dortmund ist Meister, Bochum taumelt - servus Sven - dem Absturz in die dritte Liga entgegen und der Rest der Welt wartet auf das große Derby von Bayern gegen Real.
Diese Woche kann ich mich leider nicht abseilen da ich schon Termine gebucht habe. D.h. ich muß das Spiel aufnehmen und es mir dann abends anguckn. Nächste Woche aber, d.h. für das entscheidende Rückspiel, werde ich mir was einfallen lassen.
Da fallen mir übrigens spontan einige lustige Anektoden ein:
Vor ein paar Jahren hat bei mir mal das Telephon im Büro geklingelt und am anderen Ende der Leitung war das Büro meines damaligen Abgeordneten im kanadischen Parlament. Sein Büro war gleich neben meinem, d.h. wirklich nur ein paar Meter entfernt. Er, der "attaché politique", ruft also an und fragt, ob das jetzt dann klappen würde mit dem Termin um 14 Uhr 30 (6 Stunden Zeitunterschied eingerechnet - d.h. Champions League Zeit ist bei uns normalerweise 14 Uhr 30). Ich war ein bißchen verwirrt und dachte mir, scheiße, Termin vergurkt usw. - blöd. Dann fiel mir aber ein, daß er ja eigentlich italienischer Abstammung ist und das um exakt 14 Uhr 30 Juve gegen Bayern spielt. Wir hatten also letztlich unser "Meeting" in einer italienischen Kneipe um die Ecke und sahen uns das Spiel an. Wie es ausging weiß ich nicht mehr.
Dann war da das CL Finale Bayern gegen Inter. Verzweiflung. Kein Internet, kein TV, absolut nix im Chalet. Aber, ich wußte, daß im Depanneur-Restaurant eine Satellitenschüssel auf dem Dach war und am Samstag morgen immer Fußball lief. Als ich Roberto, den bstimmt ca. 70 jährigen italienischen (und total durchgeknallten) Besitzer desselbigen daraufhin ansprach, sah er mich kurz an, kniff die Augen zusammen und "bellte" mich an: "Damit du es weißt: Inter, das ist MEIN Team". Aber ich durfte glotzen - immerhin - es waren an dem Samstag nachmittag im Depanneur_Restaurant: 1. Roberto, 2. Ich, 3. Ein Typ der da zufällig Kaffee trinken war. Bayern hat verloren. Roberto war glücklich.
Ein weiteres legendäres CL Finale war Barca gegen Manu (glaub ich) und ich war auf einem Kongress. Micha - der Zimmerer - war damals zu Besuch und wir waren am Arsch der Welt im Wald in einem Hotel mit Chalets usw.. Jedenfalls hatten DIE DA OBEN im Wald kein Satellitenfernsehen. Dreck. Internet übrigens auch nicht. Was es alles gibt. Unvorstellbar. Muß ich gleich mal der Pirtenpartei mitteilen ........
Erschwerend kam auch noch hinzu, daß ich von 13 bis 15 Uhr einen Termin hatte. Arbeitsgruppe. Kleingruppe. Da kann man - normalerweise - nicht einfach so ohne Entschuldigung raus gehen und verschwinden. Das Meeting war Scheiße und total fürn Arsch, ging aber ewig und so gegen 15 Uhr bin dann echt nervös geworden. Ich habe dann irgendwas von "dringenden anderweitigen Verpflichtungen" gemurmelt und bin abgehauen. Micha wartete schon und wir sind dann die ca. 1o km ins nächste Kaff gefahren. Da gab es tatsächlich eine "Sportbar" und die haben Baseball geglotzt. Während gleichzeitig CL Finale läuft. Muss man sich mal vorstellen. Andere Länder, andere Sitten. Nun ja. Wir konnten Sie (die_paar_fertigen_Typen_in_der_Kneipe_am_Arsch_der_Welt_in_Québec_am_Mittwoch_Nachmittag_um_15_Uhr_15) dann aber trotzdem davon überzeugen den Kanal zu wechseln und wir erlebten somit tatsächlich den Rest der zweiten Halbzeit live. Grandioses Kopfballtor von Messi - falls ich mich nicht irre.
Zum Abschluß fällt mir noch was ein:
könnte die WM 2002 gewesen sein?. Michi Loos: bitte überprüfen. Jedenfalls Frankreich gegen Brasilien. Ich war in Asbestos (heißt echt so - Minenstadt in Québec - baut Asbest ab. Kaum vorstellbar aber ist so. Andere - krasse - Geschichte übrigens.) Wie dem auch sei, kein TV usw. - also ab ins Kaff in der Hoffnung irgendwo auf eine Satelliten Sportbar zu treffen. Es war früher Samstag Nachmittag, ca. 40 Grad Hitze, ein wahnsinns Sommertag. Ein totales Schweinskaff. Es gab aber - immerhin - eine Kneipe. In ebendieser lief - soweit ich mich erinnere - entweder Baseball oder Snooker oder irgendsowas wirklich aufregendes. Auf meine Bitte wurde dann der Kanal gewechselt und tatsächlich: Fußball WM, Brasilien gegen Frankreich. Halbfinale (wenn ich mich nicht täusche). Yahh man, der Tag ist gerettet. In der Halbzeit kamen dann die paar, meist älteren, Jungs in der Kneipe an meinem Tisch und sagten - im tiefsten québecer Akzent: "sach mal, kannste uns vielleicht mal die Regeln erklären???" Lustiger Nachmittag übrigens.
Echt. So wars.
In diesem Sinne.
Diese Woche kann ich mich leider nicht abseilen da ich schon Termine gebucht habe. D.h. ich muß das Spiel aufnehmen und es mir dann abends anguckn. Nächste Woche aber, d.h. für das entscheidende Rückspiel, werde ich mir was einfallen lassen.
Da fallen mir übrigens spontan einige lustige Anektoden ein:
Vor ein paar Jahren hat bei mir mal das Telephon im Büro geklingelt und am anderen Ende der Leitung war das Büro meines damaligen Abgeordneten im kanadischen Parlament. Sein Büro war gleich neben meinem, d.h. wirklich nur ein paar Meter entfernt. Er, der "attaché politique", ruft also an und fragt, ob das jetzt dann klappen würde mit dem Termin um 14 Uhr 30 (6 Stunden Zeitunterschied eingerechnet - d.h. Champions League Zeit ist bei uns normalerweise 14 Uhr 30). Ich war ein bißchen verwirrt und dachte mir, scheiße, Termin vergurkt usw. - blöd. Dann fiel mir aber ein, daß er ja eigentlich italienischer Abstammung ist und das um exakt 14 Uhr 30 Juve gegen Bayern spielt. Wir hatten also letztlich unser "Meeting" in einer italienischen Kneipe um die Ecke und sahen uns das Spiel an. Wie es ausging weiß ich nicht mehr.
Dann war da das CL Finale Bayern gegen Inter. Verzweiflung. Kein Internet, kein TV, absolut nix im Chalet. Aber, ich wußte, daß im Depanneur-Restaurant eine Satellitenschüssel auf dem Dach war und am Samstag morgen immer Fußball lief. Als ich Roberto, den bstimmt ca. 70 jährigen italienischen (und total durchgeknallten) Besitzer desselbigen daraufhin ansprach, sah er mich kurz an, kniff die Augen zusammen und "bellte" mich an: "Damit du es weißt: Inter, das ist MEIN Team". Aber ich durfte glotzen - immerhin - es waren an dem Samstag nachmittag im Depanneur_Restaurant: 1. Roberto, 2. Ich, 3. Ein Typ der da zufällig Kaffee trinken war. Bayern hat verloren. Roberto war glücklich.
Ein weiteres legendäres CL Finale war Barca gegen Manu (glaub ich) und ich war auf einem Kongress. Micha - der Zimmerer - war damals zu Besuch und wir waren am Arsch der Welt im Wald in einem Hotel mit Chalets usw.. Jedenfalls hatten DIE DA OBEN im Wald kein Satellitenfernsehen. Dreck. Internet übrigens auch nicht. Was es alles gibt. Unvorstellbar. Muß ich gleich mal der Pirtenpartei mitteilen ........
Erschwerend kam auch noch hinzu, daß ich von 13 bis 15 Uhr einen Termin hatte. Arbeitsgruppe. Kleingruppe. Da kann man - normalerweise - nicht einfach so ohne Entschuldigung raus gehen und verschwinden. Das Meeting war Scheiße und total fürn Arsch, ging aber ewig und so gegen 15 Uhr bin dann echt nervös geworden. Ich habe dann irgendwas von "dringenden anderweitigen Verpflichtungen" gemurmelt und bin abgehauen. Micha wartete schon und wir sind dann die ca. 1o km ins nächste Kaff gefahren. Da gab es tatsächlich eine "Sportbar" und die haben Baseball geglotzt. Während gleichzeitig CL Finale läuft. Muss man sich mal vorstellen. Andere Länder, andere Sitten. Nun ja. Wir konnten Sie (die_paar_fertigen_Typen_in_der_Kneipe_am_Arsch_der_Welt_in_Québec_am_Mittwoch_Nachmittag_um_15_Uhr_15) dann aber trotzdem davon überzeugen den Kanal zu wechseln und wir erlebten somit tatsächlich den Rest der zweiten Halbzeit live. Grandioses Kopfballtor von Messi - falls ich mich nicht irre.
Zum Abschluß fällt mir noch was ein:
könnte die WM 2002 gewesen sein?. Michi Loos: bitte überprüfen. Jedenfalls Frankreich gegen Brasilien. Ich war in Asbestos (heißt echt so - Minenstadt in Québec - baut Asbest ab. Kaum vorstellbar aber ist so. Andere - krasse - Geschichte übrigens.) Wie dem auch sei, kein TV usw. - also ab ins Kaff in der Hoffnung irgendwo auf eine Satelliten Sportbar zu treffen. Es war früher Samstag Nachmittag, ca. 40 Grad Hitze, ein wahnsinns Sommertag. Ein totales Schweinskaff. Es gab aber - immerhin - eine Kneipe. In ebendieser lief - soweit ich mich erinnere - entweder Baseball oder Snooker oder irgendsowas wirklich aufregendes. Auf meine Bitte wurde dann der Kanal gewechselt und tatsächlich: Fußball WM, Brasilien gegen Frankreich. Halbfinale (wenn ich mich nicht täusche). Yahh man, der Tag ist gerettet. In der Halbzeit kamen dann die paar, meist älteren, Jungs in der Kneipe an meinem Tisch und sagten - im tiefsten québecer Akzent: "sach mal, kannste uns vielleicht mal die Regeln erklären???" Lustiger Nachmittag übrigens.
Echt. So wars.
In diesem Sinne.
Harvester am Rehberg??
http://www.infranken.de/nachrichten/lokales/kulmbach/Der-Aerger-am-Rehberg-geht-weiter;art312,272162
Wat mut dat mut, oder was? Ich werde mir mein - ehemaliges - Joggingrevier im Sommer mal angucken. Hoffentlich ist bis dahin wieder ein bißchen "Gras drüber gewachsen".
Ohne direkte Einsicht zu haben, stellt sich mir mal wieder die Frage: muß das sein??
Wat mut dat mut, oder was? Ich werde mir mein - ehemaliges - Joggingrevier im Sommer mal angucken. Hoffentlich ist bis dahin wieder ein bißchen "Gras drüber gewachsen".
Ohne direkte Einsicht zu haben, stellt sich mir mal wieder die Frage: muß das sein??
Dienstag, 10. April 2012
April
Ostern ist vorbei. Sophie war mit den Kindern in Québec. Ich habe mir eine Auszeit genommen. Kein Fußballtraining, kein Schwimmkurs, kein Taek Wan Do, kein Kindergeburtstag, kurz, einach mal nichts.
Freitag hoch - in Begleitung von drei anderen "Bikern" und Kai hat dann noch im Chalet mit übernachtet. Keinerlei Schnee mehr und selbst das Eis auf dem See ist ca. drei Wochen eher abgetaucht als z.B. letztes Jahr.
Kai hat ein paar Bilder geschossen - ich hatte keine "Muse".
Am Freitag Abend sind wir mal kurz den Berg hochgelaufen und es war gerade Sonnenuntergang. Schöne Stimmung.
Am Samstag habe ich aufgeräumt, Holz umgestapelt (nach dem Winter ist vor dem Winter) und ansonsten ist das ja meine Spielwiese. D.h. ich kann da wochenlang "rumbasteln" weil es immer was zu tun gibt. Z.B. endlich mal den Kamin richtig befestigen bevor es das Teil beim nächsten Sturm runterbläst, die Regenrinne endlich noch ranmachen, usw., usw.
Am Nachmittag kam aber gut die Sonne raus und es waren richtig angenehme Temperaturen und ich konnte nicht widerstehen: also bin ich ein bißchen mit dem Motorrad rumgedüst. Dabei habe ich dann ein paar "abgelegene" Ecken besucht, d.h. ich bin irgendwelche Feldwege reingefahren. Wahnsinn. Was es da für fertige Hütten gibt kann man sich nicht vorstellen. Ärmlichste Behausungen, halb eingestürzte Scheunen. Man weiß immer gar nicht genau ob die Hütten nicht eventuell schon seit etlichen Jahren leer stehen und dem Verfall preisgegeben sind oder ob da tatsächlich noch irgendjemand wohnt. Ich hatte leider keinen Foto dabei aber bei meiner nächsten Tour werde ich das mal dokumentieren. Unvorstellbar wie da noch Leute vor sich hin vegetieren denn offensichtlich leben da Menschen. In Hammerarmut und echt fertig. Müll überall, alte schrottreife Autos wie überall in der USA.
Themawechsel. In der hiesigen Presse habe ich kein Wort über Grass gelesen. Was ne Aufregung weil mal endlich einer was öffentlich gegen Israel sagt. Sag ich schon lange - hat aber nix mit der Religion zu tun sondern stellt lediglich Kritik am Staate Israel dar. Ist ja auch klasse, daß die deutsche Regierung und auch die EU sich immer hinstellen und sagen: wir sind die besten und unerschütterlichsten Freunde Israels, gleichzeitig aber "klammheimlich" die größten finanziellen Unterstützer (gott sei Dank) der Palästinenser sind. Vor ca. 5 Jahren habe ich mal am sogenannten "McGill Middle East Program (MMEP)" teilnehmen dürfen und ich habe die schiere Verzweiflung und totale Resignation der jungen Palästinenser erlebt. Traurig. Sehr traurig. Ich frage mich oft, wie es sowas im Jahre 2012 immer noch geben kann?? Wenn man mich vor dreißig Jahren gefragt hätte wie die Welt im Jahr 2012 aussehen könnte, hätte ich gesagt: konfliktfrei, friedlich, aufgeschlossen, umweltfreundlich, respektvoll, usw. - dem ist noch nicht ganz so. Also, letztlich hat Grass mal wieder eine Diskussion angeschoben welche die deutsche Gesellschaft hoffentlich weiterbringt. Hoffentlich auch die Situation der Palästinenser. Klar Stellung beziehen, basierend auf unseren freiheitlich demokratischen Grundwerten ohne polemisch zu werden oder die Vergangenheit komplett auszuklammern. Komplexes Thema. Trotzdem tendiere ich intuitiv eher pro-Grass als contra. A propos: wieso ist das eigentlich ein "Gedicht"??? Michi, du warst doch in Germanistik und auch literarisch immer gut?? Erklär mir das mal.
