Montag, 31. Mai 2010

Carl Zuckmayer und Vermont


Vor ein paar Jahren hat mir mal ein guter Freund (danke Kai) die Autobiographie Carl Zuckmayers in die Hand gedrückt, welche ich nach den ersten, anfänglichenSeiten, förmlich verschlungen habe. Wie das halt so passiert bei manchen Büchern: man kann das Ding nicht mehr aus der Hand geben (ist mir zuletzt bei "The Road" oder z.B. "Lonesome Dove" passiert ...).

In diesem - überaus lesenswerten - Buch, erzählt Zuckmayer u.a. von seiner Zeit in der Emigration. Einen Teil seiner Zeit in den USA hat er auf einer Farm in Vermont verbracht. Ich habe seitdem immer mal wieder ein bisschen recherchiert und bin mir auch ziemlich sicher, den Standort seiner Vermonter Farm halbwegs genau lokalisieren zu können da er in seinem Buch einige Details benennt (zwischen Woodstock und Barnard, etc.).

Zufällig bin ich dabei auch auf folgenden Blog gestossen:

http://homeexchangeblog.jewettstreet.com/tag/vermont/

Warum ich das hier erwähne?? Nun ja, weil ich am Sonntag endlich mal wieder einen Ausflug nach Vermont unternommen habe und mir dann vorgenommen habe, daß ich das endlich auch mal umsetzen werde und zum Haus vom alten Zuckmayer latsche.

Vermont ist laut Zuckmayer wie folgt:

Was heute in Vermont, in dem es viele verlassene, langsam zerfallende und wieder vom Wald überwuchernde Farmen gibt, noch auf seiner Heimstatt lebt, das sind die Nachkommen jener ursprünglichen Siedler, die zu eigensinnig und landverbunden waren, um den Aufbruch nach dem Westen, die große Völkerwanderung nach besseren ‚Weidegründen‘ mitzumachen. Daher eignet diesen Leuten ein Zug von Starrsinn und Hartnäckigkeit, auch von Verkauztheit, der Europäern leichter verständlich ist als vielen Amerikanern. Ein sonderlich abgeschlossenes Volk mit einem schrulligen, oft etwas maliziösen Humor, nonkonformistisch bis in die Knochen, eigenwillig bis zur Eigenbrötelei, doch niemals ohne die natürliche Bindung in der Gemeinde, die selbstverständliche, phrasenlose Bereitschaft zu gegenseitiger Hilfe.“ (Carl Zuckmayer, Als wär's ein Stück von mir, 1966)

Ich bin diesen Sonntag allerdings nur mit dem Motorrad rumgefahren und fand Vermont unheimlich ländlich. Farmen ohne Ende und Kühe und Pferde an jeder Ecke. Landschaftlich sehr schön, teilweise wie im Allgäu, manchmal Ecken wie bei uns in Franken. Ein paar hundert km weiter unten gibt es übrigens eine Ecke die heißt "Franconia Notch" und als ich da vor ein paar Jahren das erste mal durchgekommen bin, dachte ich mir, wie in Oberfranken, mit Blick auf das Fichtelgebirge.

Kleiner Auszug aus Wikipedia:
The town was first granted in 1764 by Colonial Governor Benning Wentworth as Franconia,[1] a name widely applied to the region by 1760[2] due to the terrain's resemblance to the Frankish Alb in Germany.

Ist aber eine andere Geschichte.

Jedenfalls werde ich an einem der nächsten Wochenende mal zu Zuckmayers ehemaliger Farm hochwandern und mir davon persönlich ein Bild machen.

Sonntag, 23. Mai 2010

Was für ein Trip

Blick in Chicoutimi auf den Fluss. Ca 50 km weiter flußabwärts wird der Saguenay dann zum wahren Fjord.
Mittwoch Abfahrt in Montreal und auf der Autobahn erstmal bis nach Quebec. Dann zweieinhalb Stunden durch nahezu alpine Landschaften hoch durch den Park "De Laurentides". Ankunft in Chicoutimi bei ca. 30 Grad - und das im relativen Norden. Am Freitag dann 8 Stunden Motorrad pur. Chicoutimi, Lac Saint Jeaan, runter nach La Tuque - eine Wahnsinnslandschaft nach der anderen. Ab La Tuque ist es so als würde mann ca. 2 Stunden am Lago di Garda entlangfahren - bloß ohne Häuser und Menschen. Obwohl ich ja schon so manche Ecke Quebecs gesehen habe, staune ich doch immer mal wieder über diese Landschaft.

