Sonntag, 19. April 2026

Ein "Sommereinbruch" im April

Es gibt Leser dieses Blogs, welche mich der "Schreibfaulheit" bezichtigen. LOL.😂

Weil ich nicht mehr EintrĂ€ge schreibe. Also gut. Von mir aus. For "what its's worth". 

Wo soll ich anfangen? 

Manche Menschen machen Yoga, gehen in die Sauna, hören Podcasts, lesen BĂŒcher, gehen Spazieren, trinken Bier oder machen sonst was um "runter zu kommen" und um zur Ruhe zu kommen und um nach zu denken oder auch zu meditieren. 

Bei mir ist das so, dass ich das, nicht immer, aber oft, mit dem Motorrad mache. Ich bin dann auf dieser "Beschleunigungsmaschine", muss 100% fokussiert sein, habe einen Helm auf (das ist dann mein Universum) und bin, in der Regel, in meiner kleinen, dann komplett fokussierten Welt. Denn JEDES sich bewegende Teil außerhalb dieses Mikrokosmos will dich "töten" und ist "dein Feind". Das Fokussiert enorm. Ob ich dann Schuld bin oder nicht, oder der oder die Andere, das spielt keine Rolle mehr, denn ich bin dann tot. 

Jeder Motorradfahrer weiß das. Die, die es nicht wissen, oder nicht wussten, sind tot oder aber haben und hatten extrem viel GlĂŒck. In der Regel. Die Freeclimber auch. Die Scubadiver auch. Und dann noch jede Menge anderer Sportarten - insofern man Motorradfahren als Sport bezeichnen will. 

In weiten Teilen Afrikas, SĂŒdamerika und in Asien sind MotorrĂ€der letztlich nur billige Transportmittel und es gibt keine bezahlbare Alternative. Ein Motorrad ist nur in der westlichen HemisphĂ€re ein Luxus Symbol. Ansonsten sind die Dinger oft einfach nur das billigste und effektivste Transportmittel fĂŒr einen Großteil der Welt. 

ZurĂŒck zum Eingangsgedanken:

Quebec hatte einen harten Winter. Ich lebe hier seit knapp 30 Jahren, aber das war ein langer Winter. 5 Monate im Minusbereich. Jede Menge Schnee. Es war wirklich kalt und sehr lang. 



 

Die Seen sind immer noch solide zugefroren. Siehe Bild von heute morgen. Übermorgen soll es, hoffentlich ein letztes mal, Nachtfrost geben und dann geht noch ein bisschen "rauf und runter" und dann ist Sommer. Wie ich schon oft angemerkt habe bricht das Eis im "Norden" nicht und niemals vor Ende April. Das ist nichts Neues. 

Aber: die letzten zwei Tage hatten wir hier einen gefĂŒhlten Zweitagessommer. Zwei Tage mit 22 bis 25 Grad - gefĂŒhlt 28 oder auch 30. Wir sind ja relativ weit im SĂŒden mit "italienischer Sonne".  

Es ist wirklich unglaublich, aber selbst um 20 Uhr am Abend sind alle Fenster und TĂŒren offen und es hat ca. 20 Grad plus Celsius. SĂŒdliche Winde haben Warmluft nach Quebec "verfrachtet". 

Emile und ich konnten gestern wirklich nicht mehr Widerstehen und haben die Bikes rausgeholt. Und ab die Post!!!

Das Wetter war schweinegeil. 5 Monate leben wir in der TiefkĂŒhltruhe und dann ist auf einmal Sommer. Nur cool. 

Soweit dazu. Jetzt zum nachdenken. Mir ist auf der RĂŒckfahrt durch die sonnigen Laurentiens, bei meiner "Motorrad Meditation", folgendes durch den Kopf gegangen: 

a) HĂ€tte der Idiot Putin nicht diesen stupiden und unsĂ€glichen Krieg mit der Invasion der Ukraine angefangen, unter deutlicher FehleinschĂ€tzung der Gegenwehr der Ukraine und des "Westens", dann hĂ€tte er jetzt die gesamte Krim und möglicherweise Teile des Donbas. Letzteres als neutrale "russisch - ukrainische Pufferzone". Die russische Wirtschaft wĂŒrde florieren weil Europa nach wie vor sein billiges Gas und sein Öl kaufen wĂŒrde. Die russischen Oligarchen wĂŒrden noch reicher und korrupter werden und alles wĂ€re "Fried, Freude, Eierkuchen". Deutschland im speziellen wĂ€re sehr antiamerikanisch und relativ "russophile". Finnland und Schweden wĂ€ren neutral und Schröder könnte sich - nach wie vor - seine korrupten Taschen mit Geld von Gazprom fĂŒllen. 

b) HĂ€tte Kamela Harris die Wahl gewonnen und wĂ€re PrĂ€sidentin der USA dann gĂ€be es jetzt höchstwahrscheinlich keinen Krieg im nahen Osten, die Israelis wĂŒrden nicht Amok laufen, die Preise wĂ€ren niedrig, die Inflation wĂ€re im Griff und die Wirtschaft wĂŒrde laufen. Erneuerbare Energie wĂŒrde auch in den USA gefördert werden, die NATO wĂ€re stark und die transatlantischen Beziehungen ausgezeichnet. Carney wĂ€re möglicherweise nicht an der kanadischen Regierung sondern - leider - die Konservativen. Die Welt wĂ€re womöglich relativ stabil und könnte sich global dem Kampf gegen den Klimawandel und der Beseitigung der weltweiten Armut widmen. 

HĂ€tte. Konjunktiv. Stattdessen tobt der Wahnsinn. Dabei könnte das Leben auf diesem Planeten doch so einfach, angenehm und schön sein. Könnte. 

 

 

 

 

 


 

 

 

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