Freitag hoch - in Begleitung von drei anderen "Bikern" und Kai hat dann noch im Chalet mit übernachtet. Keinerlei Schnee mehr und selbst das Eis auf dem See ist ca. drei Wochen eher abgetaucht als z.B. letztes Jahr.
Kai hat ein paar Bilder geschossen - ich hatte keine "Muse".
Am Freitag Abend sind wir mal kurz den Berg hochgelaufen und es war gerade Sonnenuntergang. Schöne Stimmung.
Am Samstag habe ich aufgeräumt, Holz umgestapelt (nach dem Winter ist vor dem Winter) und ansonsten ist das ja meine Spielwiese. D.h. ich kann da wochenlang "rumbasteln" weil es immer was zu tun gibt. Z.B. endlich mal den Kamin richtig befestigen bevor es das Teil beim nächsten Sturm runterbläst, die Regenrinne endlich noch ranmachen, usw., usw.
Am Nachmittag kam aber gut die Sonne raus und es waren richtig angenehme Temperaturen und ich konnte nicht widerstehen: also bin ich ein bißchen mit dem Motorrad rumgedüst. Dabei habe ich dann ein paar "abgelegene" Ecken besucht, d.h. ich bin irgendwelche Feldwege reingefahren. Wahnsinn. Was es da für fertige Hütten gibt kann man sich nicht vorstellen. Ärmlichste Behausungen, halb eingestürzte Scheunen. Man weiß immer gar nicht genau ob die Hütten nicht eventuell schon seit etlichen Jahren leer stehen und dem Verfall preisgegeben sind oder ob da tatsächlich noch irgendjemand wohnt. Ich hatte leider keinen Foto dabei aber bei meiner nächsten Tour werde ich das mal dokumentieren. Unvorstellbar wie da noch Leute vor sich hin vegetieren denn offensichtlich leben da Menschen. In Hammerarmut und echt fertig. Müll überall, alte schrottreife Autos wie überall in der USA.
Themawechsel. In der hiesigen Presse habe ich kein Wort über Grass gelesen. Was ne Aufregung weil mal endlich einer was öffentlich gegen Israel sagt. Sag ich schon lange - hat aber nix mit der Religion zu tun sondern stellt lediglich Kritik am Staate Israel dar. Ist ja auch klasse, daß die deutsche Regierung und auch die EU sich immer hinstellen und sagen: wir sind die besten und unerschütterlichsten Freunde Israels, gleichzeitig aber "klammheimlich" die größten finanziellen Unterstützer (gott sei Dank) der Palästinenser sind. Vor ca. 5 Jahren habe ich mal am sogenannten "McGill Middle East Program (MMEP)" teilnehmen dürfen und ich habe die schiere Verzweiflung und totale Resignation der jungen Palästinenser erlebt. Traurig. Sehr traurig. Ich frage mich oft, wie es sowas im Jahre 2012 immer noch geben kann?? Wenn man mich vor dreißig Jahren gefragt hätte wie die Welt im Jahr 2012 aussehen könnte, hätte ich gesagt: konfliktfrei, friedlich, aufgeschlossen, umweltfreundlich, respektvoll, usw. - dem ist noch nicht ganz so. Also, letztlich hat Grass mal wieder eine Diskussion angeschoben welche die deutsche Gesellschaft hoffentlich weiterbringt. Hoffentlich auch die Situation der Palästinenser. Klar Stellung beziehen, basierend auf unseren freiheitlich demokratischen Grundwerten ohne polemisch zu werden oder die Vergangenheit komplett auszuklammern. Komplexes Thema. Trotzdem tendiere ich intuitiv eher pro-Grass als contra. A propos: wieso ist das eigentlich ein "Gedicht"??? Michi, du warst doch in Germanistik und auch literarisch immer gut?? Erklär mir das mal.
Donnerstag, 5. April 2012
Betrachtung Montreals in der Springer Presse
Montreal - kalt, aber herzlich
well, wenn man von den drei Wochen im Juli, August mit 40 Grad mal absieht ...
Französische Lebensart trifft auf kanadischen Pragmatismus: Montreal ist die liberalste Metropole Nordamerikas. Selbst im langen Winter lassen sich die Bewohner ihre Freiheit und Lebenslust nicht nehmen Von Henning Kruse
WELT am SONNTAG
Montreal macht es dem Besucher anfangs nicht leicht. Der Weg vom Flughafen in die Innenstadt gleicht einer Buckelpiste. Der Highway ist voller Schlaglöcher. Die engen Ein- und Ausfahrten und das Brückengewirr, je näher die Stadt kommt, wirken fast schon beängstigend. Dazu der Blick auf eine Skyline, die im nordamerikanischen Vergleich ein bisschen kümmerlich aussieht.
Stimmt - leider.
Doch wer Montreal als graue, gesichtslose Stadt abheftet, der irrt. Vielmehr lohnt es sich, genau hinzuschauen und einzutauchen in die Stadt, die genau genommen aus mehreren kleinen Städten besteht: einem französischen Teil im Osten, einem britisch geprägten Viertel im Westen, einer modernen Innenstadt, dem alten Kern mit Hafen im Norden und einer hügeligen Parklandschaft im Süden. Man könnte es auch soziokulturell formulieren. In der zweitgrößten Stadt Kanadas trifft Europa auf Nordamerika, französische Lebensart auf kanadischen Pragmatismus. Im Ergebnis ist Montreal die liberalste Metropole Nordamerikas. Dieser Amsterdam-ähnliche Ruf hat sich an der Ostküste herumgesprochen. Auch junge Leute aus New York und Boston kommen zum Feiern. In den Studentenvierteln und Parks können sie dann unbehelligt Alkohol trinken und sogar öffentlich Joints rauchen - ohne dass die Polizei groß einschreiten würde. Sperrstunde ist erst um 3 Uhr morgens. Auch für Junggesellenabschiede ist die Stadt wegen ihrer Nachtklubs und Strip-Lokale ein beliebtes Ziel.
stimmt auch - vor allem braucht es in Montreal die vollkommen schwachsinnigen braunen Tüten nicht mehr, d.h. ich kann mit einer gekauften Flasche Wein tatsächlich einfach in der Öffentlichkeit rumsappen - wahnsinn - im Gegensatz zur USA und Ontario usw. wo die ganze Prohibition immer noch nachwirkt
Schon John Lennon machte sich die liberale Einstellung zunutze. Sein legendäres "Bed-in" hielt er 1969 bezeichnenderweise zunächst in Amsterdam und dann im "Queen Elizabeth Hotel" in der Montrealer Innenstadt ab. Die USA hatten ihn aufgrund einer Verurteilung wegen Cannabis-Besitzes nicht einreisen lassen. Doch Montreals gewisse Leichtigkeit des Seins wird in anderen Teilen Kanadas durchaus kritisch gesehen. Schließlich dürfen die reichen, mit Bodenschätzen gesegneten Provinzen jedes Jahr Milliarden kanadische Dollar an das bedürftige Quebec überweisen. Diese Wirtschaftshilfe soll den Bundesstaat Kanada zusammenhalten und die überwiegend französischsprachige Bevölkerung in Quebec davon abhalten, nach zwei knapp gescheiterten Anläufen in der Vergangenheit nicht noch ein drittes Referendum zur Unabhängigkeit abzuhalten.
kann ich mir momentan nicht vorstellen und auch in den nächsten 20 Jahren nicht - ein drittes Referendum meine ich - unwahrscheinlich - ausser die Regierung Harper schafft es nochmal total zu provozieren - dann vielleicht
Trotz einer immensen Verschuldung kann sich Montreal daher einige Extras leisten: So gönnt sich die Stadt gerade den Neubau eines Konzertsaales im Museumsquartier, den ab 2012 das Orchestre symphonique de Montréal unter Kent Nagano bespielen wird.
Gerade in der Kultur sieht die Stadt die Chance, ihr Anderssein und europäisches Erbe zu betonen. Dutzende Festivals finden im Jahr statt. Namhaft sind vor allem das Jazz- und Filmfestival sowie das Lichtfest "Montreal High Lights". Und seit vorigem Jahr gibt es den Montreal Museum Pass, der für knapp 35 Euro Zugang zu 35 Museen bietet. Das Musée des Beaux-Arts de Montréal ist dabei eines der herausragendsten Ziele: Das Museum beherbergt eine der besten Gemäldesammlungen Nordamerikas von Hans Memling bis Pablo Picasso. Berühmt ist es auch für seine Sonderausstellungen. Zuletzt lief dort die erste umfassende Werkschau in Nordamerika über das Schaffen des deutschen Malers Otto Dix. Gleichwohl: Deutsche Kultur kommt nur zu Besuch. In der Stadt dominieren der englische und vor allem französische Einfluss - nichts umsonst gilt der Großraum auch als zweitgrößte französischsprachige Stadt der Welt nach Paris.
na ja, mag sein
Seinen unverwechselbaren Charme entwickelt Montreal dann auch auf der östlichen, französischen Seite, dem Plateau Mont-Royal. Wie fast die ganze Stadt wurde dieses Viertel zwar auf dem Reißbrett geplant. Boulevards wechseln sich ab mit kleinen Wohnstraßen und Parks. Doch die Bebauung ist nicht steinern-großstädtisch, sondern bescheiden. Die Häuser zählen meist nur zwei bis drei Stockwerke. Obere Wohnungen sind häufig nur über die für Montreal so charakteristischen eisernen Außentreppen zu erreichen, die an Feuerleitern erinnern. Noch heute schlägt auf dem Plateau das französische Herz der Stadt. "Chocolatier", "Patisserie" oder "Boulangerie" steht auf den Schildern (ohne die sonst in der Stadt obligatorische englische Übersetzung).
Plateau ist schon cool, muß ich sagen - und wir sind echt mittendrin - das war ein Glücksgriff
70 Prozent der Montrealer haben als Muttersprache Französisch, und dieses sprachliche und kulturelle Erbe wird - wenn auch sanft - verteidigt.
na ja, wird schon ein wenig härter verteidigt - mit Gesetzen und praktisch jeden Tag in irgend einer Form
Ausdruck der französischen Lebensart sind die unzähligen Restaurants, Cafés und Bistros, die sich vor allem auf und neben dem Boulevard Saint-Laurent und der Rue Saint-Denis verteilen. Oder die Baguetterien und Feinkostläden, die eine für Nordamerika ungewöhnliche Vielfalt an Käse und Brot bieten. Gut essen und kochen gelten in "La belle", wie Montreal in der Provinz genannt wird, als Kulturgut. Regelmäßige Restaurantbesuche sind daher Bürgerpflicht. Über 6000 Lokale zählt die Stadt. Zum "savoir vivre" passt, dass auf die Provinz Quebec knapp die Hälfte des gesamten jährlichen Rotwein-Konsums in Kanada entfallen soll. Ein weiteres französisches Erbe: Montreal ist Kanadas Zentrum für Mode und Design. So trug die Stadt 2006 nicht von ungefähr den Titel "Unesco City of design". Auf dem Plateau finden sich viele Boutiquen und Modegeschäfte in der lebendigen Avenue du Mont Royal und der Rue Saint-Catherine. Zweimal im Jahr veranstalten junge Designer einen großen Verkauf im Marché Bonsecours, einer altehrwürdigen Markthalle am Hafen. Dazu haben in der Stadt zuletzt zahlreiche Boutique-Hotels mit verspielt-bunter Einrichtung eröffnet, die sich an trendbewusstes Publikum wenden.
stimmt
Montreal ist allerdings ein Mix vieler Kulturen. Neben dem frankofonen Übergewicht gibt es Little Italy, Chinatown, eine stark wachsende Maghreb-Gemeinde und Zuwanderer aus Haiti. Westlich vom Hausberg Mont Royal - dem Namensgeber der Stadt - hat sich bereits seit Jahrhunderten die größte Minderheit der Stadt niedergelassen: Im Viertel Westmount residiert die englisch geprägte Oberschicht. Grandiose Villen und schlossähnliche Anwesen im viktorianischen Stil zeugen vom alten Reichtum. Pelzhandel und Hafen hatten Montreal im 18. und 19. Jahrhundert zu einer der reichsten Städte Nordamerikas gemacht. Dann folgten Industrialisierung und die Eisenbahn. Montreal stieg zum zweitgrößten Güterumschlagplatz von ganz Nordamerika nach New York auf. Trotz einer überwiegend französischsprachigen Bevölkerung lag die wirtschaftliche Macht meist in englischer Hand.
stimmt - aber die "Teilung" löst sich so langsam etwas auf - immer mehr anglophone ziehen nach Osten, also in den eher frankophonen Teil und auch umgekehrt gehen viele frankophone Einwanderer nach "Westen", also in den anglophonen Teil der Stadt
Diese Teilung ist bis heute selbst in der Innenstadt ablesbar. In der Kneipenstraße Rue Crecent geht es am Wochenende nicht anders zu als in London oder Manchester, man trinkt lieber Bier als Wein. Selbst Ex-Rennfahrer Jacques Villeneuve hat sich den Sitten angepasst und sein hiesiges Edelrestaurant - getreu der englischen Übersetzung seines Nachnamens - "Newtown" genannt.
Newtown ist - soweit ich weiß - total out und keine Sau geht da mehr hin
Von der Pub-Meile ist es nicht mehr weit in den "neutralen" Teil der Innenstadt. Neben Bürotürmen - keiner darf höher sein als der 233 Meter hohe Hausberg - finden sich hier die großen Kaufhäuser und natürlich die "Ville Souterraine", die unterirdische wetterfeste Einkaufstadt. In den vergangenen Jahrzehnten ist hier ein klimatisiertes Konsum-Labyrinth mit Passagen und Galerien entstanden. Über 2000 Geschäfte und 200 Restaurants sind inzwischen angeschlossen. Auch alle wichtigen Bürogebäude, Hotels und Metro-Stationen wurden unterirdisch miteinander verbunden. Sogar eine Kirche. In den bitterkalten Wintern findet dann das ganze Leben im Zentrum unter Tage statt. Pendler gelangen von der Metrostation direkt unterirdisch zu ihren Büros. Und am Feierabend geht es gleich weiter ins Kino, Theater oder Restaurant. Man kann einen ganzen Tag durch die Galerien bummeln - ohne einmal in die Kälte zu müssen. Der Winter schränkt die Einwohner zwar ein, lässt ihnen aber ihre geliebte Freiheit.
na ja, Tourigeschwätzausserdem sind die Winter auch nicht mehr das, was sie einmal waren ....