Dann kreuz und quer durch die Pampa ins Chalet ( am Riviere Rouge). Dort muße ich erstmal unten am Fluß ein Bierchen trinken. Geilstes Wetter, Sonne pur und kein Wölkchen am Himmel. Ein Traum. Insgesamt etwa 1500 km gefahren. Taugt.

Donnerstag, 20. Mai 2010

Chicoutimi



Eine fantastische Fjordlandschaft und wahnsinns Wetter.

Mein Kongress ist fast vorbei und ich konnte gerade mal einen kleinen Spaziergang unten am Fluß machen. Etwas weiter unten wird der Saguenay dann wirklich zum Fjord und man glaubt sich in Norwegen zu befinden. Morgen früh gehts dann mit der BMW am Fluß entlang nach Bai Saint Paul, von da aus nach Québec City und von da ab in die andere Richtung Québecs, in die Laurentides.

Das Wetter spielt mit und verspricht eine klasse Bike Tour durch Québec.

Dienstag, 18. Mai 2010

Well, kleine Auszeit letzten Freitag. Nach der Arbeit mal kurz zum Chalet hochgedüst und erst am Rivière Rouge und dann am sogenannten Canyon den Sonnenuntergang erlebt. Grandios.

Erst Stress, Feierabendverkehr und Autobahn und dann, kaum eine Stunde später, absolute und sehr dünn besiedelte Natur. Quebecer Kontraste gewissermaßen.

Morgen fahre ich ca. 6 1/2 Stunden zu einem Kongress nach Chicoutimi (sicherlich ein indianischer Name).

Ich bin schon mal gespannt denn die Region ist auch relativ abgeschieden und weit im Norden.

Dienstag, 11. Mai 2010

Film


Gestern im Park: Aufnahmen für eine TV Serie nehme ich mal an. Irgendwann kam jemand und meinte: "wir werden sie jetzt ein wenig im Hintergrund haben für die folgende Szene, spielen sie einfach natürlich weiter und versuchen sie, nicht in die Kamera zu gucken".

Snow


letzte Woche hier in Montreal - war ein bisschen schwierig und auf dem Nachhauseweg von der Arbeit war Vorsicht geboten.

Sonntag, 4. April 2010

in der Fränkischen



Wandern und ausgedehnte Spaziergänge in der Fränkischen. Traumhaft. Eine Woche Kurztrip. Family etc.

Montag, 29. März 2010

Autofahren in Nordamerika

http://www.sueddeutsche.de/,tt8m1/automobil/131/507291/text/

gerade habe ich diesen Text in der SZ gefunden und er beschreibt sehr präzise die Unterschiede zwischen dem europäischen und dem nordamerikanischen Fahrstil.

Kanada ist zu 80 % von den USA beinflußt und lediglich Québec hat da eine kleine Sonderstellung. Selbst im - für hiesige Verhältnisse - einigermaßen europäisch geprägtem Raum wird meistens so gefahren wie das im SZ Artikel beschrieben wird. Sophie mußte z.B. recht schnell lernen, daß man auf einer deutschen Autobahn nicht mit 100 auf der dritten Überholspur fährt. Hier ist es komplett egal ob du links, in der Mitte oder gar auf der rechten Spur fährst. Bei dichtem Verkeht ist es manchmal sogar von Vorteil sich auf der mittleren Spur zu befinden. Und ansonsten fährt man halt - außerhalb der Stadt zumindest - sehr entspannt vor sich hin. Es passiert ja nichts und die je weiter man rauskommt desto dünner wird der Verkehr. Mein "rechts-vor-links-Reflex" ist komplett bedeutungslos, andererseits muß ich meinen Fahrstil in Deutschland sofort wieder umstellen da ich sonst z.B. bei jeder zweiten Ampel bei "dunkelgelb" drüberfahre wie das hier in Montreal eben so üblich ist. Kameras gab es bis vor einem Jahr überhaupt nicht und mittlerweile existieren drei und die werden vorher durch große Warnschilder angekündigt. Andererseits stoppt der Québecer selbst in der größten Pampa vor jedem Stoppschild und selbst wenn er sieht, daß auf drei km kein Fahrzeug kommt. Ich habe mir diesbezüglich eher den sogenannten "english stop" angewöhnt, d.h. kurz und eher symbolisch die Bremse antippen damit das Licht aufleuchtet und dann soft drüber.

