
Einfach: Start morgens um 8 h 30 (neuer Rekord) und ab in Richtung Norden. Immer Richtung Norden. Ziel: Montreal.
Nach ca. 20 km erstmal Frühstück im fertigsten Cafes Nordamerikas (die TOILETTE - Wahnsinn). Das Essen wurde aber direkt vor unseren Augen zubereitet und wir hatten deshalb diesbezüglich keine wirklichen Bedenken. Wir wurden vor "Regen" gewarnt und zogen zum ersten und einzigen Male unsere Regenklamotten an. Ich wunderte mich etwas, da mein Wetterbericht mir am Vorabend noch wolkiges Wetter mit sonnigen Abschnitten versprochen hatte. Auch mein Radarbild auf dem iPhone zeigte nur eine Gewitterfront ganz hoch im Norden Quebecs an. Aber der Regen begann und wurde nach ca. 50 km stärker, dann richtig hart. Drei Stunden im strömenden Regen. Danach wurde es böse: Windböen von rechts mit peitschenden Regengüssen. Wasser wie aus Kübeln oder, wie Micha meinte, mit dem Hochdruckreiniger. Immer schlechter werdende Sicht, Aquaplaninggefahr und wirklich granatenmäßige Böen. Es sollte aber schlimmer und schlimmer werden. Nach ca. 6 Stunden schwierigster Regenfahrt kamen wir mitten durch eine, wie ich mir mittlerweile bereits dachte, auslaufende Hurricane Front. Die Dinger knallen oft irgendwo an der Ostküste auf, meistens Florida und lösen sich dann über dem Land so nach 1000 km irgendwie auf. Die "Reste", also die Ausläufer des Hurricans sorgen dann für sinflutartige Niederschläge und für einen granaten Sturm. Gegen 19 Uhr war ich an einem Punkt wo ich mich für fast eine Stunde nur noch so ein bisschen an den Rückleuch
ten eines Lastwagens orientierte. Totaler Blindflug. Irgendwann habe ich mir dann gedacht es geht einfach nicht mehr und wir sollten besser runter von der Autobahn und vielleicht einfach nochmal übernachten oder einfach abwarten. Ich bin in meinem ganzen Leben noch NIE unter solch widrigen und auch gefährlichen Bedingungen Motorrad gefahren. Ohne unsere neuen Reifen welche überragende Haftung bei Nässe zeigten, hätte es uns eh von der Straße geblasen. Gegen 20 Uhr 30 dann, nach 9 Stunden und 900 km im Brachialsturm schließlich Ende der Reise in Montreal. Wir bedanken uns ausdrücklich bei BMW für die Griffheizungen!!

















