Mobilität ist wichtig in Montreal. Davon können sogar andere Städte lernen. Vor zwei Jahren führte die Stadt ein Fahrradsystem namens Bixi ein. Mittlerweile kann man an 400 mit Solarstrom betriebenen Stationen Fahrräder ausleihen. Innerhalb der ersten halben Stunde ist dies kostenlos. 5000 Räder stehen zur Verfügung. Die Bixis lösten eine kleine Revolution aus: Der Autoverkehr ging merklich zurück, dafür wurden überall neue Fahrradwege ausgewiesen.
halte ich für ein totales Gerücht - jeden Tag Stau, etc., da ändern ein paar "Radfahrer" nicht viel dran ............ - leider trotzdem gibt es ein paar gute Ideen (z.B. Communauto - ein Carsharing system) - aber was den öffentlichen Nahverkehr anbelangt ist Montreal noch weit hinter den meisten europäischen Großstädten zurück
Der Bixi-Erfinder hat das System mittlerweile nach London, Melbourne und Minneapolis verkauft. Allerdings weist das Konzept gerade in einer hügeligen Stadt wie Montreal auch ökologische Schwächen auf: Denn die Bixis sind morgens für Abfahrten in die tiefer liegende Innenstadt beliebt. Abends nehmen die Pendler und Studenten aber lieber die Metro. Die Räder müssen dann täglich wieder mit Transportern zu den Stationen hinaufgekarrt werden.
stimmt - trotzdem habe ich ein Bixi Abo und finde es eigentlich ganz praktisch - aber der Service läßt von Jahr zu Jahr mehr zu wünschen übrig. D.h. beschädigte Fahrräder, nicht funktionierende Stationen, komplett überfüllte Stationen, nicht "erschlossene" Stadtteile (kann ich also mein Fahrrad gar nicht abstellen), etc.
well, wenn man von den drei Wochen im Juli, August mit 40 Grad mal absieht ...
Französische Lebensart trifft auf kanadischen Pragmatismus: Montreal ist die liberalste Metropole Nordamerikas. Selbst im langen Winter lassen sich die Bewohner ihre Freiheit und Lebenslust nicht nehmen Von Henning Kruse
WELT am SONNTAG
Montreal macht es dem Besucher anfangs nicht leicht. Der Weg vom Flughafen in die Innenstadt gleicht einer Buckelpiste. Der Highway ist voller Schlaglöcher. Die engen Ein- und Ausfahrten und das Brückengewirr, je näher die Stadt kommt, wirken fast schon beängstigend. Dazu der Blick auf eine Skyline, die im nordamerikanischen Vergleich ein bisschen kümmerlich aussieht.
Stimmt - leider.
Doch wer Montreal als graue, gesichtslose Stadt abheftet, der irrt. Vielmehr lohnt es sich, genau hinzuschauen und einzutauchen in die Stadt, die genau genommen aus mehreren kleinen Städten besteht: einem französischen Teil im Osten, einem britisch geprägten Viertel im Westen, einer modernen Innenstadt, dem alten Kern mit Hafen im Norden und einer hügeligen Parklandschaft im Süden. Man könnte es auch soziokulturell formulieren. In der zweitgrößten Stadt Kanadas trifft Europa auf Nordamerika, französische Lebensart auf kanadischen Pragmatismus. Im Ergebnis ist Montreal die liberalste Metropole Nordamerikas. Dieser Amsterdam-ähnliche Ruf hat sich an der Ostküste herumgesprochen. Auch junge Leute aus New York und Boston kommen zum Feiern. In den Studentenvierteln und Parks können sie dann unbehelligt Alkohol trinken und sogar öffentlich Joints rauchen - ohne dass die Polizei groß einschreiten würde. Sperrstunde ist erst um 3 Uhr morgens. Auch für Junggesellenabschiede ist die Stadt wegen ihrer Nachtklubs und Strip-Lokale ein beliebtes Ziel.
stimmt auch - vor allem braucht es in Montreal die vollkommen schwachsinnigen braunen Tüten nicht mehr, d.h. ich kann mit einer gekauften Flasche Wein tatsächlich einfach in der Öffentlichkeit rumsappen - wahnsinn - im Gegensatz zur USA und Ontario usw. wo die ganze Prohibition immer noch nachwirkt
Schon John Lennon machte sich die liberale Einstellung zunutze. Sein legendäres "Bed-in" hielt er 1969 bezeichnenderweise zunächst in Amsterdam und dann im "Queen Elizabeth Hotel" in der Montrealer Innenstadt ab. Die USA hatten ihn aufgrund einer Verurteilung wegen Cannabis-Besitzes nicht einreisen lassen. Doch Montreals gewisse Leichtigkeit des Seins wird in anderen Teilen Kanadas durchaus kritisch gesehen. Schließlich dürfen die reichen, mit Bodenschätzen gesegneten Provinzen jedes Jahr Milliarden kanadische Dollar an das bedürftige Quebec überweisen. Diese Wirtschaftshilfe soll den Bundesstaat Kanada zusammenhalten und die überwiegend französischsprachige Bevölkerung in Quebec davon abhalten, nach zwei knapp gescheiterten Anläufen in der Vergangenheit nicht noch ein drittes Referendum zur Unabhängigkeit abzuhalten.
kann ich mir momentan nicht vorstellen und auch in den nächsten 20 Jahren nicht - ein drittes Referendum meine ich - unwahrscheinlich - ausser die Regierung Harper schafft es nochmal total zu provozieren - dann vielleicht
Trotz einer immensen Verschuldung kann sich Montreal daher einige Extras leisten: So gönnt sich die Stadt gerade den Neubau eines Konzertsaales im Museumsquartier, den ab 2012 das Orchestre symphonique de Montréal unter Kent Nagano bespielen wird.
Gerade in der Kultur sieht die Stadt die Chance, ihr Anderssein und europäisches Erbe zu betonen. Dutzende Festivals finden im Jahr statt. Namhaft sind vor allem das Jazz- und Filmfestival sowie das Lichtfest "Montreal High Lights". Und seit vorigem Jahr gibt es den Montreal Museum Pass, der für knapp 35 Euro Zugang zu 35 Museen bietet. Das Musée des Beaux-Arts de Montréal ist dabei eines der herausragendsten Ziele: Das Museum beherbergt eine der besten Gemäldesammlungen Nordamerikas von Hans Memling bis Pablo Picasso. Berühmt ist es auch für seine Sonderausstellungen. Zuletzt lief dort die erste umfassende Werkschau in Nordamerika über das Schaffen des deutschen Malers Otto Dix. Gleichwohl: Deutsche Kultur kommt nur zu Besuch. In der Stadt dominieren der englische und vor allem französische Einfluss - nichts umsonst gilt der Großraum auch als zweitgrößte französischsprachige Stadt der Welt nach Paris.
na ja, mag sein
Seinen unverwechselbaren Charme entwickelt Montreal dann auch auf der östlichen, französischen Seite, dem Plateau Mont-Royal. Wie fast die ganze Stadt wurde dieses Viertel zwar auf dem Reißbrett geplant. Boulevards wechseln sich ab mit kleinen Wohnstraßen und Parks. Doch die Bebauung ist nicht steinern-großstädtisch, sondern bescheiden. Die Häuser zählen meist nur zwei bis drei Stockwerke. Obere Wohnungen sind häufig nur über die für Montreal so charakteristischen eisernen Außentreppen zu erreichen, die an Feuerleitern erinnern. Noch heute schlägt auf dem Plateau das französische Herz der Stadt. "Chocolatier", "Patisserie" oder "Boulangerie" steht auf den Schildern (ohne die sonst in der Stadt obligatorische englische Übersetzung).
Plateau ist schon cool, muß ich sagen - und wir sind echt mittendrin - das war ein Glücksgriff
70 Prozent der Montrealer haben als Muttersprache Französisch, und dieses sprachliche und kulturelle Erbe wird - wenn auch sanft - verteidigt.
na ja, wird schon ein wenig härter verteidigt - mit Gesetzen und praktisch jeden Tag in irgend einer Form
Ausdruck der französischen Lebensart sind die unzähligen Restaurants, Cafés und Bistros, die sich vor allem auf und neben dem Boulevard Saint-Laurent und der Rue Saint-Denis verteilen. Oder die Baguetterien und Feinkostläden, die eine für Nordamerika ungewöhnliche Vielfalt an Käse und Brot bieten. Gut essen und kochen gelten in "La belle", wie Montreal in der Provinz genannt wird, als Kulturgut. Regelmäßige Restaurantbesuche sind daher Bürgerpflicht. Über 6000 Lokale zählt die Stadt. Zum "savoir vivre" passt, dass auf die Provinz Quebec knapp die Hälfte des gesamten jährlichen Rotwein-Konsums in Kanada entfallen soll. Ein weiteres französisches Erbe: Montreal ist Kanadas Zentrum für Mode und Design. So trug die Stadt 2006 nicht von ungefähr den Titel "Unesco City of design". Auf dem Plateau finden sich viele Boutiquen und Modegeschäfte in der lebendigen Avenue du Mont Royal und der Rue Saint-Catherine. Zweimal im Jahr veranstalten junge Designer einen großen Verkauf im Marché Bonsecours, einer altehrwürdigen Markthalle am Hafen. Dazu haben in der Stadt zuletzt zahlreiche Boutique-Hotels mit verspielt-bunter Einrichtung eröffnet, die sich an trendbewusstes Publikum wenden.
stimmt
Montreal ist allerdings ein Mix vieler Kulturen. Neben dem frankofonen Übergewicht gibt es Little Italy, Chinatown, eine stark wachsende Maghreb-Gemeinde und Zuwanderer aus Haiti. Westlich vom Hausberg Mont Royal - dem Namensgeber der Stadt - hat sich bereits seit Jahrhunderten die größte Minderheit der Stadt niedergelassen: Im Viertel Westmount residiert die englisch geprägte Oberschicht. Grandiose Villen und schlossähnliche Anwesen im viktorianischen Stil zeugen vom alten Reichtum. Pelzhandel und Hafen hatten Montreal im 18. und 19. Jahrhundert zu einer der reichsten Städte Nordamerikas gemacht. Dann folgten Industrialisierung und die Eisenbahn. Montreal stieg zum zweitgrößten Güterumschlagplatz von ganz Nordamerika nach New York auf. Trotz einer überwiegend französischsprachigen Bevölkerung lag die wirtschaftliche Macht meist in englischer Hand.
stimmt - aber die "Teilung" löst sich so langsam etwas auf - immer mehr anglophone ziehen nach Osten, also in den eher frankophonen Teil und auch umgekehrt gehen viele frankophone Einwanderer nach "Westen", also in den anglophonen Teil der Stadt
Diese Teilung ist bis heute selbst in der Innenstadt ablesbar. In der Kneipenstraße Rue Crecent geht es am Wochenende nicht anders zu als in London oder Manchester, man trinkt lieber Bier als Wein. Selbst Ex-Rennfahrer Jacques Villeneuve hat sich den Sitten angepasst und sein hiesiges Edelrestaurant - getreu der englischen Übersetzung seines Nachnamens - "Newtown" genannt.
Newtown ist - soweit ich weiß - total out und keine Sau geht da mehr hin
Von der Pub-Meile ist es nicht mehr weit in den "neutralen" Teil der Innenstadt. Neben Bürotürmen - keiner darf höher sein als der 233 Meter hohe Hausberg - finden sich hier die großen Kaufhäuser und natürlich die "Ville Souterraine", die unterirdische wetterfeste Einkaufstadt. In den vergangenen Jahrzehnten ist hier ein klimatisiertes Konsum-Labyrinth mit Passagen und Galerien entstanden. Über 2000 Geschäfte und 200 Restaurants sind inzwischen angeschlossen. Auch alle wichtigen Bürogebäude, Hotels und Metro-Stationen wurden unterirdisch miteinander verbunden. Sogar eine Kirche. In den bitterkalten Wintern findet dann das ganze Leben im Zentrum unter Tage statt. Pendler gelangen von der Metrostation direkt unterirdisch zu ihren Büros. Und am Feierabend geht es gleich weiter ins Kino, Theater oder Restaurant. Man kann einen ganzen Tag durch die Galerien bummeln - ohne einmal in die Kälte zu müssen. Der Winter schränkt die Einwohner zwar ein, lässt ihnen aber ihre geliebte Freiheit.
na ja, Tourigeschwätzausserdem sind die Winter auch nicht mehr das, was sie einmal waren ....
Mobilität ist wichtig in Montreal. Davon können sogar andere Städte lernen. Vor zwei Jahren führte die Stadt ein Fahrradsystem namens Bixi ein. Mittlerweile kann man an 400 mit Solarstrom betriebenen Stationen Fahrräder ausleihen. Innerhalb der ersten halben Stunde ist dies kostenlos. 5000 Räder stehen zur Verfügung. Die Bixis lösten eine kleine Revolution aus: Der Autoverkehr ging merklich zurück, dafür wurden überall neue Fahrradwege ausgewiesen.
halte ich für ein totales Gerücht - jeden Tag Stau, etc., da ändern ein paar "Radfahrer" nicht viel dran ............ - leider trotzdem gibt es ein paar gute Ideen (z.B. Communauto - ein Carsharing system) - aber was den öffentlichen Nahverkehr anbelangt ist Montreal noch weit hinter den meisten europäischen Großstädten zurück
Der Bixi-Erfinder hat das System mittlerweile nach London, Melbourne und Minneapolis verkauft. Allerdings weist das Konzept gerade in einer hügeligen Stadt wie Montreal auch ökologische Schwächen auf: Denn die Bixis sind morgens für Abfahrten in die tiefer liegende Innenstadt beliebt. Abends nehmen die Pendler und Studenten aber lieber die Metro. Die Räder müssen dann täglich wieder mit Transportern zu den Stationen hinaufgekarrt werden.
stimmt - trotzdem habe ich ein Bixi Abo und finde es eigentlich ganz praktisch - aber der Service läßt von Jahr zu Jahr mehr zu wünschen übrig. D.h. beschädigte Fahrräder, nicht funktionierende Stationen, komplett überfüllte Stationen, nicht "erschlossene" Stadtteile (kann ich also mein Fahrrad gar nicht abstellen), etc.
Dienstag, 3. April 2012
Promotion für Montreal
http://www.youtube.com/watch?v=ivlM4bhepMs&feature=youtu.be
Nun, blöd wie ich bin, habe ich nicht nein gesagt als man mich vor ein paar Monaten gefragt hat ob ich nicht die "Rue Sherbrooke" präsentieren könnte. In einem Werbefilmchen. Davon sollen insgesamt 12 Stück entstehen und die Stadtteile Notre-Dame-de-Grâce (wo ich arbeite und seit 14 Jahren mein Büro habe) und Cote-des-Neige präsentieren. Ist so `ne Imagegeschichte.
Logisch. Kein Problem, dachte ich mir. Stell ich mich halt hin und erzähl ein bisschen von einer Straße. Ohne Texte, Vorbereitung oder sonstwas. Fürs TV und so und vor allem auf französisch. Mei, war das eine Katastrophe. Die Bilder sind aber ganz ordentlich und irgendwie hat die Technikcrew mein "Gestammel" auch noch hingebogen. Ich glaube, die haben die einzigen drei brauchbaren und zusammenhängenden Sätze eingebunden. Ein Wahnsinn. Es wird mir eine Lehre sein.