Es gibt übrigens noch ein paar ausgeprägte Unterschiede: kaum Dieselfahrzeuge und diesbezüglich technische Vorurteile welche wohl noch aus Erfahrungen der 80er Jahre stammen. Viele meinen, die heutige Dieseltechnologie stamme noch von den alten Mercedes D 200 oder noch schlimmer, von den wenigen damals hier importierten Peugeots und Renaults welche dann bei -25 Grad natürlich niemals angesprungen sind. Die einzigen heutigen erhältlichen Turbodiesel stammen übrigens von VW (Golf, Jetta und Passat). Es gibt weder Abgasuntersuchung noch TÜV und somit können natürlich tatsächlich auch die letzten Rostlauben noch über die Schlaglochpisten Montreals donnern. Die hiesigen Strassen sind übrigens in einem grottenschlechten Zustand und ich frage mich immer wieder, wie es denn möglich ist, daß eine "Nation" es nicht wenigstens schafft die Eine und Einzige wirklich extrem befahrene und genutzte 250 km lange Autobahnverbindung (Quebec - Montreal) in einem vernünftigen Zustand zu halten?? Na ja und dann halt noch diese ausgeprägte Pickup (V6 oder V8 Automatik) Manie mit bis zu 25 Litern Verbrauch. Bei einem Benzinpreis von umgerechnet 0,40 €, oder 70 kanadischen Cents) war das für die Meisten vernachlässigbar aber seit vor ca. 1 1/2 Jahren der Preis mal kurz auf 1,50 $ CAN stieg gab es dann doch eine leichte Trendwende und speziell in Montréal sieht man viele Kleinfahrzeuge (Echo, Yaris, Smart, etc.) rumfahren. Das Thema Elektroauto hätte übrigens ein Sonderthema verdient.

Sonntag, 21. März 2010

Weekend update


Nachdem ich am Samstag den halben Tag Wände gestrichen habe (alles noch Kollateralschäden des erfolgten Badumbaus), habe ich dann am späten Samstag Nachmittag die Anwesenheit von Schwiegermutter "mami Michelle" genutzt um meine erste Biketour zu unternehmen (Achtung Eltern: im französichen determiniert die Endung i bei Papi und Mami die GROSSELTERN was zu Interpretationskonflikten führen kann. Emile und Lili z.B., betiteln mich mit der diesbezüglichen deutschen Sprechweise was aber für jedweden umherstehenden Québecer als "OPA" verstanden werden würde. Na ja, wenigstens vom Alter her könnte es ja für mich ja hinhauen .......... war mir übrigens lange Zeit überhaupt nicht bewußt. Ich möchte gar nicht wissen was ich in den letzten 13 Jahren schon alles NICHT oder FALSCH verstanden habe ........).

Ich hatte das dringende Bedürfnis mal im Wald spazieren zu gehen. Also rauf aufs Bike und raus aus der Stadt und hoch zur Hütte im Wald. Heute morgen bin ich dann noch ein paar Umwege gefahren und durch einige Querstrassen durch die Laurentides wieder zurück nach Montreal. Gerade noch rechtzeitig vor dem einsetzenden Schneefall.
Am Chalet lag nicht mehr viel Schnee und ich habe den Abend mit der Lektüre der "Zeit" und einem Glas Weissen vorm Ofen verbracht. Angenehm. Vor allem bei -12 Grad Aussentemperatur. Verblüffend wie ausgeprägt hier die Temperaturunterschiede in der etwas nördlicheren Region doch sind.

Heute morgen dann los und den Weg am Rivière Rouge hoch. Nach ca. 10 km kommt man, mitten im Wald und wirklich mitten in der quebecer Pampa, an einem riesigen Areal mit einem Buddhistischen Kloster vorbei.

Was es nicht alles gibt. Ich werde es demnächst mal besichtigen - wenn ich mal mehr Zeit habe.

Hier noch ein paar Photos vom iPhone. Die GS läuft übrigens fabelhaft und ist einfach perfekt für diese Art von Ausflügen.

Sonntag, 14. März 2010

Strassenkunst






well, kleine Samstagnachmittagtour mit den Fahrrädern. Also runter zum alten Hafen - ca. 30 Minuten. Der Cirque du Soleil baut gerade sein Zelt für die nächste Show auf.
Dann über den Place Jacques Cartier hoch zum Rathaus. Auf dem Weg dorthin sind wir auf einen Strassenkünstler gestossen welcher gerade seine Show aufführte. Sehr amüsant. Das Risiko dabei ist, daß man plötzlich selbst Bestandteil des Spektakels wird. Siehe Emile. Ehe er sich versah wurde er zum Jongleur und mußte dies vor ca. 100 Leuten aufführen. Er hat sich aber mit Bravour geschlagen. Grosser Applaus zum Schluss.