Einige der Clips sind aber wirklich gut und interessant weil man mehrere der weniger bekannten Seiten Montreals sieht. Z.B. einen meiner Lieblingsplätze, den gigantischen Friedhof oder auch das Oratoire Saint Joseph. Die Videos werden so nach und nach in den nächsten Wochen veröffentlicht. Und immerhin bin ich ja auch Gründungsmitglied der Umweltkooperative in welcher die Aufnahmen gemacht wurden. Darauf, das muß ich sagen, bin auch durchaus ein wenig Stolz denn die Coop hat mittlerweile - sage und schreibe - 8000 Mitglieder und schreibt eine beeindruckende Erfolgsgeschichte. www.cooplamaisonverte.com
Nun, blöd wie ich bin, habe ich nicht nein gesagt als man mich vor ein paar Monaten gefragt hat ob ich nicht die "Rue Sherbrooke" präsentieren könnte. In einem Werbefilmchen. Davon sollen insgesamt 12 Stück entstehen und die Stadtteile Notre-Dame-de-Grâce (wo ich arbeite und seit 14 Jahren mein Büro habe) und Cote-des-Neige präsentieren. Ist so `ne Imagegeschichte.
Logisch. Kein Problem, dachte ich mir. Stell ich mich halt hin und erzähl ein bisschen von einer Straße. Ohne Texte, Vorbereitung oder sonstwas. Fürs TV und so und vor allem auf französisch. Mei, war das eine Katastrophe. Die Bilder sind aber ganz ordentlich und irgendwie hat die Technikcrew mein "Gestammel" auch noch hingebogen. Ich glaube, die haben die einzigen drei brauchbaren und zusammenhängenden Sätze eingebunden. Ein Wahnsinn. Es wird mir eine Lehre sein.
Einige der Clips sind aber wirklich gut und interessant weil man mehrere der weniger bekannten Seiten Montreals sieht. Z.B. einen meiner Lieblingsplätze, den gigantischen Friedhof oder auch das Oratoire Saint Joseph. Die Videos werden so nach und nach in den nächsten Wochen veröffentlicht. Und immerhin bin ich ja auch Gründungsmitglied der Umweltkooperative in welcher die Aufnahmen gemacht wurden. Darauf, das muß ich sagen, bin auch durchaus ein wenig Stolz denn die Coop hat mittlerweile - sage und schreibe - 8000 Mitglieder und schreibt eine beeindruckende Erfolgsgeschichte. www.cooplamaisonverte.com
Donnerstag, 29. März 2012
nochmal Studis
Gestern Nachmittag, Metro Mont Royal - jede Menge Bullenfahrzeuge, aber echt jede Menge. Der Höhepunkt war aber dann der "Überflug" von 6 Helikoptern im Konvoi. Alter Schwede .....
Was wohl die Hubschrauber mit einer Demonstration zu tun haben??
wie in Vietnam damals
Was wohl die Hubschrauber mit einer Demonstration zu tun haben??
wie in Vietnam damals
Montag, 26. März 2012
Schlagzeilen aus Michelau
Heute auf "infranken.de" gefunden:
http://www.infranken.de/nachrichten/lokales/lichtenfels/Schon-wieder-ein-Autobrand-in-Michelau;art220,265867
Sag mal Alex, hast du deine Kids nicht mehr im Griff, oder was??? Das sind ja Kreuzberger Verhältnisse ........
http://www.infranken.de/nachrichten/lokales/lichtenfels/Schon-wieder-ein-Autobrand-in-Michelau;art220,265867
Sag mal Alex, hast du deine Kids nicht mehr im Griff, oder was??? Das sind ja Kreuzberger Verhältnisse ........
Sonntag, 25. März 2012
Studentenproteste in Montréal
http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-80266.html
Das beherrschende Thema der letzten Tage (und Wochen). Brücken und Autobahnen werden von Demonstranten lahmgelegt und 200000 Junge Menschen sind in den letzten Tagen auf die Strasse gegangen um gegen die Erhöhung der Studiengebühren zu demonstrieren.
Ein beindruckendes politisch-soziales Engagement wie ich finde und - von meiner Warte aus betrachtet - absolut gerechtfertigt.
Das Foto ist aus "Le Devoir" und in dieser Zeitung fragt man sich, ob die Massenbewegung etwas historisches hat wie z.B. die Proteste Ende der 60er gegen den gesellschaftlichen Reformstau oder mehrere Antikriegs Protestbewegungen (z.B. Irak). Jedenfalls führen die Proteste zu einer gesamtgesellschaftlichen Diskussion über den Wert von Bildung und den Zugang zu ebendieser.
Das beherrschende Thema der letzten Tage (und Wochen). Brücken und Autobahnen werden von Demonstranten lahmgelegt und 200000 Junge Menschen sind in den letzten Tagen auf die Strasse gegangen um gegen die Erhöhung der Studiengebühren zu demonstrieren.
Ein beindruckendes politisch-soziales Engagement wie ich finde und - von meiner Warte aus betrachtet - absolut gerechtfertigt.
Das Foto ist aus "Le Devoir" und in dieser Zeitung fragt man sich, ob die Massenbewegung etwas historisches hat wie z.B. die Proteste Ende der 60er gegen den gesellschaftlichen Reformstau oder mehrere Antikriegs Protestbewegungen (z.B. Irak). Jedenfalls führen die Proteste zu einer gesamtgesellschaftlichen Diskussion über den Wert von Bildung und den Zugang zu ebendieser.
Donnerstag, 22. März 2012
Billig
Da wird es bestimmt die nächsten Tage extrem billige Sachen zum "Schlußverkauf" geben. Wenn alle in Shorts rumrennen und die historischen Höchsttemperaturen von 1946 übertroffen wurden - aber nicht um ein oder zwei Grad oder so, sondern um 10 Grad - müssten die Wintersachen eigentlich billig verramscht werden. Anstelle von 14 Grad jemals gemessener Höchsttemperatur hatten wir unter der Woche permanent 24 Grad - plus Luftfeuchtigkeit - welche dann leicht das Gefühl von 30 Grad vermitteln kann.
Hier ein link zum Titelbild von La Presse von gestern ......
Angeblich leidet der Einzelhandel deswegen. Na ja, wenn sie dann ihre Sommerkollektion vorstellen haben wir dafür bestimmt einen Schneesturm.
Morgen mache ich mit dem Büro einen "Betriebsausflug" in die Cabane-à-sucre, d.h. wir fahren wie jedes Jahr mit dem Team und vielen unserer Klienten raus aufs Land und besuchen eine Sugar Shack und schlagen uns den Bauch voll. Mal sehen wie es den landwirtschaftlichen Betrieben so geht mit ihrer Sirup Produktion. Die brauchen ja theoretisch Frostnächte um den Ahornsirup gewinnen zu können.
Hier ein link zum Titelbild von La Presse von gestern ......
Angeblich leidet der Einzelhandel deswegen. Na ja, wenn sie dann ihre Sommerkollektion vorstellen haben wir dafür bestimmt einen Schneesturm.
Morgen mache ich mit dem Büro einen "Betriebsausflug" in die Cabane-à-sucre, d.h. wir fahren wie jedes Jahr mit dem Team und vielen unserer Klienten raus aufs Land und besuchen eine Sugar Shack und schlagen uns den Bauch voll. Mal sehen wie es den landwirtschaftlichen Betrieben so geht mit ihrer Sirup Produktion. Die brauchen ja theoretisch Frostnächte um den Ahornsirup gewinnen zu können.
Mittwoch, 21. März 2012
Sommer im März
nur um den Neidfaktor (eventuell) zu erhöhen:
ich sitze abends um 21 Uhr bei 22 Grad in Shorts und Thirt auf dem Balkon, trinke ein Bier und lese Zeitung. Morgen Nacht soll dann eine "Kaltfront" kommen und die Temperaturen wieder in etwa auf normale Märztemperaturen bringen. D.h. 5 bis 10 Grad tagsüber und der Möglichkeit von Nachtfrost.
ich sitze abends um 21 Uhr bei 22 Grad in Shorts und Thirt auf dem Balkon, trinke ein Bier und lese Zeitung. Morgen Nacht soll dann eine "Kaltfront" kommen und die Temperaturen wieder in etwa auf normale Märztemperaturen bringen. D.h. 5 bis 10 Grad tagsüber und der Möglichkeit von Nachtfrost.
Dienstag, 20. März 2012
nochmal Wetter
Das Wetter macht ja gerne Kapriolen, ist halt so. Aber 20 Grad Celsius über Normalmitteltemperatur ist schon ein Wort. Entweder habe ich, langfristig gesehen, noch nicht alles was hier möglich ist mitgekriegt, oder irgendeine extrem unwahrscheinliche Wetterlage hat sich eingestellt. Morgen und am Mittwoch 24 Grad, mit Luftfeuchtigkeit angeblich "gefühlte" 31 Grad. Im März?? Wo hier normalerweise und mit schier gnadenloser Gesetzmäßigkeit (während der letzten 15 Jahr jedenfalls) noch Schnee liegt und es Nachts locker mal auf - 10 Grad abkühlen kann?? Ich wunder mich jedenfalls mittlerweile über nichts mehr diesbezüglich. Vorhin, auf der Heimfahrt waren auch wieder überall die Strassencafes offen, alle Leute hocken draußen, wie im Sommer, und das abends um 22 Uhr.
Abgesehen davon alles wunderbar: anstelle von einer Stunde U-bahn fahren habe ich vorhin - spät abends allerdings - 12 Minuten gebraucht um mit dem Motorrad vom Büro aus nach Hause zu fahren. Morgen kommt eine 20 köpfige Regierungsdelegation aus Nigeria und muß mir noch überlegen was ich denen erzähle, außerdem heißt das wohl, daß ich den Anzug tragen muß. Wohl oder übel. Mußte ich am letzten Donnerstag auch schon, da wars aber noch kälter und ich habe mir deswegen gleich einen kräftigen Schnupfen eingefangen.
Abgesehen davon alles wunderbar: anstelle von einer Stunde U-bahn fahren habe ich vorhin - spät abends allerdings - 12 Minuten gebraucht um mit dem Motorrad vom Büro aus nach Hause zu fahren. Morgen kommt eine 20 köpfige Regierungsdelegation aus Nigeria und muß mir noch überlegen was ich denen erzähle, außerdem heißt das wohl, daß ich den Anzug tragen muß. Wohl oder übel. Mußte ich am letzten Donnerstag auch schon, da wars aber noch kälter und ich habe mir deswegen gleich einen kräftigen Schnupfen eingefangen.
Montag, 19. März 2012
Frühling
Letzten Samstag war ich noch mit Emile Hockey spielen, gestern abend saß ich hingegen bei - sage und schreibe 22 Grad - um 22 Uhr lesend auf dem Balkon. Alle cafés und Terrassen waren überfüllt und man meinte es wäre Juni. Verrückt. Die nächsten Tage sollen auch so bleiben. Die ganzen Ski- und Wintersachen kann ich also - vorläufig - mal wegräumen.
Donnerstag, 15. März 2012
Update
Mei, wie die Zeit vergeht. Hier bricht am Wochenende definitiv der Frühling aus. Temperaturen um 20 Grag und Sonnenschein. Die Wildgänse sind auch wieder über die Stadt geflogen, diesmal aber Richtung Norden. Norden - das Thema beschäftigt mich mittlerweile auch einigermaßen.
Aber zurück zum Frühling. D.h. nämlich auch, daß ich am Wochenende die Motorradsaison eröffnen kann. Zeit wirds. Mal sehen ob ich die Kiste aus dem Winterschlaf erwecken kann. Die hiesigen Bären sind jedenfalls diese Woche - laut Zeitungsberichten - es ebendiesem Schlaf erwacht, was angeblich ein eindeutiges Zeichen der Natur ist, daß der Winter vorbei ist. St. Patricks Tag ist auch noch - der irische Nationalfeirtag - mit Parade und so. Guiness trinken.
Ansonsten bin ich beschäftigt wie die Sau aber alles läuft prima. Heute Nachmittag war ich bei den "Bayern". Es gibt ne offizielle Wirtschaftsvertretung des bayrischen Freistaates hier in Québec und wir (mein Laden) haben ihnen ein gemeinschaftliches Projekt zwischen Québec und Bayern vorgeschlagen (Austausch- und Förderprogramm von jungen Unternehmern - so in ganz groben Zügen). Das wäre witzig wenn das klappen würde, dann könnte ich vielleicht auch ab und an mal "für den Job" nach München düsen. Schaun mer mal. Ansonsten arbeite ich nächste Woche volle Pulle - viele Abendveranstaltungen d.h. öfter mal von früh um 8 bis Abends um 21 Uhr unterwegs sein. Wat mutt, dat mutt eben.
Samstag ist erstmal Fußball angesagt, d.h. MLS Auftakt (Major League Soccer - für die Laien unter euch ....). Ein neuer Besucherrekord des Olympiastadions wird vorausgesagt - ca. 60000 Leute. Der bisherige Rekord liegt bei 58000.
Was gibts sonst noch berichtenswertes?? Ach ja, der Norden. Der sogenannte "Plan Nord". Nun, die aktuelle quebecer Regierung hat ebendiesen erfunden. Damit soll das Québec nördlich des 49sten Breitengrades "exploriert" und letztlich ausgebeutet werden. Davon verspricht man sich wohl einen Job- und Steuerboom. Mit anderen Worten, wir hauen da oben mal eine Infrastruktur rein, dann kommen die ganzen internationalen Großinvestoren, Minenbetreiber (Uran vor allem, Zink, Gold, Silber, sonstige Edelmetalle, etc.) usw. und Quebec wird plötzlich in Steureinnahmen schwimmen und hunderttausende von Jobs haben. So die - sehr simplifizierte - These. Wenn die andern schon das die fossilen Dinger haben, dann haben wir wenigstens Wald und Böden mit Mineralien und Rohstoffen drin, bzw. drunter. Außer der nötigen Infrastruktur braucht man aber auch noch die (qualifizierten) Arbeitskräfte. Und die sollen "wir" liefern - unter anderem. Ich lach mich tot. Das Chalet ist knapp eine Stunde von Montreal entfernt und das ist eine "tote" Region und da will schon kein Mensch hin. Wozu auch?? Alter Schwede. Dann fährste nochmal zwei Stunden weiter - dann wirds aber schon dünn. Dann fährste nochmal 4 Stunden weiter hoch und da gibt es dann noch genau Wald und See und Bieber und Elche und - falls man viel Glück hat - noch eine geteerte Strasse. Welche es übrigens schon beim Chalet kaum mehr gibt. Und dann fährst du halt einfach nochmal 4 Stunden weiter hoch über den 49ten hinaus Richtung Hudson Bay, James Bay und so weiter. Oder per Flugzeug. Oder mit dem Hundeschlitten. Und dort, liegt dann die Zukunft Québecs - laut Plan Nord. Gratuliere.
Nordamerika wurde ja gegen Westen hin entwickelt und bevölkert und Quebec hat in der Tat in den 60er und 70ern die Wasserkraft im extrem weit entfernten Gebieten im Norden etabliert. Außerdem gibt es drei Enklaven im Norden. Die Cote Nord, sowie Rouyn Noranda in der Abitibi Region und die Saguenay Region. Ich kann nur sagen: ich war mal dort.