Donnerstag, 11. März 2010

Saisonauftakt - leider nicht in Québec



Zeit wirds. Unvermeidlicherweise haben wir auch dieses Jahr die hiesige Motorradmesse besucht. Wie immer kaum Neues aber es ist so wie mit dem Murmeltier in der USA: ein untrügliches Zeichen das der Winter bald vorbei ist. Leider ist das ab dann so eine Sache mit der hiesigen Gesetzgebung. Es gibt nämlich eine Winterreifenvorschrift. D.h. von 15. Dezember bis einschließlich 15. März (24 Uhr) dürfen Fahrzeuge nur mit Winterreifen bewegt werden. Für Motorräder gibt es aber laut meiner Kenntnis keine diesbezügliche Ausrüstung. Stollenbereifung ist zwar theoretisch tauglich hat aber keine Winterkennzeichnung. Also besteht defacto ein Motorradverbot für diesen Zeitraum. Die Bullen sind davon natürlich mal wieder ausgenommen da sie angeblich ein "véhicule d`urgence" darstellen. Zweierlei Maß also mal wieder und absolutes rumgeeiere ohne klare Linie. Stellvertretend für viele lokale gesetzbeberische Maßnahmen bzw. Auslegungen. Ich werde da mal eine kleine Liste zusammenstellen - da wird es dem rechtsstaatlich kultivierten und geprägten Deutschen ganz anders. Oder wie meine seelige Mutter immer zu sagen pflegte: andere Länder, andere Sitten.

http://ruefrontenac.com/

Wer des französischen mächtig ist ......

Dafür kann man aber nahezu gefahrlos und beliebig oft bei Rot über die Ampel fahren ................... (natürlich nur, wenn gerade kein "véhicule d`urgence" in der Nähe ist ....)

Quebecer Gegensätze


ich komme gerade von einem zweitägigen Treffen mit Kollegen aus ganz Qubec zurück. Was mir da immer wieder auffällt, ist diese quebecer Dualität. Es gibt auf der einen Seite die "Metropole" Montreal mit ca. 3,5 Millionene Menschen im Großraum und auf der anderen Seite "den Rest", hauptsächlich bestehend aus kleinen Dörfern, wenigen kleineren Städten und ansonsten hauptsächlich ländlichen, teilweise unbesiedelten oder unerschlossenen Gegenden. Letztere vornehmlich im im quasi unbewohnten nördlichen Teil der Nation. Bei einer Gesamtbevölkerungszahl von ca. 7 Millionen Menschen kann man sich die gegensätzliche Dynamik gut vorstellen. Zwischen beiden Teilen besteht so etwas wie eine Hassliebe. Selbst zwischen Quebec (Stadt) und Montreal besteht eine unglaubliche Rivalität und jeder beteuert, in der jeweils anderen Stadt könne man wohl niemals leben. Jedenfalls fällt mir auf, das dieser Gegensatz hier die quebecer Gesellschaft (und auch die Wirtschaft) doch stark beeinträchtigt. Es ist so als gäbe es, nehmen wir mal Hessen als Vergleichsmaßstab, da nur Frankfurt und der Rest ist mehr oder weniger Pampa (etwas übertrieben denn es gibt schon noch mehrere Mittelzentren wie z.B. Quebec Stadt, Sherbrooke oder Hull). Auf dem Weg von Montreal nach Quebec kommt man am immer am Mont Saint Hilaire vorbei welcher da wie ein Monolith gewaltig im St. Lorenz Tal steht und da habe ich mal kurz mein iPhone betätigt.

Sonntag, 7. März 2010

Ein paar Tage im Chalet



verkehrte Welt. Einerseits unübliche und sehr frühlingshafte Temperaturen in Québec - andererseits ein Wintereinbruch in Teilen Deutschlands.

Im Chalet gab es in der Tat nicht sehr viel Schnee für die Jahreszeit, etwa 50 cm würde ich sagen. Die Bilder täuschen wohl ein bisschen. Allerdings sehr komprimiert und somit fantastisch zum Schneeschuhwandern. Die Kinder haben sich natürlich auch sehr amüsiert - siehe Schneehaus und Video.