Jedenfalls werde ich mir über die nächsten Tage hin, mal alle Dokumente und Planungen ansehen und die Sachlage analysieren. Vielleicht irre ich mich ja und die kanadische Zukunft liegt tatsächlich im Norden Quebecs aber momentan bin ich eher skeptisch. Ich bin eher davon überzeugt, daß aus rein opportunistischer Weise (hohe Rohstoffpreise, extrem schuldenbelastete Provinz), ein - bis dato - weitestgehend unberührter Landstrich von gigantischer Größe (zichmal Deutschland), internationalen Großkonglomeraten zum Fraß vorgeworfen wird. Nach uns die Sintflut, oder so! Oder um es mit den Worten meines ehemaligen oberpfälzischen Wirtschaftsprüfers in Bayreuth zu sagen: "muß dess sein???".
Aber zurück zum Frühling. D.h. nämlich auch, daß ich am Wochenende die Motorradsaison eröffnen kann. Zeit wirds. Mal sehen ob ich die Kiste aus dem Winterschlaf erwecken kann. Die hiesigen Bären sind jedenfalls diese Woche - laut Zeitungsberichten - es ebendiesem Schlaf erwacht, was angeblich ein eindeutiges Zeichen der Natur ist, daß der Winter vorbei ist. St. Patricks Tag ist auch noch - der irische Nationalfeirtag - mit Parade und so. Guiness trinken.
Ansonsten bin ich beschäftigt wie die Sau aber alles läuft prima. Heute Nachmittag war ich bei den "Bayern". Es gibt ne offizielle Wirtschaftsvertretung des bayrischen Freistaates hier in Québec und wir (mein Laden) haben ihnen ein gemeinschaftliches Projekt zwischen Québec und Bayern vorgeschlagen (Austausch- und Förderprogramm von jungen Unternehmern - so in ganz groben Zügen). Das wäre witzig wenn das klappen würde, dann könnte ich vielleicht auch ab und an mal "für den Job" nach München düsen. Schaun mer mal. Ansonsten arbeite ich nächste Woche volle Pulle - viele Abendveranstaltungen d.h. öfter mal von früh um 8 bis Abends um 21 Uhr unterwegs sein. Wat mutt, dat mutt eben.
Samstag ist erstmal Fußball angesagt, d.h. MLS Auftakt (Major League Soccer - für die Laien unter euch ....). Ein neuer Besucherrekord des Olympiastadions wird vorausgesagt - ca. 60000 Leute. Der bisherige Rekord liegt bei 58000.
Was gibts sonst noch berichtenswertes?? Ach ja, der Norden. Der sogenannte "Plan Nord". Nun, die aktuelle quebecer Regierung hat ebendiesen erfunden. Damit soll das Québec nördlich des 49sten Breitengrades "exploriert" und letztlich ausgebeutet werden. Davon verspricht man sich wohl einen Job- und Steuerboom. Mit anderen Worten, wir hauen da oben mal eine Infrastruktur rein, dann kommen die ganzen internationalen Großinvestoren, Minenbetreiber (Uran vor allem, Zink, Gold, Silber, sonstige Edelmetalle, etc.) usw. und Quebec wird plötzlich in Steureinnahmen schwimmen und hunderttausende von Jobs haben. So die - sehr simplifizierte - These. Wenn die andern schon das die fossilen Dinger haben, dann haben wir wenigstens Wald und Böden mit Mineralien und Rohstoffen drin, bzw. drunter. Außer der nötigen Infrastruktur braucht man aber auch noch die (qualifizierten) Arbeitskräfte. Und die sollen "wir" liefern - unter anderem. Ich lach mich tot. Das Chalet ist knapp eine Stunde von Montreal entfernt und das ist eine "tote" Region und da will schon kein Mensch hin. Wozu auch?? Alter Schwede. Dann fährste nochmal zwei Stunden weiter - dann wirds aber schon dünn. Dann fährste nochmal 4 Stunden weiter hoch und da gibt es dann noch genau Wald und See und Bieber und Elche und - falls man viel Glück hat - noch eine geteerte Strasse. Welche es übrigens schon beim Chalet kaum mehr gibt. Und dann fährst du halt einfach nochmal 4 Stunden weiter hoch über den 49ten hinaus Richtung Hudson Bay, James Bay und so weiter. Oder per Flugzeug. Oder mit dem Hundeschlitten. Und dort, liegt dann die Zukunft Québecs - laut Plan Nord. Gratuliere.
Nordamerika wurde ja gegen Westen hin entwickelt und bevölkert und Quebec hat in der Tat in den 60er und 70ern die Wasserkraft im extrem weit entfernten Gebieten im Norden etabliert. Außerdem gibt es drei Enklaven im Norden. Die Cote Nord, sowie Rouyn Noranda in der Abitibi Region und die Saguenay Region. Ich kann nur sagen: ich war mal dort.
Jedenfalls werde ich mir über die nächsten Tage hin, mal alle Dokumente und Planungen ansehen und die Sachlage analysieren. Vielleicht irre ich mich ja und die kanadische Zukunft liegt tatsächlich im Norden Quebecs aber momentan bin ich eher skeptisch. Ich bin eher davon überzeugt, daß aus rein opportunistischer Weise (hohe Rohstoffpreise, extrem schuldenbelastete Provinz), ein - bis dato - weitestgehend unberührter Landstrich von gigantischer Größe (zichmal Deutschland), internationalen Großkonglomeraten zum Fraß vorgeworfen wird. Nach uns die Sintflut, oder so! Oder um es mit den Worten meines ehemaligen oberpfälzischen Wirtschaftsprüfers in Bayreuth zu sagen: "muß dess sein???".
Montag, 12. März 2012
Montréal Impact in der MLS
Das langerwartete Auftaktspiel wurde gleich mal 0 zu zwei verloren. Am Samstag geht aber praktisch ganz Montréal ins Olympiastadion um das erste Heimspiel zu verfolgen. Gegen Chicago Fire.
Selbst Sophie und Mathieu gehen mit. Es sollen ca. 60000 Leute kommen - für Montrealer Verhälnisse, in einer Stadt in welcher außer Hockey gar nichts zählt, gar nicht so schlecht. Hoffentlich gibs nicht gleich noch eine Klatsche denn sonst verlieren unsere kleinen quebecoise schnell die Lust.
Selbst Sophie und Mathieu gehen mit. Es sollen ca. 60000 Leute kommen - für Montrealer Verhälnisse, in einer Stadt in welcher außer Hockey gar nichts zählt, gar nicht so schlecht. Hoffentlich gibs nicht gleich noch eine Klatsche denn sonst verlieren unsere kleinen quebecoise schnell die Lust.
Mittwoch, 7. März 2012
Alpine Verhältnisse
Da hier eine Woche schulfrei war (Spring Break) sind wir für ein paar Tage hoch in die Hütte gefahren.
Sonntag Nachmittag Ankunft am Chalet. 4. März 2012. - 10 Grad und zwischen 40 bis 120 cm Schnee. Je nachdem wo gerade .....
Die Schneemauern links und rechts der Strasse sind schon beeindruckend. Ohne Schneeschuhe geht überhaupt nichts. Da kommst du keine 10 Meter weit. Nichts zu machen.
Wir haben uns also erstmal "hochgegraben", d.h. wir haben uns durchgesschaufelt bis zur Treppe und dann kommt man hoch und wir haben ja jetzt ein Vordach. Die Frage war, hält es den Schneemassen stand?? Bis dato, ja! Und der Balkon?? Mit all der Masse darauf.
Wir haben ja keinerlei statischen Berechnungen angestellt sondern Micha und ich haben den Balkon und das Vordach einfach "hingeklatscht". Auf dem Balkon liegen momentan ca. 120 cm Schneelast und auf dem Vordach ca. 50 cm komprimiert. Soweit steht aber noch alles .... entweder es hält oder eben nicht. Probieren geht über studieren meinte unser Vater immer. Schaun mer mal ...
Das Zweitfahrzeug von meinem Nachbarn Mike dürfte wohl auch erst wieder im Frühsommer zur Verfüung stehen - falls überhaupt.
Wir haben also die Zeit damit zugebracht Schnee zu schaufeln, mit den Schneeschuhen ein paar Touren zu machen und uns den Iglu zu bauen. Die Schneeschuhtouren mit den Kids waren extrem anstrengend. Emile und Lili kamen relativ gut zurecht weil sie leichter waren aber ich bin - trotz der Schneeschuhe - ständig tief eingebrochen und es war extrem anstrengend und hat mir dann auch keinen Spaß mehr gemacht. Ohne die Dinger käme man unter den den gegebenen Bedingungen keine 10 Meter weit. Ich habs mal probiert - bei jedem Schritt sinkt man bis zu einem Meter ein - keine Chance. Ich verstehe jetzt auch, warum dafür noch Verlängerungen angeboten werden. Mit etwas mehr Auflagefläche hätte es vielleicht auch bei mir geklappt. Man lernt eben ständig dazu.
Und dann die Temperatur. Sonntag Nacht hatte es nur ca. - 10 Grad aber von Montag auf Dienstag dann plötzlich - 19 Grad. Im März.
Ich habe, um sicher zu gehen und auch aus Neugier, mal die Eisschicht des Sees gemessen. Wir haben den Schnee weggeschaufelt und dann einen Metallstab durch das Eis getrieben. Satte 65 cm Eis.
Heute ist die Temperatur dann plötzlich auf über + 10 Grad angestiegen und es setzte totales Tauwetter ein. Innerhalb von 10 Stunden also ein Temteraturunterschied von fast 30 Grad.
Am meisten hat mich erstaunt, daß die Kids fast ausschließlich draussen waren. D.h. ab morgens 8 Uhr bis Abends. Mit wenigen Unterbrechungen. Normalerweise muß ich sie "raustreiben", aber diesmal mußten wir sie - gelegentlich - reinholen. Erstaunlich. Trotzdem wird es Zeit, daß der Frühling kommt.
Sonntag Nachmittag Ankunft am Chalet. 4. März 2012. - 10 Grad und zwischen 40 bis 120 cm Schnee. Je nachdem wo gerade .....
Die Schneemauern links und rechts der Strasse sind schon beeindruckend. Ohne Schneeschuhe geht überhaupt nichts. Da kommst du keine 10 Meter weit. Nichts zu machen.
Wir haben uns also erstmal "hochgegraben", d.h. wir haben uns durchgesschaufelt bis zur Treppe und dann kommt man hoch und wir haben ja jetzt ein Vordach. Die Frage war, hält es den Schneemassen stand?? Bis dato, ja! Und der Balkon?? Mit all der Masse darauf.
Wir haben ja keinerlei statischen Berechnungen angestellt sondern Micha und ich haben den Balkon und das Vordach einfach "hingeklatscht". Auf dem Balkon liegen momentan ca. 120 cm Schneelast und auf dem Vordach ca. 50 cm komprimiert. Soweit steht aber noch alles .... entweder es hält oder eben nicht. Probieren geht über studieren meinte unser Vater immer. Schaun mer mal ...
Das Zweitfahrzeug von meinem Nachbarn Mike dürfte wohl auch erst wieder im Frühsommer zur Verfüung stehen - falls überhaupt.
Wir haben also die Zeit damit zugebracht Schnee zu schaufeln, mit den Schneeschuhen ein paar Touren zu machen und uns den Iglu zu bauen. Die Schneeschuhtouren mit den Kids waren extrem anstrengend. Emile und Lili kamen relativ gut zurecht weil sie leichter waren aber ich bin - trotz der Schneeschuhe - ständig tief eingebrochen und es war extrem anstrengend und hat mir dann auch keinen Spaß mehr gemacht. Ohne die Dinger käme man unter den den gegebenen Bedingungen keine 10 Meter weit. Ich habs mal probiert - bei jedem Schritt sinkt man bis zu einem Meter ein - keine Chance. Ich verstehe jetzt auch, warum dafür noch Verlängerungen angeboten werden. Mit etwas mehr Auflagefläche hätte es vielleicht auch bei mir geklappt. Man lernt eben ständig dazu.
Und dann die Temperatur. Sonntag Nacht hatte es nur ca. - 10 Grad aber von Montag auf Dienstag dann plötzlich - 19 Grad. Im März.
Ich habe, um sicher zu gehen und auch aus Neugier, mal die Eisschicht des Sees gemessen. Wir haben den Schnee weggeschaufelt und dann einen Metallstab durch das Eis getrieben. Satte 65 cm Eis.
Heute ist die Temperatur dann plötzlich auf über + 10 Grad angestiegen und es setzte totales Tauwetter ein. Innerhalb von 10 Stunden also ein Temteraturunterschied von fast 30 Grad.
Am meisten hat mich erstaunt, daß die Kids fast ausschließlich draussen waren. D.h. ab morgens 8 Uhr bis Abends. Mit wenigen Unterbrechungen. Normalerweise muß ich sie "raustreiben", aber diesmal mußten wir sie - gelegentlich - reinholen. Erstaunlich. Trotzdem wird es Zeit, daß der Frühling kommt.
Samstag, 3. März 2012
Can you stop at the Moserhof??
Zu dem Thema wollte ich noch einen abschließenden Beitrag leisten.
"can you stop at the Moserhof" - in Südtirol, ist schon hammerhart, aber, "sie sprechen so einen schönen schweizer Dialekt, wieso kommen sie den zum Skifahren hierher?" topt das womöglich noch.
Am besten fand ich aber:
"wo sind meine Handschuhe". Bitte das Bild (und vor allem die "Kopfbedeckung") mal genau betrachten .......
Ohne Elfie wäre das alles nur halb so schön (und lustig) - danke Schwesterchen (meine ich nicht ironisch).
Das mit dem Geburtstagskuchen erzähle ich mal lieber niemanden ......
Der Einsatz auf der Lärchenhütte mit abschließender Nachtabfahrt bei Dunkelheit wird mir auch im Gedächtnis bleiben. Wer ist der unbekannte Dritte??
Also Leute, legt schon mal den Termin für nächstes Jahr fest.
"can you stop at the Moserhof" - in Südtirol, ist schon hammerhart, aber, "sie sprechen so einen schönen schweizer Dialekt, wieso kommen sie den zum Skifahren hierher?" topt das womöglich noch.
Am besten fand ich aber:
"wo sind meine Handschuhe". Bitte das Bild (und vor allem die "Kopfbedeckung") mal genau betrachten .......
Ohne Elfie wäre das alles nur halb so schön (und lustig) - danke Schwesterchen (meine ich nicht ironisch).
Das mit dem Geburtstagskuchen erzähle ich mal lieber niemanden ......
Der Einsatz auf der Lärchenhütte mit abschließender Nachtabfahrt bei Dunkelheit wird mir auch im Gedächtnis bleiben. Wer ist der unbekannte Dritte??
Also Leute, legt schon mal den Termin für nächstes Jahr fest.
Mittwoch, 29. Februar 2012
Dienstag, 28. Februar 2012
Vom Skiurlaub sofort zurück in die Politik
Hier der zugehörige Link zu InFranken.de
Michael Heisinger (Rangen) sah sich in seiner bisherigen Haltung bestätigt. Sowohl in Berlin als auch in München habe man "jeglichen Bezug zu Oberfranken verloren". Und er wurde noch deutlicher: "Die Überheblichkeit und die Arroganz, mit der der Bundesverkehrsminister in Bayreuth aufgetreten ist, drückt eigentlich alles aus. Hier hilft nur eine Power-Demo. An die Vernunft der Politiker zu appellieren ist hoffnungslos."
http://www.infranken.de/nachrichten/lokales/kulmbach/Da-hilft-nur-eine-Power-Demo;art312,256499
Und hier noch ein erstes Bild aus Sexten.