Am Donnerstag, kurz vor Sonnenuntergang, bin ich dann mal kurz auf den Berg um den abendlichen Blick auf den Riviere Rouge zu genießen. Immer wieder beeindruckend - der Fluß in dem dem Urtal. Dahinter, Richtung Westen, kommt erstmal für ca. 300 bis 400 km nichts mehr außer Wälder, Flüsse und Seen.

Am Lac Forest leben wenige Menschen permanent. Diesbezüglichg kenne ich eigentlich nur Mike, meinen Nachbarn und dann noch eine Familie. Wie die diese Einsamkeit des Winters überstehen ist mir schleierhaft. Aber es ist wohl alles relativ - der Frankenwald oder selbst Oberfranken können ja bekanntlich auch sehr abgeschieden sein.

Hier noch zwei kleine Clips zum angucken ..............


Montag, 1. März 2010

Bin dann mal weg .....



und zwar für ein paar Tage im Chalet. D.h. in der Hütte im Wald am Forest Lake. Wir fahren morgen Mittag los und treffen uns dann dort noch mit Hugo und Felix. Nachdem es in Montreal in den letzten Tagen eher regnerisch war - für die Jahreszeit sehr ungewöhnlich, normalerweise schneit es noch - dürfte das alles weiter nördlich als Schnee runtergekommen sein. Das Eis auf dem kleinen See verschwindet erfahrungsgemäß erst mitte April. Die Hütte ist zwar nicht richtig isoliert und es gibt im Winter auch kein fließendes Wasser aber mit dem Holzofen kann man richtig gut hochheizen und das Wasser holen wir von einer nahen kleinen Quelle. Bisschen mit den Schneeschuhen spazierengehen und ansonsten Iglu bauen oder die Gegend erkunden. Jedenfalls kommen wir dann endlich mal raus aus der Stadt und wir können abends die absolute und totale
Stille erleben. Die obigen Bilder sind übrigens von der Webseite (danke Mark) und nicht aktuell aber so ähnlich müßte es momentan aussehen.

www.forestlake.ca

Ach ja, kein Handyempfang, kein Telefon, kein Internet und kein Fernseher. Das Paradies. Lesen und nachdenken.

Ich stelle dann am Sonntag mal die "richtigen und aktuellen" Bilder rein.

Freitag, 26. Februar 2010

U-Bahn in Montreal und anderes



Ist ja übrigens sehr schön solche Zonen auszuweisen. Leider gibts bis dato aber nur 5 Bahnhöfe welche über Aufzüge und somit Zugang verfügen. Immerhin. Man muß die Dinge ja positiv sehen .......
http://www.stm.info/English/metro/accessibility.htm

Das Recycling läßt auch noch ein wenig zu wünschen übrig ........

Jeden Tag gibt es diese Umsonstzeitungen in der Metro in einer zichtausender Auflage aber leider wurden die vorhandenen Recycling Behälter nicht ausreichend dimensioniert. Das hiesige Recycling System - insofern man von einem System sprechen kann - läßt mächtig zu wünschen übrig. Papier, Glas, etc. wird in offenen Behältern einmal die Woche an den Straßenrand gestellt und aufgesammelt. An windigen Tagen führt das zu lustigen "Blätterstürmen". Übrigens: immer wenn hier die Rede auf Deutschland kommt, wird meistens hinzugefügt das da ja alles so "sauber sei" und "alles würde funktionieren". Die, subjektiv, sauberste Großstadt welche ich in den letzten Monaten oder Jahren gesehen habe war überraschenderweise Paris. Schlicht und ergreifen deshalb, weil da einfach alle 5 Meter ein Müllsack rumhängt und man gar nicht mehr auf die Idee kommt irgendwas wegzuwerfen. Genial einfach.

Sonntag, 21. Februar 2010

Cap Rouge





Ein Wochenende mit der Rasselbande in Québec City. Den halben Samstag haben wir in einem Outdoor Center verbracht - ca. 30 Minuten von Québec (Stadt) entfernt. Ah ja, hier haben wir einen, wie soll ich sagen, alltagskulturellen Unterschied. In Nordamerika werden Entfernungen, sofern man das Auto für die geplante Reise benützt, meist in Stunden und Minuten angegeben. Das liegt wohl daran, dass praktisch überall auf dem Kontinent, eine Geschwindigkeitsbegrenzung gilt und man davon ausgeht, dass man ca. 100 km pro Stunde zurücklegen kann. Am späten Nachmittag bin ich dann nochmal "meine persönliche Tour" am St. Lorenz/Cap Rouge gegangen. Dauert immer ca. 1 1/2 Stunden und ist eine prima kleine Wanderung. Je nach Witterung zu Fuß, mit Schneeschuhen oder als Langlauf. Der milde Winter sorgt dieses Jahr für ein frühes Abschmelzen der gletscherähnlichen Eismassen am Ufer. Normalerweise türmt sich da das Eis um diese Zeit um bis zu 5 Meter auf. Im April kann man dann am Ufer entlangspazieren und es bleiben noch einzelne, oft bis zu 10 Meter lange und 3 Meter hohe Eisschollen übrig.

Freitag, 19. Februar 2010

Winter is back



Der quebecer "Frühling" ist vorbei. Letzte Nacht ca. 10 cm Neuschnee und wohl jede Menge Schnee für nächste Woche. Bisher hatte es ja auch kaum geschneit - 50 cm vielleicht - und da die durchschnittliche Niederschlagsmenge in Montreal pro Winter so um die 200 bis 250 cm beträgt, stehen also noch ein paar cm aus. Somit kann ich dann auch für den Kindergartentransport wieder den Schlitten einsetzen. Übrigens wurden im Rekordwinter 2007-2008 500 cm Niederschlag registriert.

Dienstag, 16. Februar 2010

Olympia und die Zweisprachigkeit

Unmutsbekundungen im frankophonen Medienteil bezüglich der Eröffnungsveranstaltung in Vancouver. Wohl zurecht. Das Land ist ja angeblich zweisprachig was sich aber im Prinzip nur in Québec (Provinz) und zu Teilen in Ontario und den Atlantikprovinzen erkennen läßt. Jedenfalls spiegelt die frankophone Presse die Enttäuschung der Quebecoise über die wohl nahezu nur in Englisch stattgefundene Eröffnungsfeier deutlich wieder. Ist ja auch schade, daß ein offiziell zweisprachiges Land nicht in der Lage ist die beiden Kulturen UND die Kultur der First Nations zu repräsentieren.

Montag, 15. Februar 2010

Was für ein guter Film ...

revanche/DER-FILM

läuft grade in Montréal und kriegt hier großartige Kritiken ............. gut gemachter Film, immer überraschend, authentisch, Coen Brothers auf österreichisch ....

Blütenfasching in Kupferberg

scheint ne nette Party gewesen zu sein - Gerhard Polt läßt grüssen

inFranken.de

Donnerstag, 11. Februar 2010

Fussball



wird tatsächlich auch im Winter gespielt. Und zwar teilweise unter solchen domartigen Riesenkonstruktionen. Davon gibts hier immer mehr - darunter dieser Astroturf - d.h. Plastikrasen. Zwar Kunstrasen aber absolut eben und super zu bespielen. Ansonsten geht hier aber im Winter, natürlich, nichts über Eishockey. Das kann man an jeder Ecke spielen. Fußball ist übrigens laut Statistik - trotzallem - die beliebteste Sportart in Quebec. Allerdings gibt es keine richtige Vernetzung im Amateurbereich und auch keine richtigen Profiligen und es herrscht das nordamerikanische "Franchise" System vor, d.h. man kauft sich in die jeweilige Liga ein. Somit wird Kanada, meines Erachtens, niemals eine richtige Rolle im Weltfußball spielen können.

Dienstag, 9. Februar 2010

Eis und Schnee



prägen dieses Land. Das merkt man doch immer wieder. Gestern hatte ich kurz die Gelegenheit diese Eisskulpturen zu betrachten. Überreste des "Schneefestes" auf der Ile St. Helène. In Ottawa und bald auch in Québec (Stadt), während des Winterkarnevals, wird es große Wettbewerbe geben mit grandiosen Skulpturen. Der deutsche Fasching/Karneval ist hier hingegen komplett unbekannt. Morgen ist zwar "mardi gras" aber davon nimmt keiner Kenntnis.

Mittwoch, 3. Februar 2010

Winter


ein ungewöhnlich milder Winter in Québec versus einem harten Winter in Deutschland. Verkehrte Welt. Die Bilder und Nachrichten aus Franken und dem Resteuropa sind beeindruckend während ich hier immer das Gefühl habe der Frühling stünde vor der Tür. Das phil`sche Murmeltier sagt allerdings immer noch 6 Wochen Winter voraus. We`ll see - so wie jedes Jahr. So sieht das im Moment hier in Québec aus und Emile und Leo vergnügen sich auf dem Eis.

Ich werde den blog mal ein wenig nutzen um meine `interkulturellen` Beobachtungen preiszugeben. Subjektiv logischerweise aber ja eh nur für Freunde und Familie gedacht.