War das ein hammerharter Einsatz. Sagenhaft. Wahnsinnstruppe.
Ich hoffe, alle sind wieder heil nach Hause gekommen. Nach dem Skifahren ist vor dem Skifahren.
Michael Heisinger (Rangen) sah sich in seiner bisherigen Haltung bestätigt. Sowohl in Berlin als auch in München habe man "jeglichen Bezug zu Oberfranken verloren". Und er wurde noch deutlicher: "Die Überheblichkeit und die Arroganz, mit der der Bundesverkehrsminister in Bayreuth aufgetreten ist, drückt eigentlich alles aus. Hier hilft nur eine Power-Demo. An die Vernunft der Politiker zu appellieren ist hoffnungslos."
http://www.infranken.de/nachrichten/lokales/kulmbach/Da-hilft-nur-eine-Power-Demo;art312,256499
Und hier noch ein erstes Bild aus Sexten.
War das ein hammerharter Einsatz. Sagenhaft. Wahnsinnstruppe.
Ich hoffe, alle sind wieder heil nach Hause gekommen. Nach dem Skifahren ist vor dem Skifahren.
Donnerstag, 16. Februar 2012
Rechtsaußen Kanada
Neues aus Kanada.
Das Waffenregister wird also, nach Parlamentsbeschluß, nicht nur einfach abgeschafft sondern sogar "vernichtet". Außerdem werden Kampfflugzeuge angeschafft (für ca. 9 Milliarden). Es wird, urplötzlich, wieder über Themen wie "Abtreibung", "Todesstrafe" und "Beschränkung von Immigration" diskutiert. Und dies nicht im aufgeklärten liberalen Sinn.
Umweltorganisationen werden in Geheimreporten als "möglicherweise terroristische und staatsfeindliche Gruppierungen" bezeichnet. Zumindest aber wirtschaftsfeindlich - auch da haben die Konservativen wohl die letzten Jahre etwas verschlafen. Das Kyoto Protokoll wird einseitig und gegen bestehende Rechtsgrundlage aufgekündigt. Eine nordamerikanische "Sicherheitszone" soll eingeführt werden - in Kollaboration mit den neurotisch zwanghaften Amis.
Usw., usw.,
das ging zuletzt soweit, daß sogar gemäßigte Politiker vorschlagen, daß sich Quebec vielleich doch von Restkanada abspalten sollte um diesem Wahnsinn, wenn schon nicht Einhalt zu gebieten, so doch wenigstens "entfliehen" zu können. Die "konservative" Regierung ist gerade dabei, auch und vor allem international, das Image Kanadas als die "Schweiz" Nordamerikas, auf Jahrzehnte hinaus zu zertrümmern.
Das Waffenregister wird also, nach Parlamentsbeschluß, nicht nur einfach abgeschafft sondern sogar "vernichtet". Außerdem werden Kampfflugzeuge angeschafft (für ca. 9 Milliarden). Es wird, urplötzlich, wieder über Themen wie "Abtreibung", "Todesstrafe" und "Beschränkung von Immigration" diskutiert. Und dies nicht im aufgeklärten liberalen Sinn.
Umweltorganisationen werden in Geheimreporten als "möglicherweise terroristische und staatsfeindliche Gruppierungen" bezeichnet. Zumindest aber wirtschaftsfeindlich - auch da haben die Konservativen wohl die letzten Jahre etwas verschlafen. Das Kyoto Protokoll wird einseitig und gegen bestehende Rechtsgrundlage aufgekündigt. Eine nordamerikanische "Sicherheitszone" soll eingeführt werden - in Kollaboration mit den neurotisch zwanghaften Amis.
Usw., usw.,
das ging zuletzt soweit, daß sogar gemäßigte Politiker vorschlagen, daß sich Quebec vielleich doch von Restkanada abspalten sollte um diesem Wahnsinn, wenn schon nicht Einhalt zu gebieten, so doch wenigstens "entfliehen" zu können. Die "konservative" Regierung ist gerade dabei, auch und vor allem international, das Image Kanadas als die "Schweiz" Nordamerikas, auf Jahrzehnte hinaus zu zertrümmern.
Donnerstag, 9. Februar 2012
Elfriedes Beitrag zum Thema "Winter, Angst und Schulweg"
Zum Thema Angst: Die Freundinnen Edda und Helga haben mich ein Stück des Heimweges begleitet, bis uns ein Fußgänger entgegenkam. Plötzlich mußten sie vor der Begegnung umkehren. Mir blieb nichts weiter übrig, als ihm entgegenzulaufen. Von Weitem habe ich gerufen "wer bist denn Du". Es war ein Arbeiter aus "Kengst". Weiter oben beim Wäldchen habe ich mein Handarbeitsköfferchen als Blickschutz vor dem finsteren Wald verwendet. Beim "Hiestuck" kam dann ja schon das Licht vom Häuschen. Dies war alles zu Zeiten des Nachmittagsunterrichts.
Zur Kälte: die Spielenachmittage fand ich sehr schön, Schlittenfahren, Skier -, (auch wenn Reinhard mich nur im Schuß auf der präparierten Piste fahren lies) oder Schneeburg bauen. Besonders in der Faschingszeit waren danach die Brezen und Stölla vom Korl ein unvergessenes Geschmackserlebnis und die Gemeinschaft der Großfamilie beim Kaffeetrinken wohltuend.
Oma hat mich um die Mittagszeit öfters in die Schlafzimmer geschickt, um die Haupt- und Vorfenster zu schließen. Damals schon Schocklüften!! Durch die Wärmflaschen waren die Betten schnell warm. Nur am Morgen war die Küche ungemütlich kalt, bis wir etwas gefrühstückt hatten, leider mußten wir dann den Schulweg antreten.
Von diesen Erfahrungen her kann ich nur sagen, es hat uns alles nichts geschadet. Ich habe kaum Angst, z..B. wenn ich alleine mit dem Diakonieauto im Schneetreiben alleine auf der Straße um 21.00 unterwegs bin. Mein Frischluftbedürfniss ist enorm und hält fitt.
Liebe Grüße
Elfriede
Zur Kälte: die Spielenachmittage fand ich sehr schön, Schlittenfahren, Skier -, (auch wenn Reinhard mich nur im Schuß auf der präparierten Piste fahren lies) oder Schneeburg bauen. Besonders in der Faschingszeit waren danach die Brezen und Stölla vom Korl ein unvergessenes Geschmackserlebnis und die Gemeinschaft der Großfamilie beim Kaffeetrinken wohltuend.
Oma hat mich um die Mittagszeit öfters in die Schlafzimmer geschickt, um die Haupt- und Vorfenster zu schließen. Damals schon Schocklüften!! Durch die Wärmflaschen waren die Betten schnell warm. Nur am Morgen war die Küche ungemütlich kalt, bis wir etwas gefrühstückt hatten, leider mußten wir dann den Schulweg antreten.
Von diesen Erfahrungen her kann ich nur sagen, es hat uns alles nichts geschadet. Ich habe kaum Angst, z..B. wenn ich alleine mit dem Diakonieauto im Schneetreiben alleine auf der Straße um 21.00 unterwegs bin. Mein Frischluftbedürfniss ist enorm und hält fitt.
Liebe Grüße
Elfriede
Mittwoch, 8. Februar 2012
Wolfskehle: Auto stürzt in "Schlucht"
http://www.infranken.de/nachrichten/lokales/kulmbach/Handbremse-vergessen-Auto-stuerzt-in-Schlucht;art312,249483
Leicht übertrieben sag ich mal. Schlucht und so. Im Vergleich zum Grand Canyon z.B. - aber immerhin.
Leicht übertrieben sag ich mal. Schlucht und so. Im Vergleich zum Grand Canyon z.B. - aber immerhin.
Dienstag, 7. Februar 2012
Fortsetzung Kälte und Historie
Ganz soooo schlimm waren unsere Kufen dann auch schon nicht mehr. Man konnte sie mit so einer Art "Zwinge" unten an der relativ festen Sohle der Winterstiefel "anschrauben". Ich glaube, dafür gabs sogar einen richtigen Vierkantschlüssel.
Das hier kommt der Sache am Nächsten (Quelle: Wikipedia, Kufen aus dem Jahr 1925):
Heute gibts sowas
Sieht etwas moderner aus. Nennt sich übrigens "Nordic Skating" - hab ich zumindest gerade gelesen.
Montag, 6. Februar 2012
Kälte und diesbezügliche Kindheitserinnerungen
Hat es übrigens früher auch schon gegeben. Kältewellen meine ich. In Deutschland, bzw. Oberfranken.
Der leider mittlerweile festgerostete Wetterhahn auf dem Haus von .... ja von wem eigentlich? Friedlein? Gerda und Willi? Jedenfalls war es immer schon so, daß wenn ebendieser Wetterhahn im Januar oder Februar Ost- oder Nordostströmung anzeigte, mit relativer Kälte zu rechnen war. Meist sonnig aber sibirisch kalt. Deswegen können wir Kinder vom Reisighof auch einigermaßen Schlittschuhlaufen und Hockey spielen. Ich kann mich noch gut an den Schlittschuhersatz erinnern welcher einfach an die Ski- oder Wanderstiefel angeschraubt wurde. Bei jeder Kurve oder jedem Richtungswechsel riskierte man nahezu Alles da die Dinger dann einfach abfielen und man "uff die Fresse" flog. Die Hockeyschläger bestanden aus einigermaßen brauchbar geformten Ästen und die "Helme" und sonstigen Schutzplster waren von Oma gestrickt. Womit wir den Hartgummipuck ersetzt haben, daran kann ich mich gar nicht mehr erinnern. Irgendwas halt. Ein Stück Holz womöglich. Wohl aber kann ich mich an die Überschwemmungen im Frühjahr erinnern welche durch den nachfolgenden Frost die Mainwiesen in Kengst in riesige Eisflächen verwandelte. Da fällt mir gerad noch eine Kindheitserinnerung ein. Einmal, ich war noch ganz klein, vielleicht 6 oder 7, da hat mich Reini mit runter ins Dorf genommen und es wurde Hockey gespielt. Ich weiß sogar noch, daß es auf unserer Wiese unten am Main war. Dann, kam es plötzlich zu Handgreiflichkeiten und Reini hat sich - zu meinem Entsetzen - mit einem anderen Jungen geprügelt. Leo (Degelmann), auch der "dicke Degelmann" genannt. Jedenfalls zog Reini, da er körperlich wohl trotz seiner Größe stark unterlegen war, leider den Kürzeren. Jeder der Leo später mal im richtigen Leben kennengerlent hat kann das sicher nachvollziehen. Als der "große dicke Leo" auf ihm draufsaß habe ich ihm (Leo) aus lauter Verzweiflung, von hinten Schnee in die Jacke gestopft. Das fand er gar nicht lustig und hat mich verwarnt. Soweit ich mich erinnere, ist "der Lange" "selmol" mit einem gebrochenen bzw. angebrochenen Fingerglied und ein paar Schrammen davongekommen. So wars halt auf dem Dorf unter Jungs damals. Insgesamt konnten wir "Reissicher vom Einsiedlerhof" aber - meines Erachtens - vom Einfluß unseres großen Brüderchens ziemlich profitieren. Jedenfalls hat mich, soweit ich mich erinnern kann, niemals jemand belästigt oder angemacht - denn es gab ja noch den "großen Reißicher". Und was den "klan Reißicher" angelangt, der hat sich ja immer noch gut selbst verteidigt - wie wir alle wissen. Auch als er noch klein war ....... (da gibts auch eine gute Story vom Schulauftakt ....)
Wo ich schon mal in Anektoden und Kindheitserinnerungen schwelge: ich habe die Woche mal versucht jemanden im Büro zu erklären, daß wir (die "Reissicher") als Kinder, jeden Morgen erstmal eine halbe Stunde zu Fuß durch die Pampa laufen mußten um zur Schulbushaltestelle zu gelangen. Entweder runter nach "Kengst" oder hoch zum Tierheim. Sommer wie Winter, Regen oder Kälte. Schnee oder Sonne. Scheißegal. Ich weiß noch, daß ich im Winter, wenn es morgens noch Dunkel war, im Wald zum Tierheim hoch unheimlich Angst hatte. Überall diese Geräusche!!!! Das "Knacken" im Wald. Ein Tier. Brrhhh..... Einmal gab es derartigs Glatteis, daß mich jemand von der Familie Bayerlein nach Hause begleitet hat weil ich den Berg nicht mehr hochgekommen bin.
Kann man sich heute alles gar nicht mehr vorstllen.
Ohne unsere Daunenbetten und Wärmflaschen wären wir eh alle erfroren. Keine Heizung, null Isolierung der Außenwände, klapprige Einfachfenster. Der Hammer. Wie bitte, haben wir all dies überlebt????
Der leider mittlerweile festgerostete Wetterhahn auf dem Haus von .... ja von wem eigentlich? Friedlein? Gerda und Willi? Jedenfalls war es immer schon so, daß wenn ebendieser Wetterhahn im Januar oder Februar Ost- oder Nordostströmung anzeigte, mit relativer Kälte zu rechnen war. Meist sonnig aber sibirisch kalt. Deswegen können wir Kinder vom Reisighof auch einigermaßen Schlittschuhlaufen und Hockey spielen. Ich kann mich noch gut an den Schlittschuhersatz erinnern welcher einfach an die Ski- oder Wanderstiefel angeschraubt wurde. Bei jeder Kurve oder jedem Richtungswechsel riskierte man nahezu Alles da die Dinger dann einfach abfielen und man "uff die Fresse" flog. Die Hockeyschläger bestanden aus einigermaßen brauchbar geformten Ästen und die "Helme" und sonstigen Schutzplster waren von Oma gestrickt. Womit wir den Hartgummipuck ersetzt haben, daran kann ich mich gar nicht mehr erinnern. Irgendwas halt. Ein Stück Holz womöglich. Wohl aber kann ich mich an die Überschwemmungen im Frühjahr erinnern welche durch den nachfolgenden Frost die Mainwiesen in Kengst in riesige Eisflächen verwandelte. Da fällt mir gerad noch eine Kindheitserinnerung ein. Einmal, ich war noch ganz klein, vielleicht 6 oder 7, da hat mich Reini mit runter ins Dorf genommen und es wurde Hockey gespielt. Ich weiß sogar noch, daß es auf unserer Wiese unten am Main war. Dann, kam es plötzlich zu Handgreiflichkeiten und Reini hat sich - zu meinem Entsetzen - mit einem anderen Jungen geprügelt. Leo (Degelmann), auch der "dicke Degelmann" genannt. Jedenfalls zog Reini, da er körperlich wohl trotz seiner Größe stark unterlegen war, leider den Kürzeren. Jeder der Leo später mal im richtigen Leben kennengerlent hat kann das sicher nachvollziehen. Als der "große dicke Leo" auf ihm draufsaß habe ich ihm (Leo) aus lauter Verzweiflung, von hinten Schnee in die Jacke gestopft. Das fand er gar nicht lustig und hat mich verwarnt. Soweit ich mich erinnere, ist "der Lange" "selmol" mit einem gebrochenen bzw. angebrochenen Fingerglied und ein paar Schrammen davongekommen. So wars halt auf dem Dorf unter Jungs damals. Insgesamt konnten wir "Reissicher vom Einsiedlerhof" aber - meines Erachtens - vom Einfluß unseres großen Brüderchens ziemlich profitieren. Jedenfalls hat mich, soweit ich mich erinnern kann, niemals jemand belästigt oder angemacht - denn es gab ja noch den "großen Reißicher". Und was den "klan Reißicher" angelangt, der hat sich ja immer noch gut selbst verteidigt - wie wir alle wissen. Auch als er noch klein war ....... (da gibts auch eine gute Story vom Schulauftakt ....)
Wo ich schon mal in Anektoden und Kindheitserinnerungen schwelge: ich habe die Woche mal versucht jemanden im Büro zu erklären, daß wir (die "Reissicher") als Kinder, jeden Morgen erstmal eine halbe Stunde zu Fuß durch die Pampa laufen mußten um zur Schulbushaltestelle zu gelangen. Entweder runter nach "Kengst" oder hoch zum Tierheim. Sommer wie Winter, Regen oder Kälte. Schnee oder Sonne. Scheißegal. Ich weiß noch, daß ich im Winter, wenn es morgens noch Dunkel war, im Wald zum Tierheim hoch unheimlich Angst hatte. Überall diese Geräusche!!!! Das "Knacken" im Wald. Ein Tier. Brrhhh..... Einmal gab es derartigs Glatteis, daß mich jemand von der Familie Bayerlein nach Hause begleitet hat weil ich den Berg nicht mehr hochgekommen bin.
Kann man sich heute alles gar nicht mehr vorstllen.
Ohne unsere Daunenbetten und Wärmflaschen wären wir eh alle erfroren. Keine Heizung, null Isolierung der Außenwände, klapprige Einfachfenster. Der Hammer. Wie bitte, haben wir all dies überlebt????
Mittwoch, 1. Februar 2012
Routine und Michael Ballack
was soll man auch ständig machen???
Wir hatten letztes Wochenende Regen. Jawohl. Im Januar. Dadurch ist unsere schöne Eisfläche hinter dem Haus ziemlich ramponiert worden. Kriegen wir aber wieder hin. Ansonsten optimale Temperaturen - jedenfalls nicht so kalt wie in Deutschland, ha, ha!
Grad eben haben wir noch im Park ne abendliche Hockeypartie hingelegt. Unglaublich wie man da ins Schwitzen kommt - selbst wenn es nur gegen die kleinen 8 jährigen Racker geht.
Montag war ich mal auf dem Mont Royal. Da war, wie immer, die Hölle los. Keine Sau also.
Im Chalet auf dem Mont Royal ganze drei französische Touris und meine Wenigkeit. Geht mir oft so, daß ich mehr oder weniger alleine da oben bin.
Ansonsten habe ich relativ viel Arbeit da hier in Quebec das Finanzjahr meistens von April bis März geht. D.h. dieses endet bald und deswegen müssen Arbeits- und Finanzplanung usw. neu eingereicht werden. Jedes Jahr dasselbe Spiel. Micha hat mir noch einen Fernauslöser für die Kamera mitgebracht. Lustig.
Per Knopfdruck Bild. Nice. Ansonsten kursieren hier viele Gerüchte und die Hoffnung geht um, daß Michael Ballack nach Montreal kommt. Nicht zu Besuch, sondern um mit den Montreal Impact in die bald beginnende Major League Soccer Ligue zu starten. Das wäre natürlich für Montrealer Verhältnisse Wahnsinn. Selbst wenn er mittlerweile 35 ist und sowohl in der Nationalmannschaft und bei Leverkusen raus ist, so ist er doch, international, noch eine Ikone. Das Eröffnungsspiel im Montrealer Olympiastadion wird, so glaube ich, ausverkauft sein. Und da gehen ca. 60000 Leute rein. Sollten sie allerdings die ersten zwei, drei Spiele gnadenlos untergehen, wird sich der Hype leider schnell legen. Ich habe mir trotzdem Dauerkarten für die Saison besorgt (für Emile natürlich auch). In das reguläre Stadion gehen eh nur 20000 Zuschauer. Immerhin können wir dann Jungs wie Donovan, Henri, Beckham, Frings, usw. sehen aus Chicago, Los Angeles und New York anstelle irgendwelcher College Jungs aus irgendeinem unbekannten Kaff in Neu England. Ich denke, daß wird ganz anständiger Fußball.
Wir hatten letztes Wochenende Regen. Jawohl. Im Januar. Dadurch ist unsere schöne Eisfläche hinter dem Haus ziemlich ramponiert worden. Kriegen wir aber wieder hin. Ansonsten optimale Temperaturen - jedenfalls nicht so kalt wie in Deutschland, ha, ha!
Grad eben haben wir noch im Park ne abendliche Hockeypartie hingelegt. Unglaublich wie man da ins Schwitzen kommt - selbst wenn es nur gegen die kleinen 8 jährigen Racker geht.
Montag war ich mal auf dem Mont Royal. Da war, wie immer, die Hölle los. Keine Sau also.
Im Chalet auf dem Mont Royal ganze drei französische Touris und meine Wenigkeit. Geht mir oft so, daß ich mehr oder weniger alleine da oben bin.
Ansonsten habe ich relativ viel Arbeit da hier in Quebec das Finanzjahr meistens von April bis März geht. D.h. dieses endet bald und deswegen müssen Arbeits- und Finanzplanung usw. neu eingereicht werden. Jedes Jahr dasselbe Spiel. Micha hat mir noch einen Fernauslöser für die Kamera mitgebracht. Lustig.
Per Knopfdruck Bild. Nice. Ansonsten kursieren hier viele Gerüchte und die Hoffnung geht um, daß Michael Ballack nach Montreal kommt. Nicht zu Besuch, sondern um mit den Montreal Impact in die bald beginnende Major League Soccer Ligue zu starten. Das wäre natürlich für Montrealer Verhältnisse Wahnsinn. Selbst wenn er mittlerweile 35 ist und sowohl in der Nationalmannschaft und bei Leverkusen raus ist, so ist er doch, international, noch eine Ikone. Das Eröffnungsspiel im Montrealer Olympiastadion wird, so glaube ich, ausverkauft sein. Und da gehen ca. 60000 Leute rein. Sollten sie allerdings die ersten zwei, drei Spiele gnadenlos untergehen, wird sich der Hype leider schnell legen. Ich habe mir trotzdem Dauerkarten für die Saison besorgt (für Emile natürlich auch). In das reguläre Stadion gehen eh nur 20000 Zuschauer. Immerhin können wir dann Jungs wie Donovan, Henri, Beckham, Frings, usw. sehen aus Chicago, Los Angeles und New York anstelle irgendwelcher College Jungs aus irgendeinem unbekannten Kaff in Neu England. Ich denke, daß wird ganz anständiger Fußball.
Mittwoch, 25. Januar 2012
Bayern
http://www.cyberpresse.ca/photos/voyage/201201/19/12-6971-somptueuse-baviere.php#461796
so sieht man in Québec das "üppige Bayern". Neuschwanstein muß wohl immer dabei sein.
so sieht man in Québec das "üppige Bayern". Neuschwanstein muß wohl immer dabei sein.
Mittwoch, 18. Januar 2012
Großstadtblues
Meistens bringt Sophie die Kids morgens zur Schule. Ist nicht weit weg, ca. 300 m und es liegt auf ihrer Strecke zur Arbeit. Manchmal kann ich den Job übernehmen. Wie heute morgen. Danach gehts direkt zur Arbeit - mit öffentlichem Nahverkehr.
Der Bus zur Metro war - wie meistens morgens um diese Zeit - rammelvoll. Dann ca. 10 Minuten hin- und herschaukeln, in totaler Enge, und dann raus und rein in die Metro. Ich wähle mein Abteil schon längst nur noch unter strategischen Gesichtspunkten aus, d.h. ich gehe praktisch immer bis zum Ende des Bahnsteiges, da dort meistens, im ersten oder letzten Abteil - aus welchem Grund auch immer - noch ein wenig Raum ist. Mittlerweile kommt man aber auch da kaum mehr rein. Es ist einfach alles voll. Rappelvoll.
Der Rucksack muß definitiv abgenommen werden sonst geht schon mal überhaupt nichts. Mit ein wenig Schwung kann man sich dann oft noch irgendwie "reinquetschen". Unangenehm eigentlich, da man wirklich Körper an Körper ist. Da kann man dann schon mal jede Menge Details über seine Mitmenschen erfahren welche man eigentlich eher nicht wissen möchte. Deodorant oder Körperbehaarung etc. - hochinteressant eigentlich aber wer will das schon alles wirklich wissen, bzw. riechen, sehen, etc.
Gottseidank löst sich das, für mich, nach zwei relativ kurzen Metrostationen auf, da dann ein zentraler Umsteigebahnhof kommt. Da positioniere ich mich schon mal um - idealerweise - einen Sitzplatz zu ergattern. Für die kommenden 20 Minuten. Jetzt kann ich wenigstens Zeitung lesen.
Danach gehts raus aus der U-Bahn und es gilt nochmal den Bus zu nehmen. Die 105er Buslinie ist in ganz Montreal berühmt (vor allem für den grottenschlechten Service ....). D.h. überlastet, nicht ausreichend getaktet usw. - zudem meistens voller blödquatschender Studis auf dem Weg zur Uni. Nicht auszuhalten worüber sich die Hirnheimer alles auslassen. Ich befürworte schon seit langem ein öffentliches Kommunikationsverbot für Concordia Studenten. Was ich diesbezüglich schon alles - zwangsweise - mitbekomen habe, ist unglaublich. Too much information asshole. Das will ECHT keiner Wissen!!!!
Dann sind da noch die Leute welche mit sich selbst reden. Anscheinend jedenfalls. Natürlich sind sie mit Bluetooth oder Mikro und Öhrstöpsel, per Handy mit jemanden verbunden. Dies ist aber nicht auf den ersten Blick ersichtlich. Demzufolge erscheint es mir als würden sie mit sich selber reden. Leute, welche mit sich selbst reden sind, erfahrungsgemäß, unter genauster Beobachtung zu halten. Man weiß ja nie ....
Ich bin jedenfalls froh, wenn ich wieder mit dem Motorrad oder Fahrrad ins Büro fahren kann.
Der Bus zur Metro war - wie meistens morgens um diese Zeit - rammelvoll. Dann ca. 10 Minuten hin- und herschaukeln, in totaler Enge, und dann raus und rein in die Metro. Ich wähle mein Abteil schon längst nur noch unter strategischen Gesichtspunkten aus, d.h. ich gehe praktisch immer bis zum Ende des Bahnsteiges, da dort meistens, im ersten oder letzten Abteil - aus welchem Grund auch immer - noch ein wenig Raum ist. Mittlerweile kommt man aber auch da kaum mehr rein. Es ist einfach alles voll. Rappelvoll.
Der Rucksack muß definitiv abgenommen werden sonst geht schon mal überhaupt nichts. Mit ein wenig Schwung kann man sich dann oft noch irgendwie "reinquetschen". Unangenehm eigentlich, da man wirklich Körper an Körper ist. Da kann man dann schon mal jede Menge Details über seine Mitmenschen erfahren welche man eigentlich eher nicht wissen möchte. Deodorant oder Körperbehaarung etc. - hochinteressant eigentlich aber wer will das schon alles wirklich wissen, bzw. riechen, sehen, etc.
Gottseidank löst sich das, für mich, nach zwei relativ kurzen Metrostationen auf, da dann ein zentraler Umsteigebahnhof kommt. Da positioniere ich mich schon mal um - idealerweise - einen Sitzplatz zu ergattern. Für die kommenden 20 Minuten. Jetzt kann ich wenigstens Zeitung lesen.
Danach gehts raus aus der U-Bahn und es gilt nochmal den Bus zu nehmen. Die 105er Buslinie ist in ganz Montreal berühmt (vor allem für den grottenschlechten Service ....). D.h. überlastet, nicht ausreichend getaktet usw. - zudem meistens voller blödquatschender Studis auf dem Weg zur Uni. Nicht auszuhalten worüber sich die Hirnheimer alles auslassen. Ich befürworte schon seit langem ein öffentliches Kommunikationsverbot für Concordia Studenten. Was ich diesbezüglich schon alles - zwangsweise - mitbekomen habe, ist unglaublich. Too much information asshole. Das will ECHT keiner Wissen!!!!
Dann sind da noch die Leute welche mit sich selbst reden. Anscheinend jedenfalls. Natürlich sind sie mit Bluetooth oder Mikro und Öhrstöpsel, per Handy mit jemanden verbunden. Dies ist aber nicht auf den ersten Blick ersichtlich. Demzufolge erscheint es mir als würden sie mit sich selber reden. Leute, welche mit sich selbst reden sind, erfahrungsgemäß, unter genauster Beobachtung zu halten. Man weiß ja nie ....
Ich bin jedenfalls froh, wenn ich wieder mit dem Motorrad oder Fahrrad ins Büro fahren kann.
Montag, 16. Januar 2012
Hockey in der Ruelle
Nur aus Spaß an der Freud haben wir uns hinter dem Haus eine Eisfläche gebastelt. Ziemlich eng zwar, aber um abends noch schnell ein wenig aufs Eis zu gehen, taugt es allemal.
Der Goalie bereitet sich gerad mental auf das Match vor.
Das letzte Wochenende war das Erste welches wirklich krachkalt war. Perfekt um Eis zu machen. Emile und ich haben den Schnee geräumt und unser Nachbar Bruce, hat mit dem Gartenschlauch etliche Schichten Eis bereitet. Die Saison kann beginnen. Wurde aber auch Zeit. Geschneit hat es auch endlich und ich konnte den ersten Langlauf der Saison machen. Perfektes Winterwetter. Gegen Ende dieser Woche werden allerdings schon wieder Temperaturen knapp unter Null vorausgesagt. Normalerweise müßten die Tageshöchsttemperaturen im Januar um ca. - 10 liegen. Eigentlich.
Der Goalie bereitet sich gerad mental auf das Match vor.
Das letzte Wochenende war das Erste welches wirklich krachkalt war. Perfekt um Eis zu machen. Emile und ich haben den Schnee geräumt und unser Nachbar Bruce, hat mit dem Gartenschlauch etliche Schichten Eis bereitet. Die Saison kann beginnen. Wurde aber auch Zeit. Geschneit hat es auch endlich und ich konnte den ersten Langlauf der Saison machen. Perfektes Winterwetter. Gegen Ende dieser Woche werden allerdings schon wieder Temperaturen knapp unter Null vorausgesagt. Normalerweise müßten die Tageshöchsttemperaturen im Januar um ca. - 10 liegen. Eigentlich.
Donnerstag, 12. Januar 2012
Mittwoch, 11. Januar 2012
Keine besonderen Vorkommnisse
Der Winter will sich wohl tatsächlich noch einstellen. Jedenfalls ist es momentan relativ kalt - normal kalt halt, d.h. so ca. -14 Grad. Nichts ungewöhnliches eigentlich aber dieses Jahr hat es das noch nicht oft gegeben. Morgen Abend dann ca. 10 bis 15 cm Schnee und am Freitag nochmal. Damit müßte man am Wochenende eigentlich endlich mal ordentlich langlaufen gehen können. Endlich.
Job wie immer. Schule normal. Lili war am Montag zum ersten mal in ihrem Leben Skifahren und hat mich total überrascht da sie nach einigen "gebremsten" Abfahrten am Babylift plötzlich selbst und unabhängig runtergefahren ist. Wir sind dann sogar noch richtig mit dem Sessel hochgefahren und sie fuhr weitestgehend kontrolliert runter. Verblüffend.
Freitag gehe ich mir noch mit ein paar Bekannten "Die Stärke antrinken". Wie war eigentlich die diesjährige Winterwanderung des Zimmerers?? Eiszeit oder Bierzeit?? Gib mal einen Bericht durch für die Family.
Bis die Tage. Bald steht Skifahren in Sexten an.
Job wie immer. Schule normal. Lili war am Montag zum ersten mal in ihrem Leben Skifahren und hat mich total überrascht da sie nach einigen "gebremsten" Abfahrten am Babylift plötzlich selbst und unabhängig runtergefahren ist. Wir sind dann sogar noch richtig mit dem Sessel hochgefahren und sie fuhr weitestgehend kontrolliert runter. Verblüffend.
Freitag gehe ich mir noch mit ein paar Bekannten "Die Stärke antrinken". Wie war eigentlich die diesjährige Winterwanderung des Zimmerers?? Eiszeit oder Bierzeit?? Gib mal einen Bericht durch für die Family.
Bis die Tage. Bald steht Skifahren in Sexten an.
Sonntag, 8. Januar 2012
2012
Et voila.
Schon vorbei die zwei Wochen Auszeit. Trotzdem, zwei Wochen - ohne Anrufe auf dem Handy oder emails (fast jedenfalls). Einmal im Büro gewesen - das wars.
Ab morgen gehts dann wieder rund - Deadlines, Berichte, Konferenzen, Teambesprechung, Vorstandsitzungen, etc. pp.
Ich war nochmal drei Tage mit den Balgen im Chalet - Sophie mußte leider schon arbeiten.
Nett. Nicht zuviel Schnee und relativ milde Temperaturen für die Jahreszeit (0 bis - 15).
Die Terrasse im Chalet hält bis jetzt - es gab aber auch nur ca. 35 cm Schnee. Es fehlen also im Prinzip noch ca. 180 cm. Mal sehen ob die dieses Jahr noch fallen - im Moment sieht es nicht danach aus. Ich bin ja immer noch ein wenig gespannt ob unsere Konstruktion im Chalet die Schneelast aushält. Vor allem mein Vordach mit Plastikdach.
Schon vorbei die zwei Wochen Auszeit. Trotzdem, zwei Wochen - ohne Anrufe auf dem Handy oder emails (fast jedenfalls). Einmal im Büro gewesen - das wars.
Ab morgen gehts dann wieder rund - Deadlines, Berichte, Konferenzen, Teambesprechung, Vorstandsitzungen, etc. pp.
Ich war nochmal drei Tage mit den Balgen im Chalet - Sophie mußte leider schon arbeiten.
Nett. Nicht zuviel Schnee und relativ milde Temperaturen für die Jahreszeit (0 bis - 15).
Die Terrasse im Chalet hält bis jetzt - es gab aber auch nur ca. 35 cm Schnee. Es fehlen also im Prinzip noch ca. 180 cm. Mal sehen ob die dieses Jahr noch fallen - im Moment sieht es nicht danach aus. Ich bin ja immer noch ein wenig gespannt ob unsere Konstruktion im Chalet die Schneelast aushält. Vor allem mein Vordach mit Plastikdach.
Sonntag, 1. Januar 2012
Québec - la fin du monde
trailer aus der diesjährigen jahresend Comicbetrachtung Bye Bye von Radio Canada.
Sinngemäß:
"Ist das dann jetzt das Ende der Welt???", "nöö, du warst wohl schon lange nicht mehr in Montreal, oder was???"
Samstag, 31. Dezember 2011
Mittwoch, 28. Dezember 2011
Nochmal Baja - Nettes Video
http://www.onewheeldrive.net/2010/07/29/baja-tropic-of-cancer-%E2%80%93-coco%E2%80%99s-corner/
nettes kurzes Video über die Baja
Wir waren da - so siehts da aus. Mit so einer Kiste plus Gepäck sieht man auf den Schotterpisten ziemlich alt aus.
"you are not a motorcyclist until you have been at Cocos!"
idealerweise auf einem richtigen offroad bike
nettes kurzes Video über die Baja
Wir waren da - so siehts da aus. Mit so einer Kiste plus Gepäck sieht man auf den Schotterpisten ziemlich alt aus.
"you are not a motorcyclist until you have been at Cocos!"
idealerweise auf einem richtigen offroad bike
Zufälliger Fund aus DER ZEIT
http://www.zeit.de/2011/49/Portraet-Thomann
Beim thomanns hans habe ich mir u.a. ein Sure Funkmikro und noch ein paar andere Sachen gekauft. Ca. 1984 - im Dorf.
Ein guter Manager halt - einer der "sich kümmert".
Beim thomanns hans habe ich mir u.a. ein Sure Funkmikro und noch ein paar andere Sachen gekauft. Ca. 1984 - im Dorf.
Ein guter Manager halt - einer der "sich kümmert".
Dienstag, 27. Dezember 2011
Weihnachten 2011
haetten wir somit auch wieder geschafft. Milde Temperaturen, relativ wenig Schnee fuer Québecer Verhaeltnisse. Heute haben wir uns noch Tin Tin (Tim und Struppi) angeguckt und die Kinder fanden den Film klasse. Ich uebrigens auch ....
Heute Nacht soll es den ersten Schneesturm geben. Kommt von den grossen Seen rueber und wird so 30 cm bringen angeblich. Ab morgen dann definitiv Ski und Rodel gut. Optimal. Somit kann ich dann Donnerstag und Freitag langlaufen gehen. Emile hat sich ueber sein Schweini Trikot sehr gefreut und morgen abend gibt es noch ein paar nachtraegliche Geschenke (von Kaddl und Sven u.a.).
Heute Nacht soll es den ersten Schneesturm geben. Kommt von den grossen Seen rueber und wird so 30 cm bringen angeblich. Ab morgen dann definitiv Ski und Rodel gut. Optimal. Somit kann ich dann Donnerstag und Freitag langlaufen gehen. Emile hat sich ueber sein Schweini Trikot sehr gefreut und morgen abend gibt es noch ein paar nachtraegliche Geschenke (von Kaddl und Sven u.a.).
Dienstag, 20. Dezember 2011
hannoveranische Vorzeigearchitektur
Da wohnt unser Bundespräsident drin?? Geil.
Beim ersten Bild in der Presse dachte ich, die müssen sich im Haus getäuscht haben. Aber vielleicht ist ja hinten raus besser ......
Da hätte ich auch Bellevue gemietet, an seiner Stelle.
La Presse von heute
Laut Nordamerikas "meistgelesener französischen Tageszeitung" gibt es erste internationale Reaktionen bezüglich des kanadischen Kyoto Rückzuges. Zum einen war zu lesen, dass eine britische Firma einen - so gut wie sicher - zugesagten Millionenauftrag für eine Quebecer Mittelstandsfirma zurückgezogen hat. Wegen grundlegender "ethischer Probleme" mit der kanadischen Position bezüglich Klimaerwärmung und CO2 Ausstoß.
Zweitens war zu lesen, das Chuiqita Bananen Inc., eine multinationale Firma, keinen Kraftstoff mehr kaufen oder verwenden wird welcher auch Ölsand aus kanadischer Produkton enthält. Hoffentlich macht das Schule.
Möglicherweise werden solche Gesten in der Zukunft mehr Einfluß auf nationale Entscheidungen haben als z.B. Wählerstimmen. Sobald ein Verbraucherboykott eine kritische Dimension erreicht, wird es interessant.
Québec versucht übrigens im Alleingang den CO2 Ausstoss weiterhin zu reduzieren. Harper kündigt indessen an, das aus Ölsand gewonnene Zeugs den Chinesen zu verkaufen. Aber die kaufen mittlerweile auch nicht mehr jeden Scheiss und werden langsam kritischer bezüglich Umweltfragen - so scheint es jedenfalls.
Was gibt es sonst noch Neues in Montréal?? Ach ja, die erfolglosen Canadiens, haben den Coach gefeuert und einen rein englischsprachigen Coach angeheuert. Skandalös wie die Leute hier meinen. Kann ich aber sogar nachvollziehen. Der Job ist der zweitwichtigste in der Provinz Québec - gleich nach dem des Ministerpräsidenten sozusagen - und der Mann spricht kein Wort französisch. Aber, letzte Woche, bei meinem Besuch im Stadion habe ich eh schon festgestellt, daß es auch da nur noch um Kommerz und puren, totalen Konsum geht.
Darüber hinaus, und da sind wir wieder beim vorherigen Thema, hatten und haben wir einen bizarren Dezember. Möglicherweise der wärmste Dezember seit Beginn der Klimamessungen hier. Aber das ist bestimmt ein dummer Zufall. Ach ja, nochwas. Es soll eine Strasse gebaut werden. Hoch nach Norden. Weit nach Norden. Der sogenannte "Plan Nord" (hier der entsprechende Link zur staatlichen Propaganda) ist ja die gezielte Ausbeutung aller noch existierenden Naturressourcen im - bis dato - unerschlossenen nördlichen Bereicht Québecs. Um die Minen auszubeuten und die Wälder da oben platt zu machen braucht man natürlich eine Strasse und ein wenig Infrastruktur. Das Zeugs muss ja auch weggebracht werden (Erze, Holz, Uranium vor allem). Deshalb wird die bis dato nördlichste Strasse nochmal verlängert. Danach fehlen aber nur noch ca. 1000 km um bis zur - de fakto - Nordwestpassage durchzustossen. Da die Häfen dort demnächst wohl tatsächlich einige Wochen eisfrei sein könnten überlegt man sich allen Ernstes, ob man nicht komplett ganz hoch durchstossen sollte und dann das ganze Zeugs über die ehemalige Eismeerregion verschifft wird. Wohin soll das Ganze eigentlich noch führen?? Zum Verzweifeln wie ich finde. Mir kanns ja letztlich alles Scheiß egal sein, bei meinem Alter. Aber denken denn diese Ignoranten, welche dies alles zu verantworten haben - letztlich, wirklich nicht an die nächsten Generationen?? Nachhaltigkeit!!!!! War da nicht was??
Zweitens war zu lesen, das Chuiqita Bananen Inc., eine multinationale Firma, keinen Kraftstoff mehr kaufen oder verwenden wird welcher auch Ölsand aus kanadischer Produkton enthält. Hoffentlich macht das Schule.
Möglicherweise werden solche Gesten in der Zukunft mehr Einfluß auf nationale Entscheidungen haben als z.B. Wählerstimmen. Sobald ein Verbraucherboykott eine kritische Dimension erreicht, wird es interessant.
Québec versucht übrigens im Alleingang den CO2 Ausstoss weiterhin zu reduzieren. Harper kündigt indessen an, das aus Ölsand gewonnene Zeugs den Chinesen zu verkaufen. Aber die kaufen mittlerweile auch nicht mehr jeden Scheiss und werden langsam kritischer bezüglich Umweltfragen - so scheint es jedenfalls.
Was gibt es sonst noch Neues in Montréal?? Ach ja, die erfolglosen Canadiens, haben den Coach gefeuert und einen rein englischsprachigen Coach angeheuert. Skandalös wie die Leute hier meinen. Kann ich aber sogar nachvollziehen. Der Job ist der zweitwichtigste in der Provinz Québec - gleich nach dem des Ministerpräsidenten sozusagen - und der Mann spricht kein Wort französisch. Aber, letzte Woche, bei meinem Besuch im Stadion habe ich eh schon festgestellt, daß es auch da nur noch um Kommerz und puren, totalen Konsum geht.
Darüber hinaus, und da sind wir wieder beim vorherigen Thema, hatten und haben wir einen bizarren Dezember. Möglicherweise der wärmste Dezember seit Beginn der Klimamessungen hier. Aber das ist bestimmt ein dummer Zufall. Ach ja, nochwas. Es soll eine Strasse gebaut werden. Hoch nach Norden. Weit nach Norden. Der sogenannte "Plan Nord" (hier der entsprechende Link zur staatlichen Propaganda) ist ja die gezielte Ausbeutung aller noch existierenden Naturressourcen im - bis dato - unerschlossenen nördlichen Bereicht Québecs. Um die Minen auszubeuten und die Wälder da oben platt zu machen braucht man natürlich eine Strasse und ein wenig Infrastruktur. Das Zeugs muss ja auch weggebracht werden (Erze, Holz, Uranium vor allem). Deshalb wird die bis dato nördlichste Strasse nochmal verlängert. Danach fehlen aber nur noch ca. 1000 km um bis zur - de fakto - Nordwestpassage durchzustossen. Da die Häfen dort demnächst wohl tatsächlich einige Wochen eisfrei sein könnten überlegt man sich allen Ernstes, ob man nicht komplett ganz hoch durchstossen sollte und dann das ganze Zeugs über die ehemalige Eismeerregion verschifft wird. Wohin soll das Ganze eigentlich noch führen?? Zum Verzweifeln wie ich finde. Mir kanns ja letztlich alles Scheiß egal sein, bei meinem Alter. Aber denken denn diese Ignoranten, welche dies alles zu verantworten haben - letztlich, wirklich nicht an die nächsten Generationen?? Nachhaltigkeit!!!!! War da nicht was??
Donnerstag, 15. Dezember 2011
Baja Bildernachtrag
Ich habe die Bildersammlung nochmal durchforstet und bin noch auf ein paar Sachen gestossen.
Die drei Hunde lugten aus dem Nachbarhaus heraus.
Hier hatten wir das einzige Mal Probleme mit der Kommunikation. Micha mußte - zum hundertsten Mal - seinen Gepäcksack richten und ich sagte ihm, ich würde derweil mal den einen km zum Strand vorfahren. Da habe ich auf ihn gewartet - er kam aber nicht. Nach einer halben Stunde bin ich wieder zurückgedüst und er hatte mittlerweile ein Bier getrunken. Jeder hat auf den anderen gewartet.
Die Perspektive am Strand (Sea of Cortez) war es allerdings wert.
Und gleich noch eine Strasse. Immer und immer wieder.
Die drei Hunde lugten aus dem Nachbarhaus heraus.
Hier hatten wir das einzige Mal Probleme mit der Kommunikation. Micha mußte - zum hundertsten Mal - seinen Gepäcksack richten und ich sagte ihm, ich würde derweil mal den einen km zum Strand vorfahren. Da habe ich auf ihn gewartet - er kam aber nicht. Nach einer halben Stunde bin ich wieder zurückgedüst und er hatte mittlerweile ein Bier getrunken. Jeder hat auf den anderen gewartet.
Die Perspektive am Strand (Sea of Cortez) war es allerdings wert.
Und gleich noch eine Strasse. Immer und immer wieder.